AT209857B - Verfahren zur Herstellung flammfester Vliesstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung flammfester Vliesstoffe

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AT209857B
AT209857B AT78758A AT78758A AT209857B AT 209857 B AT209857 B AT 209857B AT 78758 A AT78758 A AT 78758A AT 78758 A AT78758 A AT 78758A AT 209857 B AT209857 B AT 209857B
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flame
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Freudenberg Carl Kg
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung flammfeste Vliesstoffe 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Herstellung flammfeste Vliesstoffe durch Im- prägnieren von Faservliesen mit Bindemitteln und anschliessender Verfestigung der letzteren. 



   Eine Übertragung der bei Geweben üblichen
Nachimprägnierung des fertigen Stückes mittels
Lösungen bzw. Dispersionen anorganischer Salze und Metalloxyde auf Vliesstoffe, wie sie z. B. in der brit. Patentschrift Nr. 603, 425 geschildert wird, liefert ungünstige Ergebnisse. Man benötigt nämlich sehr grosse Mengen dieser Imprägniermittel, wodurch der textile Charakter der Vliesstoffe verloren geht. 



   Deshalb versuchte man die genannten Nachteile dadurch zu umgehen, dass man die Fasern bereits vor der Zugabe und Aushärtung des Bindemittels mit einem Flammschutzmittel imprägnierte. Nach diesem in der USA-Patentschrift Nr.   2, 771, 379   beschriebenen Verfahren wird zwar die Menge des benötigten Imprägniermittels herabgesetzt, jedoch ist in diesem Falle die Flammschutzwirkung insofern begrenzt, als nur die Fasern, nicht aber das im fertigen Vliesstoff in etwa gleicher Menge vorhandene Bindemittel Flammschutzmittel enthalten. 



   Es wurde nun gefunden, dass man die Imprägnierung dann mit bestem Erfolg bei gleichzeitiger Erhaltung des textilen Charakters der Vliesstoffe durchführen kann, wenn man die Flammschutzmittel zusammen mit dem Bindemittel dem Faservlies einverleibt und dann wie üblich aushärtet. 



   Die Erfindung ist an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert :
Beispiel 1 : Ein Wirrfaservlies, bestehend aus :   30%   Polyamidfasern,   20%   Acetatfasern,
50% Zellwolle wird bei   10   C 10   Minuten lang mit einer homogenen wässerigen Mischung folgender Zusammensetzung durchtränkt :
120   Gew.-Teile   Butadien-Acryl-Nitril-Kautschuk,
150   Gew.-Teile   Flammfestprodukt, das aus :

   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 wird gebunden mit einer Mischung :
200 Gew.-Teile eines Acrylsäure-Methacryl-   säure-Mischpolymerisats,  
50 Gew.-Teile einer Polyvinylchlorid-Dispersinon,
100   Gew.-Teile   eines Flammfestproduktes, das aus :
30% Antimontrioxyd,   30%   Polyvinylchlorid-Polyvinylacetat, 40% eines Vorkondensats aus Harnstoff-
Dicyandiamid-Formaldehyd besteht. 



   Das erhaltene Flächengebilde wird nach dem
Trocknen zur Nachkondensation 2 Minuten bei
150  C erhitzt und ergibt eine waschfeste und
Trichloräthylen-beständige flammhemmende Aus- rüstung. 



   Beispiel 4 : Ein Fasergebilde, bestehend aus :
50% Baumwolle, die durch Tränken mit einem
Flammfestprodukt unbrennbar gemacht wurde, 
 EMI2.1 
 
Asbestfaser,20% Polyvinylchloridfaser wird als Wirrfaservlies   getränkt   mit einer Mischung aus :
150 Gew.-Teile eines Butadien-Styrol-Kautschuks, 
 EMI2.2 
 sationsproduktes. 



   Die Imprägnierung wird so durchgeführt, dass eine Flüssigkeitsaufnahme von 100% stattfindet. Hierauf wird getrocknet, kalt gewaschen, wiederum getrocknet und das Gebilde schliesslich mit einer 12% igen Lösung eines Carbamidform-   aldehyd-Vorkondensats   nachbehandelt, wiederum getrocknet und 5 Minuten lang auf 150  C erhitzt, wobei Kondensation stattfindet. Die flammfeste Ausrüstung ist gegen Wäsche und chemische Reinigungsmittel beständig. 



   Beispiel 5 : Ein Wirrfaservlies, bestehend aus 100% Perlon-Faser von zirka 15 den. wird mit einer Lösung von folgender Zusammensetzung getränkt :
75 Gew.-Teile Polystyrol III,
45   Gew.-Teile   Vestolit P (Polyvinylchlorid) Flammschutzmittel,
45   Gew.-Teile   Antimontrioxyd,
10   Gew.-Teile   Diamonphosphat,
825   Gew.-Teile   Trichloräthylen. 



   Nach der Tränkung und gleichmässigen Abquetschung des Überschusses an Imprägnier- mischung wird bei Temperaturen von 100 bis
1400 C getrocknet. 



   Das so erhaltene nicht gewebte Flächengebilde zeigt bei schönem Griff, grosser Sprüngigkeit und Formbeständigkeit eine gute Flammfestigkeit. 



   Beispiel 6 : Das folgende Beispiel zeigt an Hand von Vergleichsversuchen, dass das Flammfestmachen vor oder nach dem Verfestigen des Faservlieses durch Aushärten des Bindemittels ungünstiger ist als das erfindungsgemäss gemeinsame Einbringen von   Bindemittel und Flamm-   schutzmittel in das Faservlies. In allen Fällen wurde ein Faservlies aus Baumwollkämmlingen mit einem Quadratmetergewicht von 75 Gramm verwendet. 



   Versuch A : Das Faservlies wurde zuerst mit dem Flammschutzmittel PF (Mischung aus etwa gleichen Teilen Antimontrioxyd, Chlorparaffin und Polyvinylchlorid imprägniert. Nach der   Flammschutzmittel-Vorimprägnierung   wurde in üblicher Weise mit einer Latexemulsion nachimprägniert. 



   Versuch B : Das Faservlies wurde mit einer Mischung aus   56%   Latex und 44% Flammschutzmittel PF imprägniert und verfestigt.
Versuch C : Das Faservlies wurde mit einer Latexlösung imprägniert und verfestigt und erst dann mit dem Flammschutzmittel PF nachimprägniert. 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 



  ABC
<tb> Fasergewicht <SEP> 75 <SEP> g <SEP> 75 <SEP> g <SEP> 75 <SEP> g <SEP> 
<tb> Flammschutzmittel <SEP> PF..... <SEP> 71 <SEP> g <SEP> 70 <SEP> g <SEP> 73 <SEP> g <SEP> 
<tb> Kautschukbindemittel..... <SEP> 89g <SEP> 88g <SEP> 87g
<tb> 
 Alle Gewichte beziehen sich auf   l   Quadratmeter Vlies. Die nach A, B oder C erhaltenen Endprodukte wurden nach DIN   53 906   (Melliand, März 1956, Seite 327) auf Brennbarkeit geprüft. 



  Es wurden Materialproben nach dem Klimatisieren in der Grösse 75   mm x   150 mm entsprechend' obiger Vorschrift senkrecht aufgehängt und der Einwirkung einer 40 mm langen Brennerflamme 8 Sekunden lang ausgesetzt. Die Unterkante der Probe hängt jeweils 20 mm tief in die Flamme hinein. Die Flamme wurde nach 8 Sekunden entfernt und das Verhalten der Proben beobachtet. 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> 



  Ergebnisse: <SEP> A <SEP> B <SEP> C
<tb> .
<tb> 



  Brennzeit <SEP> : <SEP> Flamme <SEP> geht <SEP> Flamme <SEP> geht <SEP> Probe <SEP> brennt
<tb> sofort <SEP> aus. <SEP> sofort <SEP> aus. <SEP> vollständig <SEP> durch
<tb> Kein <SEP> Nachglimmen <SEP> Kein <SEP> Nachglimmen <SEP> und <SEP> zerfällt
<tb> Einreisslänge <SEP> : <SEP> 11 <SEP> cm <SEP> 8 <SEP> cm <SEP> o <SEP> 
<tb> (Mass <SEP> für <SEP> die <SEP> Zerstörung)
<tb> I
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung flammfeste Vliesstoffe durch Imprägnieren von Faservliesen mit Bindemitteln und Flammschutzmitteln, worauf diese nach Entfernung des überschüssigen Im- prägniermittels einer Wärmebehandlung ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Flammschutzmittel zusammen mit dem Bindemittel in Form einer wässerigen Mischung in das Faservlies eingeführt werden.
AT78758A 1957-02-22 1958-02-04 Verfahren zur Herstellung flammfester Vliesstoffe AT209857B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1619072B1 (de) * 1965-02-18 1970-06-18 Hooker Chemical Corp Verfahren zur Flammfestausruestung von Cellulosetextilien oder Papiermaterial

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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