AT157400B - Verfahren zum Färben von Mischungen aus Wolle und Cellulosefasern. - Google Patents

Verfahren zum Färben von Mischungen aus Wolle und Cellulosefasern.

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Durch die in neuerer Zeit stark gestiegenen Anforderungen an die Färbemögliehkeiten von Mischgeweben aus Wolle und pflanzlichen Fasern hat sich ein bisher nicht so sehr empfundener Mangel an geeigneten Verfahren und Farbstoffen gezeigt, mit Hilfe derer in einfacher Weise Ton in Ton-Färbungen, z. B. auf Wolle-Zellwolle-Misehfasern, in ausreichenden Echtheiten erzielt werden können. 



   Es wurde nun gefunden, dass   Wolle-Cellulose-Misehfasern   in beliebiger Form, wie z. B. in losem Material, Garn oder Geweben einheitlich Ton-in-Ton gefärbt werden können, wenn man die Ware mit Baumwollbeizenfarbstoffen, die die   Salieylsäuregruppe   enthalten, in Gegenwart von essigsaurem Chrom, welches als Vorbeize oder im Färbebad selbst zur Anwendung kommen kann, färbt und die erhaltenen Färbungen gegebenenfalls nach den in der Wollfärberei bekannten   Verfahren nachehromiert.   Es wurde nämlich festgestellt, dass man auch im Färbebad unter Verwendung von essigsaurem Chrom arbeiten kann, indem man z. B. die Ware zuerst mit dieser Verbindung und   zweckmässig   unter Zusatz von Schutzmitteln, wie sie z.

   B. aus Sulfiteelluloseablauge   erhältlich   sind, mit oder ohne Zusatz von Essigsäure bei   70-100  C   vorbeizt, im gleichen Bad die Farbstoffe zugibt und bei   75-950   C färbt. 



  Durch die Verwendung von essigsaurem Chrom wird ein   Ausgleieh   insofern erzielt, als dadurch das Aufziehen auf den Celluloseanteil des Fasergemische gefördert und gleichzeitig vermieden wird, dass sieh die Wolle zu stark anfärbt. Das Schutzmittel verhindert ein Ausfallen von Chromsalzen während des Färbevorganges. Als besonders geeignete Farbstoffe für diesen Verwendungszweck haben sich Azofarbstoffe erwiesen, die einen   Salicylsäurerest   in der Azokomponente enthalten. Als Beispiele seien folgende Farbstoffe erwähnt : 
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   2. Der sulfonierte Disazofarbstoff aus tetrazotiertem 1-4-Diaminobenzol und 2 Mol   Salizylsäure.   



   3. Der Farbstoff Nr. 410 der Farbstofftabellen von   Schuitz,   7. Auflage. 



   4. Der Farbstoff Nr. 432 der Farbstofftabellen von Schutz, 7. Auflage. 



   5. Der Disazofarbstoff aus diazotierter 4-Aminoazobenzol-3. 4'-disulfonsäure und der Verbindung folgender Formel : 
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7. Der Disazofarbstoff aus tetrazotiertem Benzidin, 1 Mol   l-Oxynaphthalin     3-6-/-3'7-disulfon-   säure und 1 Mol   1-Oxybenzol-2-carbonsäure.   



   Man kann   diese Färbungen   zur   Verbesserung-   der Echtheit in altem oder frischem Bad in der üblichen Weise nachehromieren. 



   Beispiele :
1. Das Färbebad wird angesetzt mit   10-30% Natriumsulfat,     1-2#5%   eines   Sehutzmittels,  
1-3% essigsaurem Chrom fest oder 10% essigsaurem Chrom   200 Bp   und 
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 ab und gibt dann eine Farbstoffmisehung, z. B. aus den Farbstoffen Nr. 1, 3 und 7 der obigen Zusammenstellung, in Lösung der Flotte zu. Dann wird bei 80  C eine Stunde weitergefärbt. Man kann darauf die Färbung   wie üblich fertigstellen   oder aber zur Erzielung grösserer Echtheiten im gleichen Bade noch mit   Kaliumeliromat   und   0. 5-1% Essigsäure   bei 90  C ¸Stundenachchromieren. 



   2. Man setzt eine Färbeflotte, wie in Beispiel 1 angegeben, an und setzt die erforderliche Farb-   stoffmischung   gleich zu Anfang zu. Man geht bei   etwa 500 C   mit der Ware ein, steigert innerhalb % Stunden auf 80 C, färbt bei 80 C und kann dann entweder die Färbung wie üblich fertigstellen oder, wie in Beispiel 1   erwähnt, naehehromieren.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Färben von Mischungen aus Wolle-Cellulose-Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ware mit Baumwollbeizenfarbstoffen, die die Salieylsäuregruppe enthalten, in Gegenwart von essigsaurem Chrom, welches als Vorbeize oder im Färbebad selbst zur Anwendung kommen kann, färbt und die so erhaltenen Färbungen gegebenenfalls nach den in der Wollfärberei bekannten Verfahren naehehromiert.
AT157400D 1938-05-09 1938-05-09 Verfahren zum Färben von Mischungen aus Wolle und Cellulosefasern. AT157400B (de)

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