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Österreichische PATENTSCHRIFT N"16516.
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Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft solche Mundstücke zum Pressen von Strang- falzziegeln, bei welchen mittels beweglicher Schieber durch Verstellung derselben der Querschnitt der Austrittsöffnung verändert werden kann. Die Mundstücke dieser Art haben, da die Schieber fest miteinander verbunden sind, den Nachteil, dass sie nur zur Herstellung einfacher Dachziegel ohne Nasen u. dgl. brauchbar sind, also in ihrer Anwendung beschränkt bind. Mittels des neuen Mundstückes können Dachziegel hergestellt werden, welche auf der Oberseite eine bis zur Überdeckung durch den nächst oben liegenden Ziegel reichende Mittelrippe und auf der Unterseite eine entsprechende Mulde mit einem Querstege, sowie eine Nase besitzen.
Der Erfindung gemäss wird das Mundstück mit zwei getrennten Schiebern ausgestattet, welche in entsprechenden Führungen der Vorsetzplatte verschiebbar sind und von denen der untere durch einen n der Vorsetzplatte drehbaren Hebel verstellt werden kann, während der obere Schieber vom unteren getragen und zeitweise mitgenommen und dabei entsprechend verstellt wird. Der Hebel besitzt dabei einen verstellbaren Ansatz, der durch eine Feder in solcher Stellung gehalten wird, dass er mit einem in seiner Bahn liegenden An-
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kann, sobald der Hebel über den Anschlag hinaus geschwungen werden soll, um einen anderen Querschnitt des Mundstückes bilden zu können.
In beiliegendor Zeichnung veranschaulichen : Fig. l und 2 das neue Mundstück in Vorderansicht mit den verschiedenen Stellungen des Hebels und der beiden getrennten Schieber und Fig. 3 dieses Mundstück im senkrechten Mittelschnitte nach der Linie 3-3 der Fig. 2. Fig. 4, 5 und 6 zeigen den zu bildenden Ziegel in verschiedenen Ansichten, bzw. im Schnitt ; Fig. 7-10 geben die einzelnen Querschnitte des Ziegels wieder, wie sie durch die verschiedenen Stellungen der Schieber gebildet werden.
Wie aus Fig. 1-3 ersichtlich, trägt die Vorsetzplatte a die beiden festen Mundstückteile b und c und zwei nebeneinander in Führungen d verstellbare Schieber f und g.
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gegenüberliegender Backen, i, welche bei Verstellung der beiden Schieber das aus den Teilen b und c gebildete Grundprofil des Mundstückes in entsprechender Weise ändern. Der untere Schieber f ist mit dem Hebel k, der einen Handgriff trägt und an der Vorsetzplatte a drehbar befestigt ist, durch einen Lenker l verbunden. Er trägt in seiner oberen Hälfte den oberen Schieber g.
Durch Verschwenken des Hebels k wird der Austrittsquerschnitt für den Tonstrang infolge entsprechender Verstellung der Schieber f und 9 mit ihren Backen h und j derart verändert, dass ein Ziegel in gebildet wird, welcher die aus den Fig. 4,5 und 6 ersichtliche Gestalt zeigt, d. h. auf der Oberseite eine bis zu einer bestimmten Stelle reichende Mittelrippe n und auf der Unterseite eine entsprechende Mulde o und einen Steg p in derselben sowie eine Nase q besitzt.
Die Bildung des Ziegels geht in folgender Weise vor sich : Anfangs wird der Hebel k in die Stellung 1 (Fig. 1) gebracht, wobei der in Fig. 7 angedeutete Ziegelquerschnitt
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sich auf dem unteren Schieber f stützende obere Schieber 9 hat sich hiebei samt seinem Backen j mit dem unteren Schieber nach abwärts bewegt, bis er auf dem oberen Mundstückteile c aufliegt, wobei der Backen j den zur Bildung der Rippe n dienenden Ausschnitt des oberen Mundstückteiles c abdeckt.
Nach einiger 2 it, während welcher das die Nase q tragende Stück des Ziegels aus dem Mundstücke ausgetreten ist, wird der Hebel k in die Stellung II gebracht, welche in strichpunktierten Linien angedeutet ist. Hiedurch erhält der Ziegel m den in Fig. 8 dargestellten Querschnitt, indem der untere Schieber f so weit gehoben wird, bis er mit seinem vorspringenden Teile die unteren Enden der beiden Seitenteile des oberen Schiebers 9 berührt, ohne letzteren zu heben, wobei sein Backen li die Nasenöffnung des Mundstückes nunmehr verdeckt.
Beim Verschwenken des Hebels k aus der Stellung I in die Stellung II ist das durch eine entsprechende Öffnung auf die Hinterseite des Hebels k tretende Ende r einer auf dem Hebel in Führungen s verschiebbaren, unter dem Drucke einer Feder te stehenden Stange t über einen Anschlag v an der Vorsetzplatte nach unten geschnappt, so dass der Hebel nicht zurückbewegt werden kann.
Um den mit Mittelrippe n und Mulde o versehenen Teil des Ziegelb m (Fig. 9) zu bilden, wird nun nach entsprechender Zeit der Hebel k in die Stellung III (Fig. 2) weiter nach rechts verschwenkt. Dadurch wird der Schieber f mit seinem Backen h gehoben, wobei er den Schieber g mit seinem Backen j nach oben mitnimmt, su dass der zur Bildung des Steges 1t dienende Ausschnitt am oberen festen Mur'iickteHe c frei wird. Der obere Schieber stösst hiebei an die an den Anschlagen x für den unteren Schieber f sitzenden Schrauben y, wobei die Bewegung beider Schieber begrenzt wird.
Nach entsprechender Zeit wird zur Bildung des Steges p der Hebel k nochmals rasch bis zum Anschlage v in die Stellung II zurückgeschwenkt, wobei der obere Schieber 9 sich auf den austretenden Strang stützend, in seiner Lage verbleibt, während der untere
Schieber f wieder so weit gesenkt wird, dass sein Backen h nur den Naenausschnitt am unteren Mundstückteile b abdeckt. Der Strang erhält demnach nun den Querschnitt nach
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Stellung III gebracht, um bis zur Fertigstellung des Ziegels den Querschnitt nach Fig. 9 heizubehalten.
Zur Bildung des nächsten Ziegels wird der Hebel k wieder in die Stellung I zurückgedreht, wobei das Ende l'der Stange t mit Hilfe eines geeigneten Handgriffes an dieser Stange, welcher gegen den Handgriff des Hebels k gezogen wird, über den Ansatz v gehoben wird, um die Rückbewegung des Hebels k zu ermöglichen. Gleichzeitig wird auch der obere Schieber von dem den unteren Schieber mit dem Hebelwerk verbindenden Bügel in seine ursprüngliche unterste Lage herabgedrückt.