AT162886B - Verfahren zur Herstellung voluminöser Kieselsäure aus Alkalisilikaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung voluminöser Kieselsäure aus Alkalisilikaten

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AT162886B
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Karl Mayer
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Donau Chemie Ag
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  Verfahren zur Herstellung voluminöser Kieselsäure aus Alkalisilikaten 
Wie bekannt, fällt Kieselsäure bei Zersetzung von Alkalisilikatlösungen mit Säure als wasser- reicher, gallertartiger Niederschlag aus und schrumpft beim Trocknen zu einer harten Masse. 



   Um aus diesen gallertartigen äusserst wasserreichen Niederschlägen eine voluminöse Kiesel- säure von ähnlicher Beschaffenheit, wie sie bei der Zersetzung von Siliziumflourverbindungen erhalten wird, herzustellen, wurde u. a. vorgeschlagen, die Kieselsäuregallerte vor dem Trocknen zu mahlen oder dieselbe bei erhöhter Temperatur unter Druck zu entwässern. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich voluminöse Kieselsäure besonders vorteilhaft herstellen lässt, wenn man durch Eintragen einer Alkalisilikatlösung in eine entsprechende Alkalisalzlösung das Alkalisilikat ganz oder teilweise aussalzt und die erhaltene Alkalisilikatsuspension zweckmässig unter Rühren bei geeigneter Temperatur mit der entsprechenden Säuremenge versetzt. 



  Man erhält so einen flockigen, verhältnismässig wasserarmen gut filtrierbaren Niederschlag, der beim Trocknen nicht schrumpft und nach Mahlen ein hochvoluminöses weiches Pulver einer amorphen Kieselsäure von feinsten Teilchen liefert. 



   Zum Aussalzen des Alkalisilikates kommen Lösungen von Alkalichlorid, Nitrat oder von Salzgemischen in Betracht. Zum Zersetzen des Alkalisilikates kann jede alkalibindende Säure verwendet werden. Die zur Fällung notwendige Säuremenge hängt von dem erstrebten Reinheitsgrad des Endproduktes ab, so muss bei der Herstellung einer alkalifreien Kieselsäure mindestens die theoretische Menge der Säure eingesetzt werden. Bei Durchführung des Verfahrens wählt man zweckmässig solche Säuren, die mit dem Alkali des Silikates die gleichen Alkalisalze liefern, wie sie zum Aussalzen des Alkalisilikates verwendet wurden, es kann dadurch die Alkalisalzlösung wiederholt respektive in Kreislaufführung verwendet werden.

   Das Verfahren wird sich dabei ungefähr wie folgt gestalten : Konzentrierte Wasserglaslösung wird in zirka der lOfachen Menge einer   10-25% igen   Kochsalzlösung oder in einer   20-401"eigen   Natriumnitratlösung bei   15-30   C   unter Rühren ein-   getragen. Es scheidet sich hiebei die Kieselsäure je nach der Zusammensetzung des Wasserglases,   der Art des Salzes, Konzentration und Temperatur als Alkalisilikat ganz oder teilweise aus.

   Das Gemisch Wasserglas-Salzlösung wird mit der zur Bindung des Alkali des Wasserglases notwendigen Säuremenge in Form von konzentrierter Salz-,   Salpeter-odereineranderenSäureversetzt.   Während des Säurezusatzes fällt anfangs die gesamte Kieselsäure als alkaliarmes Silikat aus, das sich allmählich mit der Säure zur amorphen, flockigen Kieselsäure umsetzt. Nach dem Säurezusatz bleibt das Gemisch zwecks vollständiger Umsetzung 1-2 Stunden stehen, sodann wird die Kieselsäure auf einer Nutsche oder Filterpresse filtriert und gewaschen. Das Filtrat wird aufgefangen und für die nächste Fälloperation verwendet. Der Filterkuchen wird getrocknet und gemahlen. Ein spezielles Ausführungsbeispiel sei im folgenden gegeben. 



   Beispiel : 100 kg Natriumwasserglaslösungmit   8'0% Na20 und 25'2% Si02   werden in 1000 1 einer 15% igen Natriumchloridlösung unter Rühren eingetragen, mit 30   kg Salzsäure 200   Bé versetzt, eine Stunde gerührt oder stehen gelassen und der entstandene Niederschlag in einer Filterpresse abfiltriert und mit Wasser 
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 anschliessend gemahlen. Bei der Filtration fallen zirka 1000 1 Filtrat mit einem Gehalt von   15%     NaCl   an. Das Filtrat wird für die nächste Fällcharge verwendet. 



   Aus 100 kg Wasserglas obiger Zusammensetzung werden 27   voluminöse   Kieselsäure mit 10% Feuchtigkeit und einem Litergewicht von   90   erhalten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung voluminöser Kieselsäure aus Alkalisilikaten, dadurch gekennzeichnet, dass Wasserglaslösung nach Eintragen in eine alkalisilikatfällende   Alkalisalzlösung   mit Säuren zersetzt wird und die hiebei ausfallende flockige Kieselsäure filtriert, gewaschen, getrocknet und gemahlen wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Fällung des Alkalisilikates verwendete Alkalisalzlösung als Filtrat wiedergewonnen und in Kreislaufführung verwendet wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT162886D 1946-07-12 1946-07-12 Verfahren zur Herstellung voluminöser Kieselsäure aus Alkalisilikaten AT162886B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966985C (de) * 1950-12-02 1957-09-26 Degussa Verfahren zur Herstellung einer als Fuellstoff fuer natuerlichen und synthetischen Kautschuk und andere Elastomere besonders geeigneten feinteiligen, nichtgelatinoesen Kieselsaeure
DE1025403B (de) * 1955-03-31 1958-03-06 Sued Chemie Ag Verfahren zur Herstellung feinteiliger Kieselsaeure
DE971553C (de) * 1950-11-28 1959-02-19 Chemische Fabriken Oker & Brau Verfahren zur Gewinnung von hochdisperser pulverfoermiger Kieselsaeure
DE1068679B (de) * 1960-05-05 Chemische Fabriken Oker a Braunschweig Aktiengesellschaft, Oker (Harz) Verfahren zur Gewinnung von hochdisperser pulverförmiger Kieselsäure

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