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Faserhaltiger Aldehyd-Brennstoff.
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in minderen Ausführungsformen können Cellulosederivate, wie etwa nitrierte Cellulose, verwendet werden.
Als besonders brauchbar hat sich Cellulosekunstseide erwiesen. Vorteilhaft ist die Verwendung sehr feiner Fasern, wie sie durch Wahl eines entsprechenden Ausgangsmaterials oder bei der Herstellung des Brennstoffes durch Auflockerung, Aufdrehen von verzwirnten diinnen Elementarfasern usw. erhalten werden können.
Wenn auch die Verwendung so dünner Fäden die vorteilhafteste Ausführungsform ist, so umfasst die Erfindung auch die Mitverwendung dickerer Fäden. Es können in diesem Sinne die verschiedensten tierischen und pflanzlichen Fasern und andere ähnliche Gebilde, wie Haare, herangezogen werden,
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setzung aufweisen, wobei jedoch durch steigende Verwendung von zufolge ihrer chemischen Konstitution unter nachteiligen Erscheinungen, wie etwa schlechtem Geruch verbrennenden Substanzen,
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praktischer Brauchbarkeit führt.
Die Länge der Fasern ist nicht von entscheidender Bedeutung, doch ist es zweckmässig, wenn die Länge zumindest eines Teiles der Fasern 5 mm übersteigt. Bei der Bemessung der Länge wird man selbstverständlich je nach dem gewählten Herstellungsverfahren nicht so weit gehen, dass die gleichmässige Verteilung in der Masse Schwierigkeiten begegnet.
Die günstigste Fasermenge hängt von der Art derselben und von der eventuellen Mitverwendung anderer, die Wärmeleitfähigkeit herabsetzender Stoffe usw. ab. Es werden vorzugsweise nicht mehr Fasern verwendet, als auch zur jeweils gewünschten Wirkung als Teilchenhalteorgane erforderlich sind und weniger als eine Fasermenge, die zu einer störenden Anhäufung von kohlige RÜckständen beim Brennen Anlass geben könnte. Man kann gewünschtenfalls die Fasern mit Ammoniumnitratlösung imprägnieren, trocknen und auflockern, um die Bildung kohliger Rückstände weiter zu verringern.
Sauerstoffsalze von fixen Alkalien verursachen ein Nachglühen der damit imprägnierten Fasern.
Zweckmässig ist zumeist eine Fasermenge unter 10",'"wie etwa 7%.
Die eigentlich die Flamme unterhaltenden Stoffe (Flammstoffe) werden vorzugsweise der Mischung auch in feinster Verteilung einverleibt. Als Flammstoffe werden vorzugsweise die für Hartspiritus bekannten Aldehydderivate, wie insbesonders Metaldehyd verwendet. Dieser kann aber auch bei manchen Ausführungsformen durch andere Materialien zum Teil ersetzt werden, u. zw. um so mehr, je besser diese Ersatzstoffe an sich für diese Zwecke geeignet sind, je besser sie also an sich rauch-und rückstandslos verbrennen, wie insbesondere verschiedene andere, zweckmässig beim Erhitzen mit oder ohne Zersetzung sublimierende organische Stoffe. Beispielsweise ist in manchen Fällen Polyglyoxal, Trioxymethylen, Hexamethylentetramin, in geringen Mengen aber auch beispielsweise einige Chinone mitverwendbar. Vorgezogen wird aber Metaldehyd.
Bei der vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung sind die Flammstoffe, wie insbesondere Metaldehyd in überwiegenden Mengen vorhanden, u. zw. in aller Regel zu mehr als 70%, vorteilhaft
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Des weiteren können in verschlechterten AusfÜhrungsformen der Brennstoffmasse auch beim Erhitzen nicht sublimierende, aber gut und ohne störende Rauchentwicklung verbrennende Zusätze, wie etwa Zelluloidstaub, Cellulose verschiedener Art, wie fein verteilte Papierabfälle u. dgl. mehr, in solcher Menge zugegeben werden, dass die Entflammung der Masse nicht durch Rückstandbildung oder durch Entstehen geschmolzener Anteile, welche die Fasern verkitten und der Bildung eines Flaumes dünner Fasern beim Aufrauhen zum nächstmaligen Gebrauch entgegenwirken, in störendem Ausmass beeinträchtigt wird.
Das Bindemittel muss in Abhängigkeit von und im Zusammenwirken mit der Art der Formung dem herzustellenden Brennstoff die gewünschte Festigkeit verleihen. Das Vorhandensein wenigstens geringer Mengen von Bindemittel ist aber auch zweckmässig, damit zumindest auf einem Teil der durch Aufrauhen freigelegten Fasern staubförmige Partikelchen der Flammstoffe vermittels
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Films gehaltenen Flammstoffpartikelchen die zuverlässige Entflammung begünstigen. Die Bindemittel sollen zweckmässig bei Raumtemperatur spröde sein, um das Aufrauhen bei Gebrauch unter Bildung feinster Partikelchen zu erleichtern.
Als Bindemittel kommen sowohl besonders leicht entflammbare und verbrennliche als auch weniger verbrennliche in Betracht, im ersteren Sinn also beispielsweise nitrierte Cellulose, am besten mit einem schwächeren Nitrierungsgrad, wie für Lacke üblich. Man kann aber auch beispielsweise Acetylcellulose verwenden. Das Bindemittel umhüllt ja vorzugsweise nur in sehr dünnen Schichten die grossen Volumina an Fasern und Flammstoff, so dass dann auch in solcher Form vorliegende Acetylcellulose leicht entflammt wird, wenn auch naturgemäss etwas schlechter als Kollodium. Auch Harze in alkoholischer Lösung können vorteilhaft verwendet werden, wie etwa Spirituslacke.
Es ist wichtig, dass die Fasern für den oberflächlichen Flaum an der Entflammungsstelle mit dazwischen gebetteten feinen Partikelchen und diese selbst nicht durch zu viel Bindemittel oder durch beim Abbrennen schmelzende Flammstoffe in störendem Ausmass verkittet werden. Aus diesem Grunde dürfen auch nicht Flammstoffe-oder zumindest nicht in entsprechend grossen Mengen-verwendet
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zugesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel dieser Art, das völlig zufriedenstellend ist, enthält z. B. 86% Met- aldehyd, 7. 5% Celluloseseide, 2. 5-3% Benzoylsuperoxyd und etwa 3-5% Kollodium als Bindemittel.
Das Volumen der Fasern in lose geschüttetem Zustand entspricht ungefähr dem Volumen des Flammstoffes. Das Kollodium kann in Acetonlösung zugesetzt werden. Wenn man die Masse ohne Druck in Platten verformt und diese nach dem Trocknen zu Stäben zerschneidet, so weist das schliessliche Produkt ein spezifisches Gewicht von etwa 0-8 auf. Hingegen weisen die bekannten Hartspiritusplatten aus gepresstem Azetaldehyd ein spezifisches Gewicht von etwa 1-3 auf.
Es ist vorteilhaft, dem Stab zwecks grösserer Festigkeit, Schutz vor äusseren Einflüssen, erhöhter Lagerbeständigkeit und für verschiedene andere Zwecke einen Überzug zu geben, beispielsweise aus Kollodium.
Ausführungsbeispiel :
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7% feine Kunstseidefasern,
3% Benzoylsuperoxyd, 5% Kollodium (Trockensubstanz).
Die Kunstseidefasern werden in Stücke von etwa 0. 5-1 ein Länge geschnitten. Das Fasernvolumen entspricht in lose geschüttetem Zustand ungefähr dem Volumen der übrigen Stoffe. Das
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Metaldehyd und Benzoylsuperoxyd werden staubfein zerkleinert und gemischt und mit der Kunstseide innig vermengt, dann die Kollodiumlösung zugesetzt und innig vermengt, u. zw. derart, dass die Fasern dabei möglichst wenig zusammengedrückt und agglomeriert werden.
Die Masse wird danach auf einer glatten Unterlage zu Platten verformt. Zweckmässig geschieht dies unter leichtem Schlagen und Klopfen der Masse. Die Platten werden nach genügender Trocknung zu Stäben zerschnitten und die Stäbe naehgetrocknet. Nach dem Trocknen können die Stäbe z. B. in eine 6% ige Kollodiumlosung getaucht werden.
Mit so hergestellten Stäben können vorzügliche Resultate erzielt werden. Der bei Gebrauch-in einem für feste Brennstoffe geeigneten Feuerzeug-jeweilig erforderlich werdende Vorschub kann leicht
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Hitze der Flamme schmelzenden oder erweichenden Bestandteile vorhanden sind, welche diesen Vorgang erschweren würden.
Man kann den Brennstoff aber auch in Form biegsamer Dochte verwenden. Zu diesem Zwecke kann er als biegsames Trägermaterial auch Fasern oder Fäden grösserer Länge mit enthalten.
Man kann ihn des weiteren auch in Form von dünnen Bändern oder Filmen verwenden, in angepassten Feuerzeugen mit entsprechenden Vorschub-oder Mitnahmevorrichtungen.