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Vorrichtung zum zeilenweisen Umdrucken von Buchungseinträgen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zum zeilenweisen Umdrucken von Buchungseintragungen
von einem mit abdruckfähiger Spiegelschrift versehenen, auf einer Formwalze festgehaltenen
Original auf von einer Gegendruckwalze getragene, vorher an der Abdruckstelle mit
einer schnell flüchtenden Flüssigkeit ,angefeuchtete Bogen, Karteil. dgl.
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Sie ist eine weitere Ausbildung der in dem Patent 612.I80 wiedergegebenen
Vorrichtung, nach welcher der zeilenweise Umdruck vom Original auf das zu bedruckende
Blatt in der Weise erfolgt, daß auf der einen der beiden sich aufeinander wälzenden
Trommeln das abzudruckende Original, auf der anderen. der zu bedruckende Bogen so
festhaltbar sind, daß der Buchungstext mit seinen Zeilen senkrecht zur Trommelachse
liegt und in dieser Richtung zeilenweise zum Abdruck gelangt, wobei die Originalwalze
nach jeder Umdrehung in Achsenrichtung verschiebbar ist.
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Es hat sich nun herausgestellt, daß das seitliche Verschiebender das
abzudruckende Original tragenden Formwalze Schwierigkeiten machte. Diese Formwalze
wurde entweder zwangsläufig durch Transportwalzen, Gewüidespindeln u. dgl. während
des Umdruckvorganges selbsttätig in axialer Richtung zeilenwOse weitergeschaltet
oder auch von Hand aus bewegt. Letzteres war besonders dann notwendig, wenn das
Original nicht um eine Zeile, sondern um mehrere Zeilen Abstand verschoben werden
mußte. Infolge der verhältnismäßig großen Abmessungen, die die Formwalze aufwies,
war dieses seitliche Weiterschieben von Hand unbequem. Insbesondere erschwerte das
Gewicht der Formwalze infolge des Reihungswiderstandes das leichte Verschieben und
das neue Einstellen derselben. Es geschah auch öfter, daß bei zwangsläufiger Weiterschaltung
der Formwalze um Zeilenbreite die Arbeitsteile, die diesen Seitentransport zu leisten
hatten, den starken Beanspruchungen nicht gewachsen waren und sich verbogen und
zerbrachen.
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Um diesen Nachteil, der durch die seitliche Weiterschaltung der gesamten
das Original tragenden Formwalze entsteht, zu vermeiden, sieht die Erfindung auf
dieser Formwalze einen besonderen Schlitten vor, auf dem das Original mittels Klemmen
befestigt wird, der in der Formwalze, zweckmäßig bündig mit der Mantelfläche, angeordnet
ist und der entweder selbsttätig seitlich jeweils um Zeilenabstand verschiebbar
ist oder nach Außerbetriebsetzen einer Schaltvorrichtung stehenbleibt, so daß dann.
die gerade in Arbeitsstellung befindliche Zeile des Originals wiederholt zum Abdruck
kommt, der aber auch
nach Hinwegnahme ,der Schaltvorrichtung ein
seitliches Verschieben von Hand ermöglicht, um, nach beiden Seiten hin beweglich,
belie , bige Zeilen überspringen zu können.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform
bei-.. spielsweise zur Darstellung gebracht.
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Abb. i zeigt die Vorrichtung in Draufsicht, Abb.2 eine Schematische
Seitenansicht nach Hinwegnahme einer Seitenwand, Abb. 3 einen Querschnitt der Maschine,
' Abb. 4. eine Einzelheit.
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Die Vorrichtung besteht aus den Seitenwänden i und 2, die durch die
Ouerverbä nde 3, 4. und 5 mittels Schrauben 7usammengehaltern werden. In den Seitenwänden
i und 2 sind die beiden Walzen 6 und 7 gelagert. An den beiden Walzen 6 und 7 sind
seitlich die miteinander kämmenden Zahnräder 8 und 9 angebracht. An der Seitenwand
i ist weiterhin das Kurvenstück io ortsfest befestigt, welches die Rolle eines Hebels
i i leitet. Dieser Hebel i i sitzt an einer Arbeitswelle 12, die zwischen .den beiden
Stirnflächen der Walze 6 gelagert ist, und steuert diese Arbeitswelle 12. Letztere
bewirkt mittels nicht näher dargestellter Nasen das Öffnen und Schließen der Greifer
13, die um die Achse 1.4 drehbar sind und durch die Federn i 5a bis 15e gegen die
Klemmfläche 16 der Walze 6 gepreßt werden. Durch diese unter Federdruck stehenden
Greifer werden die zu bedruckenden Bogen also an der Fläche 16 festgehalten. Entgegen
dem Federdruck werden die Greifer durch die Nasen der Welle 12 von der Klemmstelle
16 -weggeschwenkt, so daß die Bogen freigegeben werden.
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Eine Anfeuchtvorrichtung 17 bis 21, die jedoch nicht Gegenstand vorliegender
Erfindung ist, bewirkt das jeweilige zeilenbreite Anfeuchten des zu bedruckenden
Bogens oder der Karte, die über einen Anlegetisch 22 zugeführt wird. In der Walze
7 ist nun erfindungsgemäß der Schlitten 25 verschiebbar in Achsrichtung eingelassen.
Auf seiner unteren Seite zeigt er Ausnehmungen 26 (Abb. 2), in welche die Kugel
27 unter Federwirkung gepreßt wird, so daß dadurch seine jeweilige Stellung festgelegt
ist. Der Schlitten 25 trägt Stifte 28, zwischen welche die gekrümmte und ortsfeste
Schaltvorrichtung 29 nach jeder Umdrehung der Walze 7 und somit auch der Walze 6
eingreift, so daß der Schlitten um eine Zeile weiter geschaltet wird. Die Scfialtvorrichtung
29 kann außer Arbeitsstellung 'g@hxacht werden, wenn eine Zeile mehrmals unigedruckt
werden. sohl. Ein Sicherungskamm, .46 (Abb. q.) oberhalb. der Walze 7, iiurch dessen
Lücken die Transportstifte 28 des Schlittens 25 beim Rotieren der Walzen hindurchgehen
müssen, gewährleistet jederzeit eine richtige Stellung desselben.
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Der Arbeitsgang beim Umdrucken ist folgender: Das kopierfähige Original
wird mit der Spiegelschrift nach außen in dem Schlitten 25 der Walze 7 festgeklemmt.
Der Schlitten 25 wird hierauf in die Grund- oder Anfangsstellung gebracht. Die zu
beschriftende Karte wird mittels der Greifer 13a bis i3e festgeklemmt. Hierauf werden
die Walren der Antrieb.vorrichtung gedreht, und zwar die Walze 7 auf der in Abb.
2 gezeigten Darstellung im Sinne des Uhrzeigers, während die Drehung der Walze 6
im entgegengesetzten Sinne erfolgt. Durch. die Arbeitsteile 17 bis 21 erfolgt die
zeilenweise Anfeuchtung des in den Greifern 13 eingeklemmten Bogens, wodurch dieser
gleichmäßig zeilenbreit angefeuchtet wird. Es erfolgt nun durch das G.egeneinanderabwälzen
des Originals auf der Walze 7 und der zu bedruckenden Karte der Walze-6 der Umdruck
der eingestellten Zeile. Nach einer Umdrehung der Walzen wird der Schlitten 25 um
einen Zeilenabstand durch die Schaltanordnung 28, 29 weitergeschaltet, und die Klemmen
i 3a bis 13e werden durch die von Kurvenstück io und Hebel ii gedrehte Welle 12
geöffnet, so daß der bedruckte Bogen freigegeben wird.