AT153586B - Verfahren zur Auswertung photogrammetrischer Aufnahmen auf Grund eines physikalischen Kriteriums. - Google Patents

Verfahren zur Auswertung photogrammetrischer Aufnahmen auf Grund eines physikalischen Kriteriums.

Info

Publication number
AT153586B
AT153586B AT153586DA AT153586B AT 153586 B AT153586 B AT 153586B AT 153586D A AT153586D A AT 153586DA AT 153586 B AT153586 B AT 153586B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
photogrammetric
evaluation
evaluating
point
recordings
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Ing Killian
Original Assignee
Karl Ing Killian
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Karl Ing Killian filed Critical Karl Ing Killian
Application granted granted Critical
Publication of AT153586B publication Critical patent/AT153586B/de

Links

Landscapes

  • Investigating Materials By The Use Of Optical Means Adapted For Particular Applications (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Auswertung   photogrammetrischer   Aufnahmen auf Grund eines physikalischen
Kriteriums. 



   Nach den bekannten   photogrammetrisehen   Auswerteverfahren erfolgt die Auswertung photo-   grammetriseher   Aufnahmen eines unebenen Objektes allein auf Grund des Sehens, insbesondere des stereoskopischen Sehens. Das nach den bekannten photogrammetrischen Auswerteverfahren erzielte Ergebnis ist daher subjektiv. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren, welches auf Grund eines in der Folge erörterten   physika-   lischen Kriteriums eine rein objektive Auswertung   photogrammetrischer   Aufnahmen eines unebenen Objektes gestattet. Die Auswertung nach dem Verfahren, welches die Erfindung betrifft, erfolgt entweder vollkommen maschinell oder unter Anwendung des   stereoskopischen   Sehens, u. zw. im letzteren Falle derartig, dass eine Festlegung des Auswertungsergebnisses nur erfolgt, wenn auch die zu erörternden physikalischen Bedingungen erfüllt sind. In beiden Fällen ist also das Auswertungsergebnis objektiv. 



  Während die erwähnte, vollkommen maschinelle Auswertung nur die Festlegung von Schichtenlinien, Profilen und Schnitten beliebig gelegter Ebenen mit dem Objekte gestattet, wird bei der erwähnten Anwendung des stereoskopisehen Sehens die gesamte Auswertung objektiv   durchgeführt.   



   Zunächst sei auf Bekanntes erinnert : Wird ein praktisch unendlich fernes Objekt photographiert, 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 wobei   i   die Flächenhelle des Flächenelementes, 0 die wirksame Fläche des   Objektivs, t. die   Brennweite des Objektivs und   {).   den Winkel bedeutet, der von einer Normalen auf die Bildebene und einer durch den Objektivmittelpunkt und der Mitte des bezügliche   Fläehenelementes   gelegten Geraden eingeschlossen wird. Gleichung 1) gilt für ein symmetrisches Objektiv ohne Absorption und Reflexion, was für die folgenden Überlegungen insofern unwesentlich ist, als für ein unsymmetrisches Objektiv mit Absorption und Reflexion die Beleuchtungsstärke B zwar anders, aber ebenfalls nur von den Grössen i,   0,/und {). abhängig   ist.

   Nach dem Schwarzschildschen Gesetz ist die   Schwärzung   S einer photographischen Schichte : 
 EMI1.3 
 wobei t die Belichtungszeit und p ein Exponent ist, der von der Plattensorte, vom Alter der Platte und auch von der Beleuchtungsstärke B abhängig ist. 



   Angenommen, für zwei orientierte photogrammetrische Aufnahmen   N1 und N2   seien die wirksame Fläche 0 des Objektivs, die Brennweite f, die Belichtungszeit t, die Platteneigenschaften und der Entwicklungsvorgang vollkommen gleich. Ferner seien beide Aufnahmen gleichzeitig oder doch so rasch aufeinander ausgeführt worden, dass die Beleuchtung des Objektes, insbesondere die Sonnenbeleuchtung des Geländes, als konstant angesehen werden kann. Aus den Gleichungen 1) und 2) folgt alsdann, dass die Schwärzungsgrade je zweier einander zugeordneter Punkte   al, a,   der beiden Aufnahmen nur von der   Flächenhelle   i des jeweiligen   Flächenelementes   des Objektes und von den Winkeln    & 1   und   {} 2 abhä'lgig   sind.

   Würde es gelingen, die Schwärzungsgrade unabhängig von den Winkeln   e, und e,   zu machen, so wäre damit zunächst eine notwendige Bedingung für zwei einander zugeordnete Punkte geschaffen ; denn zwei einander zugeordnete Punkte würden alsdann gleich Schwärzungsgrade aufweisen. In der Tat kann die infolge der Verschiedenheit von   {} 1 und {} 2   bedingte Verschiedenheit der   Schwärzung,   zweier einander zugeordneter Punkte auf folgende Arten weggeschafft werden :' 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
1. Bei der Aufnahme : Durch Verwendung von bekannten Sternblenden oder von bekannten   Grauglaslinsen   usw. 



   2. In dem in der Folge beschriebenen Auswerteapparat (Fig. 1) : Durch eine automatische Steuerung der Stromstärken für die   Lichtquellen Qi, (   oder durch eine automatische Steuerung von Blenden, welche die von den Lichtquellen   Qi, Q   kommenden Lichtmengen regulieren usw. 



   Ein Auswerteapparat, der sich auf das die Erfindung betreffende Verfahren bezieht, ist in den Fig. 1, 2 schematisch dargestellt.   JV   und   N2   (Fig. 1) seien die beiden richtig orientierten photogrammmetrischen Aufnahmen (Negative). Das in Fig. 1 dargestellte Gestänge, welches um die festen Aufnahmezentren   Al, A2   drehbar ist, trägt zwei   Photozellen Zi, Za   und im Schnittpunkte A der Stabachsen sind die Stäbe   Tl, T2 miteinander gelenlòg   verbunden. Bei beliebiger Bewegung des Punktes   A   werden die Photozellen entlang den Negativschichten von N1 und N2 geführt.

   Gleichzeitig mit den Photozellen   Z, Z   wird ihnen gegenüber je eine Lichtquelle   Qi, ( die   mittels je einem Mikroobjektiv   Mi,     M2,   ebenso wie bei den bekannten Densitometern, auf die photographischen Schichten projiziert werden, mitgeführt. Die Schaltung der Photozellen erfolgt nach der Differentialmethode z. B. nach der in Fig. 2 dargestellten   Brückenschaltung. Bi, Bs   sind   Batterien, ZI, Z2 Photozellen, E   eine punktmarkierende Einrichtung. Die   Spannungsverhältnisse   der Batterien werden zunächst so reguliert, dass sich die   Dunkelströme   der beiden Zellen gerade aufheben. Zwischen a und b besteht dann keine Potentialdifferenz.

   Dies ist auch dann der Fall, wenn die beiden auf den Platten beleuchteten Punkte einander zugeordnet sind. Sind jedoch diese Punkte einander nicht zugeordnet, so werden ihre Schwärzungsgrade im allgemeinen verschieden sein und es wird mithin zwischen a und b ein Strom fliessen. Wie in der Folge dargelegt ist, wird diese Erscheinung dazu verwendet, dass die punktmarkierende Einrichtung E ausgeschaltet wird. 



   Bei der vollkommen maschinellen Auswertung wird der Punkt A parallel einer z. B. horizontalen Ebene e (Fig. 1) in hinreichend enger Mäanderform automatisch geführt, u. zw. geschieht diese Bewegung mit Hilfe eines Kreuzschlittens   KI, K2.   Die punktmarkierende Einrichtung kann z. B., dem Wesen nach, ein bekannter Oszillograph sein, bei welchem eine Vorkehrung getroffen ist, dass nur bei Stromlosigkeit zwischen   a   und b eine Punktmarkierung stattfindet. Diese Vorkehrung kann darin bestehen, dass man in den vom Oszillographenspiegel kommenden Lichtstrahlenbündel einen mit einem Loch L versehenen Schirm Sch bringt (Fig. 1). Das Loch des Schirmes ist so angeordnet, dass nur dann, wenn zwischen a und b kein Strom fliesst, das mit einer Sammellinse Li konzentrierte Lichtstrahlenbündel durch das Loch L gelangen kann.

   Die Sammellinse   Ls   richtet die Lichtstrahlen parallel und die Sammellinse   Lg   vereinigt sie wieder zu einem Punkt, der in der Ebene s, welche eine lichtempfindliche Schichte sein soll, liegt. Die punktmarkierende Einrichtung wird, wenn die horizontale Ebene s in einer gegen- über den Aufnahmezentren A1, A2 entsprechenden Höhe eingestellt ist, Punkte der Schichtenlinie markieren. Freilich werden je zwei einander nicht zugeordnete Punkte, die jedoch zufällig gleich grosse Schwärzungen aufweisen, auch Punkte markieren, die wertlos sind. Diese unterscheiden sich jedoch von den Punkten der Schichtenlinie insofern, als sie vereinzelt liegen. 



   Bei Anwendung des stereoskopischen Sehens werden von den Negativen Diapositive hergestellt, die in ein bekanntes stereoskopisches Auswertegerät gebracht werden. Das Auftragesystem dieses   stereoskopischen   Auswertegerätes wird entweder mit dem Punkt A (Fig. 1) verbunden oder es werden mit dem Betrachtungssystem des stereoskopischen Auswertegerätes die Photozellen samt der dazugehörigen Beleuchtungsvorrichtung starr verbunden. Letztere Möglichkeit zeigt Fig. 3 für einen Stereokomparator bzw. für einen Stereoautographen.

   Es bedeutet S das Stereomikroskop des Stereokomparators bzw. des Stereoautographen,   DI, D2   Diapositive, welche von den Negativen   N1,   N2 hergestellt sind, V die   Beleuchtungsvorrichtung   mit der Lichtquelle Q, ferner ist der für die Diapositive und Negative gemeinsame   Haupt-bzw. Parallaxenschlitten   mit H bzw. P bezeichnet. Durch die strichliert gezeichneten Kreise sind die mit der Beleuchtungsvorrichtung V starr verbundenen Photozellen angedeutet.   FI, F2   sind Führungen für das Stereomikroskop S und die durch die Stäbe   Si, s2   mit diesem starr verbundene Beleuchtungsvorrichtung V.   Fa, F4   bzw.   Fg, Fs sind Führungen   für den Haupt-bzw. 



  Parallaxenschlitten. Bei Anwendung des stereoskopischen Sehens wird man, gleichgültig, ob man, wie erwähnt wurde, das Auftragesystem des stereoskopischen Auswertegerätes mit dem Punkt A (Fig. 1) verbindet oder ob man das Betrachtungssystem des stereoskopischen Auswertgerätes mit den Photozellen samt der dazugehörigen Beleuchtungsvorrichtung starr verbindet (Fig. 3), von der im vorigen Absatz beschriebenen punktmarkierenden Einrichtung absehen. Man wird vielmehr besser eine Einrichtung treffen, dass ein Bleistift die Kartierung vornimmt, der bei Nichterfüllung der erörterten physikalischen Bedingung elektromagnetisch gehoben wird. Eventuell könnte dann beim Senken und Heben des Bleistiftes durch ein eingeschaltetes Telephon dem Auswertenden ein hörbares Signal gegeben werden. 



   Hinsichtlich der Verwendung des in den Fig. 1, 2 dargestellten Auswerteapparates für die Aerophotogrammetrie sei bemerkt, dass damit nicht nur eine rein maschinelle Auswertung der Schichtenlinien möglich ist, sondern, dass bei falsch orientierten Aufnahmen überhaupt keine Schichtenlinie entsteht, was im Gegensatz zu den bekannten   stereoskopischen   Auswertegeräten, für die Überbrückung festpunktloser Räume von grossem Vorteil ist. Dieser Vorteil ist auch dann noch gegeben, wenn, wie 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 im vorhergehenden Absatz erwähnt wurde, das Auftragesystem des stereoskopischen Auswertegerätes mit dem Punkt A (Fig.   l)   verbunden wird. Zur rein photographischen Ergänzung des Details in einem auf die beschriebene Art hergestellten objektiven Schiehtenplane kann z. B. das in der österr.

   Patentschrift Nr. 100832 dargestellte Verfahren Anwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Auswertung photogrammetrischer Aufnahmen auf Grund eines physikalischen Kriteriums, dadurch gekennzeichnet, dass die Punktidentifikation auf den photogrammetrischen Aufnahmen objektiv durchgeführt wird, u. zw. auf Grund von Schwärzungsvergleichen, die mit Hilfe von Photozellen ausgeführt werden, die samt der dazugehörigen Beleuchtungsvorrichtung über den photogrammetrischen Aufnahmen rein maschinell oder bei Anwendung des stereoskopischen Sehens von Hand aus gesteuert werden und dass bei Gleichheit der Photozellenströme eine punktmarkierende Einrichtung die Kartierung vornimmt. EMI3.1
AT153586D 1937-09-11 1937-09-11 Verfahren zur Auswertung photogrammetrischer Aufnahmen auf Grund eines physikalischen Kriteriums. AT153586B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT153586T 1937-09-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT153586B true AT153586B (de) 1938-06-10

Family

ID=3647642

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT153586D AT153586B (de) 1937-09-11 1937-09-11 Verfahren zur Auswertung photogrammetrischer Aufnahmen auf Grund eines physikalischen Kriteriums.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT153586B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2608763A (en) * 1946-09-03 1952-09-02 John Dudley St Method and apparatus for photograpmetrically constructing topographical maps

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2608763A (en) * 1946-09-03 1952-09-02 John Dudley St Method and apparatus for photograpmetrically constructing topographical maps

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2315774A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum erzeugen einer reproduktion von einer auf einer vorlage befindlichen farbbildaufzeichnung
AT153586B (de) Verfahren zur Auswertung photogrammetrischer Aufnahmen auf Grund eines physikalischen Kriteriums.
DE2034431A1 (de) Diaprojektor
DE728984C (de) Einrichtung zum Herstellen photoraphischer Differenzbilder
DE460800C (de) Verfahren und Vorrichtung zur additiven Wiedergabe farbiger Kinobilder
DE2010540A1 (de) PR 12.03.69 Japan 21559-69 Fluoreszenzmikroskop
AT107162B (de) Verfahren und Vorrichtung zur photographischen Geländeaufnahme.
DE1955723A1 (de) Optisches System zur dreidimensionalen Abbildung
DE332447C (de) Als Mikroskop benutzbare Mikrokamera
DE1797216A1 (de) Entfernungseinstellvorrichtung
DE386091C (de) Verfahren zum Herstellen kinematographischer Kombinationsbilder
DE641109C (de) Einrichtung zum optischen Kopieren von Linsenrasterfilmen
DE660120C (de) Verfahren zum optischen Kopieren von Stereoteilbildpaaren auf einen Linsenrasterfilm mit Zylinderlinsenrasterung
DE625378C (de) Verfahren zum optischen Kopieren von Linsenrasterfilmen auf Linsenrasterfilme
AT19207B (de) Camera zur gleichzeitigen Aufnahme oder Projektion mehrerer Bilder mit einem Objektiv.
DE757079C (de) Optische Einrichtung fuer photographische oder kinematographische Aufnahmen
DE529563C (de) Anamorphotisches Mehrfachobjektiv
DE2209789A1 (de) Belichtungsverfahren beim kopieren auf farbkopiermaterial sowie beleuchtungskopf eines vergroesserungsgeraets zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE647222C (de) Optisches Kopiergeraet
DE939195C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Wiedergabe von Bildern in natuerlichen Farben
DE927239C (de) Verfahren und Einrichtung zur objektiven Scharfeinstellung von durch optische Systeme entworfenen Bildern
DE659605C (de) Einrichtung zum optischen Kopieren von Linsenrasterfilmen
AT211158B (de) Inversor für photographische Zwecke
DE952496C (de) Verfahen zur fotomechanischen Herstellung plastisch wirkender geographischer Karten
AT143505B (de) Verfahren zur Herstellung von Farbfilmen bzw. Farbenphotographien.