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Vorrichtung zum Zuführen der zu verstrickenden Fäden und zum Abziehen und Aufwickeln der gestrickten Garne an Garnstrickmaschinen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen der zu verstrickenden Fäden und zum Abziehen und Aufwickeln der gestrickten Garne an Garnstrickmaschinen und bezweckt, eine stufenlose Regelung der Zuführungsgesehwindigkeit der zu verstrickenden Fäden und damit der Maschenlänge im gestrickten Garn sowie die gleichzeitige Regelung des Garnabzuges entsprechend dem wechselnden Mass der Garnherstellung. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass das Abtriebsrad eines mit der Hauptantriebswelle der Strickmaschine verbundenen Reibungsübersetzungsgetriebes die Fadenzuführungsvorrichtung, die in bereits bekannter Weise aus einem Walzenpaar besteht, durch welches die zu verstrickenden Fäden hindurchgeführt sind, sowie die Abzugsvorrichtung antreibt. Die Erfindung besteht ferner in baulichen Ausgestaltungen der Vorrichtung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Vorrichtung teilweise in Ansicht, teilweise im Schnitt.
Auf einem Querträger 2 des nicht dargestellten Maschinengestelles ist das Gehäuse 3 des Strickkopfes mit Schrauben 4 befestigt. Die Hauptantriebswelle 12 des Strickkopfes trägt am freien Ende eine aus zwei Schnurrollen 11, 13 bestehende Reibungskupplung. Die eine Schnurrolle 11 wird von einem Motor über einen Riemen 9 angetrieben und ist lose auf der Welle 12 angeordnet, während die Schnurrolle 13 das unverdrehbar und verschiebbar auf der Welle 12 angeordnete Kupplungsglied bildet und über einen Riemen 14 eine nicht dargestellte Zwirnvorriehtung antreibt. Der Antrieb der besonders in Fig. 2 ersichtlichen Stricknadeln 21 gehört nicht zum Gegenstand der Erfindung und wird daher nicht näher erörtert.
Der auf dem Gehäuse 3 aufgesetzte Lagerkörper 16 für die Welle 12 trägt einen Aufbau 33, auf dem ein Flacheisen 34 befestigt ist, das zwei Konsolen 35, 36 (Fig. 2) zur Lagerung einer Welle 37 trägt. Auf der Welle 37 ist eine Walze 38 fest angeordnet, oberhalb der sich eine Walze 39 befindet,
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der Walze 39 dient ein Achszapfen 41, der um einen Bolzen 42 des Lagerständers 40 schwenkbar ist, so dass die Walze 39 angehoben werden kann. Die Konsole 36 trägt zwei Stehbolzen 43, über welche die von den Vorratsspulen kommenden, in Fig. 1 hintereinanderliegenden vier Fäden 44 geführt sind, die zwischen den Walzen 38, 39 hindurchlaufen und den Nadeln 27 paarweise zum Stricken je eines Fadens zugeführt werden.
Auf der Triebwelle 12 ist innerhalb des Gehäuses 16 ein Kegelrad 45 befestigt, das in ein Kegelrad 46 einer im Gehäuse 16 gelagerten Welle 47 eingreift, auf der ausserhalb des Gehäuses 3 ein Zahnrad 48 befestigt ist, das mit einem Zahnrad 49 einer Welle 50 in Eingriff steht, die in einem Deckelgehäuse 51 gelagert ist. Das Zahnrad 49 trägt eine Reibscheibe 52, die über ein Zwischenrad 53 mit einer Reibscheibe 54 zusammenwirkt, die auf der Welle 31 fest angeordnet ist.
Das Zwischenrad 53 ist am freien glatten Ende einer Schraubenspindel 33 lose drehbar, jedoch gegen Verschiebung gesichert angeordnet ; die Spindel 55 ist in eine Hülse 56 eingeschraubt, welche in einem Lager 51 eines vom Gehäuse 16 abstehenden Bolzens 58 zwecks Verstellung der Spindel 55 und des Reibrades 53 drehbar gelagert ist. Eine Führung der Teile 56, 55, 63 wird durch eine die Welle 37 umgreifende Gabel 59 gebildet, die-entweder am Zwischenrad 53 lose gelagert oder mit der Spindel 55 verbunden ist.
Zur Verstellung der Spindel 55 ist am unteren, aus dem Lager 57 ragenden Ende derselben ein Handrädchen 60 vorgesehen.
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Auf dem Deckelgehäuse 51 ist für jeden der vier Fäden eine Drahtfeder 61 befestigt, deren Ende zu einer Öse für den Durchgang des Fadens ausgebildet ist. Der Deckel 23 des Gehäuses 3 trägt
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Fadenführer aufnimmt. Die Fäden 44 sind je durch ein Röhrchen 69 hindurchgeführt, die die Drehachsen von die Fadenführer 70 tragenden Zahnrädern bilden. Der Antrieb der Fadenführer gehört
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an ihren freien Enden Rollen 91 trägt. Die Welle 90 ist durch ein fest auf ihr angeordnetes Kettenrad 92 über eine Kette 93 von einem Kettenrad 94 der Welle 37 angetrieben.
An den Armen 89 sind
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sind ferner zwei Stehbolzen 108 gelagert, auf denen Aufwickelspulen 109 aufsteekbar sind. Die Bolzen 108 tragen Reibräder HO, die durch Reibräder 111 der Welle. 103 angetrieben werden und auf diesen gleiten können, damit die Aufwiekelgesehwindigkeit mit zunehmendem Wickeldurchmesser nicht grösser wird. Auf der Kreuzgewindespindell07 ist ein Gleitstück 112 geführt, das in an sich bekannter Weise durch seinen Eingriff in die Nuten der Spindel bei Drehung derselben hin-und hergeführt wird. Auf dem Gleitstück 112 sind nach beiden Richtungen sich erstreckende, die Aufwickelspulen 109 teilweise umgreifende, gabelartig ausgebildete Fadenführer 113 befestigt, deren Gabel- äste in Fig. 2 einander decken.
Führungsrollen 114, an den Nadelbetten 28 gelagert, dienen zur Ableitung des gestrickten Garnes.
Die Maschenlänge im gestrickten Garn ist durch den Hub der Nadeln 27 begrenzt und kann innerhalb dieses Höchstmasses durch das Reibungsübersetzungsgetriebe stufenlos durch Änderung der Zuführungsgeschwindigkeit der Fäden 44 geregelt werden. Hiezu wird mittels der Handhabe 60 die Spindel 55 gedreht und damit die Stellung des Zwischenrades 53 gegenüber den Reibrädern 52, 54 und daher die Drehzahl der Wellen 37 und 90 verändert ; durch Veränderung der Drehzahl der Welle 90 wird erreicht, dass das gestrickte Garn der eingestellten Maschenlänge entsprechend abgezogen wird.
Infolge der Anordnung der Abzugsvorrichtung und der Spulvorrichtung auf vom Strickkopf abwärts ragenden Stehbolzen kann der Strickkopf auf jedes vorhandene Gestell leicht aufgesetzt werden. Zur Herstellung von Effektgarnen können die einer Nadel zulaufenden Fäden mit verschiedener Geschwindigkeit zugeführt werden, zu welchem Zwecke die Zuführungswalzen 38, 39 entweder unterteilt und ihre Teile verschieden schnell angetrieben werden oder unter Beibehaltung des gemeinsamen Antriebes gestuft ausgeführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Zuführen der zu verstrickenden Fäden und zum Abziehen und Aufwickeln
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