AT154404B - Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung plastischer Massen.

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AT154404B
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. 
 EMI1.1 
 

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 acetat spaltet sich hiebei in Methylalkohol und Essigsäure auf. Die Spaltprodukte lassen sich durch Einlegen der Folien in Wasser, zweckmässig, aber nicht unbedingt nötig, von erhöhter Temperatur, leicht auswaschen. Nach weiterem Trocknen hat die Folie aus dem Mischpolymerisat einen Erweichungpunkt von 62 , diejenige aus Polystyrol einen Erweichungspunkt von   78 .   An Stelle der wässrigen Kalilauge lässt sich auch alkoholische Lauge verwenden. 



   Beispiel 2 : 100 Teile Polyvinylchlorid werden mit 50 Teilen Methylacetat bei   40-50  in   einer Knetmaschine plastifiziert und gemäss Beispiel 1 weiterverarbeitet. Aus dem Block werden   Stäbe von 2 bis 10 mm Durchmesser geschnitten und zunächst bei 35-45  an der Luft getrocknet. 



  Die durch diese Trocknung nicht entfernbaren Reste Methylacetat, durch deren Anwesenheit der   Erweichungspunkt auf etwa 500 erniedrigt wird, werden durch kochendes Wasser innerhalb 10 bis 12 Stunden verseift. Durch eine nochmalige Heisswasserbehandlung entfernt man auch die letzten Spuren der durch Verseifung entstandenen Essigsäure und Methylalkohol und trocknet schliesslich die Stäbe bei   40-50 .   Durch die Entfernung der Lösungsmittelreste ist der Erweichungspunkt auf 78 gestiegen. 



   Beispiel 3   : 100   Teile nachchloriertes Polyvinylchlorid oder 100 Teile eines Gemisches aus Polyvinylchlorid und nachchloriertem Polyvinylchlorid im beliebigen Verhältnis werden mit 25 bis 50 Teilen Ameisensäureäthylester bei   40-450 plastifiziert,   gemäss Beispiel 1 auf Folien verarbeitet und durch Lufttrocknung bis auf etwa 5% des Ameisensäureesters getrocknet. Anschliessend werden die Folien, die einen Erweichungspunkt von   480 haben,   in Wasser von 50 bis 60  12 Stunden eingelegt, wodurch der Ester in Alkohol und   Ameisensäure   zerlegt wird. Beide Spaltprodukte lassen sich durch eine kurze Behandlung mit Wasser von 30 bis   350 leicht   entfernen. Nach einer weiteren Trocknung haben die Folien dann einen Erweichungspunkt von   72 .   



   Beispiel 4 : Eine gemäss Beispiel 1 unter Verwendung von Essigsäureäthylester erhaltene Rohmasse des Mischpolymerisates wird in einer Röhrenpresse zu Röhren beliebigen Durchmessers verformt. Die Trocknung dieser Röhren geschieht nun durch Einlegen in eine auf   40-500 vorgewärmte.   



    5-10%ige Natronlauge,   die gegebenenfalls im langsamen Strom durch den Behälter fliesst. Nach der Verseifung, deren Endpunkt man durch Titration der Lauge ermitteln kann, werden die Röhren durch Waschen mit Wasser von gleicher oder anderer Temperatur wie beim Verseifen vom Alkohol und der Essigsäure befreit und die Röhren anschliessend einige Zeit getrocknet. Die Röhren haben dann einen Erweichungspunkt von 65 bis   68 .   Das Verfahren des Beispieles 4 lässt sich in gleicher Weise für die Herstellung von Folien, Tafeln und Stäben verwenden. 



   Beispiel 5 : 100 Teile eines Mischpolymerisates aus 85 Teilen Vinylehlorid und 15 Teilen Acryl- säureester der höheren Alkohole mit mehr als 4 C-Atomen im Molekül werden mit 25-50 Teilen Acetal bei   50-90  in   der Knetmaschine plastifiziert und gemäss einem der vorhergehenden Beispiele auf
Platten, Folien oder Stäbe verarbeitet. Nachdem durch Lufttrocknung etwa 90-95% des Acetals entfernt sind, wird der vom Rohplastifikat zurückgehaltene Anteil Löser durch Einlegen in wässrige, zweckmässig doppelt normale Salzsäure, verseift und die Spaltprodukte durch Waschen und Trocknen entfernt. Durch diese Behandlung steigt der Erweichungspunkt um etwa   20 .   



   Beispiel 6 : 100 Teile eines der in den vorhergehenden Beispielen genannten Polymerisate werden mit einem Gemisch von Aceton, Benzol und Alkohol (2 : 2 : 1) in der   Knetmaschine   bei geeigneten
Temperaturen plastifiziert und nach einem der Vorbeispiele auf Folien, Tafeln, Stäbe oder Röhren verarbeitet. Nach genügender Lufttrocknung, die etwa   80-95% des Lösergemisches   entfernt, spaltet man das vom Polymeren zurückgehaltene Lösungsmittel durch Behandeln mit einer   10% igen   wässrigen
Hydroxylaminlösung bei   50-60 .   Das Hydroxylamin reagiert mit dem Aceton unter Oximbildung. 



   Aus dem lösenden ternären Gemisch von Aceton, Benzol und Alkohol im Verhältnis 2 : 2 : 1 bleiben durch diese Spaltung im Plastifikat nur nichtlösende Komponenten des ursprünglichen Lösungsmittel- gemisches, nämlich Benzol und Alkohol zurück, die anschliessend durch Waschen mit Wasser entfernt werden, wobei gleichzeitig auch das entstandene Acetoxim mit ausgewaschen. wird.   Nach dieser Wäsche   wird im Luftbad getrocknet. Der Erweichungspunkt beispielsweise eines Mischpolymerisates gemäss
Beispiel 1 steigt von   450 auf 620.   Damit verknüpft ist eine Erhöhung der Zugfestigkeit. 



   Den plastischen Massen lassen sich Füllstoffe, Pigmente, lösliche Farbstoffe, Farblacke und bis zu einem gewissen Betrage auch Weichmacher einverleiben. 



   Die verfahrensgemäss erhaltenen Folien lassen sich in bekannter Weise durch Pressen zwischen hochglanzpolierten   Nickelbleehen   polieren, auf Flächengebilde jeder Art, wie Textilien, Landkarten,
Papier u. dgl., aufkaschieren, wobei gleichzeitig dieses Heisspressen, bei dem Temperaturen über dem
Erweichungspunkt des Polymerisates zur Anwendung kommen, von Vorteil für die mechanischen
Eigenschaften ist. Ebenso leicht lassen sich die Folien mattieren. Ausserdem können sie zur Herstellung von Aufnahme-und Wiedergabesehallplatten Verwendung finden. Die hochisolierenden Eigenschaften sichern ihnen ein weiteres Anwendungsgebiet in der Elektrotechnik.

   Ausserdem eignen sich diese
Folien als Träger für photographische Schichten, wobei noch darauf hingewiesen wird, dass sich das
Verfahren auch bei der Folienherstellung nach dem Filmgiessverfahren auf der Trommel-oder Band- maschine anwenden lässt. Die   Rohplastifikate   können weiter als Verpackungsmaterial, als   Kleb-und     Zwischensc, hicl1t,   für Verbundglasherstellung eingesetzt werden. Ausserdem dienen die Tafeln, Stäbe 

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 und Röhren als Rohmaterial für die Herstellung vielgestaltiger   Gebrauchsgegenstände   jeder Art, wie Spielwaren, Schmuckstück usw. 



   Es hat sich ferner gezeigt, dass es möglich ist, Fertig-oder Zwischenprodukte aus den Hochpolymeren, für die sich ein Zusatz von Lösungsmitteln bei ihrer Herstellung nach dem Spritz-oder Pressgussverfahren oder beim Heissverpressen   oder-verwalzen   als vorteilhaft erwiesen hat, nach dem gleichen Verfahren von den zurückgehaltenen Lösungsmittelresten zu befreien. 



   Die Mengenangaben in den Beispielen sind durchwegs Gewichtsteile. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus Vinylpolymeren unter Verwendung von Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Lösungsmittel oder Gemische von Lösungmitteln anwendet, die sich in Komponenten aufspalten lassen, die ihrerseits kein Lösevermögen für das Hochpolymere haben, und sodann die Spaltung der Lösungsmittel in den plastifizierten Polymeren vornimmt, worauf die Spaltprodukte durch Waschen oder Trocknen entfernt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Spaltung des Lösungmittels durch Verseifung vornimmt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Lösungmitteln anwendet und einen Bestandteil dieses Lösungsmittelgemisches oder mehrere desselben durch eine an sich bekannte Umsetzung einer Spaltung in Komponenten unterwirft, welche ihrerseits kein Lösungsvermögen für das Hochpolymere haben.
AT154404D 1935-11-13 1936-08-27 Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. AT154404B (de)

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AT154404D AT154404B (de) 1935-11-13 1936-08-27 Verfahren zur Herstellung plastischer Massen.

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE957267C (de) * 1950-04-27 1957-01-31 Walter Oxe Treib- und Seilscheibe
DE1062449B (de) * 1956-09-21 1959-07-30 Ernst Kalkhof Chem Fab Verfahren zur Herstellung von Schallplattenpressmassen
DE976769C (de) * 1953-12-29 1965-09-23 Licentia Gmbh Schallplattenmasse

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DE976769C (de) * 1953-12-29 1965-09-23 Licentia Gmbh Schallplattenmasse
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