AT154046B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen. - Google Patents
Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen.Info
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Description
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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen.
Die Erfindung bezieht sich auf Apparatschaltungen für Gesellschaftsleitungen. Die Teilnehmer der G3sellschaftsleitung sind im Gebrauch ihrer Apparate gegenüber den Einzelteilnehmern natur- gemäss beschränkt. Zweck der Erfindung ist, gewisse Beschränkungen zu beseitigen.
In letzter Zeit werden in grösseren Fernsprechnetzen sogenannte Notrufnummern eingeführt, die zu besonders wichtigen Stellen, wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst usw., führen. Bei Einzel- anschluss ergeben sich beim Notruf keine Schwierigkeiten. Bei Gesellschaftsleitungen hingegen muss der Teilnehmer bei besetzter Leitung so lange warten, bis sein Partner das Gespräch beendet hat.
Durch die Einführung der Notrufnummer ergibt sich also die Notwendigkeit, die Stationen mit einem Schalterorgan auszurüsten, mit dem sie sich bei besonderen Ereignissen (Feuer usw. ) auf die besetzte
Leitung aufschalten können. Die Aufschaltung selbst macht keine besonderen Schwierigkeiten.
Schwierig ist es jedoch, dem aufxuschaltenden Teilnehmer den Aufbau einer neuen Verbindung zu ermöglichen, wenn sich der Apparat des abschaltende Teilnehmers in der Sprechlage befindet.
Eine andere Beschränkung des G3sellschaftsteilnehmpts entsteht beim ankommenden Fern- verkehr, wenn die Stammleitung durch einen andern als vom Fernamt verlangten Teilnehmer beseti t gehalten wird. Abgesehen davon, dass der Anruf eines solchen Teilnehmers Schwierigkeiten bietet, kann das Fernamt das Mithören des nichtgerufenen Teilnehmers nicht verhindern. Bei der Schluss- zeichengabe ergeben sich gleichfalls Schwierigkeiten, da das Schlusszeichen durch den mithörenden
Teilnehmer unterdrückt wird.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung vermieden, indem ein die Teilnebmerschleife kontrollierendes, in den Apparatsprechkreis eingeschaltetes Organ mit Selbsthaltekontakten aus- gerüstpt ist und in abôrregtem Zustande die Schleife unterbricht, wodurch ein abzuschaltender Teil- nehmer verhindert wird, eine auf gleicher Stammleitung auf7ubauende oder bestehende Verbindung zu beeinflussen.
Die Verwendung eines selbsthaltenden Organs ist in der Fernsprechtechnik an und für sich bekannt. G3mäss der Erfindung wird jedoch durch eine besondere Anwendung bzw. Ausgestaltung der bekannten Einrichtung erreicht, dass die Vermeidung der beschriebenen Nachteile mit geringst- möglichem Materialaufwand erzielt wird.
In dem Ausführungsbeispiel (Fig. 1) werden normal zwei Relais, u. zw. ein Brücken-und ein
Weckerrelais, verwendet. Es ist nun erfindungsgemäss möglich, jedes der beiden Relais, u. zw. ganz oder teilweise, als Schleifenkontrollurgan zu verwenden.
Eine sehr günstige Anordnung wird dadurch erzielt, dass das die Schleife kontrollierende Organ, kurzweg Schleifenrelais (B), im wesentlichen mit zwei Wicklungen ausgestattet wird, aus einer dauernd oder vorübergehend mit einem Kondensator überbrückten niederohmigen Wicklung (B I) und einer mit ihr wahlweise in Serie geschalteten hochohmigen Wicklung (B 11), wobei sich im Ruf- kreis b ? ide Wicklungen unterstützen, während im Sprechschleifenkreis nur der niederohmige Wicklung- teil (B 1) wirksam ist.
Diese Anordnung ist aus mehreren Gründen günstig, denn einerseits muss die in dem Sprechschleifenkreis liegende Wicklung, der geringstmöglichen Dämpfung und des Spannungs- abfalles wegen, eine kleine Impedanz und Reaktanz sowie eine verhältnismässig grosse Empfindlichkeit besitzen, anderseits die in der Brücke liegende Wicklung eine grosse Impedanz sowie Empfindlichkeit
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haben. Durch Serienschaltung beider Relaiswicklungen wird eine sehr grosse Empfindlichkeit und Impedanz, durch Verlegung des niederohmigen Teiles in den Sprechschleifenkreis eine genügende Empfindlichkeit bei kleiner Impedanz erreicht.
Eine andere Ausführungsart ist jene, bai der das Schleifenrelais nur aus einer niederohmigen Wicklung besteht, wobei zur Erhöhung der Impedanz der Überbrückungskondensator bei aufgehängtem Miktotelephon unterbrochen wird und in dem Ruf zweig eine Reaktanz liegt, oder die Rufkreisimpedanz durch besondere, bekannte Massnahmen erhöht wird (Herabsetzung der Wirbelstromverluste, entsprechende Dimensionierung des magnetischen Flussweges, Mantel u. dgl.).
Eine brauchbare Lösung besteht auch darin, dass das Schleifenrelais aus einer oder mehreren, andern Zwecken dienenden Wicklungen und einer niederohmigen, dauernd oder vorübergehend mit einem Kondensator übarbrückten, im Sprechweg liegenden Wicklung besteht.
Da es praktisch nicht möglich ist, ein. Schleifenrelais mit einer im Sprechstromkreis zu vernachlässigenden Impedanz herzustellen, werden die Relais in bekannter Weise mit einem Kondensator übarbrückt. Da die-an den Reisenden wirkende Spannung nur einige Volt beträgt, werden erfindungsgemäss zur Überbrückung die in der Radiotechnik bekannten, sogenannten Trockenelektrolytkondensatoren verwendet. Diese können ein Mehrfaches der bisherigen Kapazität haben und trotzdem nur einen Bruchteil des bisherigen Volumens besitzen.
DIe zwangsweise AUflösung einer uespracnsveromdung erfolgt dadurch, aass durch ein vom Teilnehmer betätigtes Schaltorgan die bestehende Verbindung in der Zentrale aufgelöst wird, wodurch die Speisung verschwindet und dementsprechend das Teilnehmerschleifenrelais unter gleichzeitiger Trennung der Schleife abfällt ; dadurch wird die Linie frei und das dem betätigten Schaltorgan zugeordnete Schleifenrelais stellt nach Erscheinen der Speisung, in normaler Weise durch Abheben des Mikrotelephones oder Mitwirkung des Schaltorgans angereizt, sich selbsthaltend die Schleife her.
Die Auslösung der bestehenden Verbindung-wird in der beispielsweise ! ! Ausführung durch Erden des einen Leitungsastes, unabhängig von der Stellung des Hakenumschalters, bewirkt. Ausser der Auslösung bewirkt das Auslöseschaltorgan, dass die ihm zugeordnete Prüf-bzw. Blockierungs- einrichtung unwirksam gemacht wird, wodurch die Schleifenvorbereitung bzw.-herstellung auch bei unrichtiger Handhabung gesichert wird. Zu diesem Zweck ist das Auslöseschaltorgan derart ausgebildet, dass durch seine Betätigung auch ein bereits gesperrtes Apparatsteuerorgan freigemacht wird, wobei keine wie immer geartete Manipulation, wie mit der Hand beschleunigte oder verzögerte Rückbewegung des Auslöseschaltorgans usw., auf die richtige Funktion einen Einfluss ausüben kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist der, dass die bekannten Massnahmen zur unbefugten Aufschaltung wirkungslos sind, so dass ein Aufschalten auf eine besetzte Leitung unter Umgehung des Prüfvorganges unmöglich ist.
Um einen Missbrauch zu verhindern, wird, ausser Plombierung oder Stellung des Schalters hinter ein Glas-oder Callonfenster, das Auslö3eschaltorgan mit einer Zählvorrichtung oder einer Einrichtung, die nach mehrmaliger B3nutzung das Auslöseschaltorgan unwirksam macht, versehen. Ferner könnte man, nach Betätigen des Auslöseschaltorgans und Aufhängung des Mikrotelephones, für die nachfolgende Bsnutzung geänderte Betriebsverhältnisse schaffen, indem man den aktiven oder passiven Verkehr teilweise oder gänzlich unterbindet oder den Teilnehmer durch Warn-oder Störsignale zur Meldung der Betätigung des Auslöseschaltorgans zwingt.
Eine Vervollständigung dieser Überwachungsmassnahmen könnte ein vom Teilnehmer nicht rückstellbares, optisches Signal bilden oder Kennzeichnung des Teilnehmers in der Zentrale durch ein Potential od. dgl.
Eine weitere Verbesserung betrifft den konstruktiven Aufbau, bei welchem zwecks leichterer Justage, Austausch usw. das Auslöseschaltorga, n mit dem Apparatsteuerorgan eine einzige bauliche Einheit bildet.
An Hand einer beispielsweise gewählten Anordnung soll die Erfindung näher erläutert werden.
In Fig. 1 ist eine Gasellschaftsleitung mit zwei angeschalteten Stellen und angedeuteter Zentraleinrichtung dargestellt. Es soll zunächst ein ankommender Ruf geschildert werden. Erreicht ein ankommender Ruf z. B. den Leitungswähler LW 6 udn wurde das entsprechend der abgelaufenen Wahlscheibe eingestellte Kontaktsegment erreicht und frei gefunden, so werden durch ein nicht dargestelltes Relais S die Relaiskontakte s 1-s 2 und s 3 umgelegt, wodurch der Selektivruf (Wechsel-
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Das Relais B spricht vorübergehend an und schaltet durch seinen Kontakt & 7 das Weckerrelais W an : Sq Plus-s. 2-LWssa-A-Klemme 3, 4-Weckerrelaiswicklung Wll-Klemme 5, 6-- & -f J-Erde. Da das polarisierte Weckerrelais der Station 600 auf Plusstrom über die a-Leitung anspricht, zieht das Relais W an und hält sich nach Rückkehr von B in die Ruhelage über Minus 60Relais J-LW 6 b-B-Klemme 1, 2-Selbthaltekontakt w 1, w 2-Wicklung W I sowie Wecker G- r4-Erde fest, unter gleichzeitigem Läuten des Weckers G.
Wird das Mikrotelephon abgehoben, so werden durch ein Kontaktsteuerorgan zunächst die Kontakte l2, l5 geschlossen, die den Prüf- kreis vorbereiten, in diesem Falle jedoch ohne Wirkung bleiben, da die Leitung durch den Wecker-
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relaiskontakt 70 3 unterbrochen ist. Das Kontaktsteuerorgan bewegt sich weiter, trennt den Kontakt 15 und schliesst die Kontakte r 2, r 3, wodurch die Schleife über Sq Plus-s 1-LW 6 a-A-B 1-r 2Uhrenkontakt u 1-r 6-Sprechkreis-Wahlscheibenkontakt ws 1-Uhrenkontakt u 2-r 3-BLW 6 b-s 3-Erde geschlossen wird. Das Sehleifenrelais B zieht an und hält sich über den Kontakt b 2 fest. Durch weitere Bewegung des Steuerorgans werden die Kontakte l'4, l'5, l'6 und l2 geöffnet, wodurch der Weckerrelaishaltekreis bei r 4 geöffnet wird.
Der Abwicklung des Gespräches steht nunmehr nichts im Wege. Wollte sich jedoch die Station 700 in die Leitung einschalten und nimmt sie zu diesem Zwecke das Mikrotelephon ab, so wird die Aufschaltung auf folgende Weise verhindert.
Auf der A-L3itung herrscht gegenüber Erde ein Potential, welches beim Prüfen die Station blockiert :
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zieht an und hemmt das Kontaktsteuerorgan in seiner weiteren Bewegung, so dass nur der Hakenumschalter in seine Sprechstellung gelangt, der Sprechkreis jedoch doppelpolig von der Leitung abgeschaltet bleibt. Nach Aufhängen des Mikrotelephones wird das Kontaktorgan ausgeklinkt und zurückgedreht, wodurch auch die Kontakte l 2, l5 wieder getrennt werden und der Ruhezustand hergestellt wird.
Ein abgehendes Gespräch, z. B. vom Teilnehmer 600, wickelt sich auf folgende Art ab. Durch das Abnehmen des Mikrotelephones vom Hakenumschalter werden zunächst die Kontakte l2, l5 geschlossen, wodurch das Relais B zwischen der A-Leitung und Erde eingeschaltet wird. Da die Linie frei ist, herrscht an der Leitung A gegenüber Erde kein Potential, so dass das B-R'3hlis nicht anzieht und der Kontaktsteuermechanismus sich weiter bewegen kann. Dadurch werden die Kontakte r 2, r 3 geschlossen und 15 getrennt, wodurch die Schleife über A-B I-r 2-u 1-r 6-l 2-u 2-r 3-B geschlossen und gleichzeitig über B-r 3-u 2-H-Mw 3-r4-die B-Leitung geerdet wird. Das
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wegung gesetzt. Läuft er an einen freien I. Gruppenwähler auf, so spricht das Relais C an und stellt den Drehmagnet bei c 4ab.
Gleichzeitig erscheint auf der AB-Leitung die Speisung, so dass das Schleifenrelais B anziehen und sich über b 2 festhalten kann. Im weiteren Verlauf der Bewegung des Kontaktsteuermechanismus werden die Kontakte l'4, r 5, r 6, l2 unterbrochen, wodurch die Ruferde sowie der Sprechkreiskurzschluss getrennt werden und das Gespräch beginnen kann. Würde nun der Teilnehmer 700 unbefugterweise, unter Umgehung der Prüfung, sich an die Leitung aufschalten wollen und würde zu diesem Zwecke die A- und B-Leitung unterbrechen und erst dann das Mikrotelephon abheben, so würde wohl die Blockierungseinrichtung nicht in Wirksamkeit treten und das Kontaktsteuerorgan die Sprechstellung erreichen. Da aber die Schleife bei b 2 unterbrochen ist, ist ein Mithören unmöglich.
Auch wenn die A- und B-Leitung vor Trennung des Kontaktes 15 wieder angeschlossen würde, was an und für sich sehr umständlich ist, da der Teilnehmer die verschlossenen Kontakte nicht beobachten kann und sein Telephon kurzgeschlossen ist, wäre ein Mithören unmöglich, da durch den Kontakt r 4 gleichzeitig die B-Leitung geerdet und somit das Gespräch in der Zentrale ausgelöst würde.
Wird ab ? r vom Teilnehmer 700 das Auslöseschaltorgan A betätigt, so wird zunächst Kontakt a 1 geschlossen, so dass über B-a 7-r -die B-L'itung Erde erhält, wodurch die Speisung in der Zentrale unterbrochen wird. Darch diese Unterbrechung wird das Schleifenrelais B der Station 600 aberregt und die Schleife der Station 600 unterbrochen. Wenn nun das Mikrotelephon bei der Station 700 abgehoben wird, so kann in normaler Weise der Apparat benutzt werden. Es könnte aber vorkommen, dass der ausgelöste Teilnehmer 600 sofort auflegt und noch vor Abheben der Station 700 selbst das Mikrotelephon abhebt. Damit würde selbstverständlich die Station 700 blockiert, wodurch eine neuerliche B ? tätigung des Auslöseschaltorgans notwendig wäre.
Dies kann gemäss der Erfindung vermieden werden, indem das Auslöseorgan mit dem Steuerorgan mechanisch derart gekuppelt wird, dass bei Betätigung des Auslöseorgans auch ein bereits gesperrtes Steuerorgan freigemacht wird.
Das Steuerorgan besteht im wesentlichen aus einer um eine Achse rotierende Nocke 3 (Fig. 2, in der das Steuerorgan in blockierter Lage dargestellt ist), durch die mehrere Gruppen von Federn betätigt werden. Durch Abheben des Mikrotelephones wird die Nocke samt der Besetztfahne 6 und Hebel 2 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, wobei die Bewegung mit Rücksicht auf die notwendigen Zeiten der einzelnen Stromläufe (Prüfung, Ruf) durch eine Bremse 5 geregelt werden.
Die Wirkungsweise des Steuerorgans ist hiebei folgende : Wird das Mikrotelephon bei freier Linie abgehoben, so wird das Relais B nicht erregt und das Steuerorgan kann in seine Endlage (Besetztfahne 6 deckt sich mit den strichlierten Kreisen) gelangen. Ist jedoch die Linie besetzt, so wird das Relais B erregt und Sperrfeder 4 waagrecht gestellt. Dadurch kann das Steuerorgan nur die in Fig. 2 dargestellte Lage einnehmen. In dem Augenblick, in dem der Ansatz 8 des Hebels 2 über der Sperrfederkante 7 liegt, wird durch die Nocke 3 der Stromkreis des Relais B (Kontakt l5) unterbrochen.
Das Steuerorgan dreht sich noch ein kleines Stückchen weiter, bis der Hebel 2 an der Kante 7 anstosst.
Der Anker des Relais B wird hiedurch mechanisch niedergehalten, wodurch auch das Steuerorgan arretiert bleibt und die Schleife nicht durchschaltet.
Wird in dieser Stellung die Auslösetaste betätigt, so wird durch den Kontakt a 1 die Verbindung ausgelöst und durch den Kontakt a 3 der eigene Anreizkreis vorbereitet. Gleichzeitig wird die geneigte
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Nase 1 der Auslösetaste A einen Ansatz des Hebels 2 so weit zurückschieben, dass die Sperrfeder 4 freigegeben wird und der Hebelansatz an dem unteren Teil der schiefen Ebene der Nase 1 vorbeigleiten kann. Da auch der Stromkreis des Relais B bei a 2 unterbrochen wurde, kann sich, nun das Steuerorgan in die Sprechlage frei bewegen. Hiedurch wird der Vorteil erreicht, dass der Teilnehmer in normaler Weise ohne Rücksicht auf eine freie oder besetzte Linie das Mikrotelephon abheben kann und bei besetzter Linie durch einen einzigen Druck auf die Auslösetaste sich einsehalten kann.
Das Relais B ist mit einer nur in der Sprechstellung des Hakenumschalters wirkenden Verzögerungseinrichtung versehen, die die Wicklung Il des Relais am Kontakt r 7 kurzschliesst, damit das Relais B während der Wahl nicht abfällt. Es ist deshalb notwendig, dass der Auslöseimpuls eine solche Länge erhält, dass das Schleifenrelais mit Sicherheit. abfallen kann. Zu diesem Zwecke kann das mit einer Luftpumpe 5 gekuppelte Kontaktsteuerorgan benutzt werden, indem der Teilnehmer das Auslöseschaltorgan so lange drückt, bis das mit dem Kontaktsteuerorgan gekuppelte optische Freizeichen 6 erscheint. Es kann aber sehr vorteilhaft die Länge des Auslöseimpulses zwangläufig geregelt werden, indem nach Betätigung des.
Auslö3eschalorgans der Auslöseimpuls erst nach Erreichung der Sprechstellung des Steuerorgans unterbrochen wird.
Es ist für ein betriebssicheres Arbeiten notwendig, dass der Anreizimpuls für das Schleifen- relais B spätestens am Ende des Rufimpulses (Erden der B-Leitung) wirksam wird. Die Unabhängigkeit von der Dauer der Betätigung des Auslöseschalteorgans A wird dadurch erreicht, dass das Kontakt-
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wird durch das Steuerorgan der Kontakt r 6 geöffnet, wodurch der normale Sprechzustand hergestellt ist.
Sollte es erwünscht sein, dass der Teilnehmer während eines normalen Gespräches, ohne Aufhängen und Abnehmen des Mikrotelephons, durch blosses Betätigen des Auslöseschaltorgans das Gespräch trennen und eine Notrufnummer wählen kann, so kann dies durch Anordnung eines in einer Bewegungarichtung des Auslöseschaltorgans vorübergehend wirkenden Kontaktes a 4 erreicht werden.
Dieser löst die Verbindung in bekannter Weise auf, wonach, da die Kontakte r 4 und r 6 in dieser Stellung des Hakenumschalters unterbrochen sind und Kontakt a 3 geschlossen ist, die Schleife unverzüglich hergestellt wird. In besonderen Fällen bzw. nach Wunsch der an eine L3itung-angeschloE- senen Teilnehmer, könnte nach Betätigung des Ausloseschaltnrgans ein Mithören durch Überbrückung des Selbsthaltekontaktes 62 mit einem entsprechend bemessenen Kondensator oder Widerstand erreicht werden.
Wie bereits erwähnt wurde, kann auch ein anderes Relais, im vorliegenden Beispiel z. B. das Weckerrelaig, als Schleifenrelais ausgebildet werden. In diesem Falle wird die die Schleife haltende Wicklung zweckmässigerweise zwischen r 2 und u 1 gelegt und beispielsweise die Wicklung Wl in ähnlicher Weise wie im dargestellten Beispiel durch vom Kontaktsteuerorgan betätigte Kontakte als Verzögerungskurzschlusswicklung benutzt.
Die Schaltungsanordnung lässt sich natürlich in weiten Grenzen, entsprechend den Betriebs- verhältnissen des bestehenden Systems, abändern, ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen.
PATENT-ANSPRÜCHE :'
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen, bei denen ein Unterbrechen der Schleife die Verbindung auslöst, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Teilnehmerschleife kontrollierendes, in den Apparatsprechkreis eingeschaltetes Organ mit Selbsthaltekontakten ausgerüstet ist und in aberregtem Zustande die Schleife unterbricht, wodurch ein abzuschaltender Teilnehmer verhindert wird, eine auf gleicher Stammleitung aufzubauende oder bestehende Verbindung zu beeinflussen.
Claims (1)
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Schleife kontrollierende Organ aus einem auch anderm Zwecke bzw. mehreren Zwecken dienenden Relais gebildet wird.3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das die Schleife kontrollierende Organ ganz oder teilweise aus dem vorhandenen Brücken-bzw. Prüfrelais (B) gebildet wird.4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das die Schleife kontrollierende Organ ganz oder teilweise aus dem Weekerrelais (W) gebildet wird.5. Ssshaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifenrelais (B) aus einer dauernd oder vorübergehend durch einen Kondensator überbrückten niederohmigen Wicklung (B I) und einer mit ihr wahlweise in Serie geschalteten hochohmigen Wicklung (B II) besteht, wobeiim Rufkreis beide Wicklungen, im Schleifenkreis jedoch nur die niederohmige Wicklung wirksam ist.6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifenrelais nur aus einer niederohmigen, durch einen Kondensator überbrückten Wicklung besteht, wobei zur Erhöhung der Impedanz der Überbrückungskondensator bei aufgehängtem Mikrotelephon unterbrochen wird, und in dem Rufzweig eine Reaktanz liegt, oder die Rufkreioimpedanz durch besondere, <Desc/Clms Page number 5> bekannte Massnahmen erhöht wird (Herabsetzung der Wirbelstromverluste, entsprechende Dimensionierung des magnetischen Flussweges, Mantel u. dgl.).7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifenrelais durch einen vom Hakenumsehalter beim Abheben des Mikrotelephones vorübergehend geschlossenen Kontakt angereizt wird.8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifenrelais als Verzögerungsrelais ausgebildet ist, wobei die Abfallverzögerung nur in der Sprechlage des Hakenumschalters wirksam ist.9. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hochohmige Rehiswicklung (B II) in der Sprechstellung des Hakenumschalters kurzgeschlossen wird.10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überbrückung der niederohmigen Relaiswicklung (B I) durch einen Trockenelektrolytkondensator erfolgt.11. Sshaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der durch ein vom Teilnehmer betätigtes Schaltorgan die Auslösung einer bestehenden Verbindung mittel-oder unmittelbar eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Schaltmassnahme des sich aufschaltenden Teilnehmers das Schleifenrelais des sprechenden Teilnehmers unter gleichzeitiger Trennung der Schleife abfällt, so dass das dem betätigten Schaltorgan zugeordnete Sphleifenrelais nach Erscheinen der Speisung, durch Abheben des Mikrotelephones oder durch Mitwirkung des Schaltorgans angereizt, sich selbsthaltend die Schleife herstellt.12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslösung der bestehenden Verbindung in jeder Stellung des Hakenumschalters eingeleitet werden kann.13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Teilnehmer betätigtes Auslöseschaltorgan nicht nur die Verbindung auslöst, sondern auch die Prüf-bzw. Blockie- rungseinrichtung unwirksam macht.14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseschalt- organ die Schleifenrelaishaltekontakte dauernd oder vorübergehend überbrückt.15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein in den Sprechweg eingeschalteter Kontakt (b2) des Schleifenrelais (B), der nur bei vorschriftsmässiger Handhabung des Apparates geschlossen ist, die unbefugte Aufschaltung auf eine bestehende Verbindung verhindert.16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11 für Gesellschaftsleitungen mit einem rotierenden Steuerorgan, das nur bei freier Leitung bis in seine Endlage gelangt, und einer Auslösetaste, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslösetaste mit dem Steuerorgan mechanisch deralt gekuppelt it, dass durch B3tätigen der Auslösetaste auch ein bereits gesperrtes Stsuerorgan freigemacht wird.17. Ausbildung des Auslöseschaltorgans nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Auslösetaste b3reits freigemachtes Steuerorgan auch in der Endlage des Auslöseschalt organs die Sprechstellung erreichen kann.18. Ausbildung eines Auslöseschaltorgans nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine schiefe Ebene der Auslöseorgannase (1) der Sperrhebelansatz (2) des Steuerorgans (. 3) so wait zurückgerchoben wird, dass einerseits die Sperrfeder (4) freigegeben, anderseits der Sperrhebelansatz (2) an dem unteren Teil der schiefen Ebene der Nase (1) vorbeigleiten kann.19. Schaltungsanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Auslöseimpulses vom Teilnehmer durch Erscheinen des Freizeichens nach Erreichung der Sprechstellung des Steuerorgans kontrolliert werden kann.20. Ausbildung eines Auslöseschalto gans nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Aulös3impulses zwangsläufig geregelt wird, indem nach Betätigung des Auslöseschaltorgans der Auslöseimpuls erst nach Erreichung der Sprcch Stellung des Steuerorgans unterbrochen wird.21. Ausbildung eines Auslöse. chaltorg ns nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass EMI5.122. Ausbildung eines Auslöserchaltorgans nach An p uch 11, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe nach ein oder mehrmaliger Bnuti-ung unwirks ; m wird.23. Sshaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass für die nach der Betätigung des Auslöseschaltorgans und nach der Aufhängung des Mikrotelephones folgende Benutzung geänderte Betriebsverhältnisse geschaffen werden, wodurch der Teilnehmer gezwungen oder aufmerkEam gemacht werden soll, die Benutzung des Auslöseschaltorgans zu melden.24. Schaltungsanordnung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass nach ein oder mehrmaliger Betätigung des Auslöseschaltorgans der aktive oder passive Verkehr teilweise oder gänzlich unterbunden wird.25. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass nach ein oder Mehrmaliger Betätigung des Auslöseschaltorgans im aktiven Verkehr ein Warn-oder Störsignal ausgelöst wird.26. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass nach Betätigung des Auslöseschaltorgans der Teilnehmer in der Zentrale durch ein Signal, Potential od. dgl. angezeigt wird. <Desc/Clms Page number 6>27. Ausbildung eines Auslöseschaltorgans nach den Ansprüchen 11,16, 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseschaltorgan mit dem Apparatsteuerorgan eine bauliche Einheit bildet.28. Ausbildung eines Auslöseschaltorgans nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe ein vom Teilnehmer nicht rückstellbares, optisches Signal auslöst.29. Ausbildung eines Auslöseschaltorgans nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen nur in einer Bewegungsrichtung des Auslöseschaltorgans vorzugsweise vorübergehend wirkenden Kontakt die Auslösung während eines normalen Gespräches möglich wird.30. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem abzuschaltenden Teilnehmer im Falle der Betätigung des Auslöseschaltorgans das Mithören durch einen mit entsprechendem Kondensator oder Widerstand überbrückten Selbsthaltekontakt ermöglicht wird.31. S3haltungmnordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Anreizimpuls für das Schleifenrelais (B) spätestens am Ende des Rufimpulses wirksam wird. EMI6.1 aus einer oder mehreren, andern Zwecken dienenden Wicklungen und einer niederohmigen, dauernd oder vorübergehend mit. einem Kondensator überbrückten im Sprechweg liegenden Wicklung besteht. EMI6.2
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