AT16816B - Verfahren zur Herstellung von Hochdruckklischees. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hochdruckklischees.

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AT16816B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr.     16816.   
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Nach dem bekannten Asphaltverfahren können Halbtonnegative bisher in einfacher Weise auf glatten Flächen nicht kopiert werden. Man muss den Halbton durch ein Netz feiner Linien brechen, so dass er in lauter Punkte zerfällt. Dann erst wird die Ätzung ausführbar. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein verlässliches Verfahren, bei welchem man sowohl für Buch-als auch für Steindruck auf glatten Flächen ohne Anwendung eines Rasters u. dgl., überhaupt ohne jede Zwischenmanipulation, Druckformen für   Ein- und Mehrfarbendruck dirpkt   nach einem beliebigen   gewöhnlichen Halbtonnegative   herstellen kann. 



   Zu diesem Zwecke wird der Asphalt zuerst durch Behandlung mit verschiedenen Stoffen, wie durch Reinigung (z. B. mit Äther) in bekannter Weise lichtempfindlicher gestaltet, d.   h.   er kann durch verschiedene bekannte Lösungsmittel in Bestandteile geschieden werden, welche verschieden lichtempfindlich sind und in ihrem sonstigen Verhalten, wie 
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 weisen. Die Lösung wird weit genug geführt, um den Asphalt lichtempfindlich zu machen,   man   entzieht   ihm   aber die   lichtunomptindlichen   Bestandteile nur so weit, dass die Kornbildung der damit erzeugten Schichten erhalten bleibt. Der richtige Moment, bis zu welchem die Lösung fortgesetzt werden soll, lässt sich leicht erkennen, indem an der trocken gewordenen Schichte das Korn deutlich sichtbar ist. 



   Die Ftüssigkeit besteht aus Benzol, Alkohol, Äther und Chloroform, in den weiter unten für die verschiedenen   Kornarten angegebenen bestimmten   Verhältnissen. Dabei kommt die Eigenschaft der gegenseitigen   Abstossung des Alkohols und des   Chloroforms 
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 glatte Platte und während des Verdunstens des Chloroforms und des Alkohols ganz feine   schlangeuförmige Linien, die für   das Auge als sehr feines gebundenes Korn sichtbar sind und eine für die   Bilderzeugung   geeignete Gestaltung besitzen. Dieses Gemenge ist nur in den hier angegebenen Mischungsverhältnissen fähig, ein geeignetes Korn zu erzeugen.

   Wenn nämlich eine Lösung von Asphalt in   Chloroform mit   Alkohol versetzt wird, sei es auch in einem sehr geringen Grad, so ist diese Lösung auf einer Fläche nicht glatt aufgiessbar, da Chloroform und Alkohol sich gegenseitig abstossen bezw. die Schichte dann auseinander läuft. In der hier angegebenen Mischung dient Benzol als Fixierungsmittel und Äther zur   Verstärkung   der   Alkoholwirkung.   Falls das Benzol nicht beigemischt wäre, so würde das Korn bei der Entwicklung ausgewaschen werden.

   Falls aber Äther nicht vorhanden wäre, 
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 geeignet dicker   Schichte (3-8 cm3   auf 1 dm2 Fläche) auf eine glatte   Metall-oder Steinnäche     aufgetragen   und getrocknet, wobei auch zweckentsprechende Temperatur (etwa   16-3QOC)   und entsprechende Feuchtigkeitsverhältnisse im   Arbeitsraume herrschen   müssen. Es kann auf diese Weise eine feinere oder gröbere Kornbildung erreicht werden, welche schon in 
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Chloroform durchschnittlich 1 :   3   : 5 : 10 beträgt. 



   Die Schlussbehandlung einer solchen Kopie besteht in der einfachen Entwicklung mit geeignet gemischten Terpentinölen, Benzin, Benzol und ähnlichen Stoffen, wobei Teile der aus mehreren Substanzen bestehenden belichteten Kornasphaltschichte und zugleich sämt- liche unboliehtete Stellen der   Gesamtsc, hichte   entfernt werden und an dem fertig   ent.   wickelten Bilde die Kornzerlegung schön bemerkbar ist. Eine solche Platte ist nach der üblichen Ätzung druckfertig. 



   Um feine Partien des Bildes bei der Schlussbehandlung nicht zu verlieren, wird die
Platte mit angefeuchtetem Filterpapier zugedeckt und der Verdampfung seiner Feuchtig- keit ausgesetzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Hochdruckklischees, dadurch gekennzeichnet, dass eine glatte Metall-oder Steinssäche mit einer Lösung von 0-7 Gewichtsteilen Asphalt, welchem seine lichtempfindlichen Anteile nicht vollständig entzogen wurden, in einer Mischung von ungefähr 1 Gewichtsteil Benzol, 5 Gewichtsteilen Äther, 10 Gewichtsteilen Chloroform und 2'5 bis 4 Teilen Alkohol überzogen, bei 15 bis 300 in feuchtem Raume getrocknet und in bekannter Weise unter einem Negativ belichtet, entwickelt und geätzt wird, zum Zwecke, ohne Anwendung von Rastern oder Körnung der Platte die Halbtöne in feines, gebundenes Korn zu zerlegen.
AT16816D 1902-04-16 1902-04-16 Verfahren zur Herstellung von Hochdruckklischees. AT16816B (de)

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