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Anordnung zur Steuerung des Kathodenstrahles in Hoehvakuumkathodenstrahlröhren.
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Verzögerungselektrode 8 Kathodenpotential oder ein schwach negatives Potential, z. B. 20 Volt negativ, erhält. Die hinter der Verzögerungselektrode liegende erste Anode besteht aus zwei Lochblende 22 und 23 und liegt auf etwa + 1000 Volt. Die zweite Anode 15 erhält etwa 3600 Volt. Die Blenden 19,
20, 21, 22 haben sämtlich einen Loehdurehmesser von etwa 1-8 8 mn, während das Loch 23 einen Durch- i messer von etwa 3-5 mm hat. Die Elektrodenspannungen werden so gewählt, dass ein Anwachsen des
Verzögerungselektrodenpotentials im negativen Sinn ein Anwachsen des zur ersten Beschleunigungs- elektrode 7 fliessenden Stromes bewirkt.
Die Arbeitsweise der Röhre ist etwa folgende :
Elektronen, die von der Kathode mit einer Anfangsgeschwindigkeit von mehr als 0-2 Volt ausgehen, werden von der Beschleunigungselektrode 7 konzentriert und von der Verzögerungselektrode 8 derart ausgefiltert, dass die zur Anode 9 bewegten Elektronen alle die gleiche Geschwindigkeit haben und daher in einem scharf ausgeprägten Punkt auf dem Fluoreszenzschirm 16 vereinigt werden können.
Das beim Übergang von dem Verzögerungsbereich 8 in den Anodenbereieh 9 auftretende Bestreben der Elektronen zu divergieren, wird durch die als Elektronenlinse wirkende Vereinigung der Anoden 9 und 15 wieder aufgehoben.
Die Helligkeitsmodulation des Kathodenstrahles kann durch Steuerung der Spannung zwischen
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gelassen werden, wobei dann aber die Kathode 5 näher an die Beschleunigungselektrode 7 herangerückt werden muss. In diesem Falle erhält die Beschleunigungselektrode 7 ein schwaches positives Potential, nämlich etwa + 10 Volt, während alle übrigen Spannungen, wie oben angegeben, bleiben. Die Strahlintensität ist jedoch im letzteren Falle kleiner, so dass die Anbringung eines Kathodenschirmes vorzuziehen ist.
Wie schon oben erwähnt, bildet sich bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ein Lichthof um den Leuehtfleek herum aus. Um diesen zu beseitigen, wird in einer Ausführungsform der Fig. 2 hinter der Verzögerungselektrode 28 eine zweite Besehleunigungselektrode 29 und eine zweite Verzögerung- elektrode : 30 angeordnet. Auf die zweite Verzögerungselektrode 30 folgt, wie in Fig. 1, die erste Anode 9 und die zweite Anode 15.
Sämtliche Blendenöffnungen haben einen Durchmesser von etwa 3 MM. Der Kathodensehrim 6 liegt gegenüber der Kathode 5 auf etwa-5 Volt, die Beschleunigungselektrode 7 und 29 auf + 250 Volt, die Verzögerungselektrode 30 auf etwa + 5 Volt, während die Verzögerung- elektrode 28 zur Modulation dient und demgemäss ein Potential von etwa 0 bis-30 Volt erhält. Bei-30 Volt ist der Strahl vollständig abgedrosselt. Die Anode 9 erhält etwa 1000 Volt, die zweite Anode 15 etwa 3900 Volt. Bei der Röhre nach Fig. 2 kann die Steuerung der Strahlhelligkeit wie erwähnt an einer der beiden Verzögerungselektroden geschehen. Statt dessen kann auch der Kathodenschirm 6 hiezu dienen, in welchem Falle die beiden Verzögerungselektroden annähernd auf Kathodenpotential liegen.
Es ist nicht erforderlich, dass die beiden Beschleunigungselektroden 7 und 29 auf demselben Potential liegen. Es kann z. B. zweckmässig sein, die eine von beiden auf das Potential der Anode 9 zu bringen. Durch die in Fig. 2 angegebene Elektrodenanordnung ist es möglich, die Fleckgrösse des Leuehtfleekes unabhängig von der Steuerspannung zu machen und den Lichthof zu unterdrücken.
Statt zweier Elektrodenpaare zwischen Kathode und Anode können auch noch mehr Paare eingeführt werden. Weiterhin kann an Stelle oder neben der elektrostatischen Bündelung eine elektromagnetische Bündelung treten.
Wie schon oben erwähnt, ist es oft nicht von Vorteil, die Stromspannungscharakteristik der Kathodenstrahlröhre vollständig gerade zu machen, da die Bilder dann, wie auch aus der Kinotechnik bekannt, flach erscheinen. Wird auf der Senderseite derart gesendet, dass der übertragene Intensitätskontrast direkt proportional zu den wirkliehen Bildkontrasten ist, so ist es günstig, in der Empfangsröhre einen grösseren Intensitätskontrast auszubilden, d. h. die Charakteristik der Röhre ein wenig zu krümmen.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Anordnung zur Steuerung des Kathodenstrahles in Hoehvakuumkathodenstrahlröhren, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Kathode (5) und Anode (9) ein oder mehrere Paare von Elektroden, bestehend aus einer auf positivem Potential befindliehen Besehleunigungselektrode (7 bei Fig. 1 ; 7 und 29 bei Fig. 2) und einer auf annähernd Kathodenpotential befindlichen Verzögerungelektrode (8 bei Fig. 1 ; 28 und 30 bei Fig. 2) angeordnet sind.