AT100210B - Saatgutbeize. - Google Patents

Saatgutbeize.

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AT100210B
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  Saatglltbeize. 



    Es wurde gefunden, dass Rhodanverbindungen ausgezeichnete Mittel für die Desinfektion von Saatgut darstellen, u. zw. haben sich sowohl Kompositionen bzw. Mischungen, welche mehrere Metallrhodanverbindungen enthalten, als auch einzelne Metallrhodanverbindungen als wertvolle Beizmittel erwiesen. Unter anderem haben sich z. B. Rhodanverbindungen bzw. Mischungen von solchen, welche Aluminium, Chrom, Eisen, Kupfer, Quecksilber, Silber enthalten, als brauchbar erwiesen. Auch manche Metalloidverbindungen, wie z. B. Arsentrioxyd, erlangen durch Zusatz von Rhodanverbindungen die gleiche Wirksamkeit wie die genannten metallischen Rhodanverbindungen. Durch geeignete Kombinationen lassen sich die Eigenschaften und Wirkungen der Mittel nach verschiedenen Richtungen hin modifizieren. So lässt sich z. B.

   Eisenrhodanid mit Magnesiumrhodanid, Zinkrhodanid usw. vereinigen oder Quecksilberrhodanid mit Bleirhodanid, Silberrhodanid usw. Besonders gute Ergebnisse wurden z. B. mit solchen Mischungen erzielt, welche mehrere Metalle, also z. B. Kalium, Quecksilber, Eisen, Kupfer oder Kalium, Quecksilber, Eisen, Niekel od. dgl. enthalten. 



  Zur Herstellung von Beizen nach der Erfindung kann man z. B. wie folgt verfahren : 1. Man fällt 57 Teile Aluminiumsulfat, in 91 Teilen Wasser gelöst, mit 91 Teilen Bariumrhodanid, ebenfalls in 91 Teilen Wasser gelöst, und filtriert. 



  2. Man löst 100 Teile Arsenigsäureanhydrid und 41-5 Teile Rhodankalium in Wasser. 



  3. Man fällt 44-8 Teile Chromalaun, in Wasser gelöst, mit 70-9 Teilen Bariumrhodanid.   
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   kaiiumlösung.   



     5.   Man löst Silbernitrat in konzentrierter Rhodankalium- oder Rhodanammoniumlösung. 



   Die Lösungen nach Beispielen   1-5   können in entsprechender Verdünnung als Saatgutbeize ver- 
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 oder   0. 1 g Quecksilber,   oder   0#14 g   Eisen, oder 0-6   6 g   Silber enthalten. 



   6. Man versetzt 80 Teile Eisenrhodanidlösung mit einer Lösung von 7 Teilen Magnesiumrhodanid,   gelöst   in 20 Teilen Wasser und 29 Teilen   Zinkrhodanid,   gelöst in 50 Teilen Wasser. Für den praktischen Gebrauch empfiehlt sich eine Verdünnung, die z. B. in 100 Teilen   0#1 g   Eisen enthält. 



   7. Man versetzt 100 Teile   Quecksilberrhodanidlösung,   enthaltend 20 Teile Quecksilber mit 5 Teilen   Bleirhodanidlösung   und 0-5 Teilen Silberrhodanidlösung. Die Verdünnung für die gebrauchsfertige   Losung kann   in der Weise erfolgen, dass 100   g   Lösung   0'07 y Quecksilber   enthalten. 



   8. Man versetzt   Eisenrhodanidlösung   mit   Quecksilberrhodanidlösung derart, dass   bei Verdünnung zu gebrauchsfertiger Lösung auf   0#1     µ'Eisen 0-03 y Quecksilber kommen.   



   9. Man versetzt   Aluminiumrhodanidlösung   mit   Chromrhodanidlösung   derart, dass bei   Verdünnung   auf   0. 15 g   Aluminium   0#5 g   Chrom treffen. 



   10. Man löst 5074 Teile Quecksilbernitrat unter Zusatz von konzentrierter Salpetersäure in etwa 50 l Wasser, fügt eine Lösung von 3070 Teilen Rhodankalium in 5070 Teilen Wasser hinzu und wäscht den entstandenen Niederschlag bis zur neutralen Reaktion des Filtrats mit Wasser aus. Durch Lösen des entstandenen   Queeksilberrhodamds   in   Rhodankaliumlösung   erhält man eine Lösung von Kalium- 
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 (in 5 Teilen Wasser gelöst) und 125   eMt"einer Kupferrhodanidlosung   (dargestellt durch Aufeinanderwirken einer Lösung von 12 Teilen Kupfersulfat in 50 Teilen Wasser und einer Lösung von 818 Teilen Rhodankalium in 1000 Teilen Wasser), so erhält man eine Lösung von Kalium-Quecksilber'-Eisen-Kupferrhodanid.

   Für praktischen Gebrauch empfehlen sich auch in diesem Falle Konzentrationen, bei welchen in 100 Teilen der anzuwendenden Lösung etwa 0-1 Teile Hg enthalten sind. 



   Die Anwendung der Rhodanverbindungen enthaltenden Lösungen kann in den bei der Saatgutbeize üblichen Anwendungsformen erfolgen. Die Lösungen haben sich sowohl beim Tauchverfahren wie auch beim Benetzungsverfahren bewährt. 



   In manchen Fällen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, Rhodanverbindungen in Kombination mit andern desinfizierenden Mitteln zur Anwendung zu bringen. So kann man z. B. durch Zusatz geringer Mengen von Permanganat die Desinfektionswirkung der Rhodanverbindungen erhöhen. Des weiteren haben sich Zusätze von Phenolen, von Pyridin und dessen Derivaten in gegebenen Fällen als vorteilhaft erwiesen. 



   Die Erfindung bietet Vorteile nach verschiedener Richtung hin. So gestattet sie z. B. die Mitwirkung von Metallen zur Saatgutbeize, welche bisher für diesen Zweck noch keine Verwendung gefunden haben, unter anderem ermöglicht sie auch die Verwendung bzw. Mitverwendung ungiftiger Metalle, z. B. Eisen. Beim Arbeiten mit mehrere Metalle enthaltenden Kombinationen kann man, wie gefunden wurde, die Konzentration der teuren Metalle bzw. der giftigen Metalle erheblich herabsetzen und trotzdem einwandfreie Wirkungen erzielen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass weder durch Überschreitung der vorgeschriebenen Konzentrationen noch der vorgeschriebenen Beizdauer Schädigung der Keimfähigkeit und Keimungsenergie stattfindet. 



   Man hat zwar bereits in Erwägung gezogen, verdünnte   Rhodankaliumlösung   zur Bekämpfung der Rostkrankheit an Hafer zu verwenden. Die betreffenden Versuche führten aber zu völlig unbrauchbaren Ergebnissen. Im übrigen besteht zwischen der Bekämpfung der Rostkrankheit, bei welcher durch Aufspritzen geeigneter Mittel auf die Haferpflanzen im Feld das Auskeimen der durch den Wind herbeigeführten Rostsporen verhindert werden soll, und der Saatgutbeize ein grundsätzlicher Unterschied. 



  Die Rostsporen haften überhaupt nicht am Getreidekorn und da demgemäss auch die Rostkrankheit nicht durch Saatgut verschleppt werden kann, so wäre eine auf Schutz des Saatkorns vor Rostsporen abzielende Behandlung zwecklos. 
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 anzuwenden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Die Verwendung von Rhodanverbindungen bzw. von Mischungen von Rhodanverbindungen, insbesondere solcher, welche die Rhodanide mehrerer Metalle, wie z. B. von Kalium, Quecksilber, Eisen und Kupfer enthalten, oder von Stoffen, welche Rhodanverbindungen enthalten, gegebenenfalls unter Mitwirkung anderer desinfizierender Mittel zur Saatgutbeize.
AT100210D 1921-12-13 1921-12-13 Saatgutbeize. AT100210B (de)

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