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Camera zur gleichzeitigen Aufnahme oder Projektion mehrerer Bilder mit einem Objektiv.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Neuerungen beziehen sich auf jene Cameraapparate, bei welchen mittelst eines einzigen Objektivs unter Zuhilfenabhme eines die Objektivöffnung teilenden Spiegelapparates gleichzeitig mehrere Bilder projiziert worden können, indem das durch das Objektiv eintretende vom Gegenstand kommende Strahlenbündel in ebensoviele nach verschiedenen Seiten projizierte Teilbündel gespalten wird, als der den Spiegelapparat bildende Körper spiegelnde Flächen besitzt, weiche Teil- bündel sodann auf gesonderten Schirmen, Platten u. dgl. aufgefangen werden.
t) a nun der in Form einer gleichseitigen Pyramide ausgeführte spiegelnde Körper, dessen Flachen gegebenenfalls bis zur Objektivöffnung verlängert sind, die Objektivöffnung in gleiche Sektoren teilt, so sind auch alle den Projektionsbildern entsprechenden Teil-
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absieht, alle orlangton Projektionsbilder gleich Hchtstark sein. d. h. die gleiche Licht- intonsitilt besitzen.
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Für die hroifarbenphotographio ist os jedoch von Wichtigkeit, dass alle drei Auf- nahmen unter reichlicher und gleichmässiger Belichtung aller drei Platten, sowie mit RücksichtaufdieunterUmständensichfortwährendänderndenLichtverhältnisseauchwährend eines gleichen Zeitraumes gemacht werden, damit man nicht gezwungen ist, die Fehler durch nachträgliche Abschwächung oder Verstärkung einzelner Negative bezw. durch Rotuschieren zu behoben.
Die Erlangung einer gleichen Belichtungszeit für alle drei Aufnahmen könnte allerdings mit Benützung des angegebenen Cameraapparates t) okannter Art in der Weise erzielt werden,
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möglichst holler Tönung verwendet wird und'dio zwei anderen Filter eine entsprechend dunklere Tönung erhalten, um die Belichtungszeiten künstlich zu verlängern bezw. der Belichtungszeit für das rot-orangefarbige Filter gleich zu machen. Da man aber bei dem letzteren an eine bestimmte Tönungsgrenze gebunden ist, weil nach Überschreiten derselben der zu helle Filter auch die blauen Strahlen durchlassen wiirdn,
so ergibt sich trotz dieses Hilfsmittels eine lange (für alle drei Filter gleiche) Belichtungszeit (ungefähr 30 Sekunden).
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Filter-oder Plattensorten die gleiche, im Verhältnis zu der bisher benötigten Zeit wesentlich verringerte Belichtungszeit zu erzielen und bei Austausch einzelner oder aller Platten oder Filter den Cameraapparat rasch wieder einstellen zu können.
Zu diesem Zwecke ist im Wege des vom Gegenstand kommenden ungeteilten Strahlenbündels eine Einrichtung vorhanden, mittelst deren die den einzelnen Bildern zugehörigen ToilstrahlenbUndol in das gewünschte, für die gleiche Belichtungszeit aller Aufnahmen notwendige Verhältnis zueinander gebracht werden können.
In beiliegender Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen dieser Einrichtung zur Darstellunggebracht.
Nach der in don. schematischen Fig. 1 und 2 dargestellten einfachsten Ausfuhrungs-
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odor Schraubenspindeln, bewirkt werden.
Ml ttolst der beschriebenen Führungseinrichtung kann die Objektivöffnung ss derart eingestellt werden, dass der fruhfr im Mittel der Objektivöffnung bezw. in der optischen Hauptachse a a liegende Knotenpunkt 0 aller Spaltungskanten des Spiegetkörpers J nunmehr exzentrisch liegt, wie aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist. tturch richtige KinstcHung des Schiebers 3 kann erzielt werden, dass für den angenommenen Fall der Verwendung des Apparates zur Dreifarbenphotographie dem für
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grösste Durchlässigkeit besitzenden blauen (blau-violetten) Filter die kleinste Teilöffnung 9 zur VerfugHUg steht.
Im Vergleich zur bekannten Anordnung mit drei gleich grossen Teilöffnungen (Fig. 3)
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so dass zur richtigen Ausexponierung aller drei Teilbilder (Negative) die gleiche Belichtungszeit notwendig ist, die jedoch erheblich geringer ist als jene, welche bei Anwendung Ktoicbor Objektiv-Toitötfnungon und in der angegebenen Weise abgetönter Filter bester Sorte benötigt wird.
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(ton entsprechenden Flächen der spiegelpyramide derart zu stellen, dass die Teilbilder nicht \ i !''rrt wcrdon.
Um diese Übelstände zu vermeiden, werden die Teilbilder in bekannter Weise direkt also ohne diese äusseren Spiegel, aufgenommen. In diesem Falle ist vor jeder Seitcnnache der spiegelpyramide eine kleine Seiten-Camera 10 (Fig. 5) angeordnet. Hinter dem Objektiv ist. wie bisher, der spiegelnde Körper 1 angebracht, welcher, wie bekannt, auch aus
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(ameras, welche zwecks richtiger Einstellung längs Teilungen beweglich sind bezw. dem Spiegelkörper genähert und von demselben entfernt werden können, sind vorteilhaft derart verbunden, dass das Nähern und Entfernen der mattscheibe aller Seiten-Cameras gleichzeitig erfolgt. Die zur Verwendung gelangenden Farbenfilter können in allen Fällen unmittelbar vor den zugehörigen Platten oder gleich hinter den Spiegeln angebracht werden.
Bei Anwendung von Plattenroste, n und Filtern, für welche die Belichtungszeit sehr ungleich ist, kann es vorkommen, dass das Objektiv zwecks Einstellung der ObjektivTeilöffnungen fUr die gleiche Belichtungszeit derart stark exzentrisch gestellt werden muss, dass die kleinste Teilöffnung, welche beispielsweise bei der Dreifarbenphotographie dem blauen Filter zugehört, das Stràblenuf1ndel von dem äussersten Rande des Objektivs erhält.
Zufotgo der diesem Objektiv bezw. der Linse desselben anhaftenden Fehler (sphärische und chromatische Abweichung) kann unter diesen Umständen kein fehlerfreies Bild er- langt werden.
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Dieser Übelatand kann jedoch vermieden werden, indem die spiegelnden Flachen bezw. die Spiegel oder Prismen derart angeordnet sind, dass auch bei zentrischer Stellung des Objektivs die Spaltung des durch die Objektivöffnung gehenden Strahlenbundels in untereinander verschiedene Teile erzielt wird, wie Fig. 6 zeigt. Bei Verwendung von Spiegeln sind in diesem Falle zwei derselben, c und d (Fig. 7, 8 und 9), derart angeordnet, dass sie verschiedene Neigung zu der in Fig. 7 und 9 in gestrichelten Linien angedeuteten Objektiv- öffnung 6 besitzen, und die Schnittkante 12 der beiden Spiegel in dieser Objektivöffnung liegt.
Die dritte Spiegelfläche e ist mit Bezug auf die beiden anderen nach Art eines Dachwalms angeordnet und reicht mit ihrer Vorderkante 13 bis in die Objektivoffnung 6 hinein.
Bei dieser Einrichtung kann es vorkommen, dass bei Austausch einzelner Filter-
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nicht mehr besteht.
Es ist daher vorteilhaft, diese Einrichtung mit der früher beschriebenen zu kom- binioren, weil hiedurch, selbst bei starker Verschiedenheit der ausgetauschten Platten oder
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Bei Verwendung von Prismen (Fig. 10) sind die spiegelnden Flächen c, d und e derselben genau so angeordnet, wie bei der vorbesprochenen Einrichtung. Sollen jedoch die Bilder auf einer gemeinschaftlichen Flache bezw. Platte nebeneinander liegen, so werden Doppolumkehrprismen (Rhomboedor) r verwendet, wie Fig. 11 zeigt. Falls die Bilder in besonderen Cameras aufgenommen werden sollen, muss das das ungespaltene Strahlenbündel durchlassende Objektiv samt dem Spaltungsapparat der Mittellinie der Cameras näher angeordnet werden, damit dib optische Achse in die Mitte der zu belichtenden Platten filllt. Fig. 12 zeigt eine derart eingerichtete Camera im Schnitt.
Um mehr als drei Einzelbilder erlangen zu können, muss die Anzahl der spiegelnden Flilchon des Spaltungskörpers oder der Prismen dementsprechend vermehrt werden, wobei die Teilung der Objektivöffnung in der früher beschriebenen Weise erfolgt, um die gleiche Bolichtungszeit für allo Aufnahmen zu erhalten.
PATENT-ANSPRÜCHE : t. Zur gleichzeitigen Aufnahme mehrerer Bilder mit einem Objektiv dienender Cameraapparat mit einem die Objektivöffnung teilenden spiegelnden Körper und mit einer Einrichtung, um für alle Teilttfuahmon unter Verwendung beliebiger Filter- oder Plattensorten die gleiche Belichtungszeit zu erzielen, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv. welches das ungeteilte Strahlenbündel empfängt, in einer zur optischen Achse desselben senkrecht stehenden Ebene sowohl in der Breiten-als auch in der Hiihenrichtung vcr-
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Teilstrahlenbündelzuteilen.
2. Zur gleichzeitigen Aufnahme mehrerer Bilder mit einem Objektiv dienender Cameraapparat mit einem die Objektivöffnung teilenden spiegelnden Körper und mit einer Einrichtung, um für alle Teilaufnahmen die gleiche Belichtungszeit zu erzielen, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiegel bezw. spiegelnden Prismenflächen derart zueinander und i ! nr Ohjoktivöffnnnss angeordnet sind, dass bei zentrischer Stellung des Objektivs die ge- wURschto Teilung des durch das Objektiv einfallenden Strahlenbündels erzielt wird.
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