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Elektrisches Blinkgerät mit selbsttätigem Dauerblinker.
Gegenstand der Erfindung ist ein Blinkgerät mit selbsttätigem Dauerblinker zur Verwendung an Fahrzeugen aller Art auf dem Lande, dem Wasser und in der Luft, besonders an Kraftfahrzeugen, sowie an Fussgängern, z. B. Marschtruppen, mit eingebauter Stromquelle und einer Anschlussvorrichtung, welche gestattet, das Blinkgerät auch an eine ausserhalb des Blinkgeräts sich befindende Stromquelle anzuschliessen. Das Blinkgerät ist dabei so gebaut, dass nach erfolgtem Einschalten ein rhythmisches Dauerblinken erfolgt, ohne Rücksicht auf die Gehbewegungen eines Fussgängers oder die Rüttelbewegungen eines Fahrzeuges.
Bekannt ist es, ein Blinklicht für Marschtruppen dadurch herzustellen, dass die das Blinken verursachende Stromunterbrechung durch Anwendung eines im Blinkgerät untergebrachten Quecksilberschalters bewirkt wird, welcher durch die Bewegungen beim Marschieren in Tätigkeit tritt. Der Nachteil dieser Einrichtung besteht darin, dass eine sichere Tätigkeit des Qneeksilbersehalters nur dann gewährleistet ist, wenn das Gerät in einer bestimmten Lage getragen wird, und des ferneren, dass das Blinken sofort aufhört, wenn der das Blinkgerät Tragende stillsteht, so dass infolgedessen haltende Marschtruppen nicht erkannt werden können. Dieser Nachteil muss naturgemäss allen durch Rüttelbewegung betätigten Schaltern anhaften.
Bei Fahrzeugen, welche nicht die beim Gehen oder Marschieren auftretenden Rüttelbewegungen zur Folge haben, sondern anders verlaufende Bewegungen, ist ein sicheres Arbeiten eines solchen Quecksilbersehalters nicht gewährleistet. Bei stehendem Fahrzeug setzt der letztgenannte Quecksilberschalter und damit das Blinklicht auf alle Fälle aus, so dass gerade das, was erreicht werden soll, nicht erreicht wird.
Bei dem Gegenstand der Erfindung wird das Blinken durch einen im Blinkgerät eingebauten selbsttätigen, auf elektromagnetischem Prinzip beruhenden und in jeder Lage sieher arbeitenden Blinkschalter hervorgerufen, welcher, solange der Strom eingeschaltet ist, ein dauerndes Aufleuchten und Verlöschen der zur Anwendung kommenden elektrischen Lichtquelle bewirkt, u. zw. in solchen Zeit- Abständen, in denen erfahrungsgemäss ein deutlich wahrnehmbares Blinksignal entsteht.
Die nachstehende Beschreibung nimmt besonders auf ein für Fussgänger, z. B. Marschtruppen, geeignetes Gerät Bezug. Das Gerät wird, wie die Beschreibung zeigt, mühelos am Körper des Trägers
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einem selbstleuchtenden Schlusslicht versehen sind.
Bekannt sind bereits verhältnismässig grossen Raum beanspruchende, ziemlich schwere und teure Blinkschalter mit Motorantrieb oder in Form teurer und komplizierter Uhren, die sieh aus eingangs erwähnten Gründen für die in Betracht kommenden neuen Zwecke nicht eignen.
Um ein deutlich wahrnehmbares Blinken zu erzeugen, ist es erforderlich, dass einerseits die
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voll zum Aufleuchten kommt, und dass die Verlöschungsperiode, also der Zeitabschnitt zwischen dem wiederholten Aufleuchten der Glühlampe, so gross ist, dass die nacheinander auftretenden Lichtein-
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Der nach der Erfindung zur Anwendung kommende selbsttätige DauerMinkschaher,'der sehen in den Ausmassen 35 y 35 x 10 mit gebaut werden kann und unter Umständen sogar noch kleiner. gestattet es, die erforderlichen Zeitintervalle einzuhalten, und ist anderseits sehr preiswert bzw. billig herzustellen und infolge seiner kleinen Abmessungen und infolge geringen Gewichts in sehr kleine tragbare Blinkgeräte einzubauen.
Fig. 1 zeigt ein tragbares Blinkgerät der beschriebenen Art in geschlossenem Zustand in Ansieht an einem Koppel 7 befestigt. Das Gehäuse 1 aus Kunstharz (Bakelit u. dgl.) oder Spritzguss oder Holz oder aus sonst geeignetem Werkstoff, ist auf der Vorderseite mit zwei durchgehenden Schlitzen 2 und : J versehen, durch die Lederriemen 4 und. ? gezogen werden können. Die unterhalb des Gehäuses sitzenden Sehnallen der zwei Lederriemen 4 und J sind auf der Zeichnung nicht sichtbar. Man sieht auf der Fig. I noch den Wulstrand 6 des Deckels 8 (Fig. 2 und 3).
Durch die gewählte Anbringungsart, die sich gleich gut eignet zum Anschnallen am Arm oder Bein, wird der DeckelS an das Gehäuse 1 gepresst und fest-
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den jeweiligen Erfordernissen vermittels geeigneter Klammern an verschiedenartigen Fahrzeugen. z. B. auch Fahrrädern, befestigt werden. Die Durchbrüche 2 und 3 geben hiezu vielerlei Möglichkeiten.
Fig. 3 zeigt das Gerät im Längsschnitt i-B. In dem Gehäuse 1, abgeschlossen durch den von
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in der Fassung 17. Diese ist in bekannter Weise gleichzeitig Träger des Reflektors 18 und der Linse 19. Die Befestigung der Fassung geschieht in bekannter Weise, z. B. durch eine Überwurfmutter 20. Auf diese isoliert aufgesetzt befindet sich der Ring 21 ; die Feder 22, an dem isolierten Ring 21 befestigt. liegt an dem Mittelpol 23 der Glühlampe in bekannter Weise an.
Fig. 4 zeigt die in bekannter Weise durchgeführte Schaltung. In dieser Schaltskizze bezeichnet 24 den Hauptschalter, 25 den Dauerblinker, 26 und 27 zwei Anschlussklemmen.
: Nach Fig. 3 ist der Dauerblinker 25 so eingebaut, dass nach abgehobenem Deckel 8 die Elemente 11 und 15 bequem ausgewechselt werden können, ohne dass der Dauerblinlmr 25 entfernt zu werden braucht.
Fig. 5 zeigt die Innenansicht nach abgehobenem Deckel 8 mit eingebautem Dauerblinker 23.
Die Kontaktfeder 28 liegt unmittelbar an dem Gehäuse des Dauerblinkers an. Zwei am Dauerblinker isoliert angebrachte Pole sind mit den Polen 22 und 29 der Glühlampenfassung 17 durch Kontaktfedern verbunden. Diese Bauweise ermöglicht leichte Auswechselbarkeit des Dauerblinkers.
Fig. 6 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Dauerblinkers 25. Dieser aus praktischen Gründen aus dem Blinkgerät herausnehmbar angeordnete Schalter besteht aus dem Gehäuse 30, dessen Deckel 35 (Fig. 7) abnehmbar ist und nach dem Zusammenbau zum Schutz gegen unbefugten Eingriff zweckmässiger Weise verlötet wird. In den beiden Spitzenlagern 36 und 37 ist die Schwingachse 38 gelagert. Auf dieser sitzt die gut ausgewuchtete Unruhe 39, welche in bekannter Weise durch die Unruhe-
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aus Weicheisen bezw. aus Ankerblech fest angebracht. Dieser Feldmagnet ist in bekannter Weise mit einer Drahtwicklung versehen von solch hohem Widerstand, dass der Stromverbrauch möglichst gering, zweckmässigerweise nicht über 0#1 Amp. ist.
Mit der Schwingachse 38 fest verbunden ist der Kontaktstift 46 aus nicht oxydierendem Werkstoff, z. B. Wolfram. In den Ecken 31 und 33 sind die Kontaktfedern 46 und 47 isoliert angebracht. Der Befestigungsarm 4Ca für die Unruhefeder kann, wie in Fig. 6 gezeigt, verschiebbar angebracht werden. so dass jeweils die günstigste Lage der Anker 41 und 42 zum Feldmagnet 44 eingestellt werden kann.
Die Schwingungsdauer der Unruhe kann man in bekannter Weise durch eine bei Uhren übliche. nicht gezeichnete Einrichtung regeln.
Die Wirkungsweise ist folgende : Befindet sieh der Anker 41, 42 in der in Fig.. 6 gezeichneten Lage, und wird der Batteriestrom geschlossen, so fliesst ein Strom vom Pol 49 der Stromquelle 48 über die magnetwicklung, den Kontakt 46/45, die Unruhefeder 40 und das Gehäuse 30 zur Anschlussstelle 50 und zum Pol J7. Dadurch wird der Feldmagnet 44 magnetisch und die Unruhe bekommt einen Impuls gegen den Sinn des Uhrzeigers.
Dadurch wird der Kontakt 46/45 unterbrochen und infolge der aufgespeicherten lebendigen Kraft schwingt die Unruhe gegen den Sinn des Uhrzeigers weiter, bis der Kontaktstift 45 mit der Kontaktfeder 47 in Berührung kommt ; infolgedessen fliesst jetzt ein Strom über die Glühlampe 52 zum Pol 49, so dass die Glühlampe 52 zum Aufleuchten kommt. Nach Verbrauch der in der Unruhe aufgespeicherten lebendigen Kraft und durch die Gegenwirkung der Unruhefeder 40 wird die Unruhe nun im Sinn des Uhrzeigers zurückbewegt, bis der Kontakt 46/45 wieder hergestellt wird und das Spiel von neuem beginnt. Die Federn 46 und 47 aus vorzugsweise nicht oxydierendem Metall, z.
B. aus Wolfram, oder in bekannter Weise mit aufgesetzten Wolframkontakten versehen, sind so dünn und biegsam herzustellen, dass diese Federn die Schwingungen der Unruhe bei eintretendem Kontakt teilweise mitmachen, so dass der Kontakt von gewisser, wenn auch kurzer Dauer ist. Die Schwingungsdauer der Unruhe ist abhängig vom Gewicht derselben einschliesslich der aufgesetzten
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Anker 41 und 42, vom Durchmesser der Unruhe, von der Stärke des elektrischen Impulses und von der Grösse und Härte der Unruhefeder 40. Man hat es in der Hand, durch richtige Massbestimmung der Einzelteile die erforderlichen Schwingungszeiten festzulegen. Diese Unruhe stellt ein in jeder Lage gleich arbeitendes elektrisches Pendel dar, unter der Voraussetzung, dass die Unruhe gut ausgewuchtet ist.
Der beschriebene selbsttätige Dauerblinker kann nun zum Einbau in Kraftfahrzeuge verwendet werden in der beschriebenen Art, und kann in der ebenfalls beschriebenen Art betätigt werden. Der Dauerblinker kann aber auch in dem beschriebenen Blinkgerät nach Fig. 1-5 eingebaut werden und bildet dann zusammen mit diesem das gewünschte Warnblinkgerät. Dieses kann an langsam fahrenden Fahrzeugen Verwendung finden oder, wie beschrieben, bei Fussgängern. Die beschriebene Bauart des Dauerblinkers 25 hat den Vorteil sehr geringen Raumbedarfs, indem Versuche gezeigt haben, dass der ganze Schaltapparat in den Aussenmassen 35 x 35 x logik gehalten werden kann und unter Umständen sogar noch kleiner.
Daneben hat die geschilderte Bauart den Vorteil geringer Herstellungskosten und unbedingt sicherer Arbeitsweise in allen Lagen und sehr geringen Stromverbrauch.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrisches Blinkgerät zur Sicherung von Fussgängern, Radfahrem oder Landfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass in dem die Stromquelle (Elemente 14 und 15) enthaltenden oder mit einer Vorrichtung (Klemmen 26 und 27) zum Anschluss an eine Stromquelle versehenen und die Lichtquelle [Glühlampe (16) mit Fassung (17), Reflektor (18) und Linse (19)] tragenden Gerätegehäuse (Fig. 1-3 und 5), ein besonderes Gehäuse (30) (Fig. 6 und 7), in dem sich ein selbsttätiger, elektromagnetisch betätigter Dauerblinker (25) (Fig. 3-5), befindet, auswechselbar eingesetzt ist, wobei die beiden Gehäuse (1 und 30) mit Kontaktstücken (28), (Fig.
4 und 5) versehen sind, durch die der Dauerblinker (25) beim Einsetzen seines Gehäuses ( in das Gerätegehäuse (1) in den Stromkreis der Stromquelle (14 und 15) und der Lichtquelle (16) eingeschaltet wird.