AT163981B - Vorrichtung zum Wenden der Blätter eines Heftes oder Buches - Google Patents

Vorrichtung zum Wenden der Blätter eines Heftes oder Buches

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AT163981B
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swivel arm
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suction
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piston
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Alois Hofer
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Alois Hofer
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Description


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  Vorrichtung zum Wenden der Blätter eines Heftes oder Buches 
 EMI1.1 
 für die Schwenkbewegung in einem Sinn derselben in Draufsicht darstellt. 



   Das einzelne   Vor-oder Rückwärtsblättern   oder das Wenden nach links oder rechts der Blätter eines auf einem Pult 1 mit Ständer 2 aufliegenden Notenbuches oder Heftes 3 erfolgt vermittels eines Armes 4, der auf einer auf der Pultrückseite, z. B. in einem Gehäuse 5 gelagerten Achse 6 mit steilgängigem Schraubengewindeteil 7 sitzt. Im Gehäuse 5 ist eine auf das Gewinde 7 aufgepasste Mutter 8 in der Längsrichtung geführt und gegen Drehung gesichert.

   Der Schwenkarm 4 besteht aus einem rechteckigen Teil 4 a mit zwei Bohrungen, in welchen die (zur Anpassung an verschiedene Notenheftbreiten) teleskopartig ausziehbaren Röhrchen 4',   4"stecken,   die an ihrem Ende zwei Rücken an Rücken aneinander befestigte Saugmundstücke 9', 9"aus Kautschuk od. dgl. tragen, in die je ein Röhrchen mündet, und die in den Endlagen des Schwenkarms auf dem linken bzw. rechten Blatt des aufgeschlagenen Notenbuches zu liegen kommen. 



   In zwei Zylindern 10 und 11 mit gleicher Achse sind zwei Saugkolben 12 bzw. 13 mit gemeinsamer Kolbenstange 14 untergebracht. 



  Mit dieser ist der bügelartige Mitnehmer 15 mittels der Stellschraube   16,   die eine Änderung der gegenseitigen Lage in gewissen Grenzen gestattet, verbunden. Von dem Mitnehmer 15 führt ein Gestängepaar   17   über ein Querstück 18 zu einem Zugorgan   19.   Dieses setzt sich, vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Spannschlosses   20,   in eine an einem Fusstritt 21 angeschlossene Stange 22 fort. 



   Der Zylinder 10 steht nächst seinem Scheitel mittels des Verbindungsröhrchens 24 mit dem Röhrchen 4'bzw. mit dem Saugmundstück 9', der Zylinder 11 nächst seinem Boden mittels des Röhrchens 23 mit dem Röhrchen 4"bzw. dem Saugmundstück 9"des Armes 4 in Verbindung. Der Zylinder 10 besitzt etwas oberhalb seines unteren Abschlusses eine ins Freie mündende Bohrung   25,   der Zylinder 11 weist eine solche Bohrung 26 an seinem oberen Abschluss und eine weitere derartige Bohrung 35 annähernd in seiner Mitte auf. 



   Die Mutter 8 steht unter der Wirkung einer Rückführfeder   27,   die sie an den Mitnehmer 15 drückt. Der Mitnehmer oder Bügel   15,   allen- 

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 falls auch die Kolben 12 und 13 befinden sich unter dem Einfluss von Federn   28,   die bestrebt sind, diese Organe nach aufwärts in die Ausgangslage zurückzuführen, insofeme sie durch auf den Fusstritt 21 ausgeübten Druck herabgesenkt worden sind. 



   An diesem Fusstritt ist eine Arretiervorrichtung, nämlich eine Klinke in Gestalt eines von einer Feder 29 belasteten Winkelhebels 30 mit einem klinken-oder hakenförmigen Arm 31 angelenkt, welch letzterer sich in einem Anschlag 32 des Ständers 2 bei Aufwärtsgang des Fusstrittes einhakt. 



   Die Wirkungsweise des Blattwenders ist folgende :
Im normalen oder Ausgangszustand der Vorrichtung ist die Klinke 31 des Fusstrittes 21 in Eingriff mit dem Anschlag 32 und hält dadurch den Fusstritt in jener, vermittels des Spannschlosses 20 an verschiedene Dicken von Notenbüchern usw. anpassbaren Lage fest, in welcher sich die beiden Kolben etwa in der Stellung I etwas unterhalb der oberen Zylinderabdeckung befinden, die Mutter 8 unter der Wirkung ihrer
Rückführfeder 27 gegen den Mitnehmer oder
Bügel 15 gedrückt und der Schwenkarm 4 so verschwenkt ist, dass z. B. das Saugmundstück   9'   noch etwas von dem zu wendenden Blatt absteht. 



   Tritt man nun auf den Fusstritt, so werden beide
Kolben von der Stellung I in die Stellung II und auch die Mutter entsprechend herabgezogen. 



   Der Kolben 12 erzeugt dabei wohl eine Saug- wirkung, die aber wegen des Abstandes des
Saugmundstückes 9'vom Notenblatt nicht wirk- sam wird. Der Kolben 13 ist wegen der Zylinder- scheitelbohrung 26 für Unterdruckerzeugung wirkungslos. Die Mutter 8 wird entgegen ihrer
Federbelastung längs des Gewindeteiles 7 nach abwärts verschoben und schwenkt damit die Achse
6 samt den daransitzenden Arm 4 so weit, bis letzterer auf den federnden Anschlag 33 (Fig. 2), der am Pult 1 befestigt ist, auftrifft. Zu diesem
Zwecke besitzt das Spindelgewinde eine Stei- gung, die bei einer Bewegung der Mutter in der Länge des ganzen Kolbenweges eine Drehung der Spindel von annähernd   1800 bewirkt.   Der Anschlag 33 hemmt die Armbewegung in jener Lage, in der sich das Saugmundstück 9"noch in einem kleinen Abstand von dem zugehörigen Notenblatt befindet.

   Bei Freigabe des Fusstrittes erfolgt unter der Wirkung der Rückholfedern 27, 28 der Rückgang der Wendeeinrichtung und der Saugkolben in die Normallage, wobei die Klinke 31 selbsttätig in den Anschlag 32 einhakt. Mit anderen Worten : Es findet weder ein Vor-noch ein Rückwärtswenden statt. 



   Löst man aber die Klinke 31 aus, indem man den Hebelarm 30 durch den Fuss untergreift   und nach oben drückt, hebt man also die Hemmung   der Schwenkarm-und Kolbenbewegung auf, so können der Mitnehmer 15 und damit auch die Kolben 12 und   13,   sowie die Mutter 8 ihre Aufwärtsbewegung um ein durch den Anschlag 34 beim Fusstritt 21 bestimmtes Mass fortsetzen. 



   Die Kolben gelangen in die Stellung   III   und der Mitnehmer 15 in seine höchste Lage, die
Mutter 8 verdreht die Welle etwas mehr, u. zw. so weit, dass das Saugmundstück 9'auf das zu wendende Blatt auftrifft und sich unter der durch die Feder 27, Mutter 8 und Achse 6 auf den Arm 4 ausgeübten Kraft fest an dieses Blatt anlegt, wodurch bereits ein leichtes Anhaften, wie bei den bekannten pneumatischen Gummi- saugnäpfen, entsteht. 



   Wird nunmehr der Fusstritt niedergedrückt und damit die Bewegung der Kolben und des Bügels hervorgerufen, so erzeugt der Kolben 12 sofort
Unterdruck und das zu wendende Blatt wird gegen das Mundstück fest angesaugt und daran festgehalten ; der Kolben 13 bleibt wie vorhin unwirksam. Dadurch, dass die Mutter 8 durch den Mitnehmer 15 dabei nach abwärts gedrückt wird, erfolgt eine Drehung des Schwenkarmes 4 um annähernd 180   ; knapp vor Vollendung dieser Drehung geht der Kolben 12 an der Bohrung 25 vorbei und der Unterdruck im Zylinder 10 wird dadurch aufgehoben ; das Notenblatt wird daher vom Saugmundstück 9'freigegeben und fällt von diesem ab. Das Blatt ist demnach z. B. nach vor gewendet. 



   Der federnde Anschlag 33 gestattet kein völliges Anliegen des Saugmundstückes 9"an dem Blatt, das dem eben umgewendeten vorausging. Es tritt also keinerlei Ansaugung ein und es kann durch Freigabe des   Fusstrittes-der   Kolben 13 bleibt dabei mangels Anliegens des zugehörigen Mundstückes am Notenblatt ja wirkungslos-ohne Zurückwendung eines Blattes wieder die mittlere oder Ausgangsstellung I erreicht und nach neuerlicher Auslösung der Klinke 31 das nächste Blatt in der eben beschriebenen Weise nach vorwärts gewendet werden. 



   Will man nach rückwärts wenden, so wird ein stärkerer Druck auf den Fusstritt 21 ausgeübt und damit der Widerstand des Anschlages 33 überwunden ; es setzt sich also das Saugmundstück 9"auf das vom Spieler aus links der Pult- mittelachse liegende Notenblatt fest auf. Wird jetzt der Fusstritt freigegeben, so erzeugt der Kolben 13 den zum Haften des Papierblattes am Saugmundstück erforderlichen und durch das Röhrchen 23 aus Kautschuk wirkenden Unterdruck, der vor Erreichung der Ausgangsstellung durch den Vorbeigang des Kolbens 13 an der eingangs erwähnten, ins Freie mündenden Bohrung 35 wieder aufgehoben wird, so dass das rückgewendete Notenblatt abfällt und der Wender nunmehr in der einen oder der anderen der vorbestimmten Weisen neuerlich, sei es für das Voroder sei es für das Rückwärtswenden, betätigt werden kann und hiefür bereit steht. 



   Um den Abstand der Saugmundstücke verschiedenen Dicken von Notenheften oder Büchern anzupassen, also das Mass der Schwenkarmbewegung zwischen deren Hemmstellen, die durch die Klinke 31 bzw. durch den Anschlag 33 bestimmt sind, einzustellen, kann entweder der 

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 Klinkenanschlag 32 verstellbar gewählt, vorzugsweise aber ein Spannschloss   20, 22   in die Verbindungsmittel zwischen Fusstritt und Schwenkarmmitnehmer eingeschaltet werden, welches durch Verkürzung oder Verlängerung dieser Verbindungsmittel die Ausgangsstellung der   Arbeitsteile   des Wenders sowie der Kolben und damit das Ausmass der Schwenkung des Armes 4 bzw. den jeweiligen Saugmundabstand vom Papierblatt zu regeln gestattet. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Vorrichtung zum Wenden der Blätter eines Heftes oder Buches, bei dem die Blätter durch ein schwenkbares Saugmundstück erfasst und gewendet werden, das an einem Schwenkarm sitzt, dessen als Steilgewindespindel ausgebildete Achse durch   Längsbewegung   der darauf sitzenden Mutter verdreht wird, wobei der zur Betätigung des Saugmundstückes nötige Unterdruck durch gleichzeitige Bewegung eines Kolbens in einem Zylinder erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwei, Rücken an Rücken aneinander be- 
 EMI3.1 
 zwei gesonderten Zylindern (10, 11) verbunden sind, deren Kolben (12, 13), beide z.

   B. durch einen Fusshebel   (21)   gemeinsam betätigt werden und dass Steuermittel (31, 32) zur Begrenzung der Bewegung des Schwenkarmes in beiden Richtungen, die ausser Wirkung gesetzt werden können, derart angebracht sind, dass die Vorrichtung zum Vor-und Rückwärtswenden der Blätter verwendbar ist. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. welche die Hemmung der Schwenkarmbewegung selbsttätig bewirkt, vom Antrieb der Wende- vorrichtung aus steuerbar ist, um den Schwenkarm (4) für das Auftreffen eines der Saugmundstücke (9', 9") auf das zu wendende Blatt freizugeben und, ausgelöst, den zugehörigen Saugkolben für das Blattwenden zur Wirkung bereitstellt. EMI3.3 mung der Schwenkarmbewegung, der aus der Schwenkarmbahn verdrängbar ist, wodurch das zweite der Saugmundstücke auf das zu wendende Blatt aufgelegt und der zweite Saugkolben zur Wirkung bereitgestellt wird.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung aus einer Klinke (31) besteht, die an dem zur Betätigung der Wendevorrichtung dienenden Fusstritt (21) angeordnet ist und auf einen Anschlag (32) auftreffend, den vollständigen Rückgang des Fusstrittes in die Hochlage hemmt. 5. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugkolben (12, 13) EMI3.4 an der ein für den Antrieb der Schwenkarmdrehachse (6) dienender Mitnehmer (15) sitzt, der seinerseits mit dem Fusstritt (21) in Verbindung steht.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Antrieb der Wendevorrichtung eine Einstelleinrichtung für das Mass der Schwenkarmbewegung eingeschaltet ist.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung aus einem Spannschloss (20) zur Verlängerung oder Verkürzung der Verbindungsmittel zwischen Fusstritt (21) und Schwenkarmmitnehmer (15) besteht.
AT163981D 1946-09-12 1946-09-12 Vorrichtung zum Wenden der Blätter eines Heftes oder Buches AT163981B (de)

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