AT167090B - Verfahren zur Darstellung von Sulfonamiden der Thiazolreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Sulfonamiden der Thiazolreihe

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thiazole
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sulfonamides
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Sulfonamiden der Thiazolreihe 
Es wurde gefunden, dass   2- [Arylsulfamino]-   thiazol oder dessen im heterocyclischen Ring substituierte Abkömmlinge vorteilhaft in der Weise dargestellt werden können, dass man durch zwei gleiche oder ungleiche Acylreste der allgemeinen Formel   A, Y. SOI\- bzw.   Y. S02- 
 EMI1.1 
 deren im heterocyclischen Ring substituierte   Abkömmlinge   einer Hydrolyse oder Alkoholyse unterwirft. Im Falle der Anwesenheit einer Nitrogruppe im Arylsulfonylrest kann diese gegebenenfalls nach beendeter Hydrolyse oder Alkoholyse in eine Aminogruppe umgewandelt werden. 



   Die Ausgangsstoffe des vorliegenden Verfahrens haben folgende allgemeine Formel : 
 EMI1.2 
 wobei die Kohlenstoffatome 4 und 5 des Thiazolringes noch Substituenten tragen können. In der obigen Formel stellt die mit Acyl"be- zeichnete Gruppe irgendeinen Arylsulfonylrest, z. B. einen   Acylamino-benzolsulfbnylrest   dar. In der Haftfestigkeit der beiden Arylsulfbnylreste bestehen grosse Unterschiede, indem der eine Arylsulfonylrest, z. B. durch alkalische Hydrolyse, leicht abgespalten werden kann, wobei das so gewonnene Monoarytsulfonylderivat den restlichen Arylsulfonylrest an die 2-Aminogruppe gebunden enthält.

   Enthält der Arylsulfonylrest im Kern eine Acylaminogruppe als Substituent, so wird bei der Hydrolyse gleichzeitig mit dem an das Stickstoffatom in 3-Stellung des Thiazolringes gebundenen Arylsulfonylrest auch der Acylrest von dem an die Aminogruppe gebundenen Acylaminoarylsulfonylrest abgespalten. 



   Die für das vorliegende Verfahren in Betracht kommenden Ausgangsstoffe können gemäss dem Verfahren der österr. Patentschrift Nr. 164789 erhalten werden. 



   Die Hydrolyse kann mit verdünnten wässerigen Alkalilösungen, wie 10% iger Natronlauge, oder mit verdünnten wässerigen Säurelösungen, wie 10% iger Salzsäure, vorgenommen werden. Die Bisacylderivate sind gegenüber Alkoholen empfindlich. Infolge einer Alkoholyse findet eine teilweise Abspaltung des   Arylsulfonylrestes   statt. Diese Abspaltung wird vollständig, wenn man die Bisacylderivate mit wasserfreien Alkoholen, zweckmässig mit absolutem   Methyl-oder Äthylalkohol,   welche noch einen Halogenwasserstoff, beispielsweise trockenes Salzsäuregas, enthalten, kocht.
Sowohl bei der Hydrolyse) als auch bei der Alkoholyse spaltet sich jener Arylsulfonylrest vollständig ab, der an das Stickstoffatom in 3-Stellung des Thiazolringes gebunden war.

   War der Arylsulfonylrest im Kern durch eine
Acetylaminogruppe substituiert, so wird gleich- zeitig auch der Acetylrest abgespalten, bei der
Alkoholyse in Form von Essigester. 



   Der besondere Vorteil des vorliegenden Verfahrens ist vornehmlich darin zu erblicken, dass bei der Acylierung    von 2-Aminothiazolen   mit Arylsulfohalogeniden fast stets Bisacylderivate neben den Monoacylderivaten entstehen, bei vielen der verschiedenen Acylierungsmethoden bildet sogar das Bisacylderivat das Hauptprodukt, oft in quantitativer Ausbeute. Da diese Bisacylderivate meist selbst nur unbedeutende anticoccide Wirkungen aufweisen, wogegen die Monoacylderivate stark anticoccid sind, ist ein Verfahren zur Überführung der Bisacylderivate in die Monoacylderivate von wesentlicher Bedeutung. Anderseits konnte auch nicht vorausgesehen werden, dass ein Alylsulfonylrest aus dem Bisacylderivat verhältnismässig leicht abspaltbar ist, geschweige denn, welcher der beiden Arylsulfbnylreste im Molekül erhalten bleibt.

   Es war nicht zu erwarten, dass eine Hydrolyse, ja selbst eine Alkoholyse, die Säureamidbindung in Stellung 3 des Thiazolringes zu lösen imstande ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 mid] werden mit   100 c 10% iger   Natronlauge 1 Stunde gekocht, worauf der Alkaliüberschuss mit Salzsäure abgestumpft und mit Essigsäure gegen Lackmus schwach angesäuert wird. Das   2- [p-Aminobenzolsulfanüno]-thiazol   fällt in fast theoretischer Menge kristallinisch aus. Schmelzpunkt gegen 203  . Wenn eine weitere Reinigung erwünscht ist, wird das Produkt in der dreifachen Menge 20% iger Natronlauge heiss gelöst. Beim Abkühlen kristallisiert das Natriumsalz aus.

   Dieses wird abgesaugt, mit 20% iger Natronlauge gewaschen, dann in heissem Wasser gelöst, eventuell mit Tierkohle behandelt, filtriert und das Filtrat anfangs mit Salzsäure, dann mit Essigsäure neutralisiert. Das Produkt zeigt antipneumococcide Wirkung. 



   Geht man vom   3-[p-Acetamino-benzolsul-     fonyl]-4-methyl-thiazolon - (2) ¯[p'-acetaminoben-     zolsulfimid]   aus und hydrolysiert man dieses mit Natronlauge, so wird das bei 243'schmelzende   2- [p-Aminobenzolsulfamino]-4-methyl-thiazol   erhalten. 



   Beispiel 2 : 10g 3- [p-Acetamino-benzolsul-   fonyl]-thiazolon- (2) - [p'-acetaminobenzolsulfimid]   werden mit 50 cm3 absolutem Alkohol, enthaltend   4% Salzsäuregas,   unter Rückfluss etwa 1/2 Stunde gekocht. Es] tritt starker Essigestergeruch auf. 



   Man nutscht nach dem Abkühlen ab und wäscht mit Alkohol nach. Das erhaltene Produkt ist das   2- [p-Aminobenzolsulfamino]-thiazol,   teilweise in Form eines Chlorhydrates. Dieses Produkt mit wässeriger Natriumacetatlösung einige Zeit gerührt, gibtdas freie   2-[p-Amînobenzolsulfamino]-   thiazol. 



   Auf gleiche Weise kann man auch mit den Bisarylsulfonylderivaten des   2-Amino-4-methyl-thi-   azols verfahren. 
 EMI2.2 
 fonylderivate erhalten, in welchen gegebenenfalls die Nitrogruppe nach beendeter Hydrolyse in eine Aminogruppe umgewandelt werden kann. Die Abspaltung des einen Arylsulfbnylrestes kann auch mit wässeriger Salzsäure, z. B. durch Kochen mit   10% iger Salzsäure,   bewirkt werden. 



   Die alkoholytische Abspaltung hat besondere Vorteile in jenen Fällen, in welchen der Ausgangsstoff eine Gruppe enthält, welche wie z. B. die   Carbaethoxygruppe,   durch die Hydrolyse gleichfalls   eine-jedoch unerwünschte-Verseifung   erleiden würde. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Darstellung von Sulfonamiden der Thiazolreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man durch zwei gleiche Sulfonylreste der allgemeinen Formel A. Y. S02 (worin A eine Amino-oder Acylaminogruppe und Y eine Arylgruppe bedeutet) in 2-und 3-Stellung substituierte Thiazolon- (2)-imide oder deren im heterocyclischen Ring substituierte Abkömmlinge einer alkalischen Hydrolyse unterwirft. 



   2. Abänderung des Verfahrens gemäss An- 
 EMI2.3 
 Formel A. Y. S02- bzw. Y.   Sous-   (worin A eine Amino-Acylamino-oder Nitrogruppe und Y eine Arylgruppe bedeutet) in   2- und 3-Stellung   substituierte Thiazolon- (2)-imide oder deren im heterocyclischen Ring substituierte Abkömmlinge als Ausgangsstoffe verwendet.

Claims (1)

  1. 3. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrolyse mit wässerigen Alkalilösungen, z. B. 10% iger Natronlauge, ausführt.
    4. Abänderung des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrolyse mit wässerigen Säurelösungen, z. B. 10% iger Salzsäure, ausführt.
    5. Abänderung des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die als Ausgangsstoffe in Betracht kommenden Bisacylderivate an Stelle einer Hydrolyse der EMI2.4 wasserstoff, enthalten.
    6. Ausführungsform des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man im Falle des Vorhandenseins einer Nitrogruppe im Endprodukt diese nach beendeter Hydrolyse oder Alkoholyse in eine Aminogruppe umwandelt.
AT167090D 1939-06-30 1946-09-27 Verfahren zur Darstellung von Sulfonamiden der Thiazolreihe AT167090B (de)

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