AT156591B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kautschukhohlkörpern. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kautschukhohlkörpern.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kautschukhohlkörpern. Die Herstellung von Kautschukhohlkörpern geschieht gegenwärtig in der Weise, dass Kautschuk- platten mit Hilfe von Stanzformen verschweisst und die rohen Hohlkörper hierauf in Vulkanisierformen gebracht werden, in welchen die Vulkanisation durchgeführt wird. Die Rohlingerzeugung wird meistens mit der bekannten Rider-Wollcotschen Stanz- und Klebemaschine verrichtet. Um das Zusammen- heften der Rohgummiplatten an ihren sich berührenden Flächen zu verhindern und den Hohlkörper aufzublasen, führt diese Maschine während des Stanzens zwischen die zu vereinigenden Gummiplatten entweder Pressluft oder Trenn-und Treibmittel, z. B. ein Gemisch aus Ammoniumehlorid und Natrium- nitrit, ein. Ferner ist in der deutschen Patentschrift Nr. 296490 ein Verfahren beschrieben, gemäss welchem ausgeschnittene Ballhälften in mit entsprechenden Vertiefungen versehene Formhälften eingelegt und nach Zuleitung von Druckluft verschweisst und in einer Vulkanisierkammer in derselben Form vulkanisiert werden. Das Verfahren gemäss der Erfindung ermöglicht die Herstellung von Kautschukhohlkörpern, insbesondere Kautschukspielwaren, in einem einzigen Arbeitsgange. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die Hohlkörper in zu Vulkanisierformen ausgebildeten Stanzformen erzeugt und vulkanisiert werden. Zur Durchführung des Verfahrens werden Stanzformen, z. B. zweiteilige Stanzformen der Rider- Wollcotschen Stanz-und Klebemaschine benützt, die mit Hohlräumen zur Einführung eines Heizmittels ausgestattet sind. Zweckmässig sind die Stanzkanten der einen Formhälfte scharf und die andern stumpf, um eine gute Abdichtung der Hohlkörper während der Vulkanisation zu ermöglichen. Im nachfolgenden ist die Erfindung im Zusammenhang mit der Rider-Wolleotschen Maschine beschrieben. Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Formkonstruktion ist in Fig. 1-6 der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Fig. 1 stellt zum Teil die Seitenansicht und zum Teil einen Längsschnitt der Form dar. Fig. 2 zeigt die Oberansicht eines Teiles der geschlossenen Form und eines Teiles der stellenweise mit einer Gummiplatte bedeckten unteren Formhälfte. Fig. 3 veranschaulicht den Querschnitt der Form entlang der Mittellinie der sich ergänzenden Formvertiefungen. Fig. 4 ist ein Teilschnitt in grösserem Massstabe, während die in den Fig. 5 und 6 ersichtlichen Teilsehnitte entlang der Linien A-A bzw. B-B der Fig. 4 genommen wurden. Die in der Zeichnung dargestellte Form wird an Stelle der Stanzformen in eine Rider-Wolcottsche Stanzmaschine auf übliche Weise eingesetzt und besteht aus zwei Passhälften I und II aus geeignetem Metall, wie z. B. aus Stahl, und kann durch Ausgestaltung einer Reihe von sich ergänzenden oberen und unteren Formvertiefungen a, b zur gleichzeitigen Erzeugung von mehreren, gleichen oder verschiedenen Figuren verwendet werden. An den untersten bzw. obersten Punkten der Formvertiefungen sind Bohrlöcher c, cl zur Ableitung der in den Formvertiefungen zwischen der Aussenseite der Gummiblätter d und der Formwandung eingeschlossenen Luft vorgesehen, welche Luft mittels schmaler Kanäle e, el an der Aussenfläche der Formhälften entweicht. Zum Ausstanzen bzw. Verschweissen der innerhalb der Formvertiefungen abgegrenzten Gummiplattenstücke dienen die Kanten fund g der Formvertiefungen, deren eine vorzugsweise stumpf, die indere zugeschärft ausgebildet ist. In der Masse der Metallform oberhalb bzw. unterhalb der zur Aufnahme und Ausgestaltung der Hohlkörper dienenden Formvertiefungen werden Hohlleitungen h vorgesehen, in welche mittels ent- <Desc/Clms Page number 2> sprechend einstellbarer Ventile i der zur Vulkanisation verwendete Dampf und das Kühlwasser eingeführt werden bzw. darin zirkulieren. Zwischen den Formkörperhälften werden zu einem gewissen Zeitpunkte des Arbeitsganges hohle Nadeln k eingebracht, welche Nadeln mit dem Schliessen der Formhälften in synchronisierter Bewegung in der untenstehend beschriebenen Weise Pressluft zwischen die Gummistücke einführen. Diese hohlen Nadeln bilden einen Bestandteil der Rider-Woleottschen Stanzmaschine und werden durch dieselbe in üblicher Weise betätigt. Der in Fig. 2 sichtbare, sehr schmale Kanal ! dient als Führung für eine sehr feine Nadel von beiläufig 0'3 mm Durchmesser (in der Zeichnung nicht dargestellt), mit welcher der fertig vulkanisierte Artikel durchstochen wird, um das Bersten des mit Druckluft gefüllten Hohlkörpers, infolge Entleerung eines Teiles der Druckluft, zu verhindern. An den Stegen zwischen den Formvertiefungen sind Ausnehmungen n und Schneiden p vor- gesehen, welche es ermöglichen, dass nach Schliessung der Formhälften, der ausserhalb der Formvertiefungen befindliche Rohkautsehukabfall verdrängt und durch Abreissen mit blosser Hand entfernt werden kann. Der Abfall wird zur Kalandrierung von rohen Platten wieder verwendet.
Claims (1)
- Die Herstellung der Gummihohlkörper geschieht in folgender Weise. Es werden zwei kalan- drierte Gummiplatten in den von den Formenhälften I und II gebildeten Stanzraum eingeführt. Die darauffolgende Schliessung der Formhälften erfolgt bloss in dem Masse, dass die Gummiplatten zwar durch die Formkanten zusammengedrückt, jedoch nicht ausgeschnitten und nur schwach verschweiss werden. Mit dieser Bewegung der Formhälften einhergehend, werden die Hohlnadeln k zwischen die Gummiplatten eingeschoben und durch die anliegenden Teile der Gummiplatten abgedichtet. Die durch die Formkanten abgegrenzten Gummiplattenteile werden mittels der durch die Nadeln einströmenden Pressluft durch Andrücken an die Formwandungen zu Rohlingen geformt, welche mit Pressluft gefüllt sind.Die Nadeln werden hierauf aus der Form herausgezogen und die Form gleichzeitig vollständig geschlossen, wodurch ein starkes Verschweissen der Rohlingkanten und ein Ausstanzen der Rohlinge erfolgt. Diese Arbeitsstufen werden durch die Rider-Wolcottsehe Maschine automatisch durchgeführt, könnten aber natürlich auch ohne diese, durch beliebige andere Vorrich- tungen, gegebenenfalls im Kleinbetrieb auch mit blosser Hand verrichtet werden. Der in die Ausnehmungen tn verdrängte Rohkautschukübersehuss wird hierauf entfernt und durch Betätigung des Ventils i überhitzter Dampf von entsprechender Temperatur, z. B. 170 C, in die Hohlleitungen h eingeführt.Nach Vollendung der zweckmässig nur zwei Minuten in Anspruch nehmenden Vulkanisation wird die Dampfzufuhr abgeschlossen und Kühlwasser in die Hohlleitung eingelassen, um die die Gummihohlkörper enthaltende Form auf eine Temperatur von etwa 60 C, zu bringen. Vor dem Öffnen der Presse bzw. der Form wird der fertig vulkanisierte Formkörper mit der bereits obenerwähnten feinen Nadel durchgestochen, wobei durch die winzige Öffnung ein Teil der überhitzten Pressluft entweicht.Hiernach wird die Form geöffnet und die fertigen Artikel aus derselben entnommen.Zur Erzeugung von Gummihohlkörpern gemäss der Erfindung können Gummiplatten ver- schiedener Farbe verwendet werden. Der Ausbildung und Ausdehnung der Formvertiefungen entsprechend, können die Gummiplatten an einzelnen Stellen verstärkt werden ; auch die Pfeifen der Hohlkörper aus Gummi können gleichzeitig mit der Formung des Hohlkörpers auf bekannte Weise erzeugt werden. Durch geeignete Ausbildung der Stanzschneidekanten der neuen Form kann die Pressgratbildung ganz ausgeschaltet bzw. auf ein Mindestmass herabgesetzt werden, wodurch ein nach- trägliches Stutzen der fertigen Figuren überflüssig wird.An Stelle der beschriebenen mit Heiz- bzw. Kühlvorrichtung versehenen Formen können auch Formen ohne solche Vorrichtungen in Verbindung mit heiz-und kühlbaren Pressplatten verwendet werden. Gegebenenfalls kann die Heizung der Formen auf elektrischem Wege erfolgen.Das neue Verfahren bzw. die neue Form besitzt den Vorteil grösster Einfachheit ; die Erzeugungkosten werden, ohne dem gefälligen Aussehen der Figuren Abbruch zu tun, bedeutend herabgesetzt.PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kautschukhohlkörpern, insbesondere von Kautschukspielwaren, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper in zu Vulkanisierformen ausgebildeten Stanzformen erzeugt und vulkanisiert werden.2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzformen, z. B. zweiteilige Stanzformen der Rider-Wolleotschen Stanz-und Klebemaschine, mit Hohlräumen (h) zur Einführung eines Heizmittels ausgestattet sind.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintiefungen (a) der einen Formhälfte von stumpfen Kanten (f) und die Eintiefungen (b) der andern Formhälfte von scharfen Kanten (g) umschlossen werden.4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Eintiefungen (a, b) in die Seitenwände ausmündende Ausnehmungen (ef) vorgesehen sind, die durch Schneiden (p) unterteilt sind, welche den vor dem Vulkanisieren zu entfernenden Abfall zerschneiden.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT159958B (de) | 1940-12-27 |
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