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Zwecks Herstellung von sterilen bzw. desinfizierend wirkenden Gegenständen unter Verwendung von Halogensilberverbindungen ist man bisher meist so vorgegangen, dass man die Gegenstände, z. B.
Gefässe aus Ton, Verbandmaterialien, Pulver od. dgl. nacheinander mit der Lösung eines löslichen Silbersalzes und der Lösung eines HalogensaJzes behandelt hat. Diese bekannte Arbeitsweise zeigt verschiedene Nachteile :
1. Es müssen die Gegenstände mit mindestens zwei verschiedenen Salzlösungen behandelt werden, wobei sich in den meisten Fällen eine Trocknung zwischen den beiden Behandlungen nicht vermeiden lässt. Schliesslich muss das aus Silbersalz und Halogensalz entstandene Nebenprodukt aus dem Gegenstand ausgewaschen werden.
2. Bei dieser Arbeitsweise lässt es sich nicht vermeiden, dass ein grosser Teil des gebildeten Halogensilbers nicht in oder auf dem Gegenstand festhaftet, sondern ausserhalb des Gegenstandes gebildet wird, u. a. wird ein Teil des aus der ersten Behandlung stammenden Silbersalzes in die Lösung des Halogensalzes hineindiffundieren. Das so in der Halogensalzlösung feinst verteilte Halogensilber muss nun, um es nicht verloren gehen zu lassen, auf umständliche Weise wieder in ein lösliches Silbersalz zurückverwandelt werden.
Es hat sieh nun gezeigt, dass man auf weit einfachere Weise und ohne Materialverlust zu einem ausserordentlich festhaftenden Halegeiisilberiiiederselilvg kommen kann, wenn man nach der erfindungs-
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Dabei wird die Halogensilber-Komplexverbindung zersetzt und das Halogensilber schlägt sich wider Erwarten in feinstverteilter und festhaftender Form praktisch quantitativ in bzw. auf dem porösen Gegenstand nieder.
Die dabei erhaltene verdünnte Lösung des löslichen Halogensalzes, welche unter Umständen noch geringe Mengen Halogensilber feinstverteilt oder gelöst enthalten kann, kann nun nach ent- sprechender Konzentrierung und nach erneutem Zusatz von Halogensilber verlustlos zu einer erneuten Imprägnierung verwendet werden. In gleicher Weise wie mit Halogensilber können Gegenstände erfindungsgemäss auch mit Rhodansilber imprägniert werden.
Beispiel l : Ein poröser Tonkrug, wie er beispielsweise in südlicher Ländern zur Aufbewahrung des Trinkwassers dient, wird mit einer 30% igen Jodkalilösung, die mit Jodsilber gesättigt wurde, gefüllt. Nachdem diese Lösung einige Stunden darin belassen ist, wird der Krug entleert und mehrmals nacheinander mit frischem destilliertem Wa*sser nachgespült. Selbstverständlich kann man auch mehrere hintereinander stehende Tonkrüge von Wasser durchfliessen lassen und dadurch eine Anreicherung der Halogensalzlösung erzielen.
Wird besonders starke Imprägnierung eines Tonkruges oder eines sonstigen Gegenstandes gewünscht, so kann der Impräguierungs- und Answaschungsvorgang wiederholt werden.
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Anunoniumrhodanid in frischem Wasser. entfernt und diese dabei entstehende ganz verdünnte Ammoniumrhodanidlosung zur ersten Waschung-des nächstfolgenden Koperstückes verwendet.
Man kann natürlich b. ei Anwendung einer Köperfilterbahn so vorgehen, dass die Köperfilterbahn nach dem Abpressen zwischen den'oben erwähnten Walzen in einer Reihe von Gefässen, welche im Gegenstrom von Wasser durchflossen sind, ausgewaschen wird.
Die dabei anfallende verdünnte Ammoniumrhodanidlösung, welche noch geringere Mengen Silberrhodanid enthält, wird durch Verdampfen des Wassers konzentriert und nach Lösen von Silberrhodanid in ihr als Imprägnierungsflüssigkeit verwendet.
Beispiel 3 : Verbandmull wird in einer Lösung, die im. Liter 270 g Jodkalium enthält und bei 350 mit Jodsilber gesättigt ist, bei einer Temperatur zwischen 35 und 40 getränkt, die überschüssige
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abgetrennt und der feuchte Brei unter Rühren in Wasser verteilt. Die so entstandene verdünnte Ammoniumrhodanidlösung wird durch Filtration und Waschen von den festen Bestandteilen getrennt. Nach gründlichem Auswaschen, wobei die Waschwässer gesammelt werden, und nach erfolgter Trocknung und Mahlung ist das Wundstreupulver fertiggestellt.