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Fliegenfänger
Es sind schon Fliegenfänger bekannt geworden, die einen mit Fliegenleim gefüllten Behälter auf- weisen, durch den ein stab-, strang-oder band- förmiger Leimträger durchziehbar ist. Diese
Fliegenfänger besitzen die Nachteile, dass beim
Durchziehen des Leimträgers durch den Behälter die Fliegen an ihm abgestreift werden, an dem
Behälter kleben bleiben oder zu Boden fallen. Der
Fliegenfänger selbst bzw. der Boden unterhalb desselben wird dann in kurzer Zeit mit toten
Fliegen überdeckt sein, was unschön und vor allem unhygienisch ist. Fernerhin ist der Gebrauch der bekannten Einrichtungen verhältnismässig umständlich, da bei jedem Durchziehen des Leimträgers Muttern, die die Abdichtung des Behälters gegen ein Ausfliessen von Leim gewährleisten sollen, jeweils zu lösen und wieder anzuziehen sind.
Sämtliche der vorgenannten Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die die Bohrung für den Leimträger aufweisenden Halsteile des Behälters 1 als mit Aussengewinde versehene Schraubkappen 10, 11 die als Träger von Stapeln zentral gelochter Papier-oder Pappescheiben 15 ausgebildet sind, wobei sich beim Durchziehen des Leimträgers die an ihm klebenden Fliegen jeweils an einer Schraubkappe 10, 11 abstreifen, auf den Papier-oder Pappscheiben kleben bleiben und mit diesen weggebracht werden können.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1 bis 5 zwei Ausführungsformen der Erfindung. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform in Ansicht, Fig. 2 im Schnitt, Fig. 3 eine Einzelheit, Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform in Ansicht, Fig. 5 eine Einzelheit.
Mit 1 ist in den Fig. 1, 2 der mit Leim bis zur Höhe a-b gefüllte, z. B. eiförmig gestaltete Behälter bezeichnet, dessen kurze vertikale Randleiste 2 mit Aussengewinde versehen ist, für das Verschrauben mit einer bei 3 abgeflachten Verschlusskappe 4, die einen zentralen, hülsenartig geformten Ansatz 5 mit Innengewinde aufweist.
Am gegenüberliegenden Ende ist der Behälter bei 6 gleichfalls abgeflacht und bildet einen zentralen, dem Ansatz 5 entsprechenden Hals 7, der gleichfalls mit Innengewinde ausgestattet ist.
Mit 10, 11 sind identische Schraubkappen bezeichnet, die an einem Ende mit Aussengewinde, am anderen Ende mit einem konischen Kopf 12, 13 versehen sind.
Mit 15 sind Papier-oder Pappescheiben be- zeichnet, die bei 16 zentral gelocht und mit auf- gebogenen Rändern 17, sowie mit Abreisslappen 18 versehen sind. Der Durchmesser der Lochung 16 entspricht dem Aussendurchmesser der Schraub- kappen 10, 11.
Mit 20 sind zwei identische, scheibenförmige
Handgriffe bezeichnet. Jeder Handgriff hat eine zentrale Bohrung 21, die sich im anschliessenden
Hals 22 konisch verjüngt. Der Hals 22 geht in den kurzen zylindrischen Mittelteil 23 über, der sich zum Hohlkonus 24 erweitert. Mit den Hand- griffen sind die Endschlaufen 30 eines saugfähigen
Leimträgers 25 z. B. einer Schnur verbunden, deren Durchmesser so bemessen ist, dass sie die zylindrischen Bohrungen der Schraubkappen 10,
11 und der Handgriffe 20 gut passend durchsetzt.
Die Gebrauchsweise des Fliegenfängers ist folgende : Der bis zur Höhe a, b mit Leim gefüllte, beiderseits mit den Papierscheiben 15 versehene und von der Schnur 25 durchsetzte Behälter wird an seiner oberen Schlaufe in üblicher Weise aufgehängt.
Der Behälter 1 nimmt seine untere Endstellung (Fig. 1) ein, in welcher der konische Kopf 12 als Verschlusskegel in die entsprechende Bohrung des Hohlkonus 24 eintritt.
Die beleimte Schnur ragt als Fangfläche über eine entsprechende Länge heraus. Sobald die Fangfläche mit Fliegen besetzt ist, wird der Behälter 1 in die andere Endlage verschoben. Dabei werden die Fliegen gegen die freiliegende Papierscheibe 15 abgestreift und gleichzeitig die auf der Gegenseite austretende Schnur 25 frisch beleimt.
Durch Ziehen am Abreisslappen 18 wird dann die oberste Papierscheibe samt den abgestreiften Fliegen in rascher, sauberer und hygienischer Weise entfernt. Eine frische Papierscheibe steht jetzt wieder bereit. Schliesslich wird die Vorrichtung um 180 gedreht und neuerdings aufgehängt.
Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 4 u. 5) sind mehrere, z. B. sechs Leimträger 25 vorgesehen, die entsprechende Bohrungen von Hülsen durchsetzen, die so wie bei der erstenAusführungs- form, im abgeflachten Behälter 1 beiderseits eingeschraubt sind. Die Enden der z. B. als Stäbe ausgebildeten Leimträger sind mit einer Scheibe 31
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fest verbunden. Diese Scheibe ist mit Füsschen 32 und einer zentralen Öse 33 ausgestattet, um die Vorrichtung bei Gebrauch wahlweise aufstellen oder aufhängen zu können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fliegenfänger, der einen mit Fliegenleim gefüllten Behälter aufweist, durch den ein stab-, strang-oder bandförmiger Leimträger durchziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die die Bohrung für den Leimträger aufweisenden Hals-
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Träger von Stapeln zentral gelochter Papieroder Pappescheiben (15) ausgebildet sind, wobei sich beim Durchziehen des Leimträgers die an ihm klebenden Fliegen jeweils an einer Schraubkappe (10, 11) abstreifen, auf den Papier-oder Pappescheiben kleben bleiben und mit diesen weggebracht werden können.