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Anlage zum Reinigen von Olfässern.
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geführt werden kann. Das Aufbringen des Fasses auf den Fassträger erfolgt in einer geeigneten und an Ausspülvorrichtungen für Fässer bekannten Weise. Das gleiche gilt für die Einführung der Düse in das Fassinnere.
Das Ausspülen geht so vor sich, dass der Wiege eine Schaukelbewegung erteilt und gleichzeitig die Pumpe in Tätigkeit gesetzt wird. Das Fass wird hiebei in der Längsrichtung geschaukelt. Beide
Bewegungen können getrennt mit der Hand ausgeführt werden. Man kann aber auch den Antrieb der Pumpe mit dem Antrieb der Wiege kuppeln und beide Vorrichtungen mechanisch antreiben.
Der Düse wird bei der hier dargestellten Vorrichtung während der Bewegung der Apparatur eine senkrechte und eine drehende Bewegung aufgezwungen. Hiezu dient die in der Fig. 4 angedeutete, gestrichelte Steuerungskurve 22. Zum Antrieb der Düse ist nach der Fig. 4 eine durch einen Fuss- hebel zu betätigende Seilführung 23 vorgesehen, indessen ist auch die Möglichkeit gegeben, die Düsen- bewegung von der Schaukelbewegung derart abzuleiten, dass während des Schaukeln ein Druck- hebel, der an der Schaukel angebracht ist, auf den Rand des Laugenbehälters aufsetzt und dabei die
Düse, die federnd aufgehängt ist, in die Höhe drückt, derart, dass, wenn die Schaukel eine rüekläufige
Bewegung antritt, die Düse wieder in die Anfangslage zurückkehrt.
Zweckmässig ist eine geeignete
Sicherung vorgesehen, um zu verhüten, dass Lauge aus der Düse austreten kann, wenn kein Fass auf- gebracht ist, siehe hiezu beispielsweise den Deckel 22 a in der Fig. 4. Es könnte sonst vorkommen, dass jemand beim Vorbeigehen an den Pumpenhebel stösst und heisse Lauge herumspritzt. Das könnte für umstehende Personen gefährlich sein.
An der Arbeitsstation II, dem das zu reinigende Fass mittels des Fassträgers zugeführt wird, befindet sich ein Behälter 24, dem das Spülwasser dauernd zuströmt. Durch diese Einrichtung wird der auf der Fassinnenwand befindliche Laugenrest durch einen Wasserfilm ersetzt. Im Gegensatz zur Arbeitsstation 1 wird hier nicht mit Umlaufspülung gearbeitet, sondern das Spülmittel (Wasser) läuft dauernd frei ab, so dass ein richtiges Auswaschen vorgenommen wird, das so lange fortgesetzt wird, bis im Innern des Fasses wirklich nur noch laugenfreies klares Wasser ist.
An der Arbeitsstation III ist wiederum ein mit Doppelmantel ausgestatteter Behälter 25 vorgesehen, der in ähnlicher Weise ausgebildet und an eine Pumpe 26 usw. angeschlossen ist, wie der Behälter 6 an der Arbeitsstation 1. Inhalt des Behälters ist heisses Öl (Spindelöl, Transformatorenöl, flüssiges Paraffin usw.). Das Öl wird hier im Kreislauf ausgenutzt und ersetzt den an der Arbeitsstation 11 im Fass gebildeten Wasserfilm durch einen Ölfilm. Die Wahl des Öles wird so getroffen, dass es für die spätere Füllung unschädlich ist. In dem Behälter 25 tritt nur Wasser und Öl auf, infolgedessen dient er gleichzeitig als Wasserabscheider, da sich das Wasser im unteren kegeligen Teil des Behälters 25 ansammelt und dort abgelassen werden kann.
Das Verfahren und die zur Ausübung des Verfahrens dienende Anlage gemäss der Erfindung sind in den meisten in der Praxis auftretenden Fällen geeignet, eine befriedigende und einwandfreie Reinigung von Ölfässern zu erzielen. Sollte in einigen besonders hartnäckigen Fällen, beispielsweise bei stark anhaftenden inneren Verkrustungen, die Reinigungswirkung nicht gänzlich ausreichen, so kann mit Erfolg eine der eingangs erwähnten Fassrollspüleinrichtungen in geeigneter Weise in die Anlage miteinbezogen werden. Die Anlage als solche arbeitet aber auch dann nach dem erfindungsgemässen Verfahren, also ohne jegliche Trockeneinrichtungen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anlage zum Reinigen von Ölfässern, bestehend aus drei mit einer Transportbahn für den Fassträger ausgerüsteten Arbeitsstationen zum Spülen mit heisser Lauge, mit Wasser und zum Nachspülen mit heissem Öl.