AT158657B - Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten. Es ist bekannt, dass man Verbindungen vom Typus der Butadiene-l, 3, z. B. Chlorderivate dieser Körper, durch geeignete Behandlung mit Wärme oder Anwendung von Katalysatoren zu Polymersationsprodukten umwandeln kann. Die Polymerisation führt entweder zu hochpolymeren Substanzen von gummi-oder harzartigen Eigenschaften, oder es entstehen niedrig polymerisierte Verbindungen, die eine mehr gesättigte, vielleicht sogar eine ringförmige Konstitution besitzen, auf jeden Fall aber nicht weiter polymerisierbar sind, wie z. B. das aus dem Chlor-2-butadien-l, 3 erhältliche Dimere. Es wurde nun gefunden, dass man überraschenderweise im Gegensatz zu obigem die 4-Substitutionsprodukte des Butadiens-1, 2, also Körper vom Allentypus, durch Polymerisation in neue, höhermolekulare Stoffe Überführen kann. Die Polymerisation kann durch Einwirkung von Licht, Wärme oder von Katalysatoren mit oder ohne Überdruck ausgeführt werden, derartig, dass jedes Mittel für sich allein oder auch in beliebiger Kombination angewandt werden kann. Je nach den Arbeitsbedingungen erhält man entweder niedrigpolymere oder hoehpolymere Verbindungen, wobei beispielsweise im Gegensatz zu dem Dimeren des Chlor-2-butadien-l, 3 das aus Chlor-4-butadien-l, 2 durch gelinde Polymerisation erhältliche Dimere sich in bekannter Weise für sich allein oder im Gemisch mit andern Körpern weiter polymerisieren lässt. Um die niedere Polymerisationsstufe festzuhalten, kann es sich bisweilen als zweckmässig erweisen, in einem bestimmten Stadium der Reaktion oder bei einer etwaigen Destillation geringe Mengen von Polymerisationsverzögerern, wie z. B. Hydrochinon, Brenzkatechin, Amine, Kupfer und andere mehr, zuzusetzen. Die Reaktion kann sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich mit und ohne Überdruck ausgeführt werden. Die nach dieser Arbeitsweise erhältlichen, niedrigpolymeren Verbindungen stellen wohldefinierte, in vielen Fällen destillierbare Körper dar. Sie zeigen die bemerkenswerte Eigenschaft, als selbsttrocknende Öle farblose Überzüge zu bilden. Als Überdruck können etwa 1-250 Atm. angewandt werden. Beispiele : 1. Chlor-4-butadien-l, 2 wird 48 Stunden lang am Rückflusskühler unter Luftabschluss im Sieden gehalten. Das nicht umgesetzte Chlor-4-butadien-1-2 wird sodann abdestilliert und der Rückstand im Vakuum destilliert. Bei 95-100 und 10 mm Hg-Druck geht eine farblose, stark lichtbrechend EMI1.1 gezeichneten Produkten polymerisiert werden. 2. Chlor-4-butadien-1, 2 wird 65 Stunden lang unter Druck auf 1000 erhitzt. Es entsteht dabei ein dickflüssiges, hochpolymeres Produkt, das nicht mehr destillierbar ist. Es kann jedoch in bekannter Weise noch weiter polymerisiert werden. 3. Chlor-4-butadien-l, 3 wird in einer Kreislaufapparatur durch ein auf 90 gehaltenes Reaktionsgefäss geschickt und anschliessend in einem Kühler kondensiert. Das Kondensat wird abgesiedet und in den Kreislauf zurückgeschickt. Der Rückstand, der grösstenteils aus dimerem Chlormethylallen besteht, wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. 4. Das durch Einwirkung von Natriumcarbonat in wässriger Lösung auf Chlormethylallen erhaltene Oxy-4-butadien-l, 2 (Kp. 68-70 ; 53 mm) wird 48 Stunden lang am Rückflusskühler unter <Desc/Clms Page number 2> Luftabschluss im Sieden erhalten. Das nicht umgesetzte Oxy-4-butadien-1, 2 wird abdestilliert. Es verbleibt dabei ein dickflüssiges hochpolymeres Produkt, das in bekannter Weise noch weiter polymerisiert werden kann. 5. Das durch Einwirkung von Jodmethyl auf die Natriumverbindung des Oxymethylallen EMI2.1 Rückflusskühler sechs Stunden im Sieden erhalten. Nach dem Abdestillieren des nicht umgesetzten Methoxy-4-butadien-l, 2 verbleibt ein viskoses hochpolymeres Produkt, das in bekannter Weise noch weiter polymerisiert werden kann. 6. Das durch Einwirkung von Natriumacetat auf Chlormethylallen erhaltene Aceto-4-butadien-l, 2 EMI2.2 drei Stunden im Sieden erhalten. Nach dem Abdestillieren des nicht umgesetzten Aceto-4-butadien-l, 2 verbleibt ein viskoses hochpolymeres Produkt, das in bekannter Weise noch weiter polymerisiert werden kann. 7. Das durch Einwirkung von Chlormethylallen auf Cyankalium erhaltene Cyan-4-butadien-l, 2 (Kp. 68 ; 80 mm) wird unter 50 Atm. Druck 24 Stunden lang auf etwa 800 C erhitzt. Nach dem Abdestillieren des nicht umgesetzten Cyan-4-butadien-l, 2 verbleibt ein hochviskoses Polymerisationsprodukt, das in bekannter Weise noch weiter polymerisiert werden kann. 8. Das durch Einwirkung von Chlormethylallen auf Natriumsulfhydrat erhaltene Merkapto- 4-butadien-l, 2 (Kp. 50-52 ; 80 mm) wird in Gegenwart einer geringen Menge Kalium fünf Stunden im Sieden erhalten. Es entsteht dabei ein festes Polymerisationsprodukt. 9. Das durch Einwirkung von Chlormethylallen auf Natriumphenolat erhaltene Phenoxy- 4-butadien-l, 2 (Kp. 90-95 ; 10 mm) wird 48 Stunden lang im Sieden erhalten. Das nicht umgesetzte Phenoxy-4-butadien-l, 2 wird abdestilliert. Es entsteht dabei ein harzartiges Polymerisationsprodukt. 10. Das durch Einwirkung von Chlonnethylallen auf n-Butylamin erhaltene n-Butylamino- 4-butadien-l, 2 (Kp. 54-55 ; 7 mm) wird 48 Stunden lang am Rüekflusskiihler unter Luftabschluss im Sieden erhalten. Das nicht umgesetzte n-Butylamino-4-butadien-l, 2 wird abdestilliert. Es verbleibt hiebei ein hochviskoses Polymerisationsprodukt, das in bekannter Weise noch weiter polymerisiert werden kann. 11. Das durch Einwirkung von Chlormethylallen auf Diäthylamin erhaltene Diäthylamino- 4-butadien-l, 2 (Kp. 31-330 ; 8 mm) wird 48 Stunden lang mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Nach dem Abdestillieren des unveränderten Diäthylamino-4-butadien-1, 2 verbleibt ein dickflüssiges Polymerisationsprodukt, das in bekannter Weise noch weiter polymerisiert werden kann. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Substitutionsprodukte des Butadiens-1, 2 gegebenenfalls unter Druck einer Polymerisation unterwirft.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation unter Einwirkung von Licht, Wärme oder Katalysatoren durchgeführt wird, derart, dass jedes Mittel für sich allein oder auch in beliebiger Kombination angewandt werden kann.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation durch Zusatz eines Polymerisationsverzögerers auf einer bestimmten Stufe gehalten wird.
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