AT156530B - Verfahren und Einrichtung zur Behandlung endloser, elastischer Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautschuklatex. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Behandlung endloser, elastischer Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautschuklatex.

Info

Publication number
AT156530B
AT156530B AT156530DA AT156530B AT 156530 B AT156530 B AT 156530B AT 156530D A AT156530D A AT 156530DA AT 156530 B AT156530 B AT 156530B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cord
impregnation
cords
rollers
machine
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Joaquin Montane Marti
Original Assignee
Joaquin Montane Marti
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Joaquin Montane Marti filed Critical Joaquin Montane Marti
Application granted granted Critical
Publication of AT156530B publication Critical patent/AT156530B/de

Links

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einriehtung zur Behandlung endloser, elastischer Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautsehuldatex. 



   Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Behandlung endloser, elastischer Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautschuklatex und eine Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. 



   Endlose und elastische   Schnüre,   bestehend aus einem Gummifadenbündel mit einer ein-oder mehrfachen Umflechtung, sind bekannt und es ist auch bereits vorgeschlagen worden, solche Schnüre als Kraftübertragungsmittel zu verwenden. Die   Umflechtung   hat in diesem Falle den Zweck, die Dehnung der Gummifäden zu begrenzen und sie gegen äussere Einflüsse zu   schützen.   Bei der Verwendung derartiger Schnüre als endlose Treibschnüre, z.

   B. für den Spindelantrieb von Spinnmaschinen, die bekanntlich eine hohe Drehzahl aufweisen, haben sich jedoch Schwierigkeiten gezeigt, da durch die Reibung zwischen den einzelnen Fäden der Schnüre und durch Unregelmässigkeiten im Querschnitt derselben, die Stösse hervorriefen, eine rasche Abnutzung stattfand, derart, dass die Schnüre sehr oft ausgewechselt werden mussten, was jeweils den Stillstand der ganzen Maschine während längerer Zeit zur Folge hatte. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass die erwähnten Schwierigkeiten behoben werden können, wenn die
Gummiseele aus einem einzigen dünnen Gummifaden gebildet wird, der nach Verknüpfen der beiden
Enden in vielfache Schlingen gelegt und somit eine endlose Gummiseele aus mehreren Strängen gebildet wird, die dann zunächst mit einer Umflechtung aus Textilstoffen versehen wird, wonach der beim
Schliessen des Gummifadens gebildete Knoten ausgelöst oder ausgeschnitten wird,   schliesslich   weitere
Umflechtungen auf die erste Lage aufgebracht werden und die so entstandene Treibschnur nachträglich noch mit Gummi getränkt, getrocknet und vulkanisiert wird, um die verschiedenen Fäden gegen- einander zu isolieren.

   Mit den bis jetzt bekanntgewordenen Imprägnierungsverfahren war es jedoch nicht   möglich,   den notwendigen   Imprägnierungsgrad   zu erzielen, und es konnten auch die Unreel- mässigkeiten im Querschnitt der imprägnierten Schnur nicht korrigiert werden. 



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden diese Aufgaben vollständig gelöst, indem es ermöglicht, die Treibschnüre derart mit Kautschuk zu imprägnieren, dass sowohl die einzelnen Fäden der äusseren Umflechtung als auch die inneren Gummifäden jeder einzelne für sieh vollständig in Gummi eingebettet wird, so dass jede Reibungsmöglichkeit der Fäden aneinander ausgeschlossen ist. Ferner werden die imprägnierten Treibsehnüre einer Druckbehandlung unterworfen, wodurch jede Unregelmässigkeit im Querschnitt, die während der Imprägnierung entstehen kann, ausgeglichen wird.

   Die auf diese Weise hersgetellten elastischen, endlosen Treibschnüre besitzen auf der ganzen Länge einen   gleicr grossen Querschnitt,   der sich bei der Dehnung an allen Stellen gleichmässig verändert, was für ihre Verwendung für den Spindelantrieb von Spinnmaschinen wichtig ist, und ferner eine sehr lange Lebensdauer der Treibsehnüre bewirkt. 



   Das Verfahren besteht darin, dass die endlosen elastischen   Treibschnüre   in ein aus Kautschuklatex bestehendes Bad getaucht und gleichzeitig durch mechanische Vorrichtungen, z. B. rotierende, exzentrisch montierte Walzen, abwechselnd gestreckt und nachgelassen werden. Es wird dadurch erreicht, dass die Maschen der äusseren Umfleehtung dauernd geöffnet und geschlossen werden, so dass die Imprägnierungsflüssigkeit eindringen kann und absorbiert wird. Diese Streck-und Zusammenziehungsbewegung wird hierauf ausserhalb des Bades während einer gewissen Zeit fortgesetzt, damit die   überschüssige   Imprägnierungsflüssigkeit abtropfen und der absorbierte Latex zufolge Verdunstung des Wassergehaltes, die gegebenenfalls durch einen Luftstrom beschleunigt wird, koagulieren kann. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die so behandelten   Treibschnüre   werden alsdann getrocknet und hierauf einer starken Pressung unterworfen, damit die ins Innere eingedrungenen Kautschukteilchen zu einer festen Masse gepresst werden, denn nachdem das Wasser während der Trocknung ausgestossen worden ist, sind die Schnüre porös geblieben. Diese Behandlung hat ausserdem den Zweck, die während der Imprägnierung entstandenen Unregelmässigkeiten im Querschnitt der Schnüre auszugleichen. Die Pressung der Schnüre wird erfindungsgemäss in regelmässigen Abschnitten zwischen zwei parallelen, waagerechten Pressplatten vorgenommen, von denen eine feststehend und die andere hin und her beweglich angeordnet ist.

   Es sind dabei Vorrichtungen für das selbsttätige Nachrücken der Treibsehnur und das gleichzeitige Heben der oberen Pressplatte vorgesehen sowie eine selbsttätige Abstellvorrichtung der Maschine, die wirkt, sobald die ganze Länge einer Treibschnur zwischen den beiden Pressplatten behandelt worden ist. Die Pressplatten können dabei auch elektrisch oder mittels Dampf geheizt sein, damit die Treib-   schnüre   während der Pressung einer Vorvulkanisation unterworfen werden. 



   Schliesslich werden die imprägnierten und gepressten   Treibschnüre   vulkanisiert, wozu der Imgrägnierungsmisehung die zum Vulkanisieren nötigen Stoffe in bekannter Weise beigegeben werden. Es können auch Alterungsschutzmittel und ferner Netzmittel beigegeben werden, die das Eindringen der   Imprägnierungsmisehung fordern.   Die   Imprägnierungsmischung   wird vorteilhaft auf Basis eines Latexkonzentrates bereitet. wobei nach bekannten Methoden Stabilisierungsmittel, die viskositätserhöhend wirken können, beigemischt werden. 



   In den Zeichnungen sind die zur Ausführung des Verfahrens dienenden Maschinen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht der   Imprägniermaschine,   Fig. 2 eine Seitenansicht derselben Maschine, Fig. 3 eine Seitenansicht der   Press-und Ausgleiehniasehine,   Fig. 4 eine Ansieht derselben Maschine von der gegenüberliegenden Seite aus, Fig. 5 eine Vorderansicht der   Pressmaschine,   Fig. 6 eine Ansicht   d ? r Pressmaschine von oben,   Fig. 7 einen Schnitt nach der   Linie A-A   der Fig. 6 in vergrössertem Massstabe, Fig. 8 eine Seitenansicht der Vorrichtung zum selbsttätigen Nachschub der   Treibsehnur   in der   Pressmaschine   in vergrössertem   Mass-   stabe, Fig.

   9 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 8. 



   Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte   Imprägniermasehine   besteht im wesentlichen aus einem Ständer   1,   der auf der vorderen und hinteren Seite je ein Paar Lager 2 und 3 trägt, in denen zwei waage- 
 EMI2.1 
 teil 6,7 montiert, die mittels Stellspindeln   8,   9 und Handräder   10,   11 auf und nieder bewegt werden können, wobei die Ständer 1 als Schienen dienen. 12 und 13 sind zwei auf den Führungsteilen 6, 7 sitzende Zeiger, die auf Skalen 14, 15 des Ständers 1 die jeweilige Höhe der Wellen 4 und 5 bezeichnen. 



   16 und 17 stellen ein weiteres waagerechtes Wellenpaar dar, das in Stehlagern   18, 19 drehbar   gelagert ist und dessen freie Enden auf beiden Seiten des Ständers eine oder mehrere exzentrisch befestigte Walzen 20, 21 tragen. Wenn es sich um je zwei Walzen handelt, die auf jedem der Wellenenden 16, 17 exzentrisch befestigt sind, wie dies auf der Zeichnung dargestellt ist, so werden die vier exzentrischen Walzen derart auf ihren Wellen versetzt montiert, dass die Exzentrizitäten nach verschiedenen, z. B. um 900   gegeneinander versetzten Richtungen   liegen, um auf diese Weise ein den Gang der Maschine beeinflussendes   Durehbiegen   der Wellen 4 und 5 zu verhindern.

   Die beiden Wellen 16, 17 werden von einem Elektromotor 22 od. dgl. angetrieben, der ein auf der Welle 16 sitzendes Ritzel dreht, wobei ein Zwisehentrieb 23 die Drehbewegung auf die Welle 17 überträgt. 



  Die Wellen 4 und 5 sind im Gestell frei drehbar gelagert und werden durch die aufgebrachten Treibschnüre von den Walzen 20, 21 mitgenommen. 



   Unterhalb der Walzen 20, 21 sind Flüssigkeitsbehälter 24', 24"vorgesehen, die auf Trägern 25 montiert sind, die an einem Kabel 26 hängen, das auf einer im oberen Teil der Maschine vorgesehenen Achse 27 aufgerollt ist. Diese Achse kann durch ein Handrad 28 über einen Schneckentrieb 29,. 30 gedreht werden, wodurch die   Behälter 24', 24"gehoben   und ges nkt werden können, so dass die Walzen 20, 21 in der in den Behältern   24',     24" enthaltenen Imprägnierungsflüssigkeit   teilweise untertauchen oder ausserhalb derselben bleiben. 31 sind die elastischen, endlosen, zur   Imprägnierung   bestimmten Treibsehnüre. 



   Die in den Fig. 3-8 dargestellte   Press- und Ausgleichmaschine   besteht aus einem Gestell 35, das auf einem Tisch 36 befestigt ist. 37 bezeichnet die Antriebswelle der Maschine, die eine schwingende Bewegung ausführt, wie dies in Fig. 3 durch einen Pfeil veranschaulicht ist. Diese Bewegung wird der Welle 37 durch ein Gestänge 38 von einem nicht abgebildeten Exzenter aus mitgeteilt. 39 ist die obere Pressplatte, die mit einem gabelförmigen Hebel 40, der auf zwei in senkrechten Trägern des Gestelles 35 der Maschine befestigten Zapfen 41 (Fig. 4) drehbar gelagert ist, ein Ganzes bildet.   42   ist die untere Pressplatte, die längs zweier waagerechter Schienen 43 eine hin und her gehende Bewegung   ausführen   kann. Diese Bewegung wird durch ein Gestänge 44 von der Antriebswelle 37 abgeleitet. 



   45, 46 und 47 sind Führungsrollen für die zu behandelnde   Treibsehnur,   von denen die Rolle   15   durch ein   Sehraubengetriebe   48 auf die später beschriebene Weise angetrieben ist, während die Rolle 47 längs einer Stange 50 leicht verstellt werden kann, um die Maschine der jeweiligen Länge der zu behandelnden Schnur 51 anzupassen und deren Spannung zu regulieren. Auf beiden Seiten der Press- 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 und her beweglich sind. Die hin und her gehende Bewegung wird auf die Führungsgabeln 52 durch zwei auf einer Achse 55 drehbar gelagerte Ritzel 54 übertragen (Fig. 7), die einerseits in eine feststehende Zahnstange 56 und anderseits in eine auf der unteren Seite der beweglichen Pressplatte vorgesehene Zahnstange 57 eingreifen.

   Es ergibt sich aus dieser Anordnung, dass die Führungsgabeln 52 in beiden Richtungen genau den halben Weg der Pressplatte   42 zurücklegen,   der der Hin-und Herbewegung der Treibschnur 51 während ihrer Abrollung zwischen den beiden Pressplatten entspricht. 58 ist ein Querarm, der in seiner Mitte auf dem Hebel   40   ruht und dessen Enden sieh unter der Wirkung starker
Spiralfedern 59,60 befinden, so dass der genannte Hebel 40 und mit ihm die obere Pressplatte 39 stark nach unten gedrückt werden. Die Höhenlage der Platte 39 kann durch Stellschrauben 61 eingestellt werden, so dass eine Reibung zwischen den Oberflächen der beiden Pressplatten 39,42 vermieden wird. 



  Die Achse 49 (Fig. 7) ist mit einem Zapfen (Nocke) 62 versehen, der den Hebel 40 und den Querarm 58 nach jeder vollständigen Umdrehung gegen die Wirkung der Federn 59,60 hebt. Die Achse 39 erhält eine ruckweise Drehbewegung durch ein Schaltrad 63, auf das eine Stange 64 wirkt, die mittels eines Hebels von der Antriebsachse 37 aus angetrieben wird. Der   Rückwärtsgang   des z. B.   se : hszähnigen   Schaltrades 63 wird durch eine Feder 65 verhindert, die gleichzeitig die sechs verschiedenen Stellungen des Rades 63 bestimmt (Fig. 3,8 und 9). 



   Im Schaltrad 63 ist ein Zapfen 66 angeordnet (Fig. 8 und 9), in dem das eine Ende einer Spiralfeder 67 befestigt ist, während das andere Ende mit dem freien   Achsstück   49'verbunden ist. Diese letztere trägt nahe am Sehaltrade   63 einen   Stift   68,   der während der Drehung dieses Rades durch den Anschlag 69 des Querarms 58 gehalten wird. Es wird dadurch erreicht, dass die ruckweise Drehung des Rades 63 nicht unmittelbar auf die Achse 49'und das Schraubengetriebe 48 übertragen wird, sondern dass sich dadurch lediglich die Feder 67 spannt.

   Am Ende jeder vollständigen Drehung des Schaltrades 63 und der Achse 49 werden, wie bereits erwähnt, der Hebel 40 und der Querarm 58 durch den Zapfen 62 gehoben, so dass einerseits die zwischen den Pressplatten 39,42 befindliche Schnur und anderseits der Stift 68 frei werden, wodurch die freie Achse   49'und   das Schraubengetriebe   J8     eine schnelle, vollständige   Drehung unter Einwirkung der Spiralfeder 67 ausführen und die Schnur 51 somit um ein Mass befördert wird, das gleich dem Umfang der Rolle 45 ist, der der Breite der Pressplatten entspricht.

   Bei Beginn der nächsten Drehung des Schaltrades 63 und der Achse 49 entfernt sieh der Zapfen   62   wieder vom Hebel 40, so dass die Federn 59,60 nicht mehr daran gehindert werden, die Platte 39 niederzuziehen, und es erfolgt dann die Behandlung eines weiteren Abschnittes der   Treibschnur   zwischen den Pressplatten. 



   Am entgegengesetzten Ende der Achse 49 ist eine Sehaltklinke. 70 exzentrisch angeordnet, die auf ein teilweise gezahntes Rad 71 einwirkt, das auf einer Achse 72 befestigt ist. Dieses Rad 71 wird bei jeder vollständigen Umdrehung der Achse 49 um einen Zahn gedreht, wobei eine Stellklinke 73 vorgesehen ist, die den   Rückwärtsgang   verhindert. Auf dem Rad 71 ist ein Arm 74 angeordnet, der mit einer Feder 75 zusammenwirkt und, wie weiter unten beschrieben wird, zur Festlegung der Ausgangsstellung des Rades 71 dient. Die Stellung des Armes 74 zum Rade 71 kann nach Lösen der Flügelschraube 76 leicht geändert werden (Fig. 4 und 6).

   Am andern Ende der Achse 72 ist ein doppelarmiger Hebel 77 befestigt, dessen eines Ende sich unter der Wirkung einer Spiralfeder 78 befindet, während der andere Hebelarm einen Anschlagstift 79 trägt, der nach Durchgang des letzten Zahnes des Rades 71 bei der Klinke 73 einen Hebel 80 unter der Wirkung der Feder 78 hebt, der sich auf der Achse 49 frei drehen kann (Fig. 3 und 6). Der   Ansehlagstift   79 tritt deshalb erst nach Durchgang des letzten Zahnes des Rades 71 bei der Klinke 73 in Tätigkeit, weil der Hebel 77 derart auf der Achse befestigt ist, dass der die Feder 78 tragende Arm beim Durchgang des letzten Zahnes des Rades 71 eben die senkrechte Stellung   überschreitet   und somit von der erwähnten Feder nach unten gezogen wird.

   Der Hebel   80,   der einen Stift 81 trägt, auf dem die Stange 64 ruht, hebt somit diese, wodurch sie ausserhalb des Bereiches des Schaltrades 63 gelangt und die Maschine abgestellt wird, unabhängig davon, ob die Welle 37 weiterhin ihre schwingende Bewegung ausführt. 82 ist ein auf der Achse 72 vorgesehener Kontaktstift, der am Ende der Behandlung jeder   Treibschnur   mit einem federnden Teil 83 in Berührung kommt, der mit einer elektrischen, nicht dargestellten Glühbirne verbunden ist, deren anderer Pol mit irgendeinem Metallteil der Maschine in Verbindung steht, so dass die Glühbirne beim Schliessen des Stromkreises zwischen dem Stift 82 und dem Teil   88   aufleuchtet. 



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende : Die elastischen, endlosen, aus einer Gummiseele und einer äusseren   Umflechtung   bestehenden   Treibschnüre   werden zunächst auf der in den Fig.   l   und 2 dargestellten   Imprägniermasehine.   behandelt, indem sie auf die Wellen 4 und 5 und die entsprechenden, exzentrisch gelagerten Walzen 20 und 21 aufgezogen werden. Die Wellen 4, 5 sind zu diesem Zwecke mit Rillen versehen (Fig.   l),   die die Lage der einzelnen Schnüre bestimmen.

   Nach Aufbringung   sämtlicher   zur Imprägnierung bestimmten   Treibsc1müre,   wird der Motor 22 in Tätigkeit gesetzt und die Wellen 4,5 werden mittels der Handräder 10, 11 bis zur gewünschten Höhe gehoben, wobei die Skalen 14, 15 als Massstab für die jeweilige Länge und Spannurg der Schnüre dienen. Hierauf werden die Behälter 24', 24"mittels des Handrades 28 ebenfalls gehoben, so dass die Exzenterwalze 20, 21 in der Imprägnierflüssigkeit, die vorher schon in die Behälter gegossen worden ist, teilweise untertauchen und somit die Imprägnierung in der oben beschriebenen Weise erfolgen kann. Die Dauer der Impräg- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

   tiering hängt von der Beschaffenheit und Dicke der Treibschnüre sowie von der Imprägniermischung ab und muss durch Versuche bestimmt werden.

   Durch das abwechselnde Strecken und Zusammenziehen der Treibsehnüre durch die Walzen 20, 21 werden die Schnüre rasch durch und durch imprägniert. 



  Nach Beendigung der Imprägnierung werden die Behälter 24', 24"gesenkt, so dass die Walzen 20, 21 sich wiederum ausserhalb der Imprägnierflüssigkeit drehen, und in dieser Stellung wird die Maschine noch eine bestimmte Zeit lang in Gang gehalten, damit die überschüssige, an den Schnüren anhaftende Imprägnierfliissigkeit abtropfen und hierauf der absorbierte Latex im Inneren und an der Oberfläche der Schnüre zufolge Verdunstung des Wassergehaltes, die gegebenenfalls durch einen Luftstrom beschleunigt wird, koagulieren kann. Hierauf werden die Schnüre abmontiert und getrocknet. 



  Nach erfolgter Trocknung werden die imprägnierten Treibschnüre auf der Press- und Ausgleichmaschine weiterbehandelt, indem sie einzeln auf die Führungsrollen 45, 46 und 47 gespannt werden, wie dies besonders aus Fig. 5 hervorgeht. Das Einlegen der Schnur zwischen die Pressplatten erfolgt dabei, während sieh die obere Platte unter Einwirkung des Zapfens 62 in gehobener Stellung befindet. 



  Die Führungsrolle 47 wird je nach der Länge der Schnur und deren für die Behandlung gewünschten Spannung eingestellt. Dann wird auch die Ausgangsstellung des Rades 71 bestimmt, indem die Länge der Schnur durch die Breite der Pressplatten dividiert wird. Der sieh ergebende Quotient dient zur Bestimmung der Anzahl Zähne des Rades 71, die sich auf der unteren Seite vor der Sperrklinke 73 zu befinden haben, denn, wie weiter oben beschrieben ist, bei jeder vollständigen Umdrehung der Achse 49, die dem Vorschub der Schnur um die Breite der Pressplatten entspricht, dreht sieh das Rad 71 um einen Zahn. Der Arm 74 wird hierauf in die durch die Feder 75 bestimmte senkrechte Stellung gebracht (Fig. 4) und durch Anziehen der Flügelsehraube 76 fest mit dem Rad 71 verbunden.

   Die Stange 64 und dr Hebel 80 fallen hierauf durch ihr Eigengewicht in die Arbeitsstellung, in der der Hebel 80 auf der Achse 72 aufruht, und die Stange 64 beginnt die hin und her gehende Bewegung, die ihr von   
 EMI4.1 
 
Der auf der Achse 49 sitzende Zapfen 62 entfernt sich auf diese Weise vom Hebel 40, worauf die Pressplatte 39 die zu behandelnde Schnur mit starkem Druck unter Einwirkung der Spiralfedern 59,60 gegen die Pressplatte   42 drückt.   Die Schnur wird dabei gleichzeitig zufolge der Hin-und Herbewegung der unteren Pressplatte und der Führungsgabeln 52 hin und her gerollt. Am Ende einer vollständigen Umdrehung des Schaltrades 63 wird die Pressplatte 39 durch den Zapfen 62   gehoben, wodurch   die Schnur vom Druck befreit wird.

   Gleichzeitig erfolgt ihr selbsttätiger Vorschub, indem beim Heben des Querarmes 58 der Stift 68 frei wird und die Achse 49'somit unter Einwirkung der gespannten Feder 67 eine rasche vollständige Umdrehung ausführen kann, die durch das Getriebe 48 auf die Führungsrolle 45   übertragen   wird. Dann erfolgt die Pressung des neuen Abschnittes der Schnur in genau derselben Weise. 



   Nachdem der letzte Zahn des Rades 71 die Sperrklinke 73 passiert hat, zieht die Spiralfeder 78 den mit ihr verbundenen Arm des Hebels 77 rasch nach unten, so dass der Anschlagstift 79 seine Höchststellung einnimmt und dabei den Hebel 80 zusammen mit der Stange 64 hebt, wodurch diese letztere aus dem Bereich des Rades 63 gelangt und somit leer arbeitet. Gleichzeitig kommt der Kontaktstift   ?   mit dem federnden Teil 83 in Berührung, wodurch der elektrische Stromkreis geschlossen und die an gut sichtbarer Stelle angebrachte Glühbirne aufleuchtet. Es ist dadurch leicht ersichtlich, dass die ganze Länge der Schnur behandelt worden ist.

   Nach Aufspannung einer neuen Schnur auf die Führungsrollen wird das Rad 71 wiederum in die Ausgangsstellung gebracht, die durch die senkrechte Stellung des Gliedes 74 und die Feder 75 bestimmt wird, wodurch die Stange 64 von selbst in die Arbeitsstellung 
 EMI4.2 
 
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Behandlung endloser, elastischer, aus einem Gummifadenbündel mit einer äusseren Umfleehtung bestehender Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautsehuklatex, dadurch gekennzeichnet, dass die   Treibschnüre während   des Untertauehens in einem Imprägnierungsbade ununterbrochen durch mechanische Vorrichtungen abwechselnd gestreckt und nachgelassen werden, welche Bewegung ausserhalb des Imprägnierungsbades während einer bestimmten Zeit fortgesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die imprägnierten Treibsehnüre nach erfolgter Trocknung in gespanntem Zustande einer starken Pressung unterworfen und gleichzeitig oder nachträglich vulkanisiert werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressung der imprägnierten Treibsehnüre durch Abrollen zwischen zwei Pressplatten erfolgt, von denen eine feststehend und die andere hin und her beweglich ist.
    4. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein ? 0der mehrere auf angetriebenen Wellen exzentrisch montierte Walzen und eine oder mehrere über und parallel zu diesen Walzen angeordnete, im Gestell frei drehbar gelagerte Spannwellen, die zusammen mit den exzentrisch montierten Walzen zur Befestigung der zur Imprägnierung bestimmten Treibsehnüre dienen und diese einer dauernden Spannungsänderung unterwerfen, wobei ein oder mehrere unterhalb der Exzenterwalze auf und ab bewegliche Flüssigkeitsbehälter angeordnet sind, in denen die Exzenter- <Desc/Clms Page number 5> walzen teilweise untergetaucht werden können,
    und wobei Vorrichtungen zur Auf-und Abbewegung der Spannwellen zum Zwecke der Regulierung der Spannung der Treibsehnüre vor oder während der Imprägnierung vorgesehen sind.
    5. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch zwei waag-rechte, übereinander angeordnete Pressplatten, zwischen denen die zu behandelnde Treibschnur abschnittsweise gepresst und hin und her gerollt wird, zu welchem Zwecke die untere, in waag rechten Schienen geführte Pressplatte hin und her beweglich angeordnet ist, während die obere Pressplatte unter der Wirkung starker Spiralfedern steht, wobei Vorrichtungen zum selbsttätigen Nachschub der Treibschnur und gleichzeitigen Heben der oberen Pressplatte sowie zur selbsttätigen Abstellung der Maschine vorgesehen sind, wobei abgestellt wird, sobald die ganze Länge der Treibschnur behandelt worden ist.
    6. Ausführungsform der Press-und Ausgleiehmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibschnur durch Führungsrollen geführt wird, von denen eine leicht verstellbar ist zwecks Anpassung der Maschine an die jeweilige Länge der Schnur und Regulierung der während der Behandlung gewünschten Spannung, während eine weitere Führungsrolle intermittierend angetrieben wird, derart, dass sie jeweils eine vollständige Umdrehung ausführt und die Schnur befördert, wenn die obere Pressplatte zwecks Freilassung derselben gehoben ist, wobei die Treibsehnur nahe an den Pressplatten ausserdem durch Führungsgabeln geführt wird, die eine hin und her gehende Bewegung ausführen, die dem Abr0llungsweg der Treibschnur zwischen den beiden Pressplatten entspricht.
    7. Endlose, elastische Treibschnur, bestehend aus einem Gummifadenbündel mit einer äusseren Umflechtung, insbesondere für den Spindelantrieb von Spinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch und durch mit Kautschuk imprägniert und unter Druck derart behandelt sind, dass sie auf der ganzen Länge einen gleichgrossen Querschnitt aufweisen, der sich bei der Dehnung an allen Stellen gleichmässig verändert.
AT156530D 1937-10-08 1937-10-08 Verfahren und Einrichtung zur Behandlung endloser, elastischer Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautschuklatex. AT156530B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT156530T 1937-10-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT156530B true AT156530B (de) 1939-07-10

Family

ID=3648948

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT156530D AT156530B (de) 1937-10-08 1937-10-08 Verfahren und Einrichtung zur Behandlung endloser, elastischer Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautschuklatex.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT156530B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60106550T2 (de) Vorrichtung zur Behandlung von aus einer Textilienbahn geschnittenen Textilienabschnitten, insbesondere zum Schliessen des Vorderendes eines schlauchförmigen Abschnittes
WO1991007540A1 (de) Automatisches strumpfwendegerät für eine kettelmaschine
AT156530B (de) Verfahren und Einrichtung zur Behandlung endloser, elastischer Treibschnüre durch Imprägnierung mit Kautschuklatex.
DE653321C (de) Vorrichtung zur UEberwachung der Fadenspannung an Kettenwirkmaschinen
DE862040C (de) Warenabzugsvorrichtung, insbesondere fuer Flachkettenwirkmaschinen
DE955223C (de) Maschine zur Herstellung von teppichartigen Erzeugnissen mit plueschartiger Oberfalece
DE571804C (de) Abzugsvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen
DE870592C (de) Schaermaschine, insbesondere fuer die Kettenwirkerei
DE487525C (de) Straehngarn-Mercerisiermaschine
DE141612C (de)
AT135358B (de) Vorrichtung zum Bespannen von Tennisschlägern u. dgl.
DE810020C (de) Webverfahren und Vorrichtung dazu
DE878040C (de) Verfahren und Maschine zum Herstellen von Drahtnetzen
DE2246201C3 (de) Vorrichtung, bei welcher zwei Fäden um einen Zylinder geführt sind
DE388817C (de) Maschine zum Drehen von Fransen
DE522778C (de) Maschine zum Trocknen und Appretieren schmaler gewebter Baender von krummliniger Gestalt
CH681900A5 (de)
AT16769B (de) Maschine zur Herstellung von nicht metallenen Spitzen an Senkelschnüren.
DE450144C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Geflechtgegenstaenden
DE461631C (de) Buerstmaschine
DE175636C (de)
DE804825C (de) Spulentraeger fuer Flechtmaschinen
DE275233C (de)
DE507991C (de) Einrichtung zum Schlichten oder Faerben von Straehngarn
AT145307B (de) Einrichtung zum Abschneiden und Abnehmen auf der Strangpresse hergestellter Ziegel.