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Einteilige Winkelsclagleiste für Dreschmasehinentrommeln.
Die Erfindung bezieht sich auf eine einteilige Winkelschlagleiste für Dreschmasehinentrommeln, bei denen die beiden ungefähr gleich langen, einen stumpfen Winkel einschliessenden Leistensehenkel mit starker Abrundung ineinander übergehen und der in der Drehrichtung hintere Schenkel im Quer- schnitt trapezförmige, schräge Rippen trägt. Erfindungsgemäss sind die Leistenschenkel unter einem
Winkel von ungefähr 126'gegeneinander geneigt, während die trapezförmigen Rippen allmählich und glatt über die Schenkelabrundung hinweg tangential in den Einführungssehenkel einlaufen, ihren höchsten Punkt möglichst nahe dem freien Ende des andern Sehenkels haben und eine in der Dresch- richtung vorne liegende senkrechte Flanke besitzen.
Bei der Schlagleiste nach der Erfindung werden teilweise bekannte Merkmale verwendet ; bei den bekannten Schlagleisten sind jedoch diese Merkmale zusammen bisher nicht verwendet worden.
Sie sind wahllos bei der einen der bekannten Sehlagleisten vorhanden und bei der andern wiederum nicht. Aus diesem Grunde ist mit keiner der bekannten Schlagleisten eine wirklich in jeder Beziehung einwandfreie Dresehwirkung zu erzielen.
Für die Wahl der ungefähr gleich langen Leistenschenkel war die hiedurch erzielbare günstige Zusammenpressung des Dreschgutes im Dreschkorb ausschlaggebend. Durch die Vorschrift der annähernd gleich langen Schenkel fällt der Einführungsschenkel erheblich länger aus als bei den meisten bekannten einteiligen Schlagleisten. Die grössere Länge ergibt eine grössere Druckfläche und eine bessere Ausdrusehschärfe.
Der Winkel der Leistenschenkel von ungefähr 126 hat eine ausserordentliche Bedeutung insofern, als er das Wickeln des Dreschgutes um die Dresehtrommel verhütet. Der Einführungsschenkel liegt bei diesem verhältnismässig kleinen Winkel steiler als bei grösserem Winkel und kommt daher nur wenig mit dem Stroh in Berührung. Bei grösserem Sehenkelwinkel wird aber das Stroh leicht durch Auflage auf den Einführungsschenkel mitgenommen und um die Trommel gewickelt. Dieses Wickeln verursacht leicht Betriebsstörungen, die mit der Erfindung also vermieden werden.
Die starke Abrundung der Winkelkante der Leistensehenkel, die bei einteiligen Winkelschlag- leisten bisher unbekannt ist, ergibt eine ausserordentlich gute Schonung des Dreschgutes und eine be- trächtliche Herabsetzung des Bruchkornanteiles. Die gleichen Vorteile ergibt der allmähliche und glatte tangentiale Einlauf der trapezförmigen Rippen über die Sehenkelabrundung hinweg in den Ein- führungsschenkel, da auch durch diese Massnahme eine Kantenbildung vermieden wird. Ausserdem wird durch diese Massnahme die Rippe verhältnismässig lang, so dass die Rippe länger auf dem Dreschgut reibt, als wenn sie etwa schon vor der Abrundung aufhören würde oder steil auf den Einführungssehenkel abfiele und ein besserer Ausdrusch erzielt wird.
Ebenso wird durch die Vorschrift, den höchsten Punkt der Rippen möglichst nahe zum freien Ende des Rippenschenkels hin zu verlegen, die Anzahl der Berührungspunkte zwischen den Rippen und dem Dreschgut wesentlich erhöht.
Die in der Dreschrichtung vorn liegende senkrechte Flanke der Rippen lässt den Winkel zwischen dieser Flanke und dem Rippenrücken so klein werden, wie er praktisch überhaupt nur sein kann, mit dem Erfolg einer scharfen Kante zwischen Rippenrücken und Flanke, die ausserordentlich gut an dem Dreschgut reibt und die Schlagleiste auch für schwer dresehbares Gut geeignet macht. Die Körner laufen bei steiler Stellung der in Dresehriehtung vorne liegenden Flanke besser durch die Rippenlücken durch und die Rippe wird an der Stelle besonders stark, die der Abnutzung am meisten unterliegt.
Es sind Schlagleisten bekannt, die aus einer Winkelleiste bestehen, auf derem einen Schenkel eine mit den Rippen versehene Leiste auswechselbar angeordnet ist. Die Schenkel dieser Winkelleiste
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