AT160370B - Verfahren zur Darstellung neuer Aminofettsäureamide bzw. deren quartären Ammoniumsalze. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung neuer Aminofettsäureamide bzw. deren quartären Ammoniumsalze.

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AT160370B
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Description


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 auf diese Weise z. B. Textilhilfsmittel, wie Netzmittel, Mittel zur Verbesserung der Wasserechtheit von Direktfärbungen, Abziehmittel für Naphthol-AS-Färbungen, Mattierungsmittel für Regeneratcellulose, Weichmachungsmittel für Textilien ; ferner besitzen sie z. B. stark bakterizide und fungizide Eigenschaften und können somit auch als Mittel gegen tierische Schädlinge, wie Pflanzenschutzmittel oder Mittel gegen den Mottenfrass, Verwendung finden. 



   Durch die französische Patentschrift Nr. 735647 ist bekannt geworden, dass die Reaktionsprodukte von Mineralsäureestern von Carbonsäureamiden mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen und Sulfiten Textilhilfsmittel darstellen ; nach der französischen Patentschrift Nr. 767843 werden ebensolche Produkte durch Behandlung von oxalkylierten Aminen, die einen Kohlenstoffrest mit mehr als 6 Kohlenstoffatomen enthalten, mit mehrbasischen Mineralsäuren erhalten. Ein Vergleich der nach vorliegendem Verfahren   erhältlichen   Verbindungen mit den analogen Produkten nach diesen französischen Patentschriften zeigt, dass die ersteren im Abziehen von Naphthol-AS-Färbungen überlegen sind sowie dass sie eine wesentliche Verbesserung der Wascheehtheit von Direktfärbungen bewirken. 



   In den nachfolgenden Beispielen wird das als Ausgangsstoff dienende Säureamid durch Umsetzung von Dodecylanilin mit Chloracetylchlorid hergestellt. Unter "Dodecyl"- wird der Alkylrest, welcher dem technischen Dodecylalkohol, d. i. dem aus Cocosöl gewonnenen Gemisch der höhermolekularen Alkohole entspricht, verstanden. 
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   fehloracetanilidl   zutropfen gelassen. Anfänglich erwärmt sich das Reaktionsgemisch kaum ; erst wenn alles zugegeben ist, tritt eine Temperaturerhöhung auf   40-45    ein. Das Reaktionsgemisch wird im Laufe von 3 bis 4 Stunden auf   80-900 erwärmt   und weitere 20 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Das Endprodukt reagiert gegen Phenolphthalein noch alkalisch und soll in Säuren klar löslieh sein. Man giesst in 500 cm3 Wasser und trennt das abgeschiedene Öl ab.

   Hierauf gibt man zum   N-Dodecyl- [dimethyIaminoessigsäureanilidJ l !   Wasser und stellt mit Salzsäure kongosauer. Die stark schäumende Lösung wird mit Äther von geringen Mengen an Nebenprodukten befreit, die wässrige Lösung mit Soda alkalisch gemacht, das Endprodukt von der wässrigen Schicht abgetrennt, getrocknet und im Vakuum destilliert   (kip,   = 100-2400). 



   Statt des   Dodecylamlins   sind auch einen Dodecylrest enthaltende oder ähnlich substituierte Amine, wie Dodecyleyclohexylamin,   Dodeeylbenzylamin,   zur Herstellung der als Ausgangsstoffe verwendeten Säureamide geeignet. 



   Zur Darstellung der sekundären Amine werden vorzugsweise   Mineralsäureester   von aus natürlichen Fetten und Wachsen durch Reduktion erhältlichen Alkoholgemischen verwendet ; ferner sind hiezu auch   Mineralsäureester   bestimmter höherer aliphatischer Alkohole, wie z. B. Cetyl-, Ceryl-oder Oleinalkohol, geeignet. 



   Die erhaltenen Basen lassen sich weiterhin in Salze oder quartäre Verbindungen überführen.
Beispiel 2 :   34'6   g des nach obiger Vorschrift dargestellten   N-Dodecyl- [dimethylaminoessig-     säureanilidsj   werden mit   12'6   g Oxalsäure, die in 200   cm3   Wasser gelöst sind, versetzt und zur Trockne verdampft. Das Oxalat ist in Wasser klar löslich und kristallisiert in schönen weissen Kristallen. 



   Versetzt man die gleiche Menge Anilid mit   10'6     g konzentrierter Schwefelsäure (93'3% ig),   die mit 200   em   Wasser verdünnt werden, und dampft die erhaltene Lösung ein, so erhält man das Sulfat, das in Wasser klar löslich ist und seifenartige Beschaffenheit aufweist. 



   Diese Produkte sind hervorragende Netzmittel und sollen auch zur Verbesserung der Wasserechtheit von Direktfärbungen Verwendung finden. 



   Statt   Oxal-oder Schwefelsäure   können auch z. B. Salz-, Phosphor-, Ameisen-und Chloressigsäure verwendet werden ; die hiebei entstehenden Salze besitzen ebenfalls die oben erwähnten Eigenschaften. 



   Beispiel 3 :   34'6 g N-Dodecyl-[dimethylaminoessigsäureanilid]   werden mit 12   g Allylbromid   versetzt, wobei die Temperatur auf   700   steigt. Die Reaktionsmasse wird zähflüssig, nach dreistündigem Erwärmen auf 600 vollständig wasserlöslich. Die entstehende quartäre Verbindung wird in Wasser gelöst, zur Entfernung der letzten Spuren Allylbromid gegebenenfalls ausgeäthert und zur Trockne verdampft. 



   Die durch Umsetzung der gleichen Menge Anilid mit 13-7 g Butylbromid erhaltene quartäre 
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 oder die entsprechende Menge   Glycerin-a-monoehlorhydrin   werden 2-3 Stunden auf   120-125    erhitzt. Nach Aufarbeitung gemäss Beispiel 3 erhält man eine in Wasser klar lösliche quartäre Verbindung, deren Lösungen stark bakterizid wirken, hervorragend netzen und zur Verbesserung der Wasserechtheit von Direktfärbungen verwendet werden können. Dieses Produkt ist als Mottenschutzmittel für tierische Fasern besonders geeignet. 
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 Reaktionsgemisches erhält man ein Produkt, das ein gutes Netzmittel und Mottenschutzmittel für tierische Fasern ist. 



   Ähnliche Verbindungen erhält man auch durch Umsetzung des Anilids mit Toluolsulfonsäureamylester oder   Chlormethylensalicylsäure.   



   Beispiel 6 :   34 g N-Dodecyl-[chloracetanilid]   werden mit 35   Diamylamin   24 Stunden auf 1300 erwärmt, wobei sich das Chlorhydrat des überschüssigen Diamylamins abscheidet. Nach Beendigung der Umsetzung wird das entstandene   N-Dodecyl- [diamylaminoessigsäureanilid]   in Äther aufgenommen und vom   Diamylaminchlorhydrat   abfiltriert. Der Äther wird abgedampft, die Base mit 11 Wasser versetzt und mit Schwefelsäure kongosauer gemacht. Die klare wässrige Lösung wird von geringen Mengen unlöslicher Stoffe abgetrennt, mit Soda im Überschuss versetzt und das abgeschiedene Anilid abgetrennt, getrocknet und im Vakuum destilliert (Kp2 = 140-285 ). 



   Durch Umsetzung des so erhaltenen Anilids in der in den Beispielen 2-5 angegebenen Weise erhält man auch hier   ähnliche   Produkte mit hervorragenden Eigenschaften. 



   Erhitzt man beispielsweise 11-5 g des Anilids mit   3'3   g Dimethylsulfat durch 3-4 Stunden auf   130-140 ,   so erhält man eine quartäre Verbindung, die in Wasser klar löslich ist. 
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 gelöst und bei gewöhnlicher Temperatur über Nacht stehen gelassen. Dann filtriert man vom ausgeschiedenen Piperidinehlorhydrat ab und entfernt durch Destillation im Vakuum Benzol und geringe Spuren Piperidin. Es hinterbleibt das   N-Dodecyl-[piperidinoessigsäureanilid]   als dunkles Öl, das sich in wässrigen Säuren klar löst. 



   Wie die Anilide nach den Beispielen 1 und 6, kann auch dieses Anilid, gelöst in organischen Lösungsmitteln, zu den verschiedensten Zwecken, wie Motten-und Pflanzenschutz, verwendet oder aber durch Bildung von Salzen oder Additionsverbindungen in neue Produkte übergeführt werden. 



   So kann beispielsweise durch Erwärmen von   38'6   g   N-Dodecyl-[piperidinoessigsäureanilidl   mit 12-6 g Benzylchlorid auf dem Wasserbad während 24 Stunden auf   900 eine   quartäre Verbindung erhalten werden, die eine in Wasser klar lösliche, braune, viskose Masse darstellt. 
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 erhitzt ; dann werden Alkohol und   überschüssiges   Trimethylamin abdestilliert, worauf der Rückstand kurze Zeit im Vakuum getrocknet wird. Man erhält unmittelbar eine quartäre Verbindung in Form einer braunen,   wachsähnliehen,   in Wasser klar löslichen Masse ; Ausbeute 49 g. 



   Statt des   N-Dodecyl-tehloracetanilids]   können auch die im Beispiel 1 erwähnten oder die von andern Halogenfettsäuren, z.   B. B-Chlorpropionsäure   ableitbaren Säureamide zur Anwendung gelangen. 



   An Stelle des Trimethylamins lassen sich auch andere tertiäre Basen, wie Triäthylolamin, Triäthylamin, Pyridin, Nicotin, verwenden. 



   Die entstehenden'Produkte besitzen im allgemeinen die gleichen oder sehr ähnliche Eigenschaften, wie die in den vorhergehenden Beispielen beschriebenen Verbindungen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung neuer Aminofettsäureamide bzw. deren quartären Ammoniumsalze, dadurch gekennzeichnet, dass man leicht austauschbares Halogen enthaltende Halogenfett-   säureamide der allgemeinen Formel'RR'N. OC. CnH2n. Hal. (worin n = 1, 2 oder 3, R einen gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit mehr als 6 C-Atomen und R'einen Cycloalkyl-, Aralkyl-oder Arylrest   bedeutet) auf aliphatische, aromatisch-aliphatische,   hydroaromatische   bzw. aromatische Amine oder Ringstickstoffbasen einwirken lässt, wobei im Falle der Anwendung sekundärer oder tertiärer Amine diese durch gleiche oder ungleiche Reste und allenfalls vorhandene Alkylreste auch durch Halogen oder Hydroxylgruppen bzw.

   durch Halogen und Hydroxylgruppen substituiert sein können, worauf man die entstandenen sekundären oder tertiären Basen gegebenenfalls in üblicher Weise mit im aliphatischen Rest unsubstituierten bzw. durch Halogen oder Hydroxylgruppen bzw. durch Halogen und Hydroxylgruppen substituierten   Alkylierungs-oder Aralkylierungsmitteln   in quartäre Ammoniumsalze überführt.

Claims (1)

  1. 2. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die entstandenen sekundären oder tertiären Basen gegebenenfalls in üblicher Weise in Salze überführt.
AT160370D 1935-12-23 Verfahren zur Darstellung neuer Aminofettsäureamide bzw. deren quartären Ammoniumsalze. AT160370B (de)

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