AT156299B - Unkrautbekämpfungsmittel. - Google Patents

Unkrautbekämpfungsmittel.

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    Unkrautbekämpfungsmittel.   



   Zur Bekämpfung von Ackerunkräutern, wie Hederieh und Ackersenf, werden vorwiegend kupferhältige und   eisenhältige   Spritzmittel verwendet. Diese Mittel haben den Nachteil, dass sie erst in sehr hohen Konzentrationen genügend wirksam sind, so dass ein sehr hoher Metallaufwand zur Unkrautbekämpfung erforderlich ist. 



   Weiters werden für den gleichen Zweck Spritzungen mit verdünnter Schwefelsäure durchgeführt. 



  Diese Bekämpfungsmethode leidet an   dem Übelstand,   dass dem Landwirt die Handhabung mit konzentrierter Schwefelsäure überlassen werden muss, da eine Inverkehrsetzung der verdünnten, gebrauchsfertigen Schwefelsäure aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen ist. Auch erfordert die Schwefelsäureanwendung besondere, säureresistente Apparate ; selbst diese werden aber in relativ kurzer Zeit durch die Säureeinwirkung korrodiert und unbrauchbar gemacht.

   Schliesslich wurden auch   Ammon-   sulfat und Aluminiumsulfat als   Hederiehbekämpfungsmittel vorgeschlagen.   Diese Mittel wirken aber nur gegen Jugendstadien der   Ackerunkräuter,   nicht aber gegen ältere Pflanzen, insbesondere nicht 
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Erfindungsgemäss ist es möglich, alle   Ackerunkräuter   selbst im weit   vorgeschrittenen   Waehstumsstadium, also auch in der Blüte wirksam zu bekämpfen, ohne dass bei dieser Bekämpfung die zu schützenden Kulturpflanzen geschädigt werden. Es wurde gefunden, dass   Natriumbisulfat   schon in einer für die Kulturpflanzen unschädlichen Menge die Ackerunkräuter vernichtet, wenn es im Gemisch mit reduzierenden, also sauerstoffentziehenden Stoffen verwendet wird.

   Als besonders geeignete Zusätze erwiesen sich Alkalisulfite,-bisulfite,-nitrite, Eisenoxydul und ähnliche, die vermutlich die Unkräuter durch Sauerstoffentzug schwächen und gegen die Einwirkung des Unkrautmittels weniger resistent machen. 



   Durch diese Zusätze werden ganz überraschende Wirkungssteigerungen des für sieh auch wirk- samen   Natriumbisultates   erzielt. 



   Beispiel : Ein stark mit   Hederieh   und Ackersenf verunkrautetes Kleefeld wurde zur Zeit der
Hederiehblüte (Ende Mai) mit einer Mischung von 50 Teilen Natriumbisulfat und 50 Teilen Talkum, u. zw. mit 3 kg pro 1000 m2 bestreut. 



   Im Parallelversuch wurde ein gleiches   Feldstück   mit gleichen Mengen eines Gemisches von
25 Teilen Natriumbisulfat, 5 Teilen Natriumsulfit und 70 Teilen Talkum bestreut. 



   Die am nächsten Tag vorgenommene Kontrolle zeigte in beiden Fällen eine starke Verbrennung der Unkrautpflanzen. Während aber das mit der zweitgenannte Mischung bestreute Feldstück keinerlei
Schädigung der Kleepflanzen erkennen liess, zeigte das mit   Natriumbisulfat-Talkum   behandelte   Stück   gewisse Schädigungen der Kleepflanzen. Die später wiederholten Kontrollen bestätigten das Ergebnis der Erstkontrolle. Das Unkraut war in beiden Schlägen vernichtet, während der Klee nur in dem einen Feldstück Schaden genommen hatte. 



   Weitere Versuche zeigten, dass auch andere reduzierend wirkende Zusätze, wie Alkalinitrite, Eisenoxydul usw., in ähnlicher Weise zu einer Wirkungsverbesserung mit wechselndem Ausmass führen. 



   Der oder die reduzierenden Zusätze können in wechselnden Mengen verwendet werden, wobei Mengenverhältnisse, wie im obenangeführten Beispiel ersichtlich, als besonders zweckmässig erscheinen. 



   Die Anwendung der erfindungsgemässen Mittel ist auch in Form von Spritzmitteln möglich. 



  Man kann des weiteren die verschiedensten an sich bekannten Steck-, Haft-, Benetzung-und Dispergiermittel usw. mitverwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   1. Unkrautbekämpfungsmittel,   gekennzeichnet durch den Gehalt an Natriumbisulfat und reduzierend wirkenden Zusätzen. 

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Claims (1)

  1. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als reduzierend wirksamer Zusatz ein oder mehrere Alkalisulfite verwendet werden.
    3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als reduzierend wirkende Zusätze Nitrite verwendet werden.
    4. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die reduzierend wirkenden Zusätze in Mengen von 5 bis 50%, vorzugsweise von 20 bis 30%, bezogen auf Natriumbisulfat, verwendet werden.
    5. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an sieh bekannte Netz-, Dispergier-, Haftmittel usw. mitverwendet werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT156299D 1937-07-09 1937-07-09 Unkrautbekämpfungsmittel. AT156299B (de)

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