AT160212B - Verfahren zur Regenerierung von vulkanisiertem Kautschuk. - Google Patents

Verfahren zur Regenerierung von vulkanisiertem Kautschuk.

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AT160212B
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sulfuric acid
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concentrated sulfuric
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Fritz Dr Rostler
Vilma Dr Mehner
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Fritz Dr Rostler
Vilma Dr Mehner
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Separation, Recovery Or Treatment Of Waste Materials Containing Plastics (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  VerfahrenzurRegenerierungvonvulkanisiertemKautschuk. 



   Im   Stammpatent   Nr. 159538 ist ein Verfahren zur Regenerierung von   vulkl1nisiertelll   Kautschuk oder   kautsehukartigen   Stoffen (Altgummi oder   Kautsehukabfall)     geschützt,   das darin besteht, dass der vulkanisierte Kautschuk, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Anwendung bekannter Rcgenerierungs- 
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 stoffen erhitzt wird, wobei die   zusätzlichen   Kohlenwasserstoffe vorzugsweise in Mengen grösser als 5% (berechnet auf den Abfall) verwendet werden. 



   In Weiterausbildung dieses Verfahrens wurde festgestellt, dass an Stelle der im Stammpatent beschriebenen Kohlenwasserstoffe auch die in konzentrierter Schwefelsäure ganz oder zur Hauptsache löslichen Anteile jener   Extraktionsrückstände   verwendet werden können, die man bei der Raffination von Mineralölen mit selektiven Lösungsmitteln (Nitrobenzol, Furfurol,   Dichlordiäthyl-     äther, flüssiges S02 allein oder zusammen mit organischen Lösungsmitteln, wie Benzol usw. ) erhält.   Unter Mineralöle im Sinne der Erfindung sind Mineralöle verschiedenster Herkunft ebenso wie ver-   sehiedene. Anteile   bzw. Fraktionen derselben zu verstellen.

   Die genannten   Extraktionsrückstände   werden entweder als solche, sofern sie in konzentrierter   Schwefelsäure genügend löslich   sind, oder nach fraktionierter Vakuumdestillation und Auswahl der in konzentrierter   Schwefelsäure   ganz oder zur Hauptsache löslichen Fraktionen verwendet. Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass zur Regeneration jene Produkte verwendet werden, die aus den genannten Extraktionsrückständen durch Einwirkung konzentrierter Schwefelsäure und Vakuumdestillation des neutrali-   sierten Reaktionsgemisches, gegebenenfalls npch Entfernung   der gebildeten anorganischen Salze und der von   Schwefelsäure nicht angegriffenen Anteile gewinnbpr   sind.

   Die Vakuumdestillation, an deren Stelle auch eine Vakuum-Wesserdampf-Destillation verwendet werden kann, ist   gemäss   der Erfindung bei einem solchen Unterdruck durchzuführen, dass Temperaturon von ungefähr 400 /12   mm   Hg nicht   überschritten   werden. 



   Die so erhaltenen Produkte sind   chemisch   als schwach   ungesättigte höhermolekulare   Kohlen- 
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 Produkte auch in Anilin und Aceton   löslich.   



   Die beschriebenen Kohlenwasserstoffe besitzen grosse Affinität zu Schwefel ; ihr Schwefel-   bindungsvermögen   ist in Gegenwart von Kautschuk und unter den Bedingungen der Vulkanisation stärker als das des Kautschuks, so dass diese Produkte ein ausgezeichnetes Regenerierungsmittel darstellen. Da sie dem Kautschuk weitgehend   ähnlich   sind, müssen diese Kohlenwasserstoffe aus dem Regenerate nicht entfernt werden, wie dies bei bekannten Regenerationsverfahren der Fall ist, sondern können vielmehr darin als   Füll-und Streckmittel   verbleiben. 



   Die Regenerierung von vulkanisiertem Kautschuk mit Hilfe der erfindungsgemäss zu verwendenden Kohlenwasserstoffe wird, wie im Stammpatent beschrieben,   durchgeführt,   also z. B. unter gleichzeitiger Verwendung von Natronlauge oder von   überhitztem   Wasserdampf oder, wie beispielsweise 

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 unvulkanisiertem Kautschuk, gegebenenfalls auch nach neuerlichen Zusatz der erfindungsgemäss zu verwendenden Kohlenwasserstoffe in bekannter Weise in der Kautschukindustrie verarbeitet werden. 



   Die   erfindungsgemäss   zu verwendenden Kohlenwasserstoffe besitzen ebenso wie die im Stammpatent beschriebenen Produkte eine beachtliche Weichmacherwirkung, so dass sich bei Weiterverarbeitung der   erfindungsgemäss   hergestellten Regenerate der bisher notwendige Zusatz von Plastifikatoren erübrigt. Sie weisen ausserdem ein gutes Dispergiervermögen auf, durch welches die Verteilung der Füllstoffe in den Mischungen gefördert wird ; darüber hinaus bewirken diese Produkte aber auch einen guten   Alterungsschutz.   
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 allgemeinen werden Mengen von ungefähr 5 bis   30%   des Abfalles empfohlen, doch können auch wesentlich grössere Mengen der genannten Kohlenwasserstoffe zur Anwendung gelangen. 



   Beispiel   1 :   100 Gew.-Teile zerkleinerter Autolaufflächen werden im Druckkessel mit 90 Gew.- 
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 durch fraktionierte Vakuumdestillation eines   Extraktionsrückstandes   von der Mineralölraffination mit Furfurol und Auswahl der in konzentrierter Schwefelsäure löslichen Fraktionen gewonnen wurden, durch neun Stunden bei 10 Atm. erhitzt. Das erhaltene Regenerat wird dann in bekannter Weise weiterverarbeitet, d. h. gewaschen, getrocknet usw.

   Man erhält 80   Gew.-Teile   eines   Rcgenerats,   das die zur Regeneration verwendeten Kohlenwasserstoffe zur Gänze enthält und das nach Zusatz von Schwefel und Beschleuniger in der üblichen Weise vulkanisiert, ein Produkt mit wesentlich besseren Werten an Reissfestigkeit und Dehnung liefert, als ein in gleicher Weise, jedoch ohne Zusatz der   erfindungs-   
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 gemäss   anzuwendenden   Kohlenwasserstoffe durch zwei Stunden auf 180  erhitzt. Es hinterbleibt nach dieser Behandlung ein vollständig aufgeschlossener Hartgummi. 



  Die im Beispiel 2 zur Anwendung gelangenden Kohlenwasserstoffe wurden derart gewonnen, dass 100   Gew.-Teile   eines Extraktionsrüekstandes von der Schmierölraffination mit flüssigem   802   nach Entfernung des Lösungsmittels mit 15 Gew.-Teilen konzentrierter Schwefelsäure vermischt, nach dem Erkalten mit Wasser gewaschen und dann mit 100 Gew.-Teilen 15%iger Natronlauge gekocht 
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  Das zwischen    280-400 /12mm Hg   in einer Ausbeute von 90% Übergehende Destillat war zu 95% in konzentrierter Schwefelsäure löslich. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Abänderung des Verfahrens gemäss   Stammpatent     Nr.   159538, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der dort zur Anwendung gelangenden Kohlenwasserstoffe die in konzentrierter Schwefelsäure ganz oder zur Hauptsache löslichen, keine unter 160 /12 mm Hg siedenden Bestandteile enthaltenden neutralen oder nahezu neutralen Anteile der   Extraktionsrückstände   verwendet werden, die   man   bei der Raffination von Mineralölen mit selektiven Lösungsmitteln erhält.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den Extraktiónsrückständen gemäss Anspruch 1 durch fraktionierte Vakuumdestillation, gegebenenfalls mit überhitztem Wasserdampf und bei 4000/12 mm Hg nicht überschreitenden Temperaturen sowie Auswahl der in konzentrierter Schwefelsäure ganz oder zur Hauptsache löslichen Fraktionen erhaltenen Produkte verwendet werden. EMI2.6 der gebildeten anorganischen Salze und der von Schwefelsäure nicht angegriffenen Anteile erhaltenen Produkte verwendet werden.
AT160212D 1937-02-26 1937-02-26 Verfahren zur Regenerierung von vulkanisiertem Kautschuk. AT160212B (de)

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