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Stützgliedvorrichtung an mechanischen Lastwechseln bei Fahrzeugbremsen
Die Erfindung bezieht sich auf solche mit einem sogenannten mechanischen Lastwechsel aus- gerüstete Bremsen für Fahrzeuge, insbesondere
Eisenbahnfahrzeuge, bei denen dieser Lastwechsel aus einem Bremshebel besteht, der mit einem verschiebbaren Stützpunkt zusammenwirkt. Vor- teilhaft kann der Bremshebel als ein sogenannter
Umkehrhebel zur Übertragung der Bremskraft mit einem durch Verschiebung des verschiebbaren
Stützpunkte veränderlichen Übersetzungsverhält- nis von der Bremskraftquelle (dem Bremszylinder) auf den einen der beiden zur Verteilung der Brems- kraft nach den beiden Wagenenden dienenden
Ausgleichhebeln ausgeführt werden, wie dies beispielsweise aus den schweizerischen Patenten
Nr. 234017,230401 und 240708 ersichtlich ist.
Nach diesen Patenten besteht der verschiebbare Stützpunkt für den in seinem Übersetzungsverhältnis veränderlichen Bremshebel aus einem längs einer von einem Widerlager gebildeten Gleitbahn geführten Stützglied, das beim Ansetzen der
Bremse, ehe sich der Bremshebel nach Erreichung eines gewissen Bremshubes gegen dieses Glied anlegt, in eine dem beim Bremsen erwünschten Übersetzungsverhältnis entsprechende Lage durch eine Einstelleinrichtung eingestellt wird, die ihrerseits entweder von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der Fahrzeugbelastung eingestellt wird.
Jedenfalls enthält die Einstelleinrichtung in der Regel irgendeine Federvorrichtung oder ist sie aus einem anderen Grunde nicht geeignet, das verschiebbare Stützglied in eingestellter Lage unnachgiebig festzuhalten, weshalb das Stützglied durch schrägen Druck des sich auf dasselbe stützenden Bremshebels gegebenenfalls aus seiner richtigen Lage gerückt werden kann.
Die Erfindung bezweckt, diese Möglichkeit wirksam auszuschalten, ohne dass die erwünschte Leichtbeweglichkeit des Stützgliedes bei der Einstellung aufgehoben und die Möglichkeit der Einstellung des Stützgliedes in jede beliebige Lage im ganzen Einstellgebiet beeinträchtigt wird. Zu diesem Zweck besteht erfindungsgemäss die für das längs der Gleitbahn auf dem Widerlager verschiebbare Stützglied vorgesehene Führung aus einer Anzahl von langgestreckten Lamellen, die an beiden Enden mit den Widerlagern verbunden sind und zusammen mit zwischen ihnen angeordneten, mit dem Stützglied verbundenen
Lamellen eine Lamellenreibungskupplung bilden, welche durch den auf das Stützglied ausgeübten Druck des Bremshebels zur Wirkung kommt.
Sobald sich der Bremshebel beim Ansetzen der Bremse an das Stützglied anlegt und auf dieses Druck ausübt, wird die Lamellenreibungskupplung zusammengedrückt, unabhängig davon in welche Lage das Stützglied eingestellt worden ist, und kuppelt das Stützglied in dieser Lage an dem Widerlager fest, u. zw. desto fester, je höher der Druck des Bremshebels auf das Stützglied wird, so dass eventuelle, zu der Stützgliedführung parallele Komponenten dieses Druckes das Stützglied unter keinen Umständen aus der eingestellten Lage zu rücken vermögen.
Die Erfindung ist in einer Ausführungsform auf der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 die Stützgliedvorrichtung im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1, und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1.
Auf der Zeichnung ist 1 das verschiebbare Stützglied für den nicht gezeigten Bremshebel, während 2 das Widerlager bezeichnet, das die Gleitbahn 3 für das Stützglied 1 bildet. Dasselbe wird in seiner Verschiebebewegung längs der Gleitbahn 3 durch eine zu derselben parallele Führung geführt, die aus einer Anzahl, z. B. drei, von an beiden Enden mittels Bolzen 4 mit dem Widerlager 2 verbundenen langgestreckten Lamellen 5 besteht.
Mit diesen wechseln Lamellen 6 ab, die mit dem verschiebbaren Stützglied verbunden sind und an demselben
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wirkenden Bremshebel unbelastet ist, die aber, sobald sich der Bremshebel gegen das Stützglied anlegt und auf dieses einen Druck ausübt, dasselbe mit dem Widerlager 2 fest zusammenkuppelt.