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Verfahren zur Herstellung von neuen kupferbaren Polyazofarbstoffen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von kupferbaren
Dis-und Polyazofarbstoffen, die auf Cellulose- fasern Färbungen von sehr guten Echtheiten ergeben.
Die kupferbaren Polyazofarbstoffe erfreuen sich grosser Beliebtheit wegen ihrer einfachen Anwendungsmethode, ihrer sehr guten Lichtechtheit und ihrer allgemeinen bemerkenswert guten Nassechtheit. Besonders seit in neuerer Zeit die Herstellung von Polyazofarbstoffen gelungen ist, deren gekupferte Cellulosefärbungen auch bei mehrfacher Seifenwäsche genügende Echtheiten aufweisen, ist mit der breiter gewordenen Verwendungsmöglichkeit auch ihre Bedeutung noch erheblich gestiegen. Die nach dem vorliegenden Verfahren herstellbaren Farbstoffe stellen eine wertvolle Ergänzung der Gruppe von hervorragend nass-und lichtechten kupferbaren Polyazofarbstoffen dar. Das neue Verfahren erlaubt die Herstellung von gelben bis rotbraunen Dis-und Polyazofarbstoffen, die den hohen Anforderungen an die Nassechtheiten bei der mehrfachen Seifenwäsche genügen.
Nach dem neuen Verfahren erhält man wertvolle kupferbare Dis-und Polyazofarbstoffe, wenn man 1 Mol eines tetrazotierten Diamins der allgemeinen Formel I (I)
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worin R Wasserstoff, Halogen, eine Methyl-oder Alkoxygruppe bedeutet, in beliebiger Reihenfolge einerseits mit 1 Mol eines kupplungsfähigen Abkömmlings einer -Ketocarbonsäure und andererseits mit 1 Mol eines gleichen oder verschiedenen Abkömmlings einer 3-Ketocarbonsäure oder mit einer in Nachbarstellung zur Hydroxylgruppe kuppelnden Naphtholsulfonsäure, die weitere Substituenten und auch Azogruppen enthalten kann, kuppelt.
Die neuen kupferbaren Polyazofarbstoffe können demnach in bezug auf die Kupplungskomponenten nur dann symmetrisch sein, wenn 2 Mol eines Abkömmlings einer kupplungsfähigen ss-Ketocarbonsäure verwendet werden, sie müssen dagegen unsymmetrisch sein, wenn sie eine in Nachbarstellung zur Hydroxyl- gruppe kuppelnde Naphtholsulfonsäure enthalten, weil diese im Farbstoffmolekül nur einmal vor- kommen darf.
Je nach der Wahl der Kupplungskomponenten erhält man gelbe, gelbbraune oder rotbraune
Farbstoffe, deren gekupferte Cellulosefärbungen durch sehr gute Echtheit bei mehrfacher Seifen- wäsche ausgezeichnet sind. Bei der Wahl der
Kupplungskomponenten ist auf die Wasserlös- lichkeit des Endproduktes Rücksicht zu nehmen ;
Farbstoffe, die nur eine Sulfonsäuregruppe ent- halten, sind im allgemeinen mehrfach sulfierten vorzuziehen.
Die Diamine der allgemeinen Formel I erhält man nach an sich bekannten Methoden (siehe z. B. die deutsche Patentschrift Nr. 563.653), indem man beispielsweise 3-Nitro-4-acyloxy- benzoesäurehalogenide mit 1,5-Diaminobenzoe- säure einseitig zur 3-Nitro-4-acyloxybenzoylamino- aminoverbindung umsetzt und anschliessend nach üblichen Methoden zur Diaminoverbindung reduziert, oder indem man 2-Nitro-5-aminobenzoesäure mit den genannten Benzoylhalogeniden acyliert und nach üblichen Methoden zur Diaminoverbindung reduziert. Alsdann werden durch partielle Verseifung der Acyloxygruppen die entsprechenden Diamine der Formel I erhalten.
Die Benzoylierung kann in Wasser, wässrigen oder wasserfreien organischen Lösungsmitteln durchgeführt werden, wobei der Zusatz säurebindender Mittel, wie z. B. Natriumacetat, Natriumcarbonat, Magnesiumoxyd, tertiären Basen wie Pyridin oder Dimethylanilin, zweckmässig ist. Die Abspaltung des Sauerstoff-Acylrestes geschieht je nach Beständigkeit der Acyloxyverbindung oder je nach Arbeitsweise oft schon während der Benzoylierungsreaktion oder Reduktion, gegebenenfalls kann der Acylrest auch vor oder nach der Reduktion im Zwischenprodukt oder auch erst im Farbstoffverband durch milde Verseifung entfernt werden.
Statt der in der deutschen Patentschrift Nr. 536653 verwendeten Nitro-acyloxybenzoylchloride kann man auch die aus den entsprechenden Nitro-oxybenzoesäuren mit Thionylchlorid
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herstellbaren Nitrooxybenzoylchloride, beispielsweise das 3-Nitro-4-oxybenzoylchlorid, verwenden.
Als erste und bzw. oder zweite Kupplungskomponente kommen kupplungsfähige Abkömmlinge einer ss-Ketocarbonsäure in Frage, unter welchem Ausdruck in erster Linie Acetessigsäurearylide und 5-Pyrazolone verstanden werden, die im übrigen die in diesen Verbindungen üblichen weiteren Substituenten enthalten können.
Genannt seien : Acetessigsäureanilid, 2-Methoxyacetessigsäureanilid, 4-Aethoxyacetessigsäureanilid, 4-Aminoacetessigsäureanilid, 2-Methoxy-4-amino-
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3'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon.
Pyrazolone, an Stelle der Acetessiganilide als Kupplungskomponenten in sonst analog gebauten Farbstoffen verwendet, geben meistens etwas licht-, säure-oder alkaliechtere gekupferte Cellulosefärbungen. Eine das Ziehvermögen auf Cellulosefasern besonders günstig beeinflussende Kupplungskomponente ist das 1- (4'-Aminophenyl) - 3-methyl-5-pyrazolon.
Als gegebenenfalls als erste oder zweite Kupplungkomponente zu verwendende, in Nachbarstellung zur Hydroxylgruppe kuppelnde Naphtholsulfonsäuren seien beispielsweise genannt : die 1,4-, 1,5-, 2,4-, 2,6-, 2, 7-Naphtholsulfonsäure. Als substituierte Naphtholsulfonsäuren kommen vor allem Aminonaphtholsulfonsäuren bzw. deren am Stickstoff abgewandelten Derivate in Frage,
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Azogruppen enthaltende Naphtolsufonsäuren, die durch saure Kupplung von Aminonaphtholsulfon- säuren, insbesondere der 2-Amino-5-oxynaph- thalin-7-sulfonsäure erhältlichen Monoazofarbstoffe, beispielsweise 1- (4'-Oxy-3'-carboxy-phenyl-
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Die erfindungsgemässen kupferbaren Polyazofarbstoffe bilden je nach Zusammensetzung gelbe bis rotbraune Pulver, die sich in Wasser lösen und Fasern aus natürlicher oder regenerierter Cellulose aus dem Glaubersalz enthaltenden Färbebad in gelben, gelbbraunen bis rotbraunen Tönen färben, die durch Kupferung wasch-und lichtecht werden.
Die Kupferung der erfindungsgemässen Polyazofarbstoffe kann im Färbebad oder auf frischem Bad mit den üblichen Kupfersalzen, beispielsweise mit Kupfersulfat oder Kupferacetat in neutralem oder schwach saurem Medium erfolgen.
Gegebenenfalls kann man auch gegen Alkalien beständige Kupferverbindungen verwenden, wie sie z. B. bei der Umsetzung von Kupfersulfat mit Na- triumtartratinsodaalkalischemBad erhaltenwerden.
Die neuen Farbstoffe zeichnen sich gegenüber den aus der österreichischen Patentschrift Nr. 159301 bekannten, die als eine Kupplungskomponente Salicylsäure enthalten, durch bessere Nassechtheiten und insbesondere durch überlegene Säureechtheit aus.
Die folgenden Beispiele geben einige Ausführungsformen des Verfahrens wieder, ohne dasselbe irgendwie zu beschränken. Wo nichts anderes vermerkt ist, sind die Teile Gewichtsteile und die Temperaturen Centigrade. Gewichtsteile stehen zu Volumteilen im Verhältnis von Kilogramm zu Liter.
Beispiel 1 : 28,7 Teile 1- (3'-Amino-4'-oxy- benzoyiamino)-4-aminobenzol-3-carbonsäure werden in 400 Teilen Wasser mit 8 Teilen Natronlauge kalt gelöst, mit 13,8 Teilen Natriumnitrit vermischtundinderKälteunterRührenauf40Teile konzentrierte Salzsäure und 80 Teile Wasser aufgetropft. Nach dem Abstumpfen der überschüssigen MineralsäuremitSodavereinigtmandieTetrazover- bindung mit einer alkalischen Lösung von 37,8 Teilen 1-(4'-Aminophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon in 800 Teilen Wasser und 20 Teilen Soda. Die Kupplung tritt sofort ein und nach mehreren Stunden Rühren bei Zimmertemperatur ist keine Diazoreaktion mehr nachweisbar. Der erhaltene Farbstoff von der Formel
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wird mit Kochsalz abgeschieden, abfiltriert und getrocknet.
Er stellt ein dunkelbraunes Pulver dar, das sich in Wasser mit gelbbrauner und in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löst und Fasern aus natürlicher oder regenerierter Cellulose nachgekupfert in gelbbraunen Tönen anfärbt, welche vorzügliche Echtheiten aufweisen.
Ähnliche gelbbraune Farbstoffe mit ebensolchen Echtheitseigenschaften werden erhalten, wenn man an Stelle der 37,8 Teile 1- (4'-Aminophenyl) - 3-methyl-5-pyrazolon 34,8 Teile 1-Phenyl- 3-methyl-5-pyrazolon, 19,6 Teile 3-Methyl- 5-pyrazolon, 41,7 Teile 1- (4'-Chlorphenyl) - 3-methyl-5-pyrazolon oder 50,6 Teile 1-Phenyl- 3-methyl-5-pyrazolon- 3'- oder 4'-sulfonsäure- amid verwendet und sonst genau nach der Vorschrift des Beispiels verfährt.
Beispiel 2 : 28,7 Teile 1- (3'-Amino-4'-oxy- benzoylamino)-4-amino-benzol-3-carbonsäure werden, wie im Beispiel l angegeben, tetrazotiert, die überschüssige Mineralsäure mit Soda abgestumpft und mit 28,7 Teilen 2-Methoxyacet- essigsäureanilidmonosulfonsäure, gelöst in 200 Teilen Wasser und 5 Teilen Soda, einseitig zum Zwischenprodukt vereinigt und nach beendigter Kupplung mit 19,2 Teilen 4-Aminoacetessigsäureanilid, welche mit 5 Teilen Soda in 200 Teilen Wasser gelöst worden sind, zum Disazofarbstoff vereinigt. Der erhaltene Farbstoff der Formel
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wird mit Kochsalz abgeschieden, abfiltriert und getrocknet.
Er stellt ein oranges Pulver dar, das sich in Wasser und konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löst und Fasern aus Baumwolle und Zellwolle nachgekupfert in gelben Tönen und sehr guten Echtheiten anfärbt. Wenn man an Stelle der 19,2 Teile 4-Aminoacetessigsäureanilid als zweite Kupplungskomponente 17,7 Teile Acetessigsäureanilid oder 20,7 Teile 2-Methoxyacetessigsäureanilid verwendet, so erhält man ähnliche gelbe Farbstoffe mit gleich guten Eigenschaften.
EMI3.2
werden in 400 Teilen Wasser mit 8 Teilen Natronlauge kalt gelöst, mit 13,8 Teilen Natriumnitrit vermischt und in der Kälte unter Rühren auf 40 Teile konzentrierte Salzsäure und 80 Teile Wasser aufgetropft.
Nach dem Abstumpfen der überschüssigen Mineralsäure mit Natriumbicarbonat vereinigt man die Tetrazoverbindung mit 17,4 Teilen l-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, gelöst in 200 Teilen Wasser und 20 Teilen Natrium-
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Pyridin fliessen. Nach mehrstündigem Rühren bei Raumtemperatur wird der gebildete Disazofarbstoff der Formel
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mit Salz gefällt, abfiltriert und getrocknet. Er stellt ein dunkelbraunes Pulver dar, welches sich in Wasser und in konzentrierter Schwefelsäure mit rotstichig brauner Farbe löst. Er färbt Fasern aus Baumwolle und Zellwolle nachgekupfert in braunen Tönen von sehr guter Nass-und Lichtechtheit.
Verwendet man in diesem Beispiel an Stelle der 35,8 Teile 2- (4'-Aminobenzoylamino)-6-oxy- naphthalin-8-sulfonsäure, 35,8 Teile 2- (3'-Amino-
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säure, so erhält man Farbstoffe von ähnlichen Eigenschaften.
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werden, wie in Beispiel 3 angegeben, tetrazotiert, die überschüssige Mineralsäure mit Soda abgestumpft und mit 31,5 Teilen 2-Phenylamino- 5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, gelöstin400 Teilen Wasser und 20 Teilen Soda, einseitig zum Zwischenprodukt vereinigt und nach beendigter Kupplung mit 19,2 Teilen 4-Aminoacetessigsäureanilid, welche mit 5 Teilen Soda in 200 Teilen Wasser gelöst worden sind, zum Disazofarbstoff vereinigt. Der erhaltene Farbstoff der Formel
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wird mit Kochsalz abgeschieden, abfiltriert und getrocknet.
Er stellt ein braunschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe löst und Fasern aus Baumwolle und Zellwolle nachgekupfert in braunen Tönen von sehr guten Echtheiten anfärbt.
Wenn man an Stelle der 19,2 Teile 4-Aminoacetessigsäureanilid als zweite Kupplungskomponente 17,7 Teile Acetessigsäureanilid oder 23,4 Teile 4-Acetylaminoacetessigsäureanilid verwendet, so erhält man ähnliche braune Farbstoffe mit gleich guten Eigenschaften.
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werden nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 3 angegeben tetrazotiert, die überschüssige Mineralsäure mit Natriumbicarbonat abgestumpft und dann mit 18,9 Teilen 1- (4'-Aminophenyl) - 3-methyl-5-pyrazolon, gelöst in 200 Teilen Wasser bei Gegenwart von 20 Teilen Natriumbicarbonat zum Zwischenprodukt vereinigt. Ist die Kupplung beendet, so wird alsdann eine wässrige Lösung von 22,4 Teilen l-Oxynaphtalin- 4-sulfonsäure, 20 Teilen Soda und 150 Teilen Pyridin hinzufliessen gelassen.
Nach mehrstündigem Rühren ist die Kupplung beendet und der gebildete Disazofarbstoff der Formel
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wird mit Kochsalz abgeschieden, isoliert und getrocknet. Er stellt ein dunkelbraunes Pulver dar, das sich in Wasser mit schmutzig olivebrauner und in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe löst. Cellulosefasern werden in braunen Tönen angefärbt, welche nach Behandlung mit Kupfersalzen ausgezeichnete Echtheiten aufweisen.
Ersetzt man in diesem Beispiel die 22,4 Teile I-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure durch 22,4 Teile 2-Oxynaphthalin-7-sulfonsäure, so wird ein ähnlicher Farbstoff mit den gleich guten Eigenschaften erhalten.
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werden wie im Beispiel 3 angegeben, tetrazotiert und die überschüssige Mineralsäure mit Soda abgestumpft. Die erhaltene Tetrazoverbindung
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300 Teilen Wasser, bei Gegenwart von 20 Teilen Soda zum einseitigen Zwischenprodukt und nach beendigter Kupplung mit 20,7 Teilen 2-Methoxyacetessigsäureanilid und einem weiteren Zusatz von 5 Teilen Soda zum Disazofarbstoff vereinigt.
Der erhaltene Farbstoff der Formel
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wird mit Kochsalz gefällt, abfiltriert und getrocknet. Er stellt ein braunschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser mit violettstichig roter und in konzentrierter Schwefelsäure mit weinroter Farbe löst. Cellulosefasern werden in braunen Tönen angefärbt, welche durch Nachbehandlung mit Kupfersalzen sehr gute Gesamtechtheiten aufweisen.
Werden an Stelle der 37,5 Teile 2- (4'-Oxy- 3'-carboxyphenylamino)-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure als Anfangskomponente 35,9 Teile 2- (3'-Carboxyphenylamino)-8-oxynaphthalin- 6-sulfonsäure verwendet, so erhält man einen ähnlichen Farbstoff von gleich guten Eigenschaften.
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Beispiel 7 : Das durch Vereinigung der Tetrazoverbindung von 28,7 Teilen 1- (3'-Amino- 4-oxybenzoylamino)-4-aminobenzol-3-carbonsäure mit 18,9 Teilen 1- (4'-Aminophenyl) - 3-methyl-5-pyrazolon nach Verfahren von Beispiel 5 erhaltene Zwischenprodukt wird in Gegenwart von 20 Teilen Soda und 150 Teilen Pyridin mit 28,1 Teilen l-Acetylamino-8-oxynaphthalin- 4-sulfonsäure zum Disazofarbstoff vereinigt. Der erhaltene Farbstoff der Formel
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wird mit Kochsalz gefällt, isoliert und getrocknet. Er stellt ein dunkelbraunes Pulver dar, das sich im Wasser mit rotstichig brauner und in konzentrierter Schwefelsäure mit braunroter Farbe löst und Cellulosefasern in braunen Tönen anfärbt.
Durch eine Nachbehandlung mit Kupfersalzen erhält man Färbungen von beachtenswerter Nassund Lichtechtheit.
Ersetzt man die Mittelkomponente von 28,7 Teilen 1- (3' -Amino-4'-oxybenzoylamino) - 4-aminobenzol-3-carbonsäure durch 31,7 Teile
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4-aminobenzol-3-carbonsäure oder durch 32,15 Teile 1- (3'-Amino-4'-oxy-6'-chlorbenzoylamino)- 4-aminobenzol-3-carbonsäure, so werden ähnliche Farbstoffe mit den gleich guten Echtheitseigenschaften erhalten.
Beispiel 8 : 28,7 Teile 1- (3'-Amino-4'-oxy- benzoylamino)-4-aminobenzol-3-carbonsäure werden nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 3 angegeben tetrazotiert, die überschüssige Mineralsäure mit Soda abgestumpft und dann mit 23,4 Teilen 4-Acetylaminoacetessig- säureanilid, gelöst in 200 Teilen Wasser, bei Gegenwart von 20 Teilen Natriumbicarbonat zum Zwischenprodukt vereinigt. Nach beendigter Kupplung wird alsdann eine wässrige Lösung von 22,4 Teilen 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure, 20 Teilen Soda und 150 Teilen Pyridin hinzufliessen gelassen. Die Kupplung ist nach mehrstündigem Rühren bei Raumtemperatur beendigt und der gebildete Disazofarbstoff der Formel
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<tb>
<tb>
Farbton <SEP> der
<tb> gekupferten
<tb> Diamin <SEP> nach <SEP> Formel <SEP> I <SEP> 11. <SEP> Kupplungskomponente <SEP> 2. <SEP> Kupplungskomponente <SEP> Färbung <SEP> auf
<tb> Cellulosefasern
<tb> 1 <SEP> 1- <SEP> (3'Amino-4-oxybenzoyl- <SEP> 4-Aminoacetessig-4-Aminoacetessig-gelb
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-säureanilid <SEP> säureanilid
<tb> carbonsäure
<tb> 2 <SEP> 1- <SEP> (3' <SEP> -Amino-4'-oxy-6'-me- <SEP> 4-Aminoacetessig- <SEP> 4-Aminoacetessig- <SEP> gelb
<tb> thoxybenzoylamino)-4-säureanilid <SEP> säureanilid
<tb> aminobenzol-3-carbonsäure
<tb> 3 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'-chlor-1-(4'-Aminophenyl)-3-1-(4'-Aminophenyl)-3-gelbbraun
<tb> benzoylamino)-4-amino-methyl-5-pyrazolon <SEP> methyl-5-pyrazolon
<tb> benzol-3-carbonsäure
<tb> 4 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'-chlor- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 4-Aminoacetessig- <SEP> gelbbraun
<tb> benzoylamino)
-4-amino-methyl-5-pyrazolon <SEP> säureanilid
<tb> benzol-3-carbonsäure
<tb> 5 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-5'-brom-4-Aminoacetessig-1-(4'-Aminophenyl)-3-gelbbraun
<tb> benzoylamino)-4-amino-säureanilid <SEP> methyl-5-pyrazolon
<tb> benzol-3-carbonsäure
<tb> 6 <SEP> l- <SEP> (3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> l- <SEP> (4'-Aminophenyl)-3- <SEP> I- <SEP> (4'-Aminophenyl)-3- <SEP> gelbbraun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon <SEP> phenyl-5-pyrazolon
<tb> carbonsäure
<tb> 7 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> Acetessigsäureanilid <SEP> gelbbraun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon
<tb> carbonsäure
<tb> 8 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 2-Methoxyacetessig- <SEP> gelbbraun
<tb> amino)
-4-aminobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon <SEP> säureanilid
<tb> carbonsäure
<tb> 9 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 2-Methoxyacetessig- <SEP> gelbbraun
<tb> amino)-4-anunobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon <SEP> säureanilid-monocarbonsäure <SEP> sulfonsäure
<tb> 10 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 1-(4'-Amino-3'-sulfo- <SEP> gelbbraun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon <SEP> phenyl)-3-methylcarbonsäure <SEP> 5-pyrazolon
<tb> 11 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-5'-me- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 1-(3'-Chlorphenyl)-3- <SEP> gelbbraun
<tb> thylbenzoylamino)-4-ami-methyl-5-pyrazolon <SEP> methyl-5-pyrazolon
<tb> nobenzol-3-carbonsäure
<tb> 12 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-5'-me- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> Acetessigsäure-#035- <SEP> gelbbraun
<tb> thylbenzoylamino)
-4-ami-methyl-5-pyrazolon <SEP> naphthalid
<tb> nobenzol-3-carbonsäure
<tb> 13 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 2-Amino-5-oxynaph- <SEP> braunamino)-4-anunobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon <SEP> thalin-7-sulfbnsäure <SEP> stichig
<tb> carbonsäure <SEP> bordeaux
<tb> 14 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> Monoazo <SEP> aus <SEP> : <SEP> violettamino)-4-aminobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon <SEP> 5-Amino-2-oxy-braun
<tb> carbonsäure <SEP> benzol-l-carbonsäure <SEP> sauer
<tb> 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure
<tb> 15 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> Monoazo <SEP> aus <SEP> :
<SEP> violettamino)-4-aminobenzol-3-phenyl-5-pyrazolon <SEP> 5-Nitro-2-amino-braun
<tb> carbonsäure <SEP> benzoesäure <SEP> sauer
<tb> 2-Amino-5-oxynaphI <SEP> thalin-7-sulfonsäure
<tb>
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<tb>
<tb> Farbton <SEP> der
<tb> gekupferten
<tb> Diamin <SEP> nach <SEP> Formel <SEP> I/1. <SEP> Kupplungskomponente <SEP> 2.
<SEP> Kupplungskomponente <SEP> Färbung <SEP> auf
<tb> Cellulosefasem
<tb> 16 <SEP> 1- <SEP> (3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 2-Acetylamino-6-oxy-4-Methylsulfonacet-braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-naphthalin-8-sul-essigsäureanilid
<tb> carbonsäure <SEP> fonsäure
<tb> 17 <SEP> 1- <SEP> (3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> l-Acetylamino-8-oxy-4-Methylsulfonacet-braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-naphthalin-4-sulfon-essigsäureaniud
<tb> carbonsäure <SEP> säure
<tb> 18 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'-chlor- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 2-Acetylamino-5-oxy- <SEP> braun
<tb> benzoylamino)-4-amino- <SEP> methyl-5-pyrazolon <SEP> naphthalin-1-sulfonbenzol-3-carbonsäure <SEP> säure
<tb> 19 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'-meth- <SEP> 1-(4'-Methylphenyl)- <SEP> 2-(4'-Aminobenzoyl- <SEP> braun
<tb> oxybenzoylamino) <SEP> -4- <SEP> 3-methyl-S-pyra- <SEP> amino)
<SEP> -6-oxynaphaminobenzol-3-carbonsäure <SEP> zolon <SEP> thalin-8-sulfonsäure
<tb> 20 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy- <SEP> 1-(4'-Methylphenyl)- <SEP> 1-Oxynaphthalin-5- <SEP> braun
<tb> benzoylamino)-4-3-methyl-5-pyra-sulfonsäure
<tb> aminobenzol-3-carbon-zolon
<tb> säure
<tb> 21 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 2-(4'-Oxy-3'-carboxy- <SEP> braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3- <SEP> methyl-5-pyrazolon <SEP> phenylamino)-8carbonsäure <SEP> oxynaphthalin-6sulfonsäure
<tb> 22 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Aminophenyl)-3- <SEP> 2-(4'-Aminobenzoyl- <SEP> braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-methyl-5-pyrazolon <SEP> amino)-8-oxynaphcarbonsäure <SEP> thalin-6-sulfonsäure
<tb> 23 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 4-Chloracetessig- <SEP> 2-Benzoylamino-5- <SEP> gelbstichig
<tb> amino)
-4-aminobenzol-3-säureanilid <SEP> oxynaphthalin-7-braun
<tb> carbonsäure <SEP> sulfonsäure
<tb> 24 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 2-Chloracetessig- <SEP> 2-Benzoylamino-5- <SEP> gelbstichig
<tb> amino)-4-aminobenzol-3- <SEP> säurcanilid <SEP> oxynaphthalin-7- <SEP> braun
<tb> carbonsäure <SEP> sulfonsäure
<tb> 25 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 2-Äthoxyacetessig- <SEP> 2-Acetylamino-5-oxy- <SEP> gelbstichig
<tb> amino)-4-aminobenzol-3-säureanilid <SEP> naphthalin-7-sulfon-braun
<tb> carbonsäure <SEP> säure
<tb> 26 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'- <SEP> Acetessigsäureanilid <SEP> 1-Oxynaphthalin-4- <SEP> gelbstichig
<tb> methylbenzoylamino)-4-sulfonsäure <SEP> braun
<tb> aminobenzol-3-carbonsäure
<tb> 27 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'- <SEP> Acetessigsäureanilid <SEP> 1-Oxynaphthalin-5- <SEP> gelbstichig
<tb> methylbenzoylamino)
-4-sulfonsäure <SEP> braun
<tb> aminobenzol-3-carbonsäure
<tb> 28 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'- <SEP> Acetessigsäureanilid <SEP> 2-Oxynaphthalin-4- <SEP> gelbstichig
<tb> methylbenzoylamino)-4-sulfonsäure <SEP> braun
<tb> aminobenzol-3-carbonsäure
<tb> 29 <SEP> 1- <SEP> (3'-Amino-4'-oxy-6'- <SEP> Acetessigsäureanilid <SEP> 2-0xynaphthalin-6-gelbstichig
<tb> methylbenzoylamino)-4-sulfonsäure <SEP> braun
<tb> aminobenzol-3-carbonsäure
<tb> 30 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-6'- <SEP> Acetessigsäureanilid <SEP> 2-Oxynaphthalin-7- <SEP> gelbstichig
<tb> methylbenzoylamino)-4-sulfonsäure <SEP> braun
<tb> aminobenzol-3-carbonsäure
<tb> 31 <SEP> 1- <SEP> (3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> Monoazo <SEP> aus <SEP> :
<SEP> 4-Acetylaminoacet-braun
<tb> ammo)-4-aminobenzol-3-5-Amino-2-oxy-essigsäureanilid
<tb> carbonsäure <SEP> benzol-1-carbonsäure <SEP> sauer
<tb> 2-Amiuo-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure
<tb>
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<tb>
<tb> Farbton <SEP> der
<tb> gekupferten
<tb> Diamin <SEP> nach <SEP> Formel <SEP> 1 <SEP> l. <SEP> Kupplungskomponente <SEP> 2. <SEP> Kupplungskomponente <SEP> Färbung <SEP> auf
<tb> Cellulosefasern
<tb> 32 <SEP> 1- <SEP> (3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> Monoazo <SEP> aus <SEP> :
<SEP> I-Phenyl-3-ll1ethyl-5- <SEP> braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3- <SEP> 5-Amino-2-oxy- <SEP> pyrazolon
<tb> carbonsäure <SEP> benzol-l-carbonsäure <SEP> sauer
<tb> 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure
<tb> 33 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-5'-1-(4'-Aminophenyl)-3-1-Acetylamino-5-oxy-braun
<tb> methoxy-benzoylamino)-4-methyl-5-pyrazolon <SEP> naphthalin-7-sulfonaminobenzol-3-carbonsäure <SEP> säure
<tb> 34 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxy-5'- <SEP> 3-Methyl-5-pyrazolon <SEP> 2-Acetylamino-6-oxy- <SEP> braun
<tb> methoxy-benzoylamino)-4- <SEP> naphthalin-8-sulfonaminobenzol-3-carbonsäure <SEP> säure
<tb> 35 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 3-Methyl-5-pyrazolon <SEP> 2-Acetylamino-6-oxy- <SEP> braun
<tb> amino)
-4-aminobenzol-3- <SEP> naphthalin-8-sulfoncarbonsäure <SEP> säure
<tb> 36 <SEP> 1- <SEP> (3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 3-Methyl-5-pyrazolon <SEP> l-Oxynaphthalin-4-braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3- <SEP> sulfonsäure
<tb> carbonsäure
<tb> 37 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Amino-3'-sulfo- <SEP> 2-Benzoylamino-5- <SEP> braun
<tb> amino) <SEP> -4-aminobenzol- <SEP> 3- <SEP> phenyl) <SEP> -3-methyl-5- <SEP> oxynaphthalin-7carbonsäure <SEP> pyrazolon <SEP> sulfonsäure
<tb> 38 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Amino-3'-sulfo- <SEP> 2-Benzoylamino-6- <SEP> braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3- <SEP> phenyl)-3-methyl-5- <SEP> oxynaphthalin-8carbonsäure <SEP> pyrazolon <SEP> sulfonsäure
<tb> 39 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 1-(4'-Amino-3'-sulfo- <SEP> 2-Phenylamino-5- <SEP> braun
<tb> amino)-4-aminobenzol-3- <SEP> phenyl)
-3-methyl-5- <SEP> oxynaphthalin-7carbonsäure <SEP> pyrazolon <SEP> sulfonsäure
<tb> 40 <SEP> 1-(3'-Amino-4'-oxybenzoyl- <SEP> 4-Methylacetessig- <SEP> 2-Oxynaphthalin-7- <SEP> braun
<tb> amino) <SEP> -4-aminobenzol- <SEP> 3- <SEP> säureanilid <SEP> sulfonsäure
<tb> carbonsäure
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von neuen kupferbaren Polyazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol eines tetrazotierten Diamins der allgemeinen Formel
EMI8.2
worin R Wasserstoff, Halogen, eine Methyl-oder
EMI8.3
einerseits mit 1 Mol eines kupplungsfähigen Abkömmlings einer ss-Ketocarbonsäure und anderseits mit 1 Mol eines gleichen oder verschiedenen kupplungsfähigen Abkömmlings einer ss-Ketocarbonsäure kuppelt.