AT152812B - Verfahren zum Reinigen und Entfetten von Gegenständen aus starrem Material. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen und Entfetten von Gegenständen aus starrem Material.

Info

Publication number
AT152812B
AT152812B AT152812DA AT152812B AT 152812 B AT152812 B AT 152812B AT 152812D A AT152812D A AT 152812DA AT 152812 B AT152812 B AT 152812B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water
cleaning
rigid material
objects made
degreasing
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hanns Hoellwer
Original Assignee
Wacker Chemie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEW92919D external-priority patent/DE608928C/de
Application filed by Wacker Chemie Gmbh filed Critical Wacker Chemie Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT152812B publication Critical patent/AT152812B/de

Links

Landscapes

  • Detergent Compositions (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Reinigen und Entfetten von Gegenständen aus starrem Material. 



   In dem Hauptpatente Nr. 143307 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem Gegenstände mit einer Emulsion aus Wasser und   organisehen   Fettlösungsmitteln unter Zusatz von Emulsionsmitteln gereinigt werden. Die Gegenstände sind jedoch nach der Reinigung meist noch wasserfeueht, was oft unerwünscht ist. Es wurde nun gefunden, dass sogar Gegenstände, welche vor der Reinigung wasserfeucht sind, mit der Emulsion bei erhöhter Temperatur gereinigt und gleichzeitig getrocknet werden können, wenn eine Emulsion verwendet wird, wie sie im Hauptpatent angegeben ist, jedoch mit dem Unterschied, dass sie möglichst wasserarm ist. Als Emulsionsmittel haben sich auch Sulfonierungsprodukte, wie sie zur Fettspaltung verwendet werden, als geeignet erwiesen, z. B. gleiche Teile von sulfuriertem hydriertem Rizinusöl und von   sulfuriertem   Naphthalin. 



   Der Gegenstand wird zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens in die siedende, das Emulsionsmittel enthaltende Behandlungsflüssigkeit eingesenkt, wobei das Wasser von dem Gegenstand in die Behandlungsflüssigkeit wandert. Nach dem Herausnehmen ist der Gegenstand wasserärmer bzw. wasserfrei. Zweckmässig verwendet man die Behandlungsflüssigkeit in erhitztem oder kochendem Zustande. Die behandelten Gegenstände verlieren dann nach dem Herausnehmen besonders schnell das anhaftende Lösungsmittel. Vorteilhaft ist es auch, die Behandlungsflüssigkeit oder die Gegenstände oder beide kräftig zu bewegen. Man kann die Gegenstände in bekannter Weise mit einem flüssigen oder 
 EMI1.1 
 mittel zur Verhinderung der Korrosion, z. B. Vaseline, enthalten kann. 



   Wenn der Wassergehalt der Behandlungsflüssigkeit zu stark angestiegen ist, so verliert diese ihre Wirksamkeit und man muss, um sie wieder wirksam zu machen, das in ihr enthaltene bzw. emulgierte
Wasser entfernen. Dies erfolgt z. B. in der Weise, dass man eine gewisse Trennung des wässrigen Anteiles abwartet und ihn abzieht bzw. dekantiert. Aus dem abgetrennten Anteil lässt sich das Wasser abdestillieren, worauf der im wesentlichen aus Emulsionsmitteln bestehende Rückstand der Behandlungs- flüssigkeit wieder zugesetzt werden kann. Der aus dem Lösungsmittel bestehende Anteil kann ebenfalls, sofern er nicht genügend wasserfrei ist, z. B. durch Destillation entwässert und dann wieder von neuem verwendet werden. 



   Die Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt zweckmässig   z.   B. in offenen oder geschlossenen Gefässen, wie sie für die Metallentfettung üblich sind, wobei die entstehenden Dämpfe durch einen Kühler niedergeschlagen werden. Das Kondensat wird nach Abtrennung des in ihm enthaltenen Wassers wieder in das Behandlungsgefäss zurückgeleitet. Besonders vorteilhaft benutzt man bei Verwendung von unbrennbaren Lösungsmitteln, z. B. Chlorkohlenwasserstoffen, offene, im unteren Teil mit der siedenden Behandlungsflüssigkeit gefüllte Gefässe, deren oberer Teil gekühlt ist. 



   Man kann dann, ohne das Austreten von Dämpfen in den Arbeitsraum befürchten zu müssen, die zu reinigenden und zu trocknenden Gegenstände ohne weiteres in die Behandlungsflüssigkeit einsenken und sobald letztere das Wasser aufgenommen hat, in den gekühlten Teil des Gefässes bringen, wo sie die anhaftende organische Flüssigkeit abgeben und trocknen. Bei derartigen Vorrichtungen kann man wenigstens einen Teil des im Kühlraum sich bildenden Kondensates auffangen, vom Wasser befreien und wieder in das Behandlungsgefäss einleiten. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Behandlung- flüssigkeit sehr lange Zeit wirksam bleibt, ehe ihr Wassergehalt so weit ansteigt, dass sie sieh zur Entwässenmg nicht mehr eignet. 



   Für eine fortlaufende Beschickung des Behandlungsgefässes mit dem der Reinigung zu unterwerfenden Gut kann man sich vorteilhaft mechanischer Hilfsmittel, wie Förderketten, Förderbänder u. dgl., bedienen. Das Gefäss kann auch mit andern Vorrichtungen zum Reinigen, ferner solchen zum Befetten usw., zu einem einheitlichen Ganzen vereinigt sein, wobei sich das Zubehör, wie Beschickungund Heizungsvorrichtung, u. dgl. vereinfachen lässt. 



   Beispiele :
1. In   150 g   Benzin (Siedepunkt   100-140 ),   welches   1. 5 g Kalziumoleat   und   1-5     5 g TÜrkisch-   rotöl enthielt, wurde bei etwa   80  ein 23-140 y schweres Stück Fichtenholz   mit einem Wassergehalt von   34-8% eingetaucht   und das Benzin zehn Minuten kräftig bewegt. Nach Herausnahme des Holzstückes und Verflüchtigung des Benzins enthält das Holzstück kein Harz und nur mehr 21-9% Wasser. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
2. In 150 g Benzol mit einer Temperatur von 60 , das als Emulgator etwa 2% Türkischrotöl enthielt, wurde ein beschmutzter Streifen Filtrierpapier im Gewichte von 4-073 g mit einem Gehalt an   54-3%   Wasser getaucht und zehn Minuten geschüttelt.

   Nach Entnahme aus dem Bad wurde das Papier in reinem Benzol gespult. Es war sauber und wies nach Verflüchtigung des Benzols nur mehr einen Wassergehalt von   14#7%   auf. 



   In Abwesenheit eines Emulgators wurde der Wassergehalt des Papiers in derselben Zeit nur bis auf   43%   erniedrigt. 
 EMI2.2 
   Metallangriff   auf. 



   Wurde in der gleichen Weise, jedoch in Abwesenheit eines Emulsionsmittels verfahren, so zeigten 
 EMI2.3 
 benetzter und an einigen Stellen fettiger   Bakelitpresskörper   mit einer Oberfläche von 163   CM :'   einige Sekunden eingetaucht. Der herausgenommene Körper trocknete sofort ab und war frei von Triehlor- äthylen, Wasser und Fett. 
 EMI2.4 
 erreicht. 



   5. In 100 cm3 siedendes Solventnaphtha, welches 2%   ölsaures   Salz von Triäthanolamin enthielt, wurde bei 70  eine mit Wasser benetzte Glaslinse von   2-5     f) H Durchmesser eingetaucht und geschwenkt.   
 EMI2.5 
 Lösungsmitteln und Wasser war. Da auf dem Glas ein   s.-hwaeher Überzug   des Emulgators zurückblieb, wurde die Linse in den Dampf von wasserfreiem Solventnaphtha gehalten, so dass sich die Dämpfe auf dem Glas kondensierten und dieses reinigten ; nach der Herausnahme und nach Verflüchtigung des Solventnaphthas war die Linse vollkommen rein. 



   Ein Versuch ohne Emulgator zeigte, dass das an der Glaslinse haftende Wasser selbst nach 
 EMI2.6 
 Entnahme der Wolle und VerflÜchtigen des Dichloräthylens enthielten die Wollfäden kein Wasser und Fett mehr. 



   Bei Dichloräthylen ohne Emulsionsmittel sank der Wassergehalt in der gleichen Zeit nur auf   32% herab.   



   Ein derartiges Verfahren lässt sich auch in Maschinen, wie sie für die chemische Reinigung von Textilwaren üblich sind, durchführen, was zweckmässig ist, um wasserfeuchtes Reinigungsgut vor dem Chemischreinigen zu trocknen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Reinigen und Entfetten von Gegenständen aus starrem Material nach Patent Nr. 143307, dadurch gekennzeichnet, dass man diese mit einer   möglichst     wasserarmen   Emulsion aus   Wasser und organischen wasserunlöslichen flüchtigen Flüssigkeiten,   z. B. Benzin, Benzol,   Trichloräthylen,   Tetrachlorkohlenstoff u. dgl., behandelt, welche geringe Mengen eines   Emulsionsmittels   enthalten, z. B. fett-oder harzsaure Alkalien,   wasserunlösliche   Metallseifen oder ähnlich wirkende Verbindungen oder Sulfonierungsprodukte für die Fettspaltung oder in der Textilindustrie gebräuchliche Netzmittel.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in gebräuchlichen Vorrichtungen für die chemische Reinigung von Textilien vorgenommen wird.
AT152812D 1933-10-21 1936-12-16 Verfahren zum Reinigen und Entfetten von Gegenständen aus starrem Material. AT152812B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW92919D DE608928C (de) 1933-10-21 1933-10-21 Verfahren zum Entfetten und Reinigen von Gegenstaenden aus starrem Material
DE152812T 1936-01-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT152812B true AT152812B (de) 1938-03-10

Family

ID=34227343

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT152812D AT152812B (de) 1933-10-21 1936-12-16 Verfahren zum Reinigen und Entfetten von Gegenständen aus starrem Material.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT152812B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2019418A1 (de) Verbessertes Verfahren zur chemischen Reinigung
US2137404A (en) Drying process
DE975736C (de) Verfahren zum Hydrophobieren und Wasserdichtmachen von Geweben
DE829645C (de) Verfahren zur Reinigung von Gegenstaenden
AT152812B (de) Verfahren zum Reinigen und Entfetten von Gegenständen aus starrem Material.
CH370860A (fr) Appareil pour séparer des particules magnétiques d&#39;un liquide porteur
DE653762C (de) Trockenverfahren
DE550157C (de) Verfahren zur Abtrennung von OElen aus Gemischen mit festen Stoffen
AT143307B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfetten von Gegenständen aus starrem Material, insbesondere aus Metall.
CH199005A (de) Verfahren zum Trocknen von wasserfeuchten Gegenständen.
DE536806C (de) Reinigungsmittel fuer Webwaren
DE678514C (de) Verfahren zum Entfetten von Metallen und aehnlichen nicht absorbierenden Gegenstaenden mit fluechtigen Loesungsmitteln
DE428426C (de) Verfahren zum Entfetten von Wolle und aehnlichem Fasergut in geschlossenen Behaeltern
DE920419C (de) Verfahren zum Trocknen von wasserfeuchten Gegenstaenden aus starrem Material
DE296931C (de)
DE365160C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungs- und Emulgierungsmitteln fuer Fettstoffe aller Art, Mineraloele u. dgl.
DE38470C (de) Neuerung in der Raffination vegetabilischer Oele mit Schwefelsäure
DE417863C (de) Verfahren zum Ausscheiden suspendierter Stoffe aus OElen oder organischen Loesungsmitteln
DE365522C (de) Verfahren zur Herstellung eines fluessigen oder festen Spaltmittels fuer Fette und OEle
DE614702C (de) Verfahren zur Absonderung von Fettschwefelsaeureestern aus Sulfonierungsgemischen
PL29086B3 (pl) Sposób odtluszczania i osuszania przedmiotów.
DE1753849C3 (de) Verfahren zum Trocknen und bzw. oder Reinigen fester Gegenstände
DE542282C (de) Verfahren zur Entoelung von Bleicherde, die zur Raffination von Mineraloel gedient hat
DE731623C (de) Verfahren zur Abscheidung von Chlorkautschuk aus seinen Loesungen
AT59477B (de) Reinigungsflüssigkeit für typographisches Metallmaterial wie Druckformen und dgl.