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Zerlegbare Holzforderriese
Die Erfindung bezieht sich auf eine zerlegbare Holzförderriese.
Das im Wald geschlägerte Holz wird unter der Voraussetzung, dass entsprechende Mengen zu fördern sind und ein ausreichendes Gefälle vorhanden ist, in Holzförderriesen zu Tal gefördert, welche aus Holzstämmen gebildet werden. Die Errichtung solcher Holzförderriesen ist umständlich, zeitraubend und teuer und lässt sich in der Regel nur in leicht zugänglichem Gelände durchführen. Schwer zugängliche Wälder konnten daher bisher nicht ausgenutzt werden, wodurch nicht nur für die Allgemeinheit grössere Schäden entstehen, sondern auch eine geregelte Forstwirtschaft nicht durchführbar ist.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen und eine Holzförderriese zu schaffen, die zerlegbar ist und daher einerseits leicht transportiert, anderseits auch in einfacher Weise aufgebaut werden kann. Es wird ferner angestrebt, dass die einzelnen Teile der Holz- förderriese billig herstellbar sind und eine genormte Formgebung erhalten können, um die Errichtung und die Instandhaltung zu erleichtern.
Die Formgebung der Einzelteile soll eine Errichtung einer Holzförderriese auch in schwer zugänglichem Gelände ermöglichen. Die Wirkungsweise soll sowohl in steilem Gelände, als auch bei geringem Gefälle sowie auf kurvenreichen Strecken sichergestellt sein.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Einzelteile halbrunden Querschnitt und eine trapezförmige Grundrissform aufweisen und an den schrägen Rändern lösbar miteinander ver- bunden sind. Insbesondere weisen die Ränder mehrere, im gleichen Abstand liegende Ver- bindungslöcher auf und sind stufenartig nach unten abgesetzt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an
Hand der Zeichnung erläutert, die die zerlegbare
Holzförderriese in einer beispielsweisen Aus- führungsform schematisch darstellt. Es zeigt
Fig. I eine Seitenansicht eines Einzelteiles, Fig. 3 einen Querschnitt und Fig. 2 einen Grundriss dieses Einzelteiles, Fig. 4 in grösserer Darstellung die Anbringung von Gleitrollen an den Einzel- teilen in einer Stirnansicht, Fig. 5 eine der Gleit- rollen in Seitenansicht und Fig. 6 im Grundriss mehrere Beispiele für die Verlegung einer Holzförderriese mit den Merkmalen der Erfindung.
Die Einzelteile 1 zur Bildung einer Holzförderriese gemäss den Fig. 1-3 bestehen zweckmässig aus Leichtmetall. Sie weisen einen halbrunden Querschnitt und eine trapezförmige Grundrissform auf. Zur Bildung einer beliebigen Holzförderriese wird nur eine einzige Form derartiger Einzelteile 1 verwendet, wodurch die Herstellung wesentlich verbilligt wird. Auch die Lagerhaltung und der Aufbau der Riese wird dadurch erleichtert, dass nur eine einzige Form für die Einzelteile vorgesehen ist. Die schrägliegenden Ränder 2 der Einzelteile 1 sind mit Verbindungslöchern 3 zweckmässig in zwei Gruppen zu je drei Löchern versehen, die untereinander gleichen Abstand aufweisen. Der Zweck dieser Massnahme wird noch später erläutert. Die Ränder 2 selbst sind stufenartig nach unten abgesetzt, damit die Verbindungsmittel, z. B.
Schrauben, versenkt liegen und die Holzförderung nicht behindern. Die Löcher 3 dienen ausserdem noch zur Befestigung von Stützwinkel an der Aussenseite der Riese und gegebenenfalls zur Befestigung von Gleitrollen 4 gemäss den Fig. 4 und 5.
Die Gleitrollen 4 sind in einem Lagerbock 5 gelagert, der die gleiche Krümmung aufweist wie die Einzelteile 1. Er wird durch Schrauben 6 in der Mitte der Einzelteile, bei Beschädigung dieser Löcher 7 an den Verbindungsstellen zweier Einzelteile 1, mit der Holzförderriese verbunden. Die Löcher 7 in den Einzelteilen haben den gleichen Abstand voneinander wie die mittleren Verbindungslöcher 3 an den Rändern 2. Die Lagerböcke weisen schräge
Flanken auf, um das Auf-und Ablaufen der
Stämme zu erleichtern. Ausserdem sind die
Gleitrollen, insbesondere die Hauptgleitrolle mit
Gummi überzogen, um Stösse abzudämpfen.
Der Auf-und Abbau der Riese geht folgender- massen vor sich :
Die Einzelteile der Riese werden an jene
Stelle gebracht, an der ein Holzstapelplatz errichtet werden soll. Soll die Riese einen geraden Lauf nehmen, dann werden die Einzel- teile jeweils um 180 gewendet zusammengesetzt, wie dies aus dem Mittelteil der Fig. 6 zu ent- nehmen ist. Sollen aber Kurvenstücke gebildet werden, dann werden je nach Bedarf einzelne oder mehrere der Einzelteile ohne Wendung, also im gleichen Sinne zusammengesetzt. Die
Trapezform der Einzelteile ermöglicht hiemit
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die Bildung aller praktisch in Betracht kommenden Krümmungen. An steilen Stellen wird es wünschenswert sein, die Holzförderriese in den Krümmungen zu erhöhen, um ein Heraus- springen der Baumstämme aus der Riese zu verhindern.
Eine solche Überhöhung kann in einfacher Weise durch die verschiedenen Verbindungslöcher 3 an den Rändern 2 der Einzelteile gebildet werden, indem der jeweils folgende Einzelteil gegenüber dem vorhergehenden nach der Kurvenaussenseite hin um eine oder zwei Lochteilungen gehoben wird. In Fig. 6 ist diese Überhöhung durch Schraffierung der damit sichtbar gewordenen Aussenseite der Einzelteile angedeutet. An Stellen mit geringem Gefälle werden Lagerböcke 5 mit Gleitrollen 4 an jedem Einzelteil befestigt, so dass die Holzstämme unter Ausnützung ihres Schwunges über die verhältnismässig ebenen Stücke ohne Nachhelfen hinweggleiten.
Beim Aufbau bzw. beim Abbau dient der bereits verlegte oder noch verlegte Teil der Riese zur Hoch-bzw. Abwärtsförderung der für die Errichtung der Riese erforderlichen bzw. schon abgebauten Einzelteile, Verbindungsmittel, Stützwinkel, Lagerböcke mit Rollen usw.
Bei der Errichtung der Riese werden zweckmässig Naturstützen, also Bäume, Felsblöcke od. dgl. zur Verankerung der Riese verwendet.
Sind solche Naturstützen nicht vorhanden, dann werden an der Aussenseite der Riese Stützwinkel befestigt und auf Pflöcken od. dgl. aufgelegt und befestigt. Bei Unebenheiten im Gelände kann die Riese auf einem Unterbau aufgelegt werden.
Es ergibt sich ohne weiteres, dass die Riese nach der Erfindung, wenn z. B. ein Waldstück geschlägert wird und die Baumstämme abgelassen sind, leicht zu einem Nachbarstück umgelegt werden kann. wie dies z. B. in der Fig 6 durch den gerade verlaufenden oberen Ast bzw. den nach links und den nach rechts gebogenen Ast angedeutet ist. Zweckmässig wird die Riese zuerst zu dem höchstgelegenen Teil des bereits geschlägerten Waldes verlegt, worauf durch Verkürzung der Riese die tiefergelegenen, geschlägerten Waldpartien abgelassen werden können.
Der entsprechende Auf-und Abbau ist eine rein organisatorische Massnahme, die mit den erfindungsgemässen Elementen nach den praktisch vorliegenden Verhältnissen in jedem Fall bewerkstelligt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zerlegbare Holzförderriese, bestehend aus miteinander verschraubten Metalleinzelteilen mit im wesentlichen halbkreisförmigem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass die untereinander kongruenten Einzelteile (1) einen trapezförmigen Grundriss aufweisen und an den schrägen Rändern mit mehreren, in gleichem Abstand liegenden
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