AT154384B - Verfahren zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers. - Google Patents

Verfahren zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers.

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  Verfahren zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers. 



   Die Bekämpfung des Kartoffelkäfers (Leptinotarsa decemlineata) ist bekanntlich eine der wichtigsten Aufgaben der Schädlingsbekämpfung. Bisher hat man hiefür meist entweder die gesamten befallenen Pflanzen vernichtet oder arsenhaltige Mittel verwendet. Diese Mittel sind wegen ihrer Giftigkeit und wegen ihres hohen Preises wenig vollkommen. 



   Es wurde nun gefunden, dass eine gute Vernichtung des Kartoffelkäfers gelingt, wenn man die Blätter und Stengel der befallenen   Planzen   mit Kalkstickstoff oder Cyanamidsalzen oder Cyanamid enthaltenden Stoffen behandelt. Kalkstickstoff ist zwar als Schädlingsbekämpfungsmittel und Unkrautvertilgungsmittel bekannt, doch wurde er zur Schädlingsbekämpfung ausschliesslich auf dem Boden ausgestreut, da man der Ansicht war, dass die grünen Pflanzen selbst durch die Behandlung mit Kalkstickstoff eingehen ; hieraus ergibt sich auch die Verwendung des   Kalkstickstoffs   als Unkrautvertilgungsmittel, wo er zur Vernichtung des Unkrauts auf die Blätter aufgebracht wird. 



   Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, dass   Kalkstickstoff,   auf die Kartoffelblätter aufgebracht, bereits in solchen Dosen die Vernichtung des Kartoffelkäfers und seiner Larven bewirkt, bei denen zumindest eine dauernde   Schädigung   der Kartoffelpflanze selbst nicht eintritt. 



  Es gelingt also auf diese Weise, den Käfer und seine Larven zu vernichten und trotzdem die Kartoffel für die menschliche Nahrung zu erhalten. 



   Der Kalkstickstoff kann in fester, geölter oder ungeölter bzw. gelöster Form, oder als Emulsion aufgebracht werden. Besonders zweckmässig ist es, ihn in sehr feiner Verteilung anzuwenden, um eine möglichst vollständige Bedeckung der Blätter usw. zu erzielen. Um ein besseres Anhaften des Kalkstickstoffs an den Blättern zu erreichen, können diese vor der Behandlung mit Kalkstickstoff angefeuchtet oder mit einer   Ölschicht   überzogen werden, um nachher eine gleichmässige, vollständige und fest anhaftende Bedeckung mit Kalkstickstoff zu ermöglichen. 



   Um das Wachstum der Pflanzen nicht zu stark zu beeinträchtigen, ist es vorteilhaft, wenn die ausgestreute Menge   0'3 mgr, zweckmässig 0'15---0'25 mgr Kalkstickstoff   pro 1 qem Blattwerk, d. h. etwa 1'5-2 g pro Kartoffelpflanze, nicht überschreitet. 



   Das Ausstreuen des Kalkstickstoffs kann in der bei Schädlingsbekämpfungsmitteln bekannten Form mittels Zerstäubern oder ähnlichen Apparaten erfolgen. Das Ausstreuen erfolgt zweckmässig dann, wenn nicht unmittelbar anschliessend Regenfälle zu erwarten sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers, dadurch gekennzeichnet, dass die Blätter und Stengel der Kartoffelpflanze mit cyanamidenthaltenden Stoffen, Cyanamidsalzen oder Kalkstickstoff bestäubt werden, wobei pro Kartoffelpflanze vorzugsweise nicht mehr als 1'5-2 g Kalkstickstoff verwendet werden. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartoffelblätter vor dem Aufbringen des Kalkstiekstoffes angefeuchtet oder mit einer Ölschicht überzogen werden, um nachher eine gleichmässige, vollständige und fest anhaftende Bedeckung mit Kalkstiekstoff zu ermöglichen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT154384D 1936-04-25 1937-04-23 Verfahren zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers. AT154384B (de)

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