AT157426B - Verfahren zur Darstellung von Polymerisationsprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Polymerisationsprodukten.

Info

Publication number
AT157426B
AT157426B AT157426DA AT157426B AT 157426 B AT157426 B AT 157426B AT 157426D A AT157426D A AT 157426DA AT 157426 B AT157426 B AT 157426B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
weight
parts
preparation
vinylfuran
polymerization products
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT157426B publication Critical patent/AT157426B/de

Links

Landscapes

  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Polymerisationsprodukten. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, eine als Furyläthylen bezeichnete Verbindung in Substanz oder Lösung bei Temperaturen von   180  und   mehr unter Zusatz von Katalysatoren zu polymerisieren. 



  Die so erhaltenen Produkte sind stark gefärbte Massen, die infolge ihres niedrigen Polymerisationsgrades und der dadurch bedingten geringen Viskosität die an einen Lackrohstoff und an plastische Massen gestellten Forderungen nur ungenügend erfüllen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Emulsionspolymerisation von 2-Vinylfuran 
 EMI1.1 
 bei sehr guter Ausbeute zu wertvollen hochmolekularen Produkten führt. Die erhältlichen Polyvinylfurane sind hell gefärbt und können sowohl als Lackrohstoffe als auch zur Herstellung von Pressstoffen benutzt werden. 



   Bei der Ausführung der Emulsionspolymerisation können in üblicher Weise Emulgiermittel und polymerisationsfördernde Stoffe, wie z. B. Sauerstoff oder sauerstoffabspaltende Stoffe angewendet werden. Das Polymerisat fällt hiebei in heller Form, u. zw. meist als Latex an. Zum Teil kann es direkt in Latexform weiterverarbeitet werden ; es kann aber auch aus Latex nach den üblichen Methoden abgeschieden werden, eventuell nach Einmischen von Füllstoffen, Weichmachern oder andern plastischen Massen. Die Emulsionspolymerisation kann auch in Gegenwart anderer polymerisationsfähiger Stoffe durchgeführt werden. Vorzugsweise werden hiefür solche mit einer aktiven Doppelbindung angewandt. 



  Hierunter werden Verbindungen verstanden, deren Doppelbindungen durch eine zu ihr in Konjugation befindliche Mehrfachbindung aktiviert ist. Die Mehrfachbindung kann durch einen aromatischen Kern oder auch z. B. durch eine   Keto-oder Nitrilgruppe   ersetzt sein. 



   Polyvinylfuran stellt in frischem Zustand eine bei mittleren Temperaturen (ungefähr   70-90 )   thermoplastische Masse dar. Es ist unlöslich in Ligroin und Alkoholen, löslich in aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen, Estern und zyklischen Basen. Die Lösungen hinterlassen beim Eindunsten glänzende Filme von guter   Wasser- und Lichtbeständigkeit,   Elastizität und Haftfestigkeit. Die Thermoplastizität des Produktes gestattet auch, es auf warmen Walzen zu walzen und mit andern plastischen Massen, Weichmachungsmitteln oder Füllstoffen zu verarbeiten. Bei all diesen Verwendungsgebieten erweist sich als besonders wertvoll, dass das Polyvinylfuran unter Aufnahme von Sauerstoff nachhärtet.

   Diese Eigenschaft bewirkt, dass Filme aus Polyvinylfuran beim Lagern in den meisten Lösungsmitteln   unlöslich   werden, so dass sie schliesslich auch von starken Abbeizmitteln, wie Methylenchlorid, nicht mehr angegriffen werden. Die Selbsterhärtung der Produkte bewirkt auch Vorteile bei der Anwendung des Polyvinylfurans für Pressmassen. In den meisten Fällen kommt die Eigenschaft der Selbsterhärtung auch den unter Verwendung von   2- Vinylfuran   hergestellten Mischpolymerisaten zu. Im übrigen zeigen z. B. Mischpolymerisate aus grösseren Mengen Butadien mit geringen Mengen   2-Vinylfuran   mehr elastische Eigenschaften, während Mischpolymerisate mit umgekehrtem Mischungverhältnis mehr harzartigen Charakter aufweisen. 



   Das   Unlöslichwerden   des Materials lässt sich durch geeignete Konservatoren, wie z. B. Basen oder aromatische Oxyverbindungen verschiedener Struktur verhindern. Auch kann man das Poly- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 merisat in frisch hergestelltem Zustand in einem für die Verwendung geeigneten Lösungsmittel auslösen und die Lösung unter Zusatz von Stabilisatoren lagern. 



   Beispiel 1 : 100 Gewichtsteile   2-Vinylfuran   werden unter Zusatz von   0'3   Gewichtsteilen Kaliumpersulfat bei Raumtemperatur mit 200 Gewichtsteilen   10%iger Natriumoleatlösung   verrührt oder   geschüttelt.   Nach zwei Tagen ist ein Latex gebildet, aus dem nach Zusatz von 2 Gewichtsteilen   Phenyl-, 3-naphthylamin   das Polymerisat in 80% iger Ausbeute nach einer üblichen Methode durch Fällung mit Alkoholen, Salzen oder Säuren gewonnen werden kann. Das von der Seife befreite Produkt ist löslich in Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, Essigester und Pyridin. 



   Anstatt Natriumoleat können als Emulgiermittel mit gleich gutem Erfolg Stearate, Linoleate oder dialkylnaphthalinsulfonsaures Natrium verwendet werden. 



   Beispiel 2 : 100 Gewiehtsteile 2-Vinylfuran werden mit einer Lösung von 6 Gewichtsteilen 
 EMI2.1 
 Wasserstoffsuperoxyd bei   40-45'gesehüttelt   und polymerisiert. Man erhält nach drei Tagen einen Latex, aus dem das Polyvinylfuran durch Fällung mit Alkali aufgearbeitet werden kann. 



   Beispiel 3 : Ein Gemisch von 66 Gewichtsteilen Styrol und 33 Gewichtsteilen   2-Vinylfuran   wird bei   25" mit 0'3 Gewichtsteilen   Kaliumpersulfat mit 200 Gewichtsteilen   10% niger   Natriumoleatlösung   geschüttelt.   Schon nach einem Tag wird ein dicker Latex erhalten, der nach Zusatz von etwas Kondensationsprodukt aus-Naphthylamin und Aldol in üblicher Weise aufgearbeitet werden kann und zirka 85 Gewiehtsprozent Ausbeute an Polymerisat liefert. 
 EMI2.2 
 15 Gewiehtsteilen Xylol unter Zusatz von 0'3 Gewichtsteilen Piperidin klar auf. Die Lösung hinterlässt beim Verdunsten schöne, klare Filme, die beim Erhitzen auf   90-100'im   genannten Lösungsmittelgemisch nicht mehr löslieh sind. 



   Beispiel 4 : 75 Gewichtsteile 2-Vinylfuran und   37'5   Gewichtsteile Acrylsäurenitril werden unter Zusatz von   0'3 Gewiehtsteilen Kaliumpersulfat   mit 110 Gewichtsteilen   10%iger Natriumoleatlösung   bei Raumtemperatur geschüttelt. Schon nach einem Tag ist eine feste Paste entstanden, aus der nach Einmisehen von 2 Gewichtsteilen   l-Phenylamino-8-aminonaphtbalin,   gelöst in wenig Benzol das Polymerisat durch Methanol gefällt wird. Nach Filtrieren, Extraktion mit Methanol und Trocknung erhält man ein   benzollösliches   Polymerisat in 70% iger Ausbeute mit einem N-Gehalt von   6'4%,   das in verdünnten Lösungen eine ziemlich geringe Viskosität zeigt.

   Die Filme des Polymerisats sind hart, etwas spröde und werden durch Erhitzen auf 100  in Lösungsmitteln völlig unlöslich. 



   Beispiel 5 : 135 Gewiehtsteile Butadien-1. 3, 45 Gewichtsteile   2-Vinylfuran   werden in Emulsion mit 350 Gewiehtsteilen   10%iger : Xatriumoleatlösung   unter Zusatz von 0'35 Gewichtsteilen Kaliumpersulfat zwei Tage bei ungefähr   25 ,   dann zwei Tage bei   40-450 geschüttelt.   Der danach gebildete 
 EMI2.3 
 sation unter geeigneten Bedingungen mit 50 Gewichtsprozent Gasruss Vulkanisate liefert, die 230 bis 250 kg   Festigkeitjcm. 2, 450-500% Dehnung   und 40-45% Rückprallelastizität zeigen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Polymerisationsprodukten durch Polymerisation von Vinylverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man 2- Vinylfuran für sich oder in Mischung mit andern polymerisationsfähigen Stoffen in emulgierter Form polymerisiert.
AT157426D 1938-05-14 1938-05-14 Verfahren zur Darstellung von Polymerisationsprodukten. AT157426B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT157426T 1938-05-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT157426B true AT157426B (de) 1939-11-25

Family

ID=3649350

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT157426D AT157426B (de) 1938-05-14 1938-05-14 Verfahren zur Darstellung von Polymerisationsprodukten.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT157426B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE634408C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten von Vinylverbindungen
DE697481C (de) Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser loeslichen hochmolekularen Polymerisationsprodukten
CH345157A (de) Verfahren zur Herstellung von Polyestern
DE677868C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten aus 2-Vinylfuran
DE1569473A1 (de) Verfahren zur Herstellung weichgemachter Vinylharze
DE1219684B (de) Verfahren zur Herstellung von Addukten aus Maleinsaeureanhydrid und fluessigem niedermolekularem Polybutadien
DE929876C (de) Verfahren zur Herstellung von Kopolymerisationsprodukten
AT157426B (de) Verfahren zur Darstellung von Polymerisationsprodukten.
DE953119C (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylchloridpolymeren
DE941575C (de) Verfahren zur Herstellung von Kopolymeren von Vinylverbindungen und Vinylidenverbindungen durch Emulsionspolymerisation
DE1119516B (de) Verfahren zur Herstellung eines mit Styrol modifizierten Butadien-Styrol-Pfropfmischpolymerisates
DE1961452A1 (de) Warmehartbare tragerfreie Folie
DE1922942A1 (de) Lineares,waermehaertbares Copolymerisat
DE2629998A1 (de) Dispersionsstabilisierungsmittel
DE700176C (de) Herstellung von Kunststoffen hoher Haerte und Festigkeit
DE2015162A1 (de) Thermoplastische Formmassen auf Basis gesättigter Polyester
AT145852B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylverbindungen.
AT151416B (de) Schallplatte.
DE900274C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten aus Allylestern und Vinylchlorid
DE891450C (de) Verfahren zur Herstellung hoechstmolekularer Polymerisationsprodukte
DE652276C (de) Verfahren zur Herstellung von in aromatischen Kohlenwasserstoffen unloeslichen oder darin nur noch quellbaren Polymerisationsprodukten von Vinylverbindungen
DE1570563B2 (de) Verfahren zur herstellung von thermoplastischen pfropfpolymerisaten
AT247001B (de) Verfahren zur Herstellung von Copolyestern
DE610478C (de) Verfahren zur Darstellung von unloeslichem Polystyrol
DE653945C (de) Verfahren zur Darstellung plastischer Massen