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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr 16520. AUGUSTUS DAVID KLABER IN LONDON.
Vervielfältigungsvorrichtung für Drucksachen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jene Art von Vervielfältigungsapparaten, bei welcher das zu bedruckende Papier zwischen einem zylindrischen oder halbzylindrischen, das durchlehte Schablonenpapier aufnehmenden Träger und einer Druclirolle durchgrzogen wird. Bei derartigen Vorrichtungen wurde bisher die Farbe von einem im Inneren des Trägers angeordneten Farbbehälter oder einer mit Farbe getränkten, an dem Träger mit
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Farbo zu erzielen, ein zwischen Schablone und perforiertem Schablonenträger angeordnetes Farbkissen verwendet wurde. Der Erfindung gemäss wird an Stelle eines inneren Farbbehälters ein Farbkissen angewendet, welches an der Innenseite des perforierten Schablonenträgers unter Zuhilfenahme eines federnden, durchbrochenen Rahmens mit Druck gehalten wird.
Diese Einrichtung hat ausser einer wesentlichen Vereinfachung der gesamten Konstruktion noch den Vorteil, dass ein unzureichender Farbenaustritt in einfacher Weise durch Drucken mit dem Finger auf die betreffende Stelle des Farbkissens leicht behoben
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Farbbehälters vertritt, kann zwecks Erneuerung der Farbe leicht herausgenommen werden: es ist jedoch auch die Möglichkeit gegeben, dem Farbkissen, durch den Schablonenträger hindurch, unter Zuhilfenahme einer aussen angeordneten Walze Farbe zuzuführen, was insbesondere dann angewendet werden soll, wenn nur eine geringe Anzahl von Abzügen herzustellen ist und der Apparat nicht kontinuierlich in Verwendung steht.
Die verbesserte
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versehen, welcher derart unabhängig von dem Zuführrahmen angeordnet ist, dass der mittlere Teil der Vorderkante des Papiers gegen denselben zu liegen kommt, so dass gewünschtenfalls das Papier dieselbe Breite, wie die Druckrolle, oder sogar eine geringere Breite besitzen kann.
In der Zeichnung ist : Fig. 1 eine Seitenansicht der Vervielfältigungsvorrichtung, Fig. 2 eine Vorderansicht derselben, Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung in Tätigkeit, während Fig. 4 eine Oberansicht der Druckpresse bei abgenommenem Schablonenträger veranschaulicht.
Auf einer vorzugsweise höizernen Bodenplatte A sind zwei, an ihren oberen Enden entsprechend nach rückwärts gekrümmte Ständer/ befestigt, in denen eine den halbkreisförmigen Schablonenträger C aufnehmende Welle 81 drehbar gelagert ist. Der Träger besitzt zwei Seitenteile Cl, die durch ein gelochtes Blech C2 verbunden und an ihren Enden durch Querstücke C3 verstärkt sind. An einem Ende der Welle Bl ist eine Kurbel D befestigt, mittels welcher der T'-iger C gedreht werden kann. An der Unterseite der auf Füssen A1 ruhenden Bodenplatte A ist in Hängelagern EI eine Welle E'gelagert, welche mittels zweier Arme E2 eine Druckrolel E3 trägt.
Druckrolle E3 wird in grundsätzlich bekannter Weise durch ein auf Welle BI festgekeiltes Exzenter F3 gesteuert und ist zu diesem Zwecke mit einer Lenkstange F1 versehen, die an ihrem oberen Ende mittels
Schlitzes F2 das Ende der Welle BI umfasst und eine Reibl1ngsroHe F4 trägt, gegen welche das Exzenter wirkt. Zwei an. den Armen We angreifende Federn suchen die Druckrolle exil nach aufwärts zu bewegen. Bei der in Fig. 1 angedeutet, en Stellung (Ruhestellung) wird die Stange F1 dUl'ch das Exzenter nach abwärts gedrückt und die Druckrolle befindet sich unterhalb der das Papier aufnehmenden Fläche.
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Das zu bedruckende Papier wird direkt auf die Bodenplatte aufgelegt und ist an seinem dem Arbeiter zugekehrten ende durch eine Seitenführung J2 in üblicher Weise in seitlicher Richtung geführt, Das richtige Einlegen in der Längsrichtung wird durch einen von der Seitenführung unabhängigen, feststehenden, jedoch stellbaren Anschlag G
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Anschlag G besteht aus einem Stuck Blech, welches in die Form einer Stange von !'echt- eckigen Querschnitt gepresst und mit flachen seitlichen Verlagerungen G1 versehen ist.
Letztere worden unter die Füsse der Ständer B eingeschoben, so dass, wenn die Ständer befestigt werden, der Anschlag zwischen den Füssen der Ständer und der Unterlagsplatte A festgehalten wird. Lüftet man die Schrauben, durch welche die Ständer B an die Platte A befestigt sind, so kann der Anschlag G zwecks geringer Verstellung etwas nach vorn oder rückwärts verschoben werden, so dass der Abderuck näher oder weiter von der oberen Kante des Blattes beginnen kann.
Das Schablonenpapier, welches auf dem Träger C in üblicher Weise befestigt ist, wird der Erfindung gemäss durch ein Farbkissen K mit Farbe versehen, welches an der Innenseite des durchlochten Teiles C2 des Trägers angeordnet ist. Das Farbkissen K wird durch einen leichten, aus zwei Seitenstangen K1 und Querstangen K2 bestehenden Rahmen festgehalten und gegen die innere Fläche des Trägers gedruckt. Die Enden des
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welche durch federnde Klammern oder Zungen K4 hindurchgehen, die auf den Rand der an. den Enden befindlichen Querstangen drücken. Die innere Seite des Kissens, welche, wie ersichtlich, zugänglich bleibt, wird vorteilhafterweise mit einem festeren Überzug versehen.
Wenn es sich beim Drucken herausstellt, dass an irgendeiner Stelle nicht hinreichend Farbe zugeführt wird, so kann diesem Mangel dadurch abgeholfen werden, dass man mit dem Finger'auf die Rückseite des Kissens drückt und dadurch mehr Farbe durch den gelochten Träger dem Schablonenpapier zuführt. Sind die Querstangen K2 des Rahmens aus dünnem Material hergestellt, so beeinträchtigt dies nicht die vorerwähnte Art der Regelung der Farbezuführung. Das Farbkissen K kann leicht herausgenommen und mittels Bürste oder in anderer geeigneter Weise mit frischer Farbe versehen werden.
Man kann dem Kissen jedoch, auch während es sich auf dem Träger befindet, in folgender Weise Farbe zuführen :
Auf den Spindeln H1 der Abstreifer H ist ein aus zwei Seitenteilen L und einer Ciuprstange L1 hestehender Rahmen drehbar gelagert, in welchem eine Farbwalze X drehbar angeordnet ist. An die eine Seitenstange L ist eine Stange V angelenkt, deren zweites Ende mit einem Winkelhebel NI verbunden ist, der auf einem Ständer B drehbar angeordnet ist ; das freie Ende des Winkelhebels L1 trägt eine in die Bahn des Exzenters F : I vorsp@ingende Walze N2, welche unter dem Einflusse einer Feder N3 sich anlegt.
Solange das Exzenter F3 mit der Walze N2 in Berührung ist, wird die Farbwalze M in der aus Fig. 3 ersichtlichen Stellung festgehalten, sobald aber der Träger C weitergedreht wird und das Exzenter F3 die Walze N2 des Winkelhebols NI verlässt, nähert die Feder N3 den die Farbwalze M tragenden Rahmen dem Träger C, so dass die Walze M auf die äussere Fläche des Trägers, von welchem selbstverständlich das Schablonenpapier früher abgenommen wurde, drückt, Nachdem in der beschriebenen Weise eine hinreichende Menge Farbe auf das Farbkissen aufgetragen wurde, wird die Walze A1 mittels des Hakens 0 ausser Tätigkeit erhalten.
Der auf der Bodenplatte A durch einen Arm Bd getragene Trog B, in welchen die Farbwalze in ihrer zweiten Grundstellung eintritt, enthält soviel
Farbe, dass der untere Teil der Walze in letztere eintaucht, sobald die Spindel der Walze in den Ausschnitt B2 ZU liegen kommt. Damit die Farbwalze M vollständig mit Farbe bedeckt werden könne, ist eine kleine Kurbel pa vorgesehen, welche das Drehen der
Walze ermöglicht. Unter Umständen kann die Farbwalze M auch unmittelbar zum Auf-
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Papierblattes erfassen, so dass letzteres unter den Abstreifern hindurchgeht, sobald es von dem Apparat abgegeben wird.
Die Abstreifer il sind gebogen, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist und an ihren Enden abgerundet, wie Fig. 2 zeigt ; sie sitzen auf den Spindeln BI
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in ihrer gesenkten Stellung festzuhalten, so wird die Zugstange FI durch einen auf des Bodenplatte A befestigten Haken Jl in der gesenkten Stellung dadurch niedergehalten, dass derselbe sich auf einen an der Vorderseite der Stange Fl angebrachten Stift. J legt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vervielfältigungsvorrichtung für Drucksachen, bei welcher das zu bedruckende Papier zwischen einer auf einem perforierten Träger aufruhenden Schablone und einer durch Drehen des Trägers gesteuerten Druckrolle durchgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfarbe der Schablone durch ein an der Innenseite des Trägers C angeordnetes, als Farbebebäiier dienendes Farbkissen K zugeführt wird, welches durch einen durchbrochenen Rahmen K1, K2 unter Druck an dem Träger C festgehalten wird und zugänglich angeordnet ist, so dass eine unregelm1issige Farbenzufllhrung durch Druck mit dem Finger auf die entsprechende Stelle der Rückseite des Farbkissens K behoben werden kann.