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Selbsttätige Regeleinrichtung für mehrere parallel arbeitende Lichtmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Regeleinrichtung nach dem Stammpatent Nr. 145 451 für mehrere parallel arbeitende spannungsregelnde Lichtmaschinen mit stark schwankenden
Drehzahlen für elektrische Anlagen auf Fahrzeugen. Bei der Regeleinrichtung gemäss dem Stammpatent ist jeder Lichtmaschine ein elektromagnetischer Zitterregler mit einem schwingenden, die Reglerkontakte in schneller Folge öffnenden und schliessenden Anker zugeteilt, und die Zitterregler tragen ausser den für die Spannungsregelung vorgesehenen Wicklungen je eine Ausgleichswicklung, wobei diese Ausgleiehswicklungen an ihrem einen Ende miteinander verbunden und an ihrem andern Ende an je einen in den Hauptstromleitungen vorhandenen Widerstand angeschlossen sind.
Bei einer derartigen Anlage kann es vorkommen, dass eine der parallel angeordneten Lichtmaschinen aus irgendeinem Grunde nicht arbeitet. Dann muss am Regler der ausfallenden Lichtmaschine die Ausgleichswicklung abgeschaltet sein, damit durch sie kein Strom fliessen kann, der die Ausgleichswicklungen an den Reglern der arbeitenden Lichtmaschinen beeinflusst.
Gemäss der Erfindung erfolgt die selbsttätige Schaltung der Ausgleichswicklungen dadurch, dass die selbsttätigen Schalter zwischen den Lichtmaschinen und dem Verbrauchernetz ausser ihrem in der Hauptstromleitung liegenden Kontakt einen Kontakt betätigen, der die Verbindung zwischen der Ausgleichswicklung des dem Schalter zugeordneten Reglers mit der Hauptstromleitung beein- flusst. Vorteilhaft wird beim Schliessen der selbsttätigen Schalter der Kontakt für die Ausgleichswicklung vor dem zwischen der zugehörigen Lichtmaschine und dem Verbrauchernetz liegenden Kon- takte geschlossen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dar- gestellt.
Der Schaltplan zeigt eine Anlage mit drei parallel arbeitenden Lichtmaschine. Die Bezugs- zeichen 1 bis 11 sowie 15 und 16 stimmen mit den gleich bezifferten Bezugszeichen in der Beschreibung des Hauptpatentes überein.
Bei den drei selbsttätigen Schaltern ist am Anker 3 ausser einer Kontaktfeder 18, deren Kontakt mit dem feststehenden Schalterkontakt 10 zusammenarbeitet, eine Kontaktfeder 19 isoliert ange- bracht, deren Kontakt 20 mit einem feststehenden Kontakt 21 zusammenarbeitet. Der Kontakt 20 ist gegen den an der Kontaktfeder 18 befindlichen Kontakt isoliert, während der Kontakt 21 mit dem
Kontakt 10 leitend verbunden ist. Von dem Kontakt 20 führt eine Leitung zu dem einen Ende der
Ausgleichswicklung 9, die sich am Regler 4 befindet.
In der gezeichneten Schaltstellung, die dem Stillstand der drei Maschinen entspricht, sind bei den drei Schaltern 3 die beiden Kontakte geöffnet, während bei den drei Reglern 4 der Kontakt ge- schlossen ist. Sobald eine Lichtmaschine eine bestimmte Spannung erzeugt, schliesst der ihr zuge- teilte Schalter 3 den Kontakt 20, 21, wodurch das eine Ende der Ausgleichswicklung 9 auf dem der
Lichtmaschine zugeteilten Regler 4 an die Hauptstrom-Plusleitung angeschlossen wird. Wenn bei mindestens zwei Lichtmaschinen der Schalterkontakt 20, 21 geschlossen ist, kann in den Ausgleichs- wicklungen 9 auf den Reglern 4 der betreffenden Lichtmaschinen Strom fliessen, und diese werden auf gleiche Spannung bzw. Stromabgabe geregelt.
Sobald bei den Schaltern 3 der arbeitenden Licht- *) Erstes Zusatzpatent Nr. 148935.
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maschinen der Anker etwas mehr angezogen wird, wird auch der Kontakt 10 geschlossen, wodurch die betreffende Lichtmaschine mit der Netzleitung verbunden wird.
Fällt eine Lichtmaschine aus, so bleiben die Kontakte des ihr zugeteilten selbsttätigen Schalters offen, und demgemäss bleibt die Ausgleichswieklung des ihr zugeteilten Reglers unwirksam. Die Regler der beiden arbeitenden Lichtmaschinen werden dann nicht von der still stehenden Lichtmaschine beeinflusst. Dies gilt sinngemäss auch für den Fall, dass mehr als drei parallel angeordnete Lichtmaschinen vorgesehen sind. Fallen alle Lichtmaschinen bis auf eine aus, so bleibt die Ausgleichswicklung des ihr zugeteilten Reglers stromlos, und diese ist ohne Einfluss auf die Regelung der Lichtmaschine.
Auf diese Weise wird eine selbsttätige Schaltung der Ausgleichswicklungen erzielt, wobei sich eine übersichtliche Anordnung ergibt. Dadurch, dass die Ausgleichswicklungen jeweils durch einen vom selbsttätigen Schalter betätigten Kontakt beeinflusst werden, erübrigt sich ein besonderes Relais zum Unterbrechen des Stromkreises der Ausgleichswicklung. Ausserdem hat die Anordnung gemäss der Erfindung den Vorteil, dass sie sich ohne weiteres auf eine beliebige grosse Zahl von parallel angeordneten Maschinen anwenden lässt.
Dass der Kontakt zwischen der Lichtmaschine und dem Verbrauchernetz erst geschlossen werden kann, wenn der zugehörige Kontakt für die Ausgleichswicklung schon geschlossen ist, ist in folgendem Falle von Vorteil : Fangen eine oder mehrere Maschinen erst an zu arbeiten, nachdem schon eine oder mehrere Maschinen an das Verbrauchernetz angeschlossen sind, so wird die Netzspannung vor dem Zuschalten der noch nicht angeschlossenen Maschinen herabgesetzt, sobald bei einer von diesen der Kontakt für die Ausgleichswicklung geschlossen ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Regeleinrichtung für mehrere parallel arbeitende spannungsregelnde Licht-
EMI2.1
mit selbsttätigen Schaltern zwischen jeder Lichtmaschine und dem Verbrauchernetz, dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätigen Schalter (3) ausser ihrem in der Hauptstromleitung liegenden Kontakt (10) einen Kontakt (20, 21) betätigen, der die Verbindung zwischen der Ausgleichswicklung (9) des dem Schalter zugeordneten Reglers (4) mit der Hauptstromleitung (15) beeinflusst.