AT105065B - Pflanzenschutzmittel. - Google Patents

Pflanzenschutzmittel.

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AT105065B
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Ignaz Dr Kreidl
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   ribmzenschutzmittel.   



    Zur Bekämpfung von pflanzlichen Parasiten werden hauptsächlich Metallsalze, wie z. B. die Salze des Kupfers, Arsens, Quecksilbers u. dgl. verwendet, welche eine starke fungizide Wirkung besitzen. 



  Diese Metallsalze haben in der Praxis den grossen Übelstand, dass sie in Konzentrationen angewendet werden müssen, in welchen sie bereits heftige Gifte für Tiere und Menschen darstellen und auch der zu schützenden Pflanze schaden. Die Erfindung beruht nun auf der Feststellung, dass durch Hervorrufung von Reizwirkungen auf die Parasiten deren Aufnahmefähigkeit für das Bdmmpfungsmittel erheblich gesteigert werden kann und dass dadurch die Anwendung der giftigen Metallsalze in Konzentrationen, bzw. in Mengen ermöglicht ist, in welchen die Giftwirkung herabgesetzt ist. Von dieser Feststellung ausgehend werden gemäss der Erfindung die bekannten fungizid wirksamen Metallsalze im Gemenge mit Stoffen benutzt, die die Lebenstätigkeit der zu vernichtenden Parasiten erhöhen.

   Die Erfindung besteht also darin, dass als Pflanzenschutzmittel aufeinander nicht einwirkende, wasserlösliche, mechanische Gemenge der bekannten fungizid wirksamen Metallsalze mit fungizid nicht wirksamen Nährstoffen oder Reizmitteln für den pflanzlichen Parasiten, d. s. lösliche saure anorganische, organische oder organische anorganische Verbindungen, insbesondere solche stickstoffhaltige und sauerstoffabgebends Stoffe benutzt werden wie z. B. saureNitrate, saurePhosphate, saure Azetate, Sulfamide, fungizid nicht wirksame Sulfosäuren und deren Verbindungen, wobei durch die Assimilation der Zusatzstoffe, die Fungizide in den Parasiten eingeführt werden. 



  Für das Pflanzenschutzmittel gemäss der Erfindung ist sonach wesentlich, dass es zwei verschiedenartige, voneinander unabhängige Wirkungen hervorzurufen vermag, u.-zw. eine Reizwirkung auf den Parasiten und eine fungizide Wirkung auf den Parasiten. 



  Es sind Pflanzenschutzmittel bekannt, bei welchen ein einen Nähistoff, wie Phosphate, Stickstoffverbindungen u. dgl., aber für die zu schützende Pflanze, enthaltender, Kohlensäure entwickelnder Stoff z. B. Humus als Grundsubstanz für Kupfer-, Arsen-u. dgl. Spritzbrühen bzw. Verstäubungspulver verwendet wird. Bei diesem bekannten Pflanzenschutzmittel beruht die Wirkung auf der Entwicklung der Kohlensäure, durch welche ein lebhaftes Ergrünen und Gedeihen der Blätter erreicht und die Assimilation gehoben wird, wobei durch die Erhöhung der Assimilation die Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber den pflanzlichen Parasiten und gegenüber einer wiederholten Bespritzung gesteigert werden soll.

   Dagegen beruht die Erfindung auf der hievon abweichenden Feststellung, dass die Widerstandskraft der Parasiten gegen ihre Vernichtung vermindert und dadurch die zu schützende Pflanze geschont werden soll. Für das Pflanzenschutzmittel gemäss der Erfindung kommen insbesondere in Betracht Gemenge der üblichen Metallsalze mit den fungizid nicht wirksamen löslichen aromatischen Sulfosäuren und deren Verbindungen, z. B. mit Chloriden, Nitroverbindungen u. dgl. und den Salzen dieser Verbindungen. Als spezielles Beispiel seien genannt die Naphthalinsulfosäure und deren Salze. 



  Die auf diese Weise erhältlichen wasserlöslichen Gemenge werden als Beizmittel od. dgl. verwendet. 



  Durch Zusatz von alkalisch reagierenden Substanzen wie Alkalien, alkalischen Erden, Magnesiumoxyd u. dgl. können geeignete Spritzmittel erhalten werden. 



  Beispiele : 1. NaphthaJinsuIfosäure wird mit 10% Quecksilberchlorid in fester Form im Verhältnis von 9 Teilen Naphthalinsulfosäure zu einem Teil Quecksilberchlorid gemischt und dieses Gemenge in einer yio% igen Lösung als Beizmittel benutzt. 



  2. Harnstoff in fester Form wird mit einem Kupfersalz, z. B. Kupferchlorid oder Kupfersulfat in fester Form im Verhältnis von 10 : 1 gemengt. Aus diesem Gemenge wird eine ungefähr % % ige Losung hergestellt, die als Beizmittel verwendet wird. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Pflanzenschutzmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die fungizid wirkenden Metallsalze mit solchen Stoffen gemengt werden, welche die Lebenstätigkeit der zu vernichtenden Parasiten erhöhen (Nähr-oder Reizstoffe). 

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Claims (1)

  1. 2. Bekämpfungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatz zu den fungizid wirksamen Metallsalzen lösliche aromatische Sulfosäuren und deren lösliche Verbindungen benutzt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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