AT162953B - Verfahren zur Entschwefelung von Brenngasen - Google Patents
Verfahren zur Entschwefelung von BrenngasenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Entschwefelung von Brenngasen Es ist bekannt, die Entschwefelung von Brenn- gasen, z. B. Kohlengas, Kokereigas, Generatorgas, Wassergas, Schwelgas u. dgl., mittels Ammoniak- wasser vorzunehmen. Eine der Hauptschwierig- keiten bei der Durchführung dieser bekannten Verfahren liegt darin, dass die Aufnahme von Schwefelwasserstoff wegen der gleichzeitig stets anwesenden Kohlensäure verhältnismässig gering ist. Nur durch Einhalten besonderer Verfahrens- bedingungen, wie Konzentration des verwendeten Ammoniakwassers, Gasgeschwindigkeit, Berührungsdauer zwischen Gas und Flüssigkeit, Art der Einführung des Ammoniakwassers in den Wäscher und Bauart desselben, gelingt es, das Verhältnis zwischen absorbiertem Schwefelwasserstoff und Kohlensäure so zu halten, dass sich das Verfahren wirtschaftlich gestaltet. Gemäss der Erfindung wird in der Ammoniaklösung Schwefel suspendiert. Es wurde gefunden, dass Ammoniakwasser bei Gegenwart von freiem Schwefel weitaus mehr Schwefelwasserstoff aus Gasen aufzunehmen vermag als ohne Schwefelzusatz. Die drei Komponenten Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Schwefel bilden hiebei zusammen Ammoniumpolysulfid. Die Regenerierung dieser Polysulfidlösung erfolgt durch Erhitzen in einem Destillationsapparat, wobei der absorbierte Schwefelwasserstoff, wie an sich bekannt, durch eine besondere Kolonne abgetrieben wird und ferner der zu Beginn des Verfahrens eingesetzte Schwefel in der zurückbleibenden Ammoniaklösung in feinst verteilter Form wieder ausgeschieden wird. Diese ammoniakalische Schwefelsuspension kann nach Rück- kühlung-zweckmässig nach Wärmeaustausch mit zu regenerierender Waschlösung-direkt wieder zur Entschwefelung verwendet werden. Nach der Entschwefelung wird das im Gas verbleibende Ammoniak in einem Ammoniakwäscher absorbiert. Im zu reinigenden Gas etwa vorhandene Blausäure wird in einer gesonderten Cyanwäsche in bekannter Art vor der Entschwefelung entfernt. Die Konzentration der erfindungsgemäss zur Entschwefelung verwendeten Lösung ist in weiten Grenzen variierbar und hängt vor allem von der im Gas vorhandenen Ammoniakmenge ab. Man verwendet vorzugsweise Konzentrationen von 10 bis 50 Ammoniak und 20-100 Schwefel pro Liter Waschlösung. Die Absorption erfolgt EMI1.1 Bauart des Wäschers, sondern auch der Kohlen- säuregehalt des zu reinigenden Gases massgebend. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Schwefel- kohlenstoff, Kohlenoxysulfid und andere Ver- unreinigungen aus Leuchtgas mittels Amin- lösungen zu entfernen, denen freier Schwefel zugesetzt wird. Nach einem andern Vorschlag wird eine Cyanwäsche mittels einer Polysulfid- lösung durchgeführt, der gleichfalls freier Schwefel zugesetzt wird. In beiden Fällen handelt es sich somit weder um eine ammoniakalische Waschlösung, noch um die Entfernung von Schwefelwasserstoff. Im erstgenannten Falle wird letzterer vielmehr bei der Auswaschung neu gebildet und muss anschliessend gesondert wieder entfernt werden. Beispiel : Ein Kohlengas, das in einem be- sonderen Wäscher von Blausäure befreit wurde, enthält beim Eingang in die Entschwefelungsanlage noch 406 g Schwefelwasserstoff und 522 g Ammoniak pro 100 m3. In der in drei Kammern unterteilten Entschwefelungsanlage kreist im Gegenstrom zum Gas eine Lösung von 50 g Ammoniak und 80 g feinst verteiltem Schwefel pro Liter. Durch die Auswaschung des Gases auf 85 Schwefelwasserstoff pro lOOm3 steigt der Gehalt der Waschlösung auf 52g Ammoniak und 8 Schwefelwasserstoff neben 20 als Polysulfid gelöstem Schwefel. Wird hingegen eine 5% ige Ammoniaklösung ohne Schwefelzusatz im Kreislauf geführt, so wird der Schwefelwasserstoffgehalt des Gases bloss auf 335 g pro 100 m3 herabgesetzt und die umgewälzte Waschlösung enthält nach der Auswaschung bloss 2 g gelösten Schwefelwasserstoff. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Entschwefelung von Brenngasen mittels Ammoniaklösung, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ammoniaklösung Schwefel suspendiert wird. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ammoniakalische Schwefelsuspension im Kreislauf geführt und in einem Abtreiber vom jeweils absorbierten Schwefelwasserstoff befreit wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 10-50 Ammoniak und 20-100 g Schwefel pro Liter Waschlösung verwendet werden.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- EMI1.2 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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