AT157467B - Greifervorrichtung an Fahrzeugrädern mit Gummibereifung. - Google Patents
Greifervorrichtung an Fahrzeugrädern mit Gummibereifung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Greifervorriehtung an Fahrzeugrädern mit Gummibereiiung. Die Erfindung betrifft eine Greifervorrichtung an Fahrzeugrädern mit Gummibereifung mit bei Gebrauch auf dem Gummireifen aufliegenden und denselben umfassenden Greifern. Greifervorrichtungen müssen den erheblichen Beanspruchungen, welche von der Überwindung des Fahrwiderstandes und Schlägen infolge der Bodenunebenheiten herrühren, standhalten, ohne dass ihre Lagerstellen oder die Gummireifen beschädigt werden und ferner müssen sie rasch und auf einfache Weise aus der Arbeitsstellung in eine Ruhestellung und umgekehrt gebracht werden können, um das Fahren im weichen Boden und auf harten Strassen ohne grossen Zeitverlust zu ermöglichen. Es sind schon verschiedene Vorschläge für derartige Greifervorrichtungen gemacht worden. So sind Greifervorrichtungen bekannt, welche sowohl um Achsen in der Radebene als auch senkrecht dazu schwenkbar sind, wobei der eigentliche, auf dem Reifen aufruhende Greifer mittels eines verhältnismässig langen schrägen Armes mit der Lagerstelle verbunden ist, um radial wirkende Stösse nicht direkt auf die Lagerstelle zu übertragen, wie dies bei Greifern. bei welchen Greifer und Lagerstelle in der gleichen radialen Ebene liegen der Fall ist. Die langen Arme ergaben Schwierigkeiten beim Einschwenken in die Ruhestellung, insbesondere bei Rädern von kleinerem Durchmesser. Man hat zu diesem Zweck auch schon die Lagerstellen für die Verschwenkung in der Radebene und senkrecht dazu räumlich getrennt. Die bekannten Greifervorriehtungen weisen den Nachteil auf, dass Drücke und Schläge in und quer zur Radebene auf die Lagerstellen übertragen werden und auch die Reifen beschädigt werden. Dieser Nachteil wird durch die Erfindung behoben. Gemäss der Erfindung sind die Greifer an mindestens einem gegenüber dem Radkörper verschiebbaren Tragkörper gelagert, welcher bei übermässigen Stössen durch die Verschiebbarkeit nachgeben kann, um eine übermässige Beanspruchung der Lagerstellen der Greifer zu vermeiden. Ferner kann vorteilhaft auf der Seite der Greifer, an welcher sie gelagert sind, ein lappenförmiger Fortsatz gebildet sein, welcher in der Gebrauchsstellung der Greifer sich gegen den Tragkörper anlegt, wodurch eine Vergrösserung der den Gummireifen umfassenden Fläche des Greifers erhalten wird, sowie die direkte Übertragung von am Greifer wirkenden Querkräften auf den Tragkörper. Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines Rades mit Greifervorrichtung nach dem ersten Beispiel, Fig. 2 einen Radialschnitt durch das Rad nach Fig. 1, Fig. 3 einen weiteren Radialschnitt zu Fig. 1, Fig. 4 eine Teilansicht eines Rades mit Greifervorrichtung nach dem zweiten Beispiel, Fig. 5 einen Radialschnitt zu Fig. 4, die Vorrichtung in Gebrauchsstellung der Greifer, Fig. 6 einen weiteren Radialschnitt zu Fig. 4, die Vorrichtung in Nichtgebrauchsstellung der Greifer, Fig. 7 einen Teilschnitt zu Fig. 5, und Fig. 8 eine Ansicht zu Fig. 7 von unten. Beim ersten Beispiel nach Fig. 1-3 bezeichnet 1 eine ausgebauchte Radscheibe, 2 die Radfelge und 3 den Gummireifen. An vier Laschen 4 ist ein Tragring 5 mittels in die Radfelge eingeschraubter Schraubenbolzen 6 gehalten. Die Bohrungen 1 der Laschen 4 haben einen wesentlich grösseren Durchmesser als die Schraubenbolzen 6, so dass der Tragring 5 Spiel hat und sich in bestimmten Grenzen bewegen kann, jedoch durch die Bolzen 6 bei der Drehung des Rades mitgenommen wird. Zwischen der Radfelge 2 und den vier Laschen 4 sind auf die Schraubenbolzen 6 Büchsen 8 aufgesetzt, auf welchen die Lasehen 4 aufliegen. Ferner ist zwischen dem Kopf 9 jedes Schraubenbolzens 6 und einer Unterlagsscheibe 10 je eine Feder 11 eingesetzt, welche die Lasche 4 federnd gegen die Büchsen 8 andrückt. <Desc/Clms Page number 2> Der Tragring J kann somit auch in axialer Richtung nachgeben. An vier über den Radumfang gleichmässig verteilten Stellen ist zwischen der Radfelge 2 und den Tragring 5 je eine Zugfeder 12 eingesetzt, welche Federn den Zweck haben, den Tragring 5 nach einer radialen Verstellung wieder zentrisch zum Rad einzustellen. In den Tragring 5 sind Lagerbolzen 13 eingeschraubt, an welchen je ein Lagerarm 14 so gelagert ist, dass er sich um die zur Radachse parallele Achse dieses Bolzens 13 drehen kann. Am Lagerarm 14 ist ein Zapfen 15 gebildet, auf welchem das eine Ende eines Greifers 16 verschwenkbar gelagert ist. An diesem Ende weist der Greifer 16 einen lappenförmigen Fortsatz oder Lappen 17 auf, der in der Gebrauchsstellung des Greifers 16 hinter den Tragring 5 greift und die direkte Übertragung von am Greifer wirkenden Schubkräften und quer zur Radebene gerichteten Druckkräften auf den Tragring bewirkt, so dass der Reifen diese Kräfte nicht aufzunehmen braucht und auch die Lagerstelle geschont wird. Ausserdem bewirkt der Lappen 17 eine Vergrösserung der den Reifen umfassenden Fläche eines Greifers. Der den Reifen umfassende Teil des Greifers hat annähernd die Gestalt eines nach dem Reifen zu offenen Rechtecks, dessen Seitenteile einschliesslich des lappenförmigen Fortsatzes bis etwa zur breitesten Stelle des Gummireifens sich erstrecken, wodurch der belastete Gummireifen den Greifer ausfüllt und durch den beim Andrucken des Reifens an den Boden entstehenden seitlichen Druck festhält. Auf einem nabenförmigen Teil des Lagerarmes 14 ist eine Absetzung 18 gebildet, an welcher EMI2.1 einen Richtung begrenzt, wodurch bei Rückwärtsfahrt des Greiferrades die Greifer in der Gebrauchsstellung gehalten werden. In dieser Gebrauchsstellung verhindert ferner der den Tragring a hintergreifende Lappen 11 ein Ausschwenken des Greifers 16 um den Zapfen 15. Um den Greifer 16 aus der Gebrauchsstellung in das Rad hinein zu versenken, wird die Klinke 19 ausser Eingriff mit der Absetzung 18 gebracht. Darauf werden der Lagerarm 14 und der Greifer 16 EMI2.2 den Tragring 5 nicht mehr hintergreift, worauf der Greifer 16 um den Zapfen 15 5 ausgeschwenkt wird. In der ausgeschwenkten Lage wird der Greifer 16 gemeinsam mit dem Lagerarm 14 um den Bolzen 13 etwa um 1800 im Uhrzeigersinn gedreht, und anschliessend kann der Greifer 16 um den Zapfen 15 vollständig in das Rad hineingeschwenkt werden. Im Innern der Radseheibe 1 sind U-förmige Federn 20 befestigt, zwischen welchen die freien Enden der Greifer 16 in deren in das Rad hineinversenkter Stellung erfasst werden, um die Greifer in dieser Nichtgebrauehsstellung zu siehern. aus welcher sie durch in umgekehrter Reihenfolge ausgeführte Schwenk-und Drehbewegungen wieder in die Gebrauchsstellung bewegt werden können. Wie ersichtlich, sind die Greifer 16 in der Gebrauehsstellung, insbesondere durch die Lappen 17 derart mit dem Tragring 5 verbunden, dass die im Betrieb auf die Greifer ausgeübten Belastungen nur unbedeutend auf die Lagerzapfen und Lagerbolzen einwirken und daher der Verschleiss der letzteren EMI2.3 die letzteren den Gummireifen beschädigen. Da der Tragring 5 beweglich ist, können die Greifer sieh stets gegen den Gummireifen abstützen, auch wenn letzterer abgenutzt ist. Wie sich gezeigt hat, wird dadurch die Arbeitsweise und Leistungsfähigkeit der Greifer erheblich verbessert. Ferner beeinträchtigen hiebei die Greifer die Anpassung des Reifens an den Boden nicht. Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4-8 ist der Tragring 5 gleich wie beim ersten Beispiel beweglich am Rad angeordnet. In seitlichen Ansätzen 21 des Tragringes 5 ist je ein Vierkantloch 22 gebildet, in welches das mit einem entsprechenden Vierkantzapfen 23 versehene Ende eines Greifers 24 eingesteckt werden kann. Eine am Ring 5 festgeschraubte gabelförmige Flachfeder 2. 5 EMI2.4 bei Niehtgebrauch vorhanden ist. Wenn genügend Platz vorhanden ist, können am Tragring vu weitere Ansätze 27 mit Vierkantloehern 28 derart vorgesehen sein, dass die Greifer in die in Fig. 6 gezeichnete Lage durch Einstecken der Zapfen 23 in die Löcher 28 bei Nichtgebrauch am Rad verbracht werden. EMI2.5 Zufolge der Beweglichkeit des Tragringes 5 stÜtzen sich auch hier die Greifer 24 bei Belastung stets auf dem Gummireifen ab. Bei beiden beschriebenen Beispielen ist der Tragring 5 nicht nur in einer zur Radachse senkrechten Ebene beweglich, sondern er kann auch entgegen dem Druck der Federn 11 in axialer Richtung ausweichen, wenn z. B. durch die Belastung des Reifens ein seitlicher Druck auf die Greifer ausgeübt wird. An Stelle der Federn 11 könnten zum Anpressen des Tragringes 5 auch gebogene scheibenförmige Flachfedern angewendet werden. Beim zweiten Ausfühnmgsbeispiel könnten die Zapfen am Greiferende und die zugehörigen Einstecklöcher statt vierkantförmig auch rund sein. Ferner könnten die Greifer statt nur an einem Ende an beiden Enden Einsteckzapfen aufweisen und es müsste dann am Rad innen und aussen je <Desc/Clms Page number 3> ein Ring beweglich angeordnet sein. Eine solche Anordnung wäre insbesondere für Zwillingsräder geeignet, bei welchen die Greifer dann beide Reifen umfassen könnten. Solche Greifer könnten dann in der Mitte auf der Innenseite einen Flansch besitzen, der in der Gebrauchsstellung der Greifer zwischen die beiden Reifen eingreift. Die Greifer könnten auch so ausgebildet sein, dass sie in Gebrauchslage schräg über den Reifen verlaufen. Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist noch der Vorteil vorhanden, dass sich die Greifer nicht verstopfen können, indem sich beim Verschieben des Tragringes die jeweils oben befindlichen Greifer vom Gummireifen abheben, wodurch allfällig die Zwischenräume überbrückende Erde abgestossen wird. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Greifervorrichtung an Fahrzeugrädern mit Gummibereifung, mit bei Gebrauch auf dem Gummireifen aufliegenden und denselben umfassenden Greifern, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (16) an mindestens einem gegenüber dem Radkörper (2) verschiebbaren Tragkörper (5) gelagert sind, welcher bei übermässigen Stössen durch die Verschiebbarkeit nachgeben kann, um eine übermässige Beanspruchung der Lagerstellen der Greifer zu vermeiden.
Claims (1)
- 2. Greifervorriehtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite der Greifer (16), an welcher sie gelagert sind, ein lappenförmiger Fortsatz (17) gebildet ist, welcher in der Gebrauchsstellung der Greifer (16) sich gegen den Tragkörper (5) anlegt, wodurch eine Vergrösserung der den Gummireifen umfassenden Fläche des Greifers erhalten wird sowie die direkte Übertragung von am Greifer wirkenden Querkräften auf den Tragkörper.3. Greifervorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Greifer sowohl um eine zur Radachse parallele Achse als auch um eine dazu senkrechte Achse schwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem zur Radachse parallelen Achszapfen (13) ein radial sich erstreckender Lagerzapfen (15) gelagert ist, an welchem ausserhalb des Achszapfens (13) der Greifer (16) gelagert ist.4. Greifervorriehtung nach Anspruch 3, dadurch, gekennzeichnet, dass der Achszapfen (15) eine Anschlagfläche (18) besitzt, mit welcher eine Klinke (19) zusammenwirkt, um den Greifer (16) in Gebrauchsstellung gegen unbeabsichtigtes Ausschwenken zu sichern.5. Greifervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (5) für die Greifer (16) ein Ring ist, welcher mit Spiel auf am Rad (2) befestigte Mitnehmerbolzen (6) aufgesetzt ist und federnd gegen starre Anschläge des Rades angedrückt wird.6. Greifervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass Federn (11) vorgesehen sind, welche den Ring (5) quer zur Radebene gegen den Radkörper pressen, um Stösse in der Querrichtung des Rades federnd aufzunehmen.7. Greifervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und Ï, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Tragring (5) für die Greifer (16) und dem Rad (2) Zugfedern (12) vorgesehen sind, welche über den Umfang gleichmässig verteilt sind und eine Zentrierung des Tragringes (5) in bezug auf die Radachse bewirken.8. Greifervorrichtung nach den Ansprüchen 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des Rades (1) Federn (20) vorgesehen sind, welche die Greifer (16) bei in das Rad hineinversenkter Lage erfassen und in dieser Lage sichern.9. Greifervorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (24) am einen Ende einen Zapfen (23) aufweisen, mit welchem sie in der Gebrauchsstellung in am Tragkörper (5) vorgesehene Löcher (22) eingesteckt und durch Federn (25) in dieser Lage gesichert sind.10. Greifervorrichtung nach den Ansprüchen 5, 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Tragkörper (5) für jeden Greifer (24) je zwei Löcher (22, 28) derart angeordnet sind, dass sieh der in das eine Loch (22) gesteckte Greifer (24) in Gebrauchsstellung und der in das zweite Loch (28) gesteckte Greifer (24) im Innern des Rades in Nichtgebrauchsstellung befindet.11. Greifervorriehtung nach den Ansprüchen 1, 5, 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten des Rades je ein Tragkörper beweglich angeordnet und die Greifer mit beiden Enden in diese Tragkörper eingesteckt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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1938
- 1938-03-28 AT AT157467D patent/AT157467B/de active
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