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Puderdose.
Bei sämtlichen bekannten Puderdosen mit innen angeordnetem Spiegel wird es als überaus lästig empfunden, dass beim Öffnen der Dose der Spiegel stets von einer mehr oder minder starken Puderschichte bedeckt ist, die durch die zahlreichen Erschütterungen beim Tragen der Puderdose zwangsläufig auf die Spiegeloberfläche kommt. Diese Puderschichte wird vor Benützung der Puderdose meist mit dem Handballen oder den Fingerspitzen entfernt. Dadurch wird wohl die Puderschichte beseitigt, gleichzeitig wird aber das fette Sekret der Schweissdrüsen der menschlichen Haut auf dem Spiegel verschmiert, so dass nunmehr der Puder um so besser haftet und jedes folgende Wegputzen schwieriger wird.
Zur Vermeidung dieses Übelstandes ist bereits eine Puderdose bekannt, die einen im Inneren der Dose freistehenden, aus spiegelndem Metall bestehenden Spiegel aufweist, der um das Deckelscharnier der Dose klappbar ist und auf dem eine Putzvorrichtung gleitet, die die Ränder der Spiegelplatte umgreift und dadurch geführt ist und die durch an dem einen Dosenteil angelenkte Arme über die Spiegeloberfläche geführt wird. Bei dieser Bauart muss der Spiegel nach dem Öffnen der Dose durch eine zusätzliche Handbewegung umgelegt werden, was unerwünscht ist. Ausserdem ist diese Bauart mit an den Kanten der Spiegelplatte geführtem Wischer nur für freistehende Metallspiegel geeignet und für an der Innenseite des Deckels angeordnete Spiegel nicht geeignet.
Gemäss der Erfindung ist die Wischvorrichtung, die über den an der Innenseite des aufklappbaren Dosendeckels angeordneten Glas-oder Metallspiegel streicht und durch etwa in der Mitte der Seitenteile des Dosenunterteiles angelenkte Arme betätigt wird, längs der Spiegeloberfläche in Gleitschienen geführt, die beiderseits neben dem Spiegel innen am Deckel der Dose angeordnet sind.
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen Einrichtungen zur Erleichterung der Bewegungseinleitung beim Schliessen des Dosendeckels sowie die Ausgestaltung der Wischvorrichtung selbst.
Die Wischvorrichtung kann auch drehbar angeordnet sein und durch das Auf-und Zuklappen der Dose betätigt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung. Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht den Getriebemechanismus, Fig. 2 in schaubildlicher Darstellung eine mit der erfindungsgemässen Vorrichtung versehene Puderdose in geöffneter Stellung, Fig. 3 eine abgeänderte Ausführung der Putzvorrichtung in Ansicht von unten und die Fig. 4 und 5 zeigen in schaubildlichen Ansichten zwei bevorzugte Ausführungsformen der Abstreifvorrichtung.
Der das Puder enthaltende Eassettenunterteil trägt an einer Kante ein Scharnier 2, um welches der an seiner Innenseite mit dem Spiegel versehene Kassettenoberteil 3 drehbar ist. Etwa in der Mitte der Kanten 4 des Teiles 1 sind zwei Stäbe 5, 5'drehbar eingenietet, deren den Nieten abgewendete Enden in zwei Führungsschienen 6,6'gleiten, die an den Seitenteilen des Deckels angeordnet sind. Zwischen den doppelten Führungsschienen 6,6'wird die Putzvorrichtung bewegt. Der Kreisbogen 7 (Fig. 1) stellt den Weg dar, welchen die oberste Kante des Kassettenoberteiles 3 bei der Drehung um 2 beschreibt, und der Kreisbogen 8 ist der geometrische Ort der von den Nieten 9, 9'abgewendeten Endpunkte der Stäbe 5, 5'bei dieser Drehung.
Aus Fig. 1 geht hervor, dass jedem Punkt des Kreisbogens 8 ein Punkt in den Führungsschienen 6,6'zugeordnet werden kann, so dass also bei der Bewegung des Oberteiles 3 gegen den Unterteil 1 jede Stelle des Spiegels durch die Putzvorrichtung abgetastet wird.
Im Kassettenunterteil ist das übliche Schutznetz 10, vorzugsweise herausnehmbar angeordnet.
Das Scharnier 2 enthält, wie zumeist üblich, in seinem Inneren Schraubenfedern, welche beim Betätigen
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sie vorzugsweise aus einem Prisma mit beispielsweise trapezförmigem Querschnitt, dessen grössere Seitenfläche den Spiegel 14 abstreift. Statt des trapezförmigen kann auch ein quadratischer, dreieckiger (Fig. 5) oder ähnlicher Querschnitt verwendet werden. Für eine einwandfreie Wirksamkeit der Putzvorrichtung ist es günstig, dass die auf dem Spiegel gleitende Fläche derselben mit den ihr beiderseits benachbarten Seitenflächen einen spitzen oder rechten Winkel bildet, weil sonst ein Verschmieren und kein Abkehren des Puderstaubes stattfinden könnte.
Die Putzvorrichtung 11 kann auch derart hergestellt werden, dass-wie Fig. 3 zeigt-an einem Halteteil 15 mehrere Reihen von Putzelementen bzw.-elementengruppen angeordnet sind. Diese sind der Spiegeloberfläche zugewendet und fegen den Puderstaub geg, en eine zum Klappscharnier 2 rechtwinklig stehende Kante des Kassettenoberteiles, worauf er beim Schliessen der Dose in den Kassettenunterteil fällt. Die Putzelemente 16 sind vorzugsweise in Schrägreihen angesetzt, und die Endpunkte übergreifen sich ein wenig, so dass die Überlappungen 17 entstehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Puderdose mit im Inneren angeordnetem, von einer Wischvorrichtung bestrichenem Spiegel, dadurch gekennzeichnet, dass die Wischvorrichtung (11), die über den an der Innenseite des Dosendeckels (3) angeordneten Spiegel (14) streicht und durch etwa in der Mitte der Seitenteile (4) des Dosenunterteiles (1) angelenkte Arme (5, 5') betätigt wird, längs der Spiegeloberfläche in Gleitschienen (6, 6') geführt ist, die beiderseits neben dem Spiegel (14) innen am Dosendeckel angeordnet sind.