AT154282B - Verfahren zur Herstellung von magnetisierbarem Material für Hochfrequenzzwecke, insbesondere für Kerne von Hochfrequenzspulen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von magnetisierbarem Material für Hochfrequenzzwecke, insbesondere für Kerne von Hochfrequenzspulen.

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AT154282B
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high frequency
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magnetizable
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Adolf Dipl Ing Weis
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Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Herstellung von magnetisierbarem Material für Hoehfrequenzzweeke, insbesondere für Kerne von Hoehfrequenzspulen.   



   Für Hochfrequenzzwecke,   insbesondere für   die Kerne von Hochfrequenzspulen oder-übertragern, ist die Verwendung von fein verteiltem Eisen bereits in verschiedenster Form vorgeschlagen worden. Es ist bekannt, mit einer Überzugsisolation versehene magnetisierbare Teilchen in die gewünschte Kernform zu pressen und solche Kerne für Hochfrequenzzwecke zu verwenden. Es ist auch bekannt, Kerne in Plattenform herzustellen, sei es mit Hilfe von bindenden Isolationsmitteln, z. B. Lacken, unter Druck oder mit einer geschichteten Isolation aus Papier od. dgl. Bei dem letztgenannten Verfahren mussten die so hergestellten Platten erst mechanisch bearbeitet werden, um die gewünschte Form zu erhalten. Es ist auch bereits bekanntgeworden, Hochfrequenzkerne'aus formbaren Stoffen, z. B.

   Wachsen, herzustellen und in diese formbaren Stoffe magnetisierbare Materialien durch Schmelzen aufzunehmen. Die letztgenannten Kerne besitzen den Vorteil, dass sie ohne Anwendung von nennenswerten Drucken, z. B. durch Giessen oder durch geringe Formdrucke, in die gewünschte Gestalt gebracht werden können. Es hat sich aber gezeigt, dass es erhebliche Schwierigkeiten bereitet, aus einem solchen Material Kerne geringer Verluste herzustellen. Dies mag darauf zurückzuführen sein, dass beim Schmelzen der Stoffe die magnetisierbaren Teilchen sich teilweise absetzen und einen Kontakt ergeben, der zu hohen Wirbelstromverlusten im fertigen Kern führt. 



   Bei Verwendung von plastischen Stoffen als   Isolier-und   Bindemittel hat es sich gezeigt, dass infolge des zähen Zusammenhalts solcher Stoffe eine genügend feine und gleichmässige Verteilung von magnetisierbarem Material darin nicht erzielbar ist, sondern meist mehrere zusammengeballte magnetisierbare Teilchen vom Bindematerial umgeben sind und somit grössere elektrisch leitende Körper bilden, die die Bildung von Wirbelströmen begünstigen. Infolgedessen sind die Verluste in magnetisierbaren Kernen, die unter Zuhilfenahme solcher Bindemittel hergestellt sind, beträchtlich. 



   Es ist auch bekannt, dass die Verluste in Kernen, die unter hohem Druck gepresst werden, dadurch vermindert werden können, das jedes einzelne Teilchen mit einem isolierenden Überzug versehen wird. 



  Durch Anwendung solcher isolierter Teilchen in gegossenen Kernen können auch deren Verluste weitgehend vermindert werden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Isolierschichten auf den einzelnen Teilchen, das für giessbare Kerne besonders geeignet ist. 



     Erfindungsgemäss   werden die Isoliermittel mit pulverförmigem Füllstoff verwendet, welcher während des   Isoliervorgnges   dem magnetisierbaren Pulver zugefügt wird. 



   E3 wird durch dieses Verfahren um die magnetisierbaren Teilchen ein Mantel von Füllstoffen geklebt, welcher in besonders wirksamer Weise eine Annäherung der magnetisierbaren Teilchen aneinander verhindert. Als Füllstoffe haben sich besonders hochwertige Isolierstoffe, wie Kunstharze, z. B. Kondensationsprodukte aus Harnstoffen in Gegenwart von Aldehyden oder Kondensationsprodukte der Phtalsäure, insbesondere in Gegenwart von Aldehyden oder deren Derivate oder Polyvinylverbindungen, wie Trolitul (Polystyrol), als geeignet erwiesen. Die genannten Stoffe haben ausser einer sehr grossen Isolierfähigkeit noch den Vorzug, dass sie geringes spezifisches Gewicht besitzen. 



  Darauf mag zum Teil auch ihre   günstige   Isolationswirkung zurückzuführen sein. Dadurch, dass die magnetisierbaren Teilchen mit einem Mantel aus Isoliermaterial umhüllt werden, wird die Schwebefähigkeit der magnetisierbaren Teilchen in den giessfähigen Trägerstoffen, z. B. Wachsen, erhöht, so dass beim Giessen das gefährliche Absetzen der Teilchen unter Kontakt noch weitergehend vermieden wird. Weitere Stoffe, die sich als Füllmaterialien für die Isolation der magnetisierbaren Teilchen besonders eignen, sind Holzmehl, Papiermehl oder andere Faserstoffe oder Pulver aus Marmor, Kaolin, Talkum ; Silikate, wie Olivin, Bimsstein ; Metalloxyde, z. B. Mennige. Als verformbare oder giessbare
Stoffe bzw. plastische Massen kommen in Frage : Wachse, insbesondere hochschmelzende Wachse, z. B.

   Wachse mit einem Schmelzpunkt von 130 , ferner Tischlerleim, Gips, Harnstoffkondensations- produkte, die   ähnlich   wie Wachse geschmolzen werden können, u. dgl. Besonders geeignet ist Trolitul.
Dieses Material hat nämlich den Vorzug, dass es neben seiner grossen Verlustfreiheit die Eigenschaft besitzt, sich selbst bei geringen Mengen ausserordentlich gut mit dem magnetisierbaren Material zu vermischen. Ausserdem weist es eine derart gute Haftfähigkeit auf, dass, selbst wenn nicht alle Zwischenräume zwischen den magnetisierbaren Teilchen ausgefüllt sind, trotzdem ein guter mechanischer
Zusammenhalt gewährleistet ist. Für Isolier-und Füllstoffe sind solche zu wählen, die sich in dem
Trägermaterial nicht lösen, angegriffen oder sonst beeinträchtigt werden, z. B.

   Stoffe mit höheren
Schmelzpunkten als das   Trägermaterial.   Als besonders geeignet für die Herstellung von Hochfrequenz- kernen nach der Erfindung hat sich Eisenkarbonylpulver erwiesen. Für die Isolation der magnetisier- baren Teilchen werden vorzugsweise 0'5-10%, für das Trägermaterial vorzugsweise   über 10%-100%   oder mehr, gerechnet auf das Eisengewicht, je nach der gewünschten Permeabilität angewendet. 

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   Das magnetisierbare   Material für Hochfrequenzzwecke,   dessen Permeabilität durch entsprechende Verhältnisse zwischen Trägersubstanz und magnetisierbarem Material zwischen 1 und etwa 10 gehalten wird, ist besonders geeignet für Hochfrequenzspulen in den verschiedensten Kernformen, z. B. E-Form, H-Form, C-Form, Ringkernform, Glockenform, Schalenform u. dgl. ; ebenso für Abgleichkörper für   HF-Spulen,   z. B. in Platten-oder Stiftform. 



   Sogar kompliziertere Formen, die   presstechnisch   schwer herzustellen sind, können durch Giesskerne realisiert werden, z. B. in   Garnrollenform,   insbesondere mit einer zentralen Ausnehmung für einen zylindrischen Abgleichstift aus der gleichen Masse. 



   Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist die Herstellung von magnetisierbarer Masse, die um diese HF-Spulen herumgegossen wird, wie in der Figur gezeigt. Um die Wicklung to wird ein Block aus Masse gegossen, so dass eine zentrale Ausnehmung für den Abgleichstift a vorhanden ist. 



   Bei der Herstellung der Kerne kann beispielsweise eine Stange mit entsprechendem Profil, sei es durch Giessen oder leichtes Pressen der formbaren Massen, hergestellt werden, z. B. eine Stange mit H-förmigem Profil, und aus dieser Stange die einzelnen Kerne, z. B. H-Kerne, geschnitten werden. 



  Das Material kann auch nach dem Giessen in Stangenform gewalzt und so Bänder hergestellt werden, aus denen die Kerne u. dgl. bestehen. 



   Auch für Schirme, die Hochfrequenzteile, z. B. Spulen oder Abstimmelemente, umgeben, kann das magnetisierbare Material günstig angewendet werden, sei es in der genannten Bandform oder in Form gegossener Platten oder geformter Gehäuse u. dgl. Als Kerne von Filterspulen, Hochfrequenz- übertragern, Schwingkreisspulen ist das Material besonders geeignet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von magnetisierbarem Material für Hochfrequenzzweeke, insbesondere für Kerne von Hochfrequenzspulen, bei dem die magnetisierbaren Pulverteilchen mit einem isolierenden Überzug versehen, mit einem Trägerstoff vermengt und mit diesem in giessfähigem oder plastischem Zustand in eine Form gegossen oder leicht gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierenden Überzüge auf den magnetisierbaren Teilchen aus pulverförmigem Füllstoff mit einem Bindemittel hergestellt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff hochisolierende Kunstharze höheren Schmelzpunktes als der des Trägermaterials und insbesondere geringen spezifischen Gewichtes verwendet werden.
    3. Verfahren zur Herstellung von magnetisierbarem Material für Hochfrequenzzwecke, insbesondere für Kerne von Hochfrequenzspulen, bei dem die magnetisierbaren Pulverteilchen mit einem isolierenden Überzug versehen, mit einem Trägerstoff vermengt und mit diesem in giessfähigem oder plastischem Zustand in eine Form gegossen oder leicht gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, dass als. giessfähiger oder plastischer Trägerstoff Trolitul verwendet wird.
    4. Verfahren zur Herstellung von magnetisierbarem Material für Hochfrequenzzwecke, insbesondere für Kerne von Hochfrequenzspulen, bei dem die magnetisierbaren PulverteiJchen mit einem isolierenden Überzug versehen, mit einem Trägerstoff vermengt und mit diesem in giessfähigem oder plastischem Zustand in eine Form gegossen oder leicht gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetisierbare Material in Stangenform mit dem Profil des gewünschten Kernes gegossen und die Kerne aus den Stangen geschnitten werden. EMI2.1
AT154282D 1934-06-04 1935-06-04 Verfahren zur Herstellung von magnetisierbarem Material für Hochfrequenzzwecke, insbesondere für Kerne von Hochfrequenzspulen. AT154282B (de)

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