AT160471B - Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen aus Stoffen, wie Cellulose, Holz, Asbest, Lederabfällen usw. und zur Konservierung, insbesondere von Holz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen aus Stoffen, wie Cellulose, Holz, Asbest, Lederabfällen usw. und zur Konservierung, insbesondere von Holz.

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AT160471B
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Heinrich Dr Pruefer
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Gips Houtbereiding Nv
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  Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen aus Stoffen, wie Cellulose, Holz, Asbest. Leder- abfällen usw. und zur Konservierung, insbesondere von Holz. 



   Beim Ausbau des im Stammpatent   Nr.   144803 beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von
Kunstmassen aus Stoffen, wie Cellulose oder solche enthaltenden Stoffen, ferner aus Asbest, Lederabfällen usw. und zur Konservierung, insbesondere von Hölzern, wurde gefunden, dass man die Wasseraufnahme der dem genannten Patente gemäss hergestellten Kunstmassen auch bei nur geringem Harzgehalt selbst bei Lagerung in Wasser fast auf Null   herabdrücken   kann. 



   Es hat sieh nämlich gezeigt, dass man verseifbare Fette in der im Stammpatent angegebenen Natur-oder Kunstharzseife verseifen bzw. mit dieser Seife emulgieren kann. 



   Ferner lassen sich auch nicht oder schwer verseifbare Stoffe von fettartigem Charakter wie z. B. Wollfett oder Paraffin usw. mit der erwähnten Natur-oder Kunstharzseife emulgieren. 



   Gemäss vorliegender Erfindung werden beispielsweise   Holzmehl,-schliff,-filz,-wolle   oder Seegras, Schilf, Lederabfälle, Asbest, aber auch sonstige faserige Produkte, bzw. ein Gemisch der erwähnten Produkte mit einer beliebig verdünnten   Natur- oder Kunstharzseifenlösung,   in der Fette, z. B. Stearin, Palmitin, Öle ; wie Rizinusöl, Wachse od. dgl. verseift bzw. emulgiert sind, getränkt, worauf sie unter Hitze bei gleichzeitiger oder vorhergehender Druckeinwirkung gehärtet werden. 



   Eine solche Harz-Fettseife bzw.   Harzseifenlösung,   in der Fette, Öle, Wachse u. dgl. verseift oder emulgiert wurden, eignet sieh auch vortrefflich zur Konservierung von kompakten Hölzern aller Art. Die Konservierung erfolgt in üblicher Weise unter Anwendung von Vakuum und Druck. Die Trocknung bzw. Härtung geschieht bei normaler oder erhöhter Temperatur. 



   Die erwähnten Harz-Fettseifen bzw. Harzseifen, in denen Fette, Öle, Wachse od. dgl. verseift bzw. emulgiert wurden, sind auch zum Tränken von Stoffbahnen aus Leinen, Baumwolle, Kunstseide usw. brauchbar. Nach dem Tränken, Schleudern und (oder) Trocknen, Kalandern zeigen diese Stoffe eine wesentlich erhöhte Knitterfestigkeit, Wasserabweisung und Reissfestigkeit. Auf diese Art getränkte Stoffbahnen lassen sieh sowohl einzeln als auch miteinander in der Hitze bei gleichzeitiger oder vorhergehender Druckeinwirkung zu Kunstmassen verpressen. 



   Selbstverständlich kann zur Imprägnierung auch ein Gemisch von Natur- und KunstharzFettseifen bzw. Natur-und Kunstharz-Fettemulsionen verwendet werden. 



   Zur Erzielung bzw. Erhöhung der   Flammsicherheit   können den   Natur- oder Knnstharzseifen-   lösungen, in denen gegebenenfalls auch verseifbare oder nicht verseifbare Fette, Öle, Wachse od. dgl. verseift oder emulgiert wurden, die üblichen neutral oder alkalisch reagierenden Flammschutzmittel, wie z. B. Phosphate, Sulfate, Borate, Bromide usw., auch Wasserglas bzw. ein Gemisch dieser, zugesetzt werden. 



   Durch diese Massnahme wird bei den Presskörpern die Flammwidrigkeit erhöht, bei den imprägnierten Stoffen, wie kompakte Hölzer, Stoffbahnen usw. wird Flammwidrigkeit erzielt, ohne dass ein Arbeitsgang eingeschaltet werden müsste. 



   Die getränkten Werkstoffe können auch gegebenenfalls mit einer beispielsweise wässerigen Alaun-, Blei-u. dgl. Metallsalz-Lösung behandelt werden. Durch diese Behandlung entstehen wasserunlösliche Tonerde-, Blei-u. dgl.,   Metall-Harz- bzw. Harz-Fettseifen. Fl1ter anderem   ist man durch 

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 diese Behandlung in die Lage versetzt, beispielsweise lockere Platten aus Braunschliff oder ähnlichen Stoffen, die als   Schalldämpfer   Verwendung finden, ohne Druck herzustellen. Der beispielsweise Vorgang ist folgender : Zu einem wässerigen Braunschliffbrei wird die Harz-, Harzsäure bzw. Harz-Fettseife in gewünschter Verdünnung (4-6% fest, auf Trockenschliff gerechnet) zugesetzt und umgerührt. 



  Hierauf werden 100-200 em3 einer   3%igen Alaunlösung'auf je 1500 g Trockenschliff   zugefügt und es wird   neuerlich umgerührt.   Dann wird durch ein feinmaschiges Sieb abgequetscht und heiss getrocknet. 



  Diese Platten saugen kein Wasser auf, schimmeln nicht und weisen, trotzdem sie sehr locker sind, eine beträchtliche Bruchfestigkeit auf. Wurden der Harz-bzw. Harz-Fettseife neutral oder alkalisch reagierende Salze, wie Phosphate, Borate, Sulfate usw. zugesetzt, dann ist die Platte trotz ihrer lockeren Struktur auch flammsicher. 



   Das Verfahren kann z. B. in folgender Art ausgeführt werden :   Beispiel l :   1000 g Holzmehl werden mit einem Liter   4-6% iger   wässeriger Lösung eines durch Ätznatron verseiften Kunst-oder Naturharzes, in welcher 15-25   g Stearin   oder Wollfett verseift bzw. emulgiert wurden, getränkt. Hierauf wird getrocknet und mit 20-50 Atm. bei einer Temperatur von 140 bis   1700   C gepresst. 



   Beispiel 2 : 1 m3 kompakte Hölzer werden mit   150-200l   einer   3-4% igen   wässerigen Lösung eines durch Ätznatron verseiften Natur-oder Kunstharzes, in welcher   3-4 leg   Palmitin verseift oder emulgiert wurden und in der   6-10 leg   Ammonphosphat gelöst worden waren, unter wechselnder Anwendung von Vakuum und einem Druck von 6 bis 8 Atm. getränkt. Hiebei wird das Imprägnierungsgefäss, in dem sich die Hölzer befinden, zunächst evakuiert und es wird hierauf die heisse Imprägnierungsflüssigkeit obiger Zusammensetzung eingesaugt. Die Hölzer werden dann bei normaler oder erhöhter Temperatur getrocknet. 



   Beispiel 3 : Textilien (Leinen, Baumwolle oder Kunstseide) werden durch eine   1-2%igue   wässerige Lösung eines durch Ätznatron verseiften Natur-oder Kunstharzes (bzw. eines Gemisches dieser), in welcher Wollfett emulgiert oder Stearin verseift oder emulgiert wurde und zu der eine   4-6% ige   wässerige Lösung von Borax oder Ammonphosphat zugesetzt wurde, durchgezogen. Die überschüssige Lösung wird durch Abtropfen oder durch Zentrifugieren entfernt und es wird heiss kalandriert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen aus Stoffen, wie Cellulose, Holz, Asbest, Lederabfällen usw. und zur Konservierung, insbesondere von Holz, nach dem Stammpatent Nr. 144803, dadurch gekennzeichnet, dass in der   Harzseifenlösung,   die zur Tränkung der oben genannten Stoffe dient, verseifbare Fette, Öle, Wachse od. dgl. verseift oder emulgiert bzw. nicht oder schwer verseifbare Stoffe von fettartigem Charakter emulgiert wurden, worauf das Gemenge unter Wärmeanwendung bei allfälliger gleichzeitiger oder vorhergehender Druckeinwirkung gehärtet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösung bzw. Emulsion die üblichen, in wässeriger Lösung neutral oder alkalisch reagierenden flammwidrigen Salze, wie z. B.
    Phosphate, Borate, Sulfate usw. zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zu konservierende Gut, wie z. B. Holz in Stücken ; mit der Harz-Fettseifenlösung bzw. Harzseife-Fettemulsion unter all- fälligem Zusatz von Flammschutzmitteln getränkt und hierauf getrocknet wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder (und) 2, dadurch gekennzeichnet, dass Textilien, wie z. B. Leinen, Baumwolle, Kunstseide usw. mit der Harz-Fettseifenlösung bzw. Harzseife-Fettemulsion gegebenenfalls unter Zusatz von Flammschutzmitteln getränkt, dann getrocknet und hierauf warm bis heiss kalandriert werden.
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Harzsäure-, Harz-bzw. Harz-Fettseifenlosung oder Harz-Fettemulsion getränkten Materialien mit einer wässerigen Blei-, Alaun- oder andern, wasserunlösliche Metallseifen bildenden Salzlösung behandelt werden.
AT160471D Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen aus Stoffen, wie Cellulose, Holz, Asbest, Lederabfällen usw. und zur Konservierung, insbesondere von Holz. AT160471B (de)

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