AT158106B - Verfahren zur Hydrophobierung von Textilfasern und anderen Materialien pflanzlicher oder tierischer Herkunft. - Google Patents

Verfahren zur Hydrophobierung von Textilfasern und anderen Materialien pflanzlicher oder tierischer Herkunft.

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AT158106B
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  Verfahren zur Hydrophobierung von Textilfasern und anderen Materialien pflanzlicher oder tierischer
Herkunft. 
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 Umsetzungsprodukte der gekennzeichneten Art mit Phenylstearinsäureamid,   Butyl-naphtoesäureamid,     Butylphenylbuttersäurecyclohexylamid,   Tributylphenylessigsäureanilid,   Isooktylphenoxyessigsäure-     methylamid, Isooktadeeylphenoxypropionsäureamid, Dodecyl-eyelohexylbuttersäureamid, Isodode-     cylenbernsteinsäureimid,   halogenierte aliphatische Carbonsäureamide, wie z. B.   9-10-Diclorstearin-   säurebenzylamid. Die bisher beispielsweise genannten Umsetzungsprodukte können auch nach andern im franz. Patent Nr. 799093 beschriebenen Methoden gewonnen werden. 



     Fnr   die Umsetzung geeignete tertiäre Basen sind z. B. Trimethylamin,   Triäthylamin,   Tripropylamin, Tributylamin, Triäthanolamin, Dimethylpolyoxäthylamin, Diäthyläthanolamin,   Dimethylamin-   äthylmethyläther, Dimethylanilin,   Diäthyleyclohexylamin,   Pyridin, Chinolin, N-Methylpyrrolidin, Pyrazin, N-Methylmorpholin, N-N'-Dimethylpiperazin, N-Methylimidazolin, Tetramethylmethylendiamin, Tetramethyläthylendiamin. 



   Besondere Vorteile kann die Mitverwendung anderer bekannter wasserabstossend machender Imprägniermittel bieten, wie z. B. Paraffin, Ceresin, ameisensaure Tonerde, der im R. D. P.   Kr.     613735   beschriebenen Anlagerungsprodukte von tertiären Basen   an Halogenmethyläther   der allgemeinen Formel 
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 worin R einen Kohlenwasserstoffrest mit wenigstens 3 C-Atomen,   R   Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest bedeuten, ferner von Methylolamiden höher molekularer Carbonsäuren und deren wasserlösliehen Derivaten. 



   In manchen Fällen erweist sieh auch eine Vorbehandlung der Fasermaterialien mit Äthylenoxyd, Epichlorhydrin, Butadiendioxyd und   ähnlichen   Verbindungen mit   reaktionsfähigen Gruppen   als vorteilhaft. 



   Beispiele :
1.10 Gewiehtsteile eines durch Umsetzung von Stearinsäureamid, Paraformaldehyd und Schwefeldioxyd in Pyridin erhaltenen Produktes werden in 50 Gewiehtsteilen   50%igem Alkohol   heiss gelöst und in 2000 Gewichtsteile kaltes Wasser eingegossen. Man erhält eine beständige, milchige Emulsion, mit der Baumwollware 10 Minuten behandelt wird. Hierauf wird diese gut abgeschleudert, getrocknet und 1 Stunde bei   1000 C   gereift. Die so behandelte Baumwolle weist eine ausgezeichnete waschbeständige Wasserfestigkeit auf. 



   Bei der Behandlung von Kunstseide in analoger Weise ist es   zweckmässig,   die Temperatur der Nachbehandlung auf 130  C zu steigern. Auch bei dieser Faser wird durch diese Behandlung   ähnliche   Verringerung des Wasseraufnahmevermögens bewirkt. 

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   2. Kunstseidenkrepp passiert eine Lösung von 10 Gewichtsteilen des aus Stearinsäureamid in
Gegenwart von N-Methylmorpholin durch Einwirkung von Paraformaldehyd und   S02   hergestellten
Kondensationsproduktes in 1000 Gewichtsteilen Wasser. Die imprägnierte Ware wird abgequetscht und dann einer Reifetemperatur von 90 bis 95  C 4 Stunden lang ausgesetzt. Das so behandelte Gewebe ist hervorragend wasserundurchlässig und lässt auftropfendes Wasser sofort abperlen. Diese Eigenschaft geht auch nach einer Seifen-Sodawäsche bei   50-600 C nicht   verloren. 



   Durch Anwendung einer Reifetemperatur von 130 bis 140  C lässt sich die Reifungszeit auf etwa   1/4   Stunde reduzieren. 



   3. Wollgabardine   wird Stunde   lang in einer   105-110  C   heissen Lösung von 12 Gewichtsteilen des aus Montansäureamid mit Paraformaldehyd und   S02   in Gegenwart von Pyridin gewonnenen Kondensationsproduktes und 3 Gewichtsteilen Paraffin in 1000 Gewichtsteilen   Tetrachloräthan   bewegt, abgequetscht und bei   90-1000 C getrocknet.   Das hervorragend wasserabweisende Gewebe kann ohne Verlust dieser wertvollen Eigenschaft mit einer   0. 5%igen Seifenlösung gewasehen   werden. 



   4. Aus Labkasein gewonnene Kunstspinnfaser wird bei etwa 30  C kurze Zeit der   Einwirkung   von Äthylenoxyddampf ausgesetzt und dann durch ein Bad geführt, das in 1000 Gewichtsteilen Wasser 8 Gewichtsteile des aus   iso-Oktylphenoxyessigsäureäthylamid   mit Paraformaldehyd und   802   in Gegenwart von Dimethylanilin hergestellten Produktes und 4 Gewichtsteile des Anlagerungsproduktes von   Stearylchlormethyläther   an   Dimethylaminoäthylmethyläther   enthält. Die abgeschleuderten Fasern werden bei   50-600 C vorgetrocknet   und noch 1 Stunde bei 100-105  C gereift. Sie sind dann in hohem Masse wasserabweisend und bleiben beim Aufwerfen auf Wasser unbenetzt schwimmend. 



   5. Man löst 25 Gewichtsteile eines aus gleichen Mengen bestehenden Gemisches von Stearinsäuremethylolamid und des aus   Stearinsäure-methylamid   mit Paraformaldehyd und   802   in Gegenwart von Pyridin erhaltenen Kondensationsproduktes in 2000 Gewichtsteilen Alkohol. Dieser Lösung setzt man 15 Gewichtsteile Milchsäure zu und imprägniert hiemit Kunstseidenkrepp. Die Ware wird sodann abgequetscht und      Stunde lang auf   135-140  C   erhitzt. 



   6. Baumwollware wird 15 Minuten mit einer 2% igen wässerigen Lösung des durch Einwirkung von Formaldehyd, Triäthylamin und   S02   auf 9.   10-Dichlorstearinsäureamid   erhaltenen Kondensations- 
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 anschliessend 1 Stunde auf 110  C erhitzt. 



   7. Zellwolle wird in loser Form 15 Minuten lang mit einer wässrigen Lösung behandelt, welche 1% des Umsetzungsproduktes aus Stearinsäureamid mit Formaldehyd, schwefliger Säure und Pyridin sowie 1% des Umsetzungsproduktes von Stearinsäuremethylchlormethylamid mit Pyridin enthält. Das Material wird hierauf abgeschleudert und in   einer Troekenvorriehtung   bei etwa   65-70  C   vor- 
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 hervorragend wasserabstossend geworden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Hydrophobierung von Textilfasern und anderen Materialien pflanzlicher und tierischer Herkunft, dadurch gekennzeichnet, dass man die Materialien mit Lösungen oder Emulsionen der nach dem Verfahren der franz.   Patentschrift Nr.   799093 aus höhermolekularen Carbonsäureamiden mit mindestens 8 C-Atomen durch Einwirkung von Formaldehyd und schwefliger Säure in Gegenwart tertiärer Amine entstehenden Kondensationsprodukte behandelt und die imprägnierten Materialien, gegebenenfalls nach Vortrocknung bei Temperaturen unterhalb 70  C, bei Temperaturen über 70  C so erhitzt, dass chemische Umsetzungen des Kondensationsproduktes bzw. zwischen Kondensationsprodukt und Faser eingetreten ist.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Imprägnierungslösungen bekannte wasserabweisend wirkende Imprägnierungsmittel zusetzt.
    3. Abänderung des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu behandelnden Materialien mit Alkylenoxyden vorbehandelt.
AT158106D 1936-11-12 1937-11-02 Verfahren zur Hydrophobierung von Textilfasern und anderen Materialien pflanzlicher oder tierischer Herkunft. AT158106B (de)

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