AT162225B - Verfahren zur Herstellung kolloider Systeme - Google Patents
Verfahren zur Herstellung kolloider SystemeInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung kolloider Systeme Gegenstand der Erfindung bildet die Herstellung kolloider Systeme, insbesondere solcher kolloider Erdalkalikarbonate, welche für die Herstellung von Oxydkathoden für Hochvakuumentladungsröhren, im besonderen Radioröhren, Verwendung finden. Bei kataphoretisch aus kolloidalen Lösungen hergestellten Oxydkathoden treten vielfach Mängel der mechanischen Haftfähigkeit, bei Behebung dieses Nachteiles wieder meist erheblicher Fabrikationsausschuss durch zu geringe Emission oder zu grosse Streubereiche der elektrischen Werte und ungünstige Lebensdauerergebnisse auf. Diese Schwierigkeiten können wesentlich vermindert oder behoben werden, wenn für die Herstellung der bei der Kataphorese verwendeten kolloidalen Lösungen die Komponenten an sich oder in verschiedenen Medien gelöst oder verteilt zur Anwendung gelangen, wobei diese Medien hinsichtlich ihrer physikalischen Verschiedenheiten so ausgewählt werden, dass mit den Reaktionsmitteln mindestens zu Beginn der Reaktion einheitliche Gesamtgrenzflächen ausgebildet werden können. Dies kann z. B. durch Überschichten der Medien erfolgen. Aus dieser Berührungsfläche heraus erfolgt dann die Reaktion auf dem Wege einer allmählichen Diffusion. Das Verfahren gemäss der Erfindung kann nun so ausgeführt werden, dass die eine Komponente in einer Flüssigkeit gelöst oder verteilt ist, während die andere Komponente als gasförmiges Medium oder in einem solchen verteilt zur Anwendung gelangt. Eine weitere Ausführungsform besteht in der Verwendung der Komponenten in flüssigen Medien verschiedener Art, z. B. in nicht mischbaren Medien. Die Überschichtung zum Zwecke der Einleitung der Reaktion durch Diffusion kann auch als Mehrfachschichtung, z. B. mehrerer Komponenten erfolgen. Im Gegensatz zu den üblichen Erwartungen, dass etwa eine heftige Durchmischung der die Komponenten enthaltenden Medien für das Endprodukt günstige Ergebnisse liefere, wurde gefunden, dass diese Durchmischung möglicher Weise für den Ablauf der chemischen Reaktion schlechthin günstig sein kann, dass jedoch die mechanische Struktur wie die elektrischen Werte einer kataphoretisch hergestellten Kathode sich dann erheblich verbessern lassen, wenn die Einwirkung der Komponenten mindestens an- fänglich durch Diffusion erfolgt. Ob dabei die Bildung von Kolloiden bestimmter Korngrössen oder andere Umstände eine Rolle spielen, bleibt theoretischen Arbeiten überlassen. Das an sich bekannte Verfahren der Herstellung solcher Kathoden aus Erdalkalihydroxyd, welches mit Glycerin oder Glycol oder einer wasserhaltigen Gallerte gelöst oder in diesen Medien fein verteilt ist, durch Einleiten von Kohlendioxyd oder kohlensäurehaltigem Wasser liefert auch nur dann verlässlich gute Endprodukte, wenn die Reaktion durch Diffusion zumindestens in Gang gebracht wird oder zur Gänze durch Diffusion verläuft. Selbstverständlich kann dabei der erfindunggemässe Vorgang durch Druck oder Temperatur oder beides gesteuert werden und es können alle bekannten Verfahren der Lösung oder Verteilung der Komponenten in den entsprechenden Medien angewandt werden. Das Verfahren kann auch ganz allgemein Verwendung finden, wo etwa bestimmte Kolloidkorngrössen, allenfalls solche, wie sie durch Ablauf der Reaktion durch Diffusion entstehen, verlangt werden. Dabei können als Reduktionsmittel beispielsweise Hydrazinverbindungen oder Aldehyde, gasförmig oder in Lösung zur Anwendung gelangen. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung kolloider Systeme, insbesondere von kolloiden Erdalkalikarbonaten, bei welchen die Komponenten an sich oder in verschiedenen Medien gelöst oder verteilt zur Anwendung gelangen, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionsmittel zumindest zu Beginn der Reaktion unter Ausbildung einer einheitlichen Gesamtgrenzfläche z. B. durch Überschichten zur Berührung gebracht werden, so dass die Reaktion auf dem Wege einer allmählichen Diffusion erfolgt. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Komponente in einer Flüssigkeit gelöst oder verteilt ist, während die andere Komponente als gasförmiges Medium oder in einem solchen verteilt zur Anwendung gelangt. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
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- 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten in verschiedenen flüssigen etwa untereinander nicht mischbaren Medien gelöst oder verteilt zur Anwendung gelangen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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