AT153226B - Verfahren zur Herstellung von Lab- und Pepsinpräparaten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Lab- und Pepsinpräparaten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Lab-und Popsinpriparaten. Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung von Lab-und Pepsinpräparaten zum Gegenstand und zielt darauf ab, solche Präparate praktisch keimfrei zu gewinnen. Durch die übliche Extraktion enzymhaltige Ausgangsstoffe, z. B. frischer oder konservierter tierischer Organe mit Wasser, Glyzerin, Säuren, Salzlösungen oder andern Lösungsmitteln, erhält man Auszüge, die zahlreiche aus dem Rohstoff stammende Keime von Mikroorganismen enthalten. Einige Bakterienarten, namentlich aber die sporenbildenden Bakterien, rufen, wenn sie in den Enzymlösungen oder in den aus solchen Enzymlösungen hergestellten festen Präparaten verbleiben, bei der Anwendung dieser Präparate schädliche Wirkungen, z. B. bei der Verwendung von Labpräparaten zur Käseerzeugung Fehlgärungen hervor. Da Labpräparate und Pepsinpräparate im allgemeinen gegen Desinfektionsmittel aller Art sehr empfindlich sind, führen Versuche, die Bakterienkeime in solchen Präparaten mit Hilfe von Desinfektionsmitteln unschädlich zu machen, zu einer merklichen Beeinträchtigung der enzymatischen Wirksamkeit. Die auf andern Gebieten in Verwendung stehende Sterilisierung durch Wärme kommt für derartige Präparate gleichfalls nicht in Betracht, da die Erhitzung unter Bedingungen, durch die das behandelte Gut keimfrei gemacht wird, zugleich auch die Enzyme vernichten würde. Zahlreiche Versuche haben nun ergeben, dass man wirksame reine Lab-und Pepsinpräparate dadurch gewinnen kann, dass die in bekannter Weise gewonnenen Lösungen der Einwirkung von Säure unter Bedingungen, welche die Enzyme praktisch ungeschädigt lassen, in der Weise unterworfen werden, dass man ansäuert, die Lösung von einem etwa ausfallenden Niederschlag abtrennt, hernach die Wasser- stoffionenkonzentration erniedrigt, wobei zweckmässig eine Pause eingeschaltet wird, um hierauf die Wasserstoffionenkonzentration neuerlich zu erhöhen, u. zw. vorzugsweise bis zu einem höheren Säure- grad als in der ersten Stufe, welche Arbeitsweise so oft wiederholt wird, bis die Lösung praktisch frei von lebensfähigen Keimen ist. Die Wirkung dieser grundsätzlich neuen Arbeitsart beruht zum Hauptteil auf einer Vernichtung oder Schädigung der Keime durch die wiederholte Säurebehandlung. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Enzymlösungen während der Pausen bei einer höheren, die Enzyme jedoch nicht schädigenden Temperatur gehalten, um die Sporen auskeimen zu lassen, so dass in dieser Weise die Wirkungen der wechselnden Wasserstoffionen- konzentration mit der Wirkung der fraktionierten Sterilisierung verknüpft werden. Die Ph- Werte, auf welche die Enzymlösungen in den verschiedenen Stufen des Verfahrens eingestellt werden, und die Zahl der Stufen bzw. Behandlungspausen sowie die verschiedenen Arbeits- temperaturen in diesen richten sich nach der Beschaffenheit der zu behandelnden Enzymlösungen. Ausführungsbeispiel : Die in bekannter Weise durch Extraktion von zerkleinerten Kälber- mägen mit Kochsalzlösung erhaltene Lösung wird auf eine Konzentration von etwa 2% Kochsalz gebracht und bei Zimmertemperatur mit Salzsäure auf einen ph-Wert von 3. 8 eingestellt. Dabei fallen Schleimstoffe aus, die einen grossen Teil der Mikroorganismen mit sich reissen. Die Lösung wird hierauf filtriert, mit Natronlauge auf einen Ph-Wert von 6-0 gebracht und mehrere Stunden bei 40 gehalten, damit die etwa vorhandenen Sporen auskeimen können. Hierauf wird, vorzugsweise mit Salzsäure, auf einen Ph-Wert von 2. 6 angesäuert und die Lösung mehrere Stunden bei Zimmer- temperatur stehen gelassen, um die Bakterien durch die gesteigerte Säurekonzentration zu schädigen, worauf abermals auf einen p-Wert von 6-0 eingestellt wird. Häufig genügt eine zweimalige Ansäuerung und Wiederabstumpfung, um die Lebensfähigkeit der Bakterien zu vernichten ; ist dies noch nicht erreicht, so muss der Vorgang öfter wiederholt werden. Aus der von schädlichen Keimen befreiten <Desc/Clms Page number 2> Lösung kann man das Enzym in bekannter Weise aussalzen, nachdem man zur Vervollständigung der Fällung zweckmässigerweise einen aussalzbaren Eiweissstoff zugesetzt hat. Es ist bekannt, bei der Gewinnung von Lab die Enzymlösung der Einwirkung von Säure auszusetzen, einen ausfallenden Niederschlag abzutrennen und die Säure nachträglich wieder abzustumpfen. Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die Lösungen nach der Reinigung, bei welcher die Schleimstoffe ausgeschieden werden, keimfrei gemacht, indem die Lebensfähigkeit der Bakterien im Zuge dieser weiteren Behandlung der Enzymlösungen durch ein-oder mehrmalige Veränderung der Wasserstoffionenkonzentration, vorzugsweise mit eingeschalteten Pausen, u. zw. zweckmässig bei etwas erhöhter Temperatur, vernichtet wird. Bei diesem Zyklus handelt es sich nicht um eine weitere Reinigung der Enzymlösungen durch Ausscheidung von Schleimstoffen, sondern vielmehr um eine Vernichtung der Bakterien zufolge der wechselnden Änderung der Wasserstoffionenkonzentration der Enzymlösungen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Lab-und PepsinpräparatH, wobei die Enzymlösungen der Einwirkung von Säure unter Bedingungen, welche die Enzyme praktisch ungeschädigt lassen, in der Weise unterworfen werden, dass man ansäuert, die Lösung von einem etwa ausfallenden Niederschlag abtrennt und hernach die Wasserstoffionenkonzentration erniedrigt, dadurch gekennzeichnet, dass man, zweckmässig unter Einschaltung einer Pause, die Wasserstoffionenkonzentration neuerlich erhöht, u. zw. vorzugsweise bis zu einem höheren Säuregrad als in der ersten Stufe, welche Arbeitsweise so oft wiederholt wird, bis die Lösung praktisch frei von lebensfähigen Keimen ist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Enzymlösungen während der Pausen bei einer höheren, die Enzyme jedoch nicht schädigenden Temperatur gehalten werden.
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