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Einrichtung zum Bespritzen des aus einer Druckmaschine kommenden bedruckten Bogens, um das Abziehen des frischen Druckes zu verhindern.
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Gemäss der Erfindung kann ausserdem die Anordnung so sein, dass die Druckluftpumpe derart durch die Vorrichtung zum An-und Abstellen des Druckes einer Druckmaschine gesteuert wird, dass die Druckluft nur bei angestellte Druck auf die Spritzvorrichtung einwirkt. Hiedurch wird im Gegensatz zu den bekannten Einrichtungen vermieden, dass beim Leerlauf der Druckmaschine die Spritzvorrichtung besonders abgestellt und beim Arbeiten der Maschine wieder angestellt werden muss. Bei der Einrichtung nach der Erfindung wird die Spritzvorrichtung nur dann in Tätigkeit gesetzt. wenn an der Druckmaschine der Druck angestellt ist.
Auf der Zeichnung ist die Einrichtung nach der Erfindung in zwei beispielsweisen Ausführung- formen dargestellt. Es zeigt Fig. 1 das eine Ausführungsbeispiel der Einrichtung im senkrechten Schnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht einer Zylinderschnellpresse mit der Einrichtung nach der Erfindung.
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Tiegeldruckpresse mit der Einrichtung nach der Erfindung und Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Einrichtung nach der Erfindung in einer Seitenansicht bzw. in einem senkrechten Schnitt.
Die eigentliche Zerstäubervorrichtung, die sogenannte Spritzpistole, besteht gemäss Fig. 1 aus dem Gehäuse 1.'3, das an seinem unteren Ende das Spritzmundstüek 3 besitzt. Der die Spritzflüssigkeit enthaltende Behälter 4 ist durch ein Rohr 14 mit dem Gehäuse 13 verbunden. Die in dem Kegel 16 befindliche Spritzdüse ist durch eine Düsennadel 73 dicht abgeschlossen. In dem Gehäuse 13 ist ein Kolben 18 geführt, durch den die Düsennadel hindurchgeht. Auf den Kolben 18 wirkt eine Feder 21, deren Spannung mittels einer Stellmutter 22 so geregelt werden kann, dass der Federdruek derjenigen Luftdruckhöhe entspricht, bei der die Spritzvorrichtung in Tätigkeit treten soll. Auf die Düsennadel wirkt eine Feder 20, die sich auf einen Bund 19 der Nadel 15 abstützt.
In dem im Gestell einer Druckmaschine gelagerten Pumpenzylinder 5 kann ein Kolben 10 mittels der Kolbenstange 9 hin und her bewegt werden. An der Kolbenstange 9 greift der Zapfen 8 einer Kurbel an, die auf einer Antriebswelle 7 befestigt ist. Zweckmässig dient als Antriebswelle eine pro Druck eine Umdrehung machende Welle der Druckmaschine. Es kann aber auch eine entsprechende Hebelübersetzung verwendet werden, um bei jedem Druck nur einen Hub der Pumpe zu erreichen. Die Pumpe saugt die Luft durch ein Ventil 28 an, komprimiert die Luft und drückt sie durch eine Rohrleitung 6 und eine Bohrung 25 in den durch eine Stopfbüehse 17 abgedichteten Innenraum des Zerstäubergehäuses 13. Hiedurch wird der Kolben 18 aufwärts bewegt und legt einen Kanal 26 frei, mit dem die Luftdüsen 27 in Verbindung stehen. Die Druckluft wird somit zunächst allein ausströmen.
Sobald der Kolben 18 bei seiner Aufwärtsbewegung gegen den Bund 19 stösst, bewegt er die Düsennadel nach oben, wodurch die Spritzdüse freigegeben wird und die zufliessende Spritzflüssigkeit zerstäubt werden kann. Sobald aber der Luftdruck unter den vorher eingestellten Federdruck sinkt, bewegt die Feder 20 die Düsennadel15 nach unten und schliesst die Spritzdüse. Gleichzeitig schiebt die Feder 21 den Kolben 18 nach unten. Die Aufwärtsbewegung der Düsennadel wird durch eine unrunde Stellscheibe 24 begrenzt, die an einem Arm 23 drehbar gelagert ist. Auf dieser Scheibe befinden sich Einstellmarken sowie Bezeichnungen "leichte Form", "mittlere Form" und "schwere Form". Die Scheibe 24 kann in bezug auf einen Zeiger 241 eingestellt und dadurch die Hubbewegung der Düsennadel je nach den Erfordernissen geregelt werden.
Wird die Scheibe 24 beispielsweise auf "leichte Form" gestellt, dann wird nur eine geringe Flüssigkeitsmenge freigegeben, während bei Einstellung auf "schwere Form" eine grössere Flüssigkeitsmenge freigegeben wird, die der betreffenden Druckform entspricht.
Der Hub und Durchmesser der Druckluftpumpe richten sieh nach dem erforderlichen Luftbedarf je Druck. Dieser Luftbedarf beträgt je nach der Bogengrösse zwischen 0-5 bis 2 l je Druck.
Soll die Spritzvorrichtung nicht benutzt werden, so kann die Luft aus dem Zylinder 5 durch Öffnen eines am Zylinderdeckel 11 angebrachten Hahnes 12 in die Aussenluft geblasen werden.
Da im vorliegenden Falle eine langsam laufende Pumpe verwendet wird, kann das zum Schmieren erforderliche Öl in so geringer Menge zugeführt werden, dass ein Ölabscheider nicht erforderlich ist. Der Kompressionshub des Pumpenkolbens wird in bezug auf den Arbeitsgang der Druckmaschine so
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bespritzt werden muss.
Um die Spritzvorrichtung bei abgestelltem Druck bzw. Leerlauf der Druckmaschine nicht in Tätigkeit zu setzen, ist folgende Einrichtung getroffen :
Am Deckel 11 des Pumpenzylinders 5 ist ein Stutzen 29 angebracht, dessen in das Zylinderinnere führende Bohrung durch ein Ventil 291 abgeschlossen ist. Dieses Ventil 291 kann mittels eines Hebels 30 gedreht werden. Durch eine Feder 301 wird das Ventil für gewöhnlich in der geschlossenen Stellung gehalten. Der Druekab-und-anstellhebel der Druckmaschine wirkt auf eine Stossstange 31 ein, die bei ihrer Verschiebung den Hebel 30 aus der Stellung I in die Stellung II und hiedurch beim Abstellen des Druckes das Ventil 291 öffnet, so dass die Luft aus dem Zylinder frei ausgeschoben wird.
Bei Verwendung der Einrichtung nach der Erfindung an einer Zylinderschnellpresse (Fig. 2) werden die Zerstäubervorrichtung 3, 13 und der Spritzmittelbehälter 4 mittels einer Stütze 2 am Maschinengestell befestigt, derart, dass sich die Spritzvorrichtung über dem Ablegestapel 1 befindet.
Die Druckluftpumpe 5 wird von der Kurbelwelle 7 des Satzbettantriebes aus angetrieben. Für das
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Bespritzen der Bogen kann natürlich die an sich an der Schnellpresse für die Bogenbeförderung vor- handene Saug-und Druckpumpe verwendet werden.
Das Bespritzen des frisch bedruckten Bogens erfolgt zweckmässig dann, wenn sieh dieser über dem Ablegestapel befindet, d. h. ehe er von dem Auslegemechanismus auf den Ablegestapel gleitet.
Auf der Achse 34 des Hebels 33 zum Ab-und Anstellen des Druckes, das beispielsweise durch
Heben und Senken des Druckzylinders bewirkt wird, ist ein Hebelarm 32 befestigt, der an der hin und her bewegbaren Stossstange 31 angreift. Diese wirkt auf den oben beschriebenen Ventilhebel. 30 ein, derart, dass das Ventil 291 geöffnet wird, wenn der Hebel 33 aus der Stellung I in die Stellung Il bewegt wird, in der der Druck abgestellt ist.
Bei Verwendung der Einrichtung nach der Erfindung an einer Tiegeldruckpresse (Fig. 3) sind die Zerstäubervorrichtung 3, 13 und der Spritzmittelbehälter 4 ebenfalls mittels einer Stütze 2 am Maschinengestell befestigt, derart, dass sich die Spritzvorrichtung über dem Ablegestapel 1 befindet.
Der Antrieb der Druckluftpumpe 5 erfolgt im dargestellten Beispiel von der Schwingbewegung des Drucktiegels 91 aus. Die Kolbenstange 9 der Druckluftpumpe 5 ist durch Bolzen 8 mit dem unteren Ende des Drucktiegels 91 verbunden. Dieser ist im Maschinengestell um die Achse 35 schwingbar und wird mittels des Kniehebels 36 von der Hauptwelle 37 aus bewegt.
Der Antrieb des Pumpenkolbens kann natürlich auch von einer Welle aus erfolgen, die nur eine Umdrehung pro Druck macht, um stets je Druck nur einen Kolbenhub zu erzielen. Wenn an der Tiegeldruckpresse eine Saug-und Druckpumpe für die Bogenförderung vorhanden ist, so kann diese Pumpe auch zur Erzeugung der für jeden Spritzvorgang erforderlichen Druckluftmenge verwendet werden.
Auf der Achse 341 des Hebels 331 zum Ab- und Anstellen des Druckes ist ein Hebel 32 angeordnet, der eine Stange 31 entgegen der Wirkung einer Feder 38 derart festhält, dass diese den Ventilhebel 30 in der geschlossenen Stellung des Ventils 291 hält, wenn sich der Hebel 331 in der Stellung I befindet, in der der Druck angestellt ist. Wird der Hebel 331 in die Stellung II bewegt, in der der Druck abgestellt ist, so wird die Stange 31 durch die Feder zurückgezogen und eine auf den Ventilhebel 30 wirkende Feder öffnet das Auslassventil 291.
Der Zeitpunkt des Spritzens kann beliebig festgelegt werden, wenn der Antrieb von einer Eintourenwelle aus erfolgt. Am zweckmässigsten erfolgt das Aufspritzen, wenn sich der Drucktiegel in Druckstellung befindet, weil in dieser Stellung die Druckform sowie die Auftragwalzen am wenigsten durch das Zerstäuben des Spritzmittels beeinflusst werden.
Um in jedem Falle zu verhindern, dass bei der Spritzvorrichtung nach Fig. 1 die Spritzflüssigkeit in den den Kolben aufnehmenden Raum gelangt und hiedurch zu Störungen in den Bewegungen des Kolbens Veranlassung gibt, ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 der der Düsennadel eine Öffnungsbewegung erteilende Kolben in einem von der Düsennadel getrennten Raum angeordnet.
Gemäss Fig. 4 besitzt das Gehäuse 131 der Spritzpistole eine Kammer 40, in der ein Kolben 181 senkrecht verschiebbar ist. Dieser ist mit dem Stössel 41 fest verbunden, auf dem eine Feder 211 angeordnet ist, die sich einerseits gegen den Kolben und anderseits gegen eine die Kammer 40 abschliessende Überwurfmutter 221 legt. Mittels der Überwurfmutter 221 kann die Spannung der Feder 211, die den Kolben für gewöhnlich in seiner untersten Stellung hält, geregelt werden. Durch einen Stutzen 42, der zur Befestigung eines Schlauches oder einer Rohrleitung 61 1 zur Zuführung der Druckluft dient, kann diese in die Kammer 40 eingeführt werden.
In dem Gehäuse 131 befindet sich eine zweite Kammer 401, in die ein Kanal 43 mündet. Dieser ist durch ein mit einem Hahn 44 versehenes Zwischenstück 45 mit einem Behälter 41 für die Spritzflüssigkeit verbunden. Durch Schliessen des Hahnes 44 kann der Zutritt der Spritzflüssigkeit zur Spritzvorrichtung unterbrochen werden. Durch einen zweiten Hahn 1tJ1 kann der Behälter 41 für die Spritzflüssigkeit entleert weiden.
An die Kammer 401 schliesst sich die Spritzdüse 161 an. Diese ist von einer Luftdüse 31 umgeben, die mittels einer Überwurfmutter 46 fest mit dem Gehäuse 131 verbunden ist. Die kegelige Ausfluss- öffnung der Spritzdüse wird durch eine Düsennadel151 dicht abgeschlossen, die in einer langen Bohrung des Gehäuses 131 geführt ist und ausserdem durch einen Ansatz 47 einer Stütze 48 geführt wird. Diese ist mittels Schraube 49 abnehmbar am Gehäuse 131 befestigt. Auf der Düsennadel ist ein Stellring 191 befestigt, auf den eine Feder 201 wirkt, die sich gegen den Ansatz 47 legt und die Düsennadel in ihrer Verschlussstellung hält. Auf der Düsennadel ist ausserdem eine Stellseheibe 50 verschraubbar, die in der eingestellten Lage durch eine Mutter 51 gesichert wird. An der Stütze 48 ist ein die Düsennadel umgreifender Bügel 52 um eine Achse 53 drehbar.
Auf das freie Ende dieses Bügels 52 wirkt der Stössel 41 des Kolbens 181 ein. In jedem der beiden Arme des Bügels 52 ist eine Zapfensehraube 54 angeordnet, deren Zapfen sich bei der Aufwärtsbewegung des Bügels von unten gegen die Stellscheibe 50 legen.
Wird bei dieser Anordnung Druckluft in die Kammer 40 eingeleitet, so bewegt sich der Ko'ben 181 aufwärts und legt hiebei einen Kanal 261 frei, so dass die Druckluft durch die Luftdüse 31 ausströmen kann. Bei dieser Aufwärtsbewegung hebt der Stössel 41 den Bügel 52 an und mittels der nach kurzem Wege auf die Stellscheibe 60 wirkenden Zapfen. 54 wird die Düsennadel angehoben und die Spritzdiise lf ;'
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geöffnet, so dass die Flüssigkeit in feinverteiltem Zustande ausgespritzt wird. Wird die Zuleitung der Druckluft gesperrt, so bewegt sich der Kolben 181 unter der Wirkung der Feder abwärts, wobei gleichzeitig die Düsennadel durch die Feder 201 in die Öffnung der Düse 161 gedrückt wird.
Das Verschliessen der Spritzdüse erfolgt bevor der Kolben 181 den Kanal () 1 abgeschlossen hat. Durch diese Anordnung wird jede Tropfenbildung verhindert.
In der Stütze 48 ist eine Stellschraube 55 angeordnet, mittels der der Hub der Düsennadel151 einstellbar ist, um je nach Bedarf die Menge der jeweils auszuspritzenden Flüssigkeit einstellen zu können.
Um die Spritzvorrichtung zu reinigen, wird die Stütze 48 samt Düsennadel entfernt. Die Einstellungen der Scheibe 50 und der Stellschraube 55 bleiben hiebei unberührt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist für die Düsennadel151 keine Dichtung erforderlich.
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geringe Flüssigkeitsmenge heraustritt, so entstehen keine Störungen im Betriebe, weil keine Flüssigkeit in den Raum für den Steuerkolben gelangen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Bespritzen des aus einer Druckmaschine kommenden bedruckten Bogens, um das Abziehen des frischen Druckes zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Zerstäuben eines Spritzmittels je Druck erforderliche Druekluftmenge bei jedem Druck von neuem erzeugt wird.