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Speisevorrichtung für Brenner für flüssige Brennstoffe.
Bei den Brennern für Koch-, Heiz-und Beleuchtungszweeke für flüssige Brennstoffe (z. B.
Petroleum), insbesondere bei Dochtbrennern mit vom Dochtraum abgesondertem Vorratsbehälter, tritt das Problem auf, den Brennstoffspiegel im Brenner stets konstant zu halten. Bei den bekannten Brennerbauarten wird dieses Problem meist mittels einer mit dem Brenner kommunizierenden Schale gelöst, in die ein nach unten gekehrtes Ausflussrohr eines sonst vollständig geschlossenen Gefässes, z.
B. der Hals einer umgekehrten Glasflasche (sogenannte Sturzflasche), eintaucht, wobei der Quer- schnitt des Ausflussrohres so gross gehalten ist, dass sowohl Brennstoff ausströmen als auch Luft ein- treten kann, solange der Brennstoffspiegel in der Schale tiefer liegt als die Mündung des Ausflussrohres.
Bei Ansteigen des Brennstoffspiegels wird die Mündung verschlossen, es kann keine Luft eintreten und der weitere Ausfluss des Brennstoffes unterbleibt, bis der Flüssigkeitsspiegel sich wieder gesenkt hat.
Diese Bauart ist nicht allgemein verwendbar und weist zahlreiche Nachteile auf. Vor allem wird die Bauweise durch die Anordnung des Zwischenbehälters (Schale) kompliziert, ferner wird die
Einhaltung des Brennstoffspiegels durch Schräglage und Erschütterungen beeinflusst und ausserdem ist das Nachfüllen recht umständlich. Schliesslich ist bei den bekannten Ausführungen die Regelung des Brennstoffspiegels gar nicht oder nur schwer und in unvollkommener Weise durchführbar und es kann der Zwischenbehälter (Schale) mit freiem Brennstoffspiegel zu Verunreinigungen, Verdunsten oder Verschütten des Brennstoffes und somit zu Brandgefahr Anlass geben.
Zur Vermeidung dieser Übelstände ist schon vorgeschlagen worden, den allseits luftdicht abge- schlossenen Vorratsbehälter mit einer Belüftungsöffnung zu versehen, die in der Höhe des Brennstoffspiegels im Dochtbehälter bzw. im allgemeinen in jenem Raum des Brenners, in dem der Flüssigkeits- spiegel konstant gehalten werden soll, liegt. Eine solche Anordnung arbeitet im Wesen nach Art der sogenannten Mariotteschen Flasche. Eine Mariottesche Flasche ist bekanntlich ein vollkommen luft- dicht abgeschlossener Behälter 1 (Fig. 1), der am Boden einen Auslauf 2 und in einer gewissen Höhe h darüber eine Lufteintrittsöffnung 3 besitzt. Dabei ist es für die Funktion gleichgültig, ob die Lufteintrittsöffnung 3 aus einem von unten kommenden Rohr a oder aus einem von oben eingeführten
Rohr b besteht.
Das Belüftungsrohr 4 kann in seinem ausserhalb des Behälters 1 liegenden Teil über den höchstmöglichen Flüssigkeitsspiegel 0 im Behälter nach oben hinausragen. Diese Ausführungs- formen (b und c) sind vorzuziehen, da in diesen Fällen keine Flüssigkeit durch das Belüftungsrohr 4 austreten kann, falls der Einfüllstöpsel 17 beim Nachfüllen entfernt wird. In allen Fällen besteht die Eigenart der Mariotteschen Flasche bekanntlich darin, dass als Druckhöhe für den Ausfluss unabhängig von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels C ausschliesslich die Höhe h der Belüftungsöffnung 3 über der
Ausflussstelle massgebend ist.
Es wird also der Ausfluss durch das Rohr 2 immer mit der konstanten
Geschwindigkeit v = V2 gh erfolgen, wobei durch das Belüftungsrohr 4 Luft eintritt, in Blasen auf- steigt und das oberhalb des Flüssigkeitsspiegels C sich bildende Vakuum aufhebt. Die Ausflussgeschwindigkeit und Druckhöhe bleibt konstant, bis der Flüssigkeitsspiegel die Belüftungsstelle 3 erreicht hat.
Wird mit dem Ausfluss 2 des Behälters 1 ein kommunizierendes Gefäss 6 durch eine Rohrleitung verbunden (in Fig. 1 gestrichelt gezeichnet), so stellt sich der Spiegel im Gefäss 6 stets genau in das
Niveau A der Belüftungsstelle 3 ein. Ist das Gefäss 6 ein Verbrauehsgefäss, z. B. der Dochtbehälter eines Brenners, und wird der Vorratsbehälter j ! so aufgestellt, dass die Mündung 3 des Belüftungsrohres 4 in der Höhe des im Dochtraum gewünschten Brennstoffniveaus A liegt, so wird der Brennstoffzufluss aufhören, wenn diese Niveauhöhe erreicht wird, und umgekehrt beginnen, sobald das Niveau absinkt.
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Gemäss Erfindung kann die Brennstoffzufuhr bei einer Speisevorrichtung nach 0Art der Mariotteschen Flasche auch willkürlich beeinflusst werden, u. zw. ausser durch ein Regelorgan in der Speiseleitung selbst auch durch Veränderung der Belüftungsluftmenge oder durch Veränderung der Höhenlage der Mündung 3 des Belüftungsrohres 4 unter Zuhilfenahme mehrerer in verschiedener Höhenlage angeordneter Belüftungsöffnungen oder durch eine besondere Ausgestaltung eines an sich bekannten heb-und senkbaren Belüftungsrohres einer Mariotteschen Flasche. Diese Regelung kann so weit gehen, dass die Mündung 3 unter die Ausflussstelle im Behälter 1 kommt und der Ausfluss somit unterbunden wird.
Diese Regelungsvorgänge können von Hand aus erfolgen oder automatisch auch ohne eine Abhängigkeit vom Brennstoffniveau im Doehtraum. Darin liegt ein wesentlicher Vorzug, weil Vorgänge zur Regelung herangezogen werden können, die mit dem Brennstofffluss nichts zu tun haben, wie etwa jene in einem von dem Brenner beheizten Flüssigkeitserhitzer, Trockenofen od. dgl. mit Hilfe des veränderlichen Wasserstandes oder der veränderlichen Temperatur oder der Strömungsgeschwindigkeit fliessenden Wassers usw. Die Regelung namentlich der Belüftungsmenge ist wegen des geringen Querschnittes, den das Belüftungsrohr zu haben braucht, eine sehr bequeme und sichere. Die Erfindung lässt sich daher in besonders vorteilhafter Weise in Verbindung mit selbsttätig, z.
B. thermostatisch oder durch Druck bzw. Strömung einer Flüssigkeit geregelten Heizanlagen, Flüssigkeitserhitzern, Brutkästen, Warmwasserspeichern, Durchlauferhitzern usw. anwenden.
Die Erfindung betrifft ferner einige besonders zweckmässige Ausgestaltungen des Vorratsbehälters und seiner Füll-und Absehlussorgane.
In den Fig. 2-10 sind : einige Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Die Fig. 2,3 und 4 0veranschaulichen einige beispielsweise Ausführungen des Behälters mit seinen Abschlussorganen in teilweise geschnittener Seitenansicht. Die Fig. 5 und 6 zeigen in gleicher Ansicht mit einem Flüssigkeitsanzeiger verbundene Belüftungsrohre. Die Fig. 7 ist eine schematische, teilweise geschnittene Ansicht eines mit thermostatischer Regulierung versehenen Flüssigkeitserhitzers und die Fig. 8,9 und 10 zeigen im Schnitt drei weitere Ausführungsformen der Erfindung.
Bei der Ausführungsform gemäss der Fig. 2 tritt das Belüftungsrohr 4 in der Nähe der Ausfluss- öffnung 2 von unten her in den Behälter 1 ein. Beide Rohre werden durch einen hülsenförmigen Ventilkörper 10 mittels einer im Oberteil des Vorratsbehälters ; ! eingeschraubten Begulierspindel H abgesperrt, wenn der Brennstoffzulauf unterbunden werden soll bzw. wenn der Einfüllstopsel 7, der sonst luftdicht auf der Oberseite des Behälters sitzt, zum Zwecke des Nachfüllens gelöst werden muss. Der luftdichte Abschluss der Spindel 11 kann an den Gewindegängen selbst oder mittels einer Stopfbüchse oder einer Membrananordnung bewirkt werden. Die Füllschraube 17 schliesst z. B. durch einen Dichtung- ring luftdicht ab.
Gemäss der Fig. 3 ist die Spindel 11, die das Kegelventil 10 für die Absperrung der Abflussleitung 2 bedient, durchbohrt und somit gleichzeitig als Belüftungsrohr 4 ausgebildet. Das Belüftungsrohr tritt seitlich aus der Ventilspindel aus ; an diese Stelle kann ein abwärts gebogenes Röhrchen 14 dicht eingesetzt werden, so dass es möglich ist, die Höhe der unteren Mündung dieses Röhrchens und damit die Höhe der wirksamen Flüssigkeitssäule in den weitesten Grenzen zu verändern. So zeigt beispielsweise die Fig. 3 eine Lage des Belüftungsrohres, bei welcher die wirksame Flüssigkeitssäule der Höhe der Niveaulinie A entspricht.
Durch Verlängerung des abwärts gerichteten Teiles des Röhrchens 14 und Anordnung einer Ausnehmung im Behälterboden um die Ausflussöffnung 2 herum kann auch erzielt werden, dass unabhängig von der Kegelventilwirkung der Ausfluss mit Sicherheit verhindert werden kann. Es muss dann die tiefste Stellung des unteren Endes des Röhrchens 14 tiefer liegen als der Boden des Dochtbehälters.
Die Fig. 4 zeigt ein selbstschliessendes Ventil 22 für die Abflussleitung 2 in abgehobener Stellung.
Die Abhebung erfolgt durch einen Fortsatz 18, der mit dem Deckel 17 für die Füllöffnung 7 verbunden und durchbohrt ist, so dass er gleichzeitig als Belüftungskanal 4 dient. Der Deckel 17 wird durch einen schnellwirkenden Verschluss, z. B. einen Kniehebel, Bajonett- oder Exzenterverschluss 20, mit seiner Dichtungsfläche auf den Rand der Einfüllöffnung 7 niedergepresst und drückt dann mit dem Fortsatz 18 auf den Schaft 16 des Ventils 22, das die Ausflussöffnung 2 freigibt. Beim Abheben des Deckels zum Zwecke des Nachfüllens schliesst sich das Ventil 22 unter der Wirkung der Feder 19 selbsttätig, so dass eine Überschwemmung des Dochtraumes nicht eintreten kann.
Die Fig. 5 zeigt einen Inhaltsanzeiger mit einem Schwimmer 30 in Verbindung mit einem Zahnsegment 31, das auf eine Zahnstange 32 arbeitet, welche das Belüftungsrohr 4 durchsetzt und während der Bewegung auch reinigt. Die Höhe, um die das obere Ende der Stange 32 aus dem Rohr 4 heraussteht, gibt ein Mass für die Lage des Flüssigkeitsspiegels C im Behälter 1. In der Möglichkeit der An- ordnung einer solchen Anzeigevorrichtung für den jeweiligen Brennstoffvorrat liegt ein weiterer Vorteil der Erfindung.
Eine andere Ausführungsform eines Flüssigkeitsstandanzeigers ist in der Fig. 6 dargestellt.
Das Rohr 34 ist in diesem Falle geneigt angeordnet und enthält eine darin drehbare Stange 32, die aussen einen Zeiger 37 trägt, der über einer Skala 35 spielt. Die Stange 32 ist an der Stelle, wo sie im
Behälterinneren das Rohr 34 verlässt, winkelig abgebogen ; das Ende dieses Schenkels 33 trägt den
Schwimmer 30. Wenn das Niveau 0 etwa auf C'steigt, bewegt sich der Schwimmer 30 in die Stellung 30',
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wobei der Schenkel 33 einen Kegelmantel um die Stange 32 als Achse beschreibt und in die Lage 33' gelangt. Dabei dreht sich die Stange 32 und der auf ihr sitzende Zeiger 37 und dieser zeigt den Inhalt auf der Skala 35 an.
Bei dieser Ausführungsform kann das Rohr 34 ebenfalls auch als Belüftungsrohr für die Mariottesche Flasche dienen. Es kann aber auch, wie in der Fig. 6 dargestellt, ein gesondertes Belüftungsrohr 4 angeordnet werden, dessen untere Mündung 3 das Niveau A bestimmt. In diesem Falle muss das untere Ende des Rohres 34 tiefer liegen als dieses Niveau A, etwa in einer Ausnehmung 36 des Behälterbodens. Es kann bei der gezeichneten Anordnung auch in der Höhe des Niveaus A im Rohr 34 eine Öffnung als Belüftungsstelle vorgesehen sein. Dieser Flüssigkeitsstandanzeiger kann auch bei andern geschlossenen Behältern, die nicht nach dem Prinzip der Mariotteschen Flasche arbeiten, mit Vorteil angewendet werden.
Die Fig. 7 zeigt ein Beispiel für eine selbsttätige Regelung durch Abschluss des Belüftungsrohres 4 des Behälters 1. Der Behälter 1 steht durch eine Speiseleitung 2 mit dem Dochtraum 46 eines Brenners in Verbindung, der aus der äusseren Hülle 43, den perforierten, eine Verbrennungskammer einschliessenden Mänteln 44 und dem Docht 45 besteht. Dieser Brenner dient hier beispielsweise zur Beheizung eines Warmwasserspeichers 40, der mit einem Thermostaten 41 versehen ist. Die Anordnung ist so getroffen, dass die untere Mündung 3 des Belüftungsrohres 4 in der Höhe des Flüssigkeitsniveaus A im Dochtraum 46 liegt. Die obere Eintrittsstelle des Belüftungsrohres 4 liegt derart, dass sie durch den Thermostaten 41, der aus dem Flüssigkeitserhitzer 40 herausragt, leicht gesteuert werden kann.
Das Ende des Rohres 4 wird hiezu durch eine federbelastete Klappe 47, die drehbar gelagert ist, normalerweise offengehalten. Auf die Klappe wirkt der z. B. von einer Membran des Thermostaten 41 bewegte Stift 48 in der Weise, dass bei Erreichung einer gewünschten Höchsttemperatur im Innern des Flüssigkeitserhitzers die Klappe 47 auf das Ende des Belüftungsrohres 4 gepresst und damit die weitere Brennstoffzufuhr zum Dochtraum unterbunden und die Flamme auf geringere Grösse bzw. zum Erlöschen gebracht wird. Bei Abkühlung des Thermostaten wird die Klappe 47 wieder abgehoben, die Brennstoffförderung setzt wieder ein und die Flamme kann von Hand oder durch eine Zündflamme wieder angezündet werden.
Zur Aufrechterhaltung einer solchen Zündflamme bzw. einer kleinen Flamme im Brenner 43 kann ein zweites, jedoch nicht durch den Thermostaten verschliessbares Belüftungsrohr vorgesehen sein, dessen untere Mündung tiefer liegt als die Belüftungsstelle 3. Wird das Belüftungsrohr 4 gesperrt, so hält das zweite Belüftungsrohr einen niedrigeren Brennstoffspiegel im Dochtraum aufrecht, der zur Bildung einer kleinen Zündflamme genügt. Zum selben Zweck, d. h. um bei Abschliessen des Belüftungsrohres 4 ein Verlöschen der Flamme zu vermeiden, kann in diesem Rohr eine kleine, nicht verschliessbare Luftöffnung vorgesehen sein, die bei abgeschlossenem Belüftungsrohr das Eintreten einer geringen, gedrosselten Luftmenge gestattet.
Es kann auch ein gesonderter kleiner Hilfsbehälter vorgesehen sein, der bei Abschluss des Belüftungsrohres 4 des Vorratsbehälters 1 eine geringe Brennstoffmenge liefert, die zur Aufrechterhaltung der kleinen Zündflamme genügt.
Es ist ersichtlich, dass die Klappe 47 statt durch einen Thermostaten auch durch eine andere Einrichtung betätigt werden kann, etwa durch eine Schaltuhr oder durch eine Membran, die durch den Druckunterschied vor und nach einer Drosselstelle in einer Flüssigkeitsleitung oder vom Druck eines Kühlmittels betätigt wird. Auf diese Weise können Durchlaufwassererhitzer mit Wassermangelsicherung und sogenannten Druckautomaten sowie automatische Kühlanlagen mit Heizung durch flüssigen Brennstoff geschaffen werden, wie sie für Gasheizung bekannt sind.
Die Erfindung bietet hiebei den besonderen Vorteil, dass eine Überschwemmung des Brenners mit Brennstoff in jedem Fall, auch bei Verlöschen der Flamme, mit vollkommener Sicherheit vermieden ist, da der Brennstoffspiegel niemals höher steigen kann als bis zum Niveau A der Belüftungs- stelle 3. Für die Erfindung ist es nicht wesentlich, dass zur Belüftung atmosphärische Luft verwendet wird. Es kann vielmehr der Brennstoff auch in einen Druckbehälter gefördert werden, aus dem die Belüftungsmenge entnommen wird.
Statt direkt in den Dochtraum des Brenners kann der Brennstoff auch in einen mit diesem Dochtraum kommunizierenden Zwischenbehälter gefördert werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Die Erfindung kann auch bei solchen Brennern angewendet werden, bei denen nicht das Brennstoffniveau, sondern der Druck des Brennstoffes konstant zu halten ist. In diesem Falle liegt die Belüftungsstelle im Behälter um den Betrag h höher als die Ausflussstelle des Brennstoffes im Brenner und der Brennstoff fliesst stets mit einem Druck gleich V 2 gh zu.
Die Fig. 8,9 und 10 zeigen einige Ausführungsformen, bei denen durch besondere Massnahmen ein Ausfliessen des Brennstoffes und ein Überschwemmen des Brennerraumes beim Undichtwerden des Behälterverschlusses vermieden wird.
Die Anordnung nach der Fig. 8 entspricht im allgemeinen der nach der Fig. 4. Der Deckel 17 trägt wiederum einen Fortsatz 18, der durch einen Kanal 4 durchbohrt ist, wobei das untere Ende dieses Kanals die Belüftungsstelle 3 der Mariotteschen Flasche bildet. Der Fortsatz 18 stösst bei geschlossenem Deekel an den Stiel 16 des Ventils 22 und öffnet dieses.
Um nun auch für den Fall,
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dass aus irgendeinem Grunde ein luftdichter Abschluss zwischen dem Rand 7 und dem Deekel 17 nicht erzielt wird, ein Überfliessen des mit dem ! Behälter 1 durch die Leitung 2 kommunizierenden Brenners 43 unmöglich zu machen, ist, wie die Fig. 8 zeigt, auch ein Füllrohrstutzen 27 als Sicherheitseinrichtung gegen ein Überfluten oder zu starkes Anfüllen des Brennerraumes 43 beim Einfüllen und bei Undichtwerden des Verschlusses des Deckels 1'1 vorgesehen.
Das Rohr 27, durch welches der Brennstoff eingefüllt wird, schliesst dicht an die Füllöffnung 7 des Vorratsbehälters 1 an und mündet unten in der Nähe des Niveaus A. Es hat somit eigentlich selbst den Charakter des Belüftungsrohres der Mariotteschen Flasche und könnte als solches allein verwendet werden, wenn seine untere Mündung genau in der Höhe des konstant zu haltenden Flüssigkeitsniveaus A stehen würde. Für den Füllvorgang selbst wäre dieses Rohr 27 zwar nicht notwendig, denn die Füllung könnte auch, wie früher beschrieben, durch eine beliebige Öffnung, die oberhalb des Flüssigkeitsspiegels C mündet, erfolgen, wenn diese Öffnung nachher zuverlässig dicht abgeschlossen wird.
Es ergibt sich aber im Momente des Aufstossens des Bodenventils 22, dass ein verstärkter Ausfluss erfolgt, weil in diesem Augenblick der Deckel 17 unter Umständen noch nicht dicht geschlossen hat und auf der Ausflussöffnung der Druck der vollen Flüssigkeitshöhe bis zum Spiegel C und darüber der volle atmosphärische Druck lastet. Auch bei einer geringen Undichtheit des Füllverschlusses würde dauernd ein höherer Druck wirken, als gemäss dem Gesetz der Mariottesehen Flasche in Erscheinung treten soll.
In dem Füllrohr 27 ist aber bloss eine beschränkte Flüssigkeitsmenge vorhanden, die einen erhöhten Flüssigkeitsaustritt nur im Momente der Eröffnung bewirken kann ; eine dauernde Undichtheit an der Abschlussseite der Füllvorrichtung hat nun keinerlei nachteilige Folgen, weil auch in dem Rohr 27 die Wirkung der Mariotteschen Flasche eintritt. Die Mündung des äusseren Rohres 27 kann auch in der Höhe des konstant zu haltenden Niveaus A liegen. Um das Füllen des Behälters 1 durch das Füllrohr 27 zu ermöglichen, muss die Luft oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 0 verdrängt werden können.
Zu diesem Zwecke ist ein Standrohr 28 vorgesehen, das einerseits oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 0 im Vorratsbehälter 1 und anderseits unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Dochtraum oder in einem mit ihm kommunizierenden Zwischenbehälter oder wie gezeichnet in der Leitung 2 mündet.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 8 ist noch immer eine gewisse Gefahr vorhanden, dass im Momente des Öffnens des Ventils 22 der, wenn auch kleine Inhalt des Rohres 27 auf einmal in den Brenner abfliesst. Um auch dies zu verhüten, ist gemäss der Fig. 9 der zweckmässig wieder als Belüftungsrohr ausgebildete Deckelfortsatz 18 mit einem Kolben 38 versehen, der oberhalb der unteren Belüftungsrohrmündung 3 liegt und in dem Rohr 27 dicht abschliessend gleitet. Beim Einführen des Deckels 17 mit dem Fortsatz 18 wird somit die Flüssigkeit aus dem Rohr 27 durch den Kolben 38 nach unten in den umgebenden Flüssigkeitsraum verdrängt, so dass die Gefahr des plötzlichen Austrittes einer grösseren Flüssigkeitsmenge im Momente des Öffnens des Ventils 22 gänzlich beseitigt ist. Der dichte Abschluss des Kolbens 38 kann z.
B. durch eine Ledermanschette erzielt werden. Es ist dann der dichte Sitz des Deckels 17 nicht unbedingt erforderlich, und es kann an dieser Stelle z. B. auch, wie in der Fig. 9 dargestellt, ein undichter Bajonettverschluss Anwendung finden. In diesem Fall kann der Raum oberhalb des Kolbens 38 auch durch eine Öffnung mit der Aussenluft in Verbindung stehen.
Ist dagegen der Deckelverschluss absolut dicht, so muss der Kolben nicht völlig dicht an dem Rohr 27 anliegen..
Bei der Ausführungsform gemäss der Fig. 10 wird, um einen verlässlich dichten Abschluss des Vorratsbehälters 1 zu erzielen und ein Ausfliessen aus diesem Behälter 1 in ein durch die Leitung 2 mit ihm kommunizierendes Gefäss, z. B. einen Brennerraum, nur nach Herstellung dieses luftdichten Abschlusses der Füllöffnung möglich zu machen, der auf den Rand 7 der Füllöffnung aufzusetzende, mit einer Randabdichtung 55 versehene Deckel J7 wieder mit einem Rohr 18 verbunden, das in die Flüssigkeit bis zum Niveau A eintaucht. In diesem Rohr 18 ist eine Stange 50 gleitbar gelagert, an deren oberen Ende ein Federteller 52 mittels einer Niete befestigt ist. Eine starke Druckfeder 51 ist zwischen dem Deckel 17 und dem Federteller 52 angeordnet.
Ein Exzenterverschluss 20, der auch durch
EMI4.1
den Federteller 52 und den Stift 50 abwärts zu drücken, und wird durch Einfallen der Niete in eine Vertiefung des Hebels 20 gesichert. Beim Herabdrücken des Federtellers 52 wird die Feder 61 gespannt und der Deckel 17 mit der Dichtung 55 fest auf den Rand 7 gepresst, so dass ein verlässlich luftdichter Abschluss erzielt wird. Erst wenn der Stift 50 so weit herabgedrückt ist, dass diese Anpressung sicher erzielt ist, stösst dessen verjüngtes Ende 57 auf den Stift 56 des Fortsatzes 16 des Ventils 22, das von der Feder 19 nach oben gegen seinen Sitz gedrückt wird.
Die verjüngten Stifte 57 und 56 haben den Zweck, dieses Aufstossen des Ventils nur bei normaler Lage des Rohres 18 und des Deckels 17, der durch den Rand 58 zentriert wird, möglich zu machen. Ist z. B. ein Fremdkörper an einer Stelle zwischen der Abdichtung 55 und dem Rand 7 eingeklemmt und verhindert eine gute Abdichtung, so stellt sich das Rohr 18 mit der Stange 50 schief und der Stift 57 geht an dem Stift 56 vorbei. Der Stift 50 ist an den Enden des Rohres 18, z. B. durch Flügel oder Vorsprünge 54, geführt. Diese Vorsprünge lassen jedoch Luft längs des Stiftes 50 durchtreten, so dass das Rohr 18 als Belüftungsrohr nach Art der Mariotteschen Flasche dienen kann, zur Aufrechterhaltung eines konstanten Niveaus A in einem mit dem Behälter 1 kommunizierenden Gefäss (Brenner).