AT147078B - Fernsehröhre. - Google Patents

Fernsehröhre.

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AT147078B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Fernsellröhre.   



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine   Hochvakuumfernsehröhre   mit elektrostatischer Konzentration und elektrostatischer Ablenkung in beiden Koordinaten. Besondere Merkmale der Erfindung sind :
1. eine besondere Ausbildung der elektrostatischen Abbildungslinse in der Weise, dass dieselbe durch die Ablenkplatten nicht gestört wird und dass sie anderseits auch noch für   aehsenferne   Randstrahlen sphärisch korrigiert ist,
2. eine besondere Ausführung der Kondensoroptik, welche die abzubildende Blendenöffnung beleuchtet, derart, dass die Strahlen ausreichend parallel, also   aehsennahe   verlaufen und dass sie mit einer verhältnismässig hohen Spannung aus der Blende heraustreten, wodurch der Vorteil erreicht wird, dass 
 EMI1.1 
 bei den bekannten Konstruktionen mit einer langen Bahnstrecke langsamer Elektronen.

   



   Fig. 1 zeigt den Aufbau der Röhre im ganzen, die Fig. 2 und 2   a erläutern   das Problem des Zusammenbaues einer Abbildungslinse mit den Ablenkplatten. Die Fig. 3 und 3 a erläutern Einzelheiten des Beleuchtungsapparates der Röhre, d. h. der zwischen Kathode und Blende erforderlichen Optik. 



  Fig. 4 zeigt eine weitere   Ausführungsform   der Erfindung. 



   In Fig. 1 bedeuten 1 den Glühkathodenkopf einer indirekt geheizten Glühkathode mit den Heizzuführungen 2 und 3, 4 ist ein Steuerzylinder mit einer eingebauten Blende 5, an welchen die Helligkeitssteuerspannung angelegt wird. 6 ist eine Blende mit einem Loch 7, welches durch die noch zu besprechende elektrische Linse auf dem Leuchtschirm 8 abgebildet werden soll. Eine zylinderförmige Elektrode 9 wird mit einer besonderen Vorspannung, die von einem Potentiometer 10 abgegriffen werden kann, versehen. Der vordere Teil dieser Elektrode 9 ist durch eine weitere Blende   10'verengert   und wird durch einen Zylinderaufsatz 11 fortgesetzt. Eine Anode 12 eigenartiger Form wird elektrisch mit der Blende 6 auf gleiches Potential gebracht, u. zw. auf zirka + 2000 Volt.

   Es folgen zwei Paare von Ablenkplatten,   nämlich 13, 14   einerseits sowie   15,     16   anderseits, verhältnismässig dicht aufeinander. Diese beiden Ablenk- 
 EMI1.2 
 Bildwechselfrequenz erfindungsgemäss im Gegentakt betrieben, was in der Zeichnung durch Erdung der Mitte der beiden Generatorzeichen angedeutet ist. Ein metallischer Belag der Kolbenwand 19 wird zweckmässig innerhalb der Röhre mit Hilfe einer Kontaktfeder 20 mit Erde, d. h. mit der Anode 12 verbunden. Zweckmässig wird dieser Belag 19 nicht bis zum Schirm 8 ausgedehnt, sondern er braucht sich nur etwa bis zur Höhe des Kolbens zu erstrecken. 



   Bei der Entwicklung einer Röhre mit den angegebenen zu   erreichenden   Eigenschaften traten hauptsächlich folgende Schwierigkeiten auf :
1. Einhaltung einer genau zentral-symmetrischen Funktion der elektrischen Linse, d. h. Erzeugung eines kreisrunden Bildpunktes von einer kreisrunden Blende,
2. Erhaltung der Punktschärfe an den Rändern des Bildes,
3. einwandfreie Abbildung auch der Randstrahlen durch die elektrische Linse 10,   11,   12, besonders beim   Falle   grösster Helligkeit,
4. gute Ausbeute, d. h. Durchbringen möglichst aller die Kathode verlassenden Elektronen bis zum   Leuchtschirm   8. 

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   Es sind Anordnungen bekanntgeworden, von denen insbesondere die sogenannte"eleetron gun" von Dr. Zworykin zu erwähnen ist, bei welcher der Bildpunkt durch eine elektrische Linse erzeugt wird. Als solche hat man bei diesen Vorläufern das Feld zwischen dem Rande einer Zylinderelektrode (9 in Fig. 2) 
 EMI2.1 
 ordnungen haben aber die Ablenkung durch von aussen erzeugte Magnetfelder vorgenommen. Offenbar hatten die Konstrukteure dieser bekannten Röhren auch schon festgestellt, dass bei dem Versuch, Ablenkplatten hinter der Zylinderelektrode 9 zu schalten, erhebliche Schwierigkeiten auftreten. In diesem Falle muss man nämlich zunächst einmal ein abschirmendes Anodenblech 12 in relativ geringem Abstand vom Rand von 9 anordnen, um den Durchgriff der Ablenkplatten auf die Feldverteilung zwischen 9 und 12 zu reduzieren.

   Die Anmelderin hat gefunden, dass ein einfaches derartiges Blech nicht ausreicht. Während nämlich bei fehlenden Ablenkplatten die Anordnung 9, 12 einen runden Bildpunkt ergibt, tritt bei der Anordnung zweier Platten 13, 14 hinter der Anode 12 sofort ein   stäbchenförmiger   Punkt auf, u. zw. zeigt sich praktisch, dass die Brennweite, aufgezeichnet in der Ebene des elektrischen Ablenkfeldes, kleiner ist als in einer Ebene parallel zu den Ablenkplatten. 



   In Fig. 2 ist dies schematisch durch die beiden Pfeile 21 und 22 angedeutet. Das Phänomen erklärt sich durch den Verlauf der Potentialfläche zwischen Anode und Ablenkplatten. In der Ebene quer zu den Platten greifen die Potentiallinien nur wenig durch das Anodenloch hindurch. Dieser Verlauf ist angedeutet durch die hinsichtlich der Wirkung resultierende Niveaulinie 23. Denkt man sich hingegen die Figur um   900 gedreht,   so dass die Ablenkplatten vor und hinter der Zeichenebene zu liegen kommen, so verlaufen die Niveaulinie nach der Kurve 24, d. h. sie greifen viel tiefer durch die Anode in Richtung zum Leuchtschirm hindurch.

   Da nun aber die angegebene Wölbung der Niveaulinie als Zerstreuungslinie wirkt, so wird durch eine Niveaulinie nach 24 die Brechkraft des aus den Elektronen 9, 12 gebildeten konzentrierenden Systems stärker geschwächt als durch eine Niveaulinie nach 23. Infolgedessen erhält man, wenn man die Vorspannung des Tubus 9 allmählich von positiven zu negativen Werten verschiebt, den in der Fig. 2 a gegebenen Verlauf der Bildpunktformen am Leuchtschirm bei Verwendung einer an sich kreisrunden Blendenöffnung 7 und bei der angegebenen Orientierung der Ablenkplatten   13,   14 zur Figur. Die erste scharfe Abbildung hat die Form eines Stäbchens 21 quer zu den Platten 13, 14 stehend.

   Die zweite scharfe Einstellung zeigt eben solches   Stäbchen   22 parallel zu den Platten, wobei gleichzeitig die unscharf gewordene erste Einstellung einen Lichthof 25 um die zweite Abbildung herum gebildet hat. 



   Es ist klar, dass mit einer derartigen Abbildung kein scharfes Bild erzielt werden kann. Man verringert daher in der in Fig. 1 dargestellten Konstruktion der Anode 12 den zentrischen Einfluss der 
 EMI2.2 
 dass die Elektronen beim Verlassen desselben einheitlich auf Anodenspannung sind und dass der Durchgriff des Feldes 13, 14 in den Raum des Linsenfeldes zwischen 10, 11 und 12 praktisch zu vernachlässigen ist. 



  Massgebend hiefür ist das Verhältnis zwischen dem Plattenabstand 13 und 14 einerseits und der Röhrchenlänge. Es hat sich gezeigt, dass man mit einer Dimensionierung von 10 : 15 für diese beiden Grössen bei einem Abstand von 5 mm zwischen Plattenrand und schirmseitiger Anodenbegrenzung bereits praktisch auskommt. Allgemein soll der Abstand   der linsenseitigen Anodengrenzseheibe   von der Plattenunterkante mindestens gleich, zweckmässig grösser sein als der Abstand der Ablenkplatten voneinander. 



   Man kann den Einfluss der Plattenkanten auch auf andere Weise beseitigen, nämlich dadurch, dass man auf der den Platten zugewendeten Seite der Anode 12 zwei auf gleichem gegenseitigen Potential befindliche Hilfsplatten anbringt, welche senkrecht zu den Ablenkplatten   13,   14 und nahe am Rande des Anodenloches von 12 stehen. Es ist ohne weiteres einleuchtend, dass man durch Erteilung einer beispielsweise von aussen einstellbaren Vorspannung an diese beiden Hilfsplatten die Brechkraft der Linse in der zu den Platten senkrechten Ebene besonders für sich einstellen kann bzw. dass man bei richtiger Bemessung der Plattengrösse   und-länge auch   ohne eine solche Vorspannung bei direkter Verbindung mit Erde und Anode denselben Effekt erreichen kann. 



   Nachdem bei Nichtvorhandensein eines elektrischen Feldes zwischen den Ablenkplatten auf diese Weise eine zentrische Abbildung, d. h. ein kreisrunder Bildpunkt von einer kreisrunden Blende erreicht ist, treten bei Inbetriebsetzung der Ablenkspannung erneute Störungen der elektrooptischen Abbildung auf. Diese Fehler nehmen naturgemäss um so mehr zu, je grösser die ablenkenden Felder sind, d. h. je mehr sich der Bildpunkt dem Bildrande nähert. Die Anmelderin hat bereits in einer früheren Anmeldung beschrieben, dass diese starken Abbildungsfehler sowie die gleichzeitig auftretende   trapezförmige   Verzeichnung des Bildrechteckes sich nur dadurch vermeiden lassen, dass man die Platten gegenüber der Anode im Gegentakt arbeiten lässt.

   Es hat sich gezeigt, dass durch diese Massnahme   Abbildungs-und   Formatfehler in erster Näherung bereits recht gut beseitigt werden. In zweiter Näherung, d. h. bei der Forderung nach einer Genauigkeit von weniger als 5% Fehler, treten jedoch immer noch Abbildungsfehler an den Rändern auf. Diese Fehler rühren davon her, dass durch den einfachen Gegentaktbetrieb eigentlich nur das Potential in der Symmetrieachse dauernd auf Null gehalten wird, während das Dipolpotential eines jeden Plattenpaares mit der Annäherung an die felderzeugenden Platten selbst naturgemäss immer noch stark variiert wird. 

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    Man kann durch Anbringung von Hilfsplatten z. B. M'und 'Abhilfe schaffen. Werden diese Hilfsplatten nämlich jeweils mit der gegenüberliegenden Ablenkplatte elektrisch verbunden und auf den begrenzenden Ebenen des Ablenkkondensators derartig angeordnet, wie in Fig. 1 angedeutet, so hat man, wenn man von der Anode auf die Platten 13, 14 blickt, jeden Augenblick einen Quadrupol von der eingezeichneten Polarität +-+-vor sich. Es ist einleuchtend, dass das resultierende Potential eines solchen Quadrupols, d. h. also eines Felderzeugers mit vier einzelnen alternierenden Polen nicht nur eine, sondern drei Niveaunullinien haben muss.

   Durch richtige Distanzierung der vier einzelnen felderzeugenden Pole kann man es erreichen, dass die beiden neu hinzutretenden Punkte ungestörten Erdpotentials gerade auf die Ränder der Anode bzw. auf diejenigen Aufpunkte zu liegen kommen, welche der Strahl bei starker Auslenkung einnimmt. Dieselbe Massnahme kann auch auf den beiden Randebenen des vorderen Kondensators 15, 16 angewendet werden, wodurch man erreichen kann, dass die gegenseitige Einwirkung der beiden Ablenkplattenpaare aufeinander und die Fernwirkung des letztgenannten Kondensators nach dem Schirm hin noch weit besser reduziert werden, als es durch einen einfachen Gegentaktdipolbetrieb möglich ist. 



  Die unter 3 und 4 genannten Schwierigkeiten beziehen sich auf die elektrische Abbildung unter Benutzung von Randstrahlen und auf die Stromstärkenausbeute überhaupt. Beide Schwierigkeiten hängen insofern eng zusammen, als es in der Kathodenstrahloptik ebenso wie in der Lichtoptik schwierig ist, eine grosse Energiemenge in einen parallelen Strahl hineinzubringen und man sich hier wie dort mit einem gewissen Öffnungswinkel des Strahlenkegels hinter der beleuchteten Blendenöffnung 7 abfinden muss. Es ergibt sich daher elektronenoptisch die Problemstellung, ein Strahlenbündel grossen Querschnittes derartig durch eine Linse zu schicken, dass auch noch die äussersten Randstrahlen den Bildpunkt erreichen. Die elektrische Linse muss bei grosser Öffnung sphärisch korrigiert werden. Die Anmelderin hat nun folgendes Gesetz gefunden (Fig. 3 und 3 a). 



  Nähert man einer zylinderförmigen Niederspannungselektrode 9 eine Hochspannungsanode 12, welche für diese Betrachtung als zusammenhängende Scheibe gedacht werde, mehr und mehr an, d. h. verringert man das Verhältnis des Elektrodenabstandes 26 zum Offnungsdurchmessers 27 der Zylinderelektrode 9 und stellt man die Vorspannung dieser Elektrode 9 gegenüber dem geerdeten Blech 12 immer wieder so ein, dass die Abbildung in die Schirmebene fällt, so wird ein immer kleinerer Bruchteil des Strahlquerschnittes scharf auf dem Schirm und ein immer grösserer Randstrahlenquerschnitt vor dem Schirm, d. h. unscharf auf dem Schirm, abgebildet. Durch die beiden Niveauflächenschnitte 28 und 29 sollen diese Verhältnisse erklärt werden.

   Die Niveaulinie 28 entspricht einer sehr nahe herangeschobenen Anode (12/), die Niveaulinie 29 hingegen einer weiter weggezogenen Anode 12 bei sonst unveränderten Verhältnissen. Bei herangerückter Anode greifen die Potentiallinien viel tiefer in die Zylinderelektrode 9 hinein, und weil diese Elektrode 9 selbst eine Niveaulinie ist, so schmiegen sich die positiven Niveauflächen topfartig an das Rohr an, die resultierende brechende Fläche, dargestellt durch die Linie 28, nimmt daher mehr und mehr die Form eines Topfes an, während sie bei weiter entfernter Anode fast über den ganzen Querschnitt des Tubusses 27 die Gestalt einer Kugelschale hat.

   Von einem Strahlenbündel, welches die Öffnung 27 ganz ausfüllt, wird daher nur eine Niveaufläche 29 eine randscharfe Abbildung geben, dahingegen wird eine topfartige Niveaufläche nur von der zentralen Partie des gestrichelt gezeichneten Strahlenbündels eine am Schirm scharfe, vom Randstrahlenbündel dagegen eine vor dem Schirm scharfe und daher am Schirm sehr unscharf Abbildung ergeben. Die Anmelderin hat diesen Effekt experimentell nachgewiesen, u. zw. trat der Effekt, wie zu erwarten war, bei der Einstellung grösster Strahlenstromstärke, also dann auf, wenn der Strahlenbündelquerschnitt am grössten wurde. Die Anmelderin arbeitete mit einem Strahlenbündelquerschnitt von 12 mm, einem Durchmesser der Zylinderelektrode 9 von 30 mm und einem Abstand 26 von 10 mm.

   Sie beobachtete in der Tat, wie in Fig. 3 a dargestellt, einen dauernd scharf bleibenden Bildpunkt 30 von zirka 1 mm Durchmesser und einen bei Weiss auftretenden Lichthof 31 von etwa 15 mm Durchmesser. 



  Als Abhilfe hat die Anmelderin auf Grund der dargestellten Überlegungen gefunden, dass man   
 EMI3.1 
 mehr wählen muss. Wenn eine Entfernung der Anode 12 von der Zylinderelektrode 9 aus räumlichen Gründen nicht mehr angängig ist, so erweist es sich als ausreichend, wenn durch eine Blende 32 die freie Öffnung des Tubusses so weit verringert wird, dass das angegebene Abstandsverhältnis wieder zutrifft. 



  So lässt sich z. B. durch eine Blende 32 mit einer Öffnung von 12 mm, welche 20 mm von der Anode 12 entfernt ist, eine einwandfreie randscharfe Abbildung einstellen, u. zw. an derselben Optik, welche ohne die Blende 32 den geschilderten Randfehler aufweist. Durch die Blende 32 wird das Eindringen der Niveauflächen ins Innere des Tubusses 9 und ihre topfförmige Ausbildung verhindert. Der Effekt wird noch unterstützt durch den Einbau von Kugelschale aus Blech nach Art von 33. Es ist zweckmässig, die Eintauchtiefe der Blende 32 in den Tubus 9 so gross zu wählen, dass eine Kugelschale 33 von der Wölbung, wie sie eine plankonvexe Glaslinse etwa haben müsste, gerade den Mittelpunkt der Blende 32 berührt. Man mache etwa die Eintauchtiefe gleich oder kleiner als den Tubusradius. 



   Das gefundene Abstandsgesetz wird in der Konstruktion von Fig. 1 auch in   der Kondensoranordnung 1,   4, 5, 6 berücksichtigt. Der Abstand der Blende 6, welche hier die Rolle der Anode spielt, von dem Rand 

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 des Steuerzylinders 4 beträgt 7 mm und ist also doppelt so gross wie die Eintauchtiefe der Gitterblende 5 in das Zylinderinnere   (3'5   mm). Die letztere ist etwa gleich dem Zylinderradius, welcher 5 mm beträgt. 



  In Abweichung von bekanntgewordenen Konstruktionen ist bei dieser Röhre die Blende 6 mit der Öffnung 7 elektrisch isoliert von der Zylinderelektrode 9 und befindet sich zweckmässig auf der höchsten in der Röhre vorkommenden positiven Spannung. Sie ist beispielsweise mit der Anode 12 zusammengeschaltet. Dadurch wird erreicht, dass die aus der Öffnung 7 heraustretenden Strahlen-sehr schwer ablenkbar sind und daher die Abbildungsoptik der Röhre genau zentrisch durchsetzen. Dies ist beim Betrieb der ungeschützten Röhre frei im Raum allerdings auch noch nicht in dem erforderlichen Masse der Fall. Erfindungsgemäss muss äusserlich ein aus geschlossenem Eisenblech gefertigter Eisenzylinder   34'   über den Hals der Röhre geschoben und geerdet werden.

   Ein solcher Zylinder braucht, wenn er aus magnetisch gut leitendem Material (Transformatorenblech) besteht, nur   % mm   Stärke zu besitzen. 



   Die emittierende Oberfläche ist z. B. ein Oxydfleck in der Kathode 1 von 0'3 mm Durchmesser ; derselbe liefert einen Emissionsstrom von maximal etwa   4 mA,   von welchem betriebsmässig 500   p. jd   
 EMI4.1 
   0'7   mm und lässt bei der angegebenen Dimensionierung praktisch alle Elektronen hindurch. Bei einer Länge der Zylinderelektrode 9 von 200 mm und einem Abstand Anode   12 - Schirm 8   von 280 mm erhält man einen etwa   1'2   mm dicken Bildpunkt, dessen Helligkeit bei der angegebenen Maximalenergie von 1 Watt für die direkte Beobachtung des Schirmbildes mehr als ausreichend ist.

   Die Konstruktion arbeitet ohne weiteres mit Spannungen bis zu 10. 000Volt bei entsprechend gesteigerter elektrischer Leistung und erlaubt es auch, in diesen Fällen die Bildschirmebene an die Anode sehr viel näher   heranzurücken,   wodurch entsprechend kleinere Bilder gleichen Auflösungsvermögens entstehen. Ferner ist es ohne weiteres   möglich,   Blenden anderer als kreisrunder Form, z. B. solche mit viereckiger Form, formgetreu abzubilden, weil die Optik zentralsymmetrisch arbeitet, und es ist ferner möglich, den Blenden-und Kathodenradius im gleichen Verhältnis zu vergrössern oder zu verkleinern, wodurch man bei gleicher Ausbeute und gleicher Leuchtdichte grössere oder kleinere Bildpunkte erhält. 



   Die Anordnung ist auch für Röhren mit magnetischer Ablenkung zweckmässig, wenn sehr hohe Randschärfe erforderlich ist. 



   Ein weiteres Verfahren zur Beseitigung von Störungen des elektrostatischen Linsenfeldes durch das Ablenkfeld sei in folgendem an Hand von Fig. 4 beschrieben. Sie besteht erfindungsgemäss in einer Vorspannung der Ablenkplattenpaare durch die im folgenden zu beschreibende Schaltung. 



   In Fig. 4 bedeutet 1 die abzubildende Blendenöffnung mit kreisrundem Loch, 2 einen Zylinder auf niedrigerer Spannung, 12 die Anode, welche mit der Blende 1 zusammengeschaltet sein kann, und 
 EMI4.2 
 



   Jedes Paar Ablenkplatten wird-wie bereits früher beschrieben-im Gegentakt betrieben. 



  Diese Betriebsweise ist schematisch dargestellt, indem je ein Transformator   35   bzw. 40, dessen Primärseite von je einem Kippgerät 36 bzw. 37 mit Kippschwingungen gespeist wird, sekundärseitig in der Mitte angezapft ist, wobei diese Mittelanzapfung beispielsweise über einen Kondensator   38   oder 39 dynamisch geerdet ist. Während nun die Anode 12 und der metallische Belag der inneren Kolbenwand 19 miteinander auf der höchsten positiven Spannung der Anodenbatterie 41 liegen, werden die Mitten der Transformatoren 35 und 40 gegen diese höchste Spannung negativ vorgespannt.

   Diese Vorspannung wird 
 EMI4.3 
 
Bei Anstellung dieses Experimentes macht man folgende Beobachtung : Jeder Ablenkkondensator wirkt für sich genommen bei Anlegung der negativen Vorspannung gegen die auf Anodenpotential befindliche Umgebung   (12, 19)   als eine Konzentrationselektrode, welche den Strahl jedoch nur in der Richtung ihres elektrischen Feldes konzentriert, in der Richtung der Plattenebene jedoch unbeeinflusst lässt. Fehlt die erfindungsgemässe Vorspannung   42,   so wirken die Platten auf den Strahl optisch verbreiternd ein, da offenbar zwischen ihrem Anodenpotential und den Strahlelektronen noch eine kleine Potentialdifferenz besteht. Offenbar sind die im Strahl gelegenen Aufpunkte normalerweise immer noch etwas negativer als die Plattenoberflächen.

   Durch Anlegung der negativen Vorspannung verschwindet diese störende dekonzentrierende Wirkung und lässt sich sogar bei weiterer Vergrösserung der Vorspannung in ihr Gegenteil verkehren. Vielfach ist es möglich, anstatt zweier verschiedener Vorspannungen für die Ablenkkondensatoren 33 und 34 ein und dieselbe zu verwenden oder gar den einen,   nämlich   34, mit der Anode nach wie vor zu verbinden und nur   33   vorzuspannen. 



   Es gelingt mit der geschilderten   Schaltungsmassnahme   sogar, einen kleineren Bildpunkt zu erhalten, als ohne diese Massnahme möglich wäre. Die Anmelderin glaubt, dass durch die negative Vorspannung der Ablenkkondensatoren die Lage der resultierenden brechenden Ebene mehr und mehr an den Leucht-   sehirm   herangerückt wird, wodurch dieser Effekt zwanglos erklärbar wäre   (Naehkonzentration),   doch ist die Erfindung selbstverständlich an eine bestimmte theoretische Erklärung nicht gebunden. 



   Ein weiterer Vorteil der Schaltung ist das Absinken der auf die Platten abfliessenden Strahlquerströme und damit die Verbesserung der Leistungslosigkeit der Ablenkung überhaupt. Als weiteres wesentliches Merkmal sieht die Anmelderin das Vorhandensein eines fast bis zum Leuchtschirm führenden metallischen   Niedersehlages   im Kolbeninnern 19 an, weil man durch einen solchen erreicht, dass das 

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Potential nach Verlassen der beiden Ablenkkondensatoren wieder den Wert des Anodenpotentials erreicht und weil dadurch ein Nachlassen der   Lichtstärke   bei Anwendung der negativen Vorspannung der   Ablenk-   platten vermieden wird. 



   Ein weiterer Vorteil der Schaltung ist eine-wenn auch nicht bedeutende-Verbesserung der Ablenkempfindlichkeit, weil die Elektronen unter den Ablenkplatten geringere Geschwindigkeiten erhalten. 



   Man kann ausser einer konstanten Vorspannung noch eine Wechselspannung zwischen die Transformatormitten und die Erde einführen. Durch eine solche kann man Bildfehler am Rande des Bildes, welche durch unvollkommene Kompensation der Plattenrandfelder entstehen, elektrisch kompensieren. Man kann beispielsweise Unschärfe am Bildrande durch eine Wechselspannung von der doppelten Frequenz der Ablenkspannung und geeignet einregulierter Amplitude restlos beseitigen. 



   In manchen Fällen, insbesondere wenn die Ablenkelektroden eine verhältnismässig grosse Entfernung gegeneinander und gegen die Anode aufweisen, wurde gefunden, dass diese im nicht vorgespannten Zustand eine konzentrierende Wirkung auf den Strahl ausüben können. In solchen Fällen kann der Fehler durch Anlegung einer positiven Vorspannung restlos behoben werden. 



   Die zu verwendenden Vorspannungen hängen von der Anordnung der Ablenkplatten gegen die Anode, gegen den Wandbelag und gegeneinander ab, sind jedoch in jedem Einzelfalle durch Versuche einfach festzustellen. 



   Grössenordnungsmässig bewegen sich die zu verwendenden Vorspannungen etwa in der Grössenordnung von 10% der Anodenspannung. 



   Es wird ausdrücklich bemerkt, dass der eingangs gemachte Versuch einer Erklärung der Erscheinung nicht in allen Fällen zur vollständigen Deutung ausreicht. Als feststehend ist nur anzusehen, dass die Ablenkplatten auf den Strahl eine optisch deformierende Wirkung ausüben, welche auf die erfindunggemässe Weise durch Anwendung von-von Fall zu Fall ihrer Grösse und gegebenenfalls auch ihrem Vorzeichen nach verschiedenen-Vorspannungen sich restlos kompensieren lässt. 



   Die Schaltung zum Gegentaktbetrieb der Ablenkplatten ist nur als Beispiel angegeben. Selbstverständlich können zu diesem Zweck auch alle andern bekannten Anordnungen verwendet werden. 



   Das Verfahren kann grundsätzlich bei allen Braunschen Röhren mit elektronenoptischem System Verwendung finden, vorzugsweise jedoch bei   Hochvakuumröhren,   insbesondere solchen gemäss der Abbildung. Auch Restgasröhren (Gasfüllung von weniger als 5.   10-jim   mm Druck) können Verwendung finden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l. Hochvakuumfernsehröhre   mit elektrostatischer Abbildungslinse und elektrostatischer Ablenkung, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um den durch die Ablenkplatten hervorgerufenen, die Rotationssymmetrie zerstörenden Potentialverlauf für die in der brechenden Ebene liegenden Aufpunkte in einen rotationssymmetrischen Potentialverlauf zu verwandeln, beispielsweise indem die als   Abschlusselektrode   des Linsensystems dienende Anode derart ausgebildet ist, dass ein Durchgriff der Ablenkfeder in das Linsenfeld vermieden wird.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Anode und Linsenelektrode eine Röhre gewählt wird, deren Querschnitt das gesamte Strahlenbündel ungehindert hindurchlässt und deren axiale Lage gleich oder grösser ist als der gegenseitige Abstand der Ablenkplatten.
    3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gelkennzeichnet, dass durch zwei Hilfsplatten senkrecht zu den auf die Anode folgenden Ablenkplatten die Brechkraft in der Ebene senkrecht zur Ablenkungsrichtung dadurch eingestellt werden kann, dass an diese Hilfsplatten eine gemeinschaftliche einstellbare Vorspannung gegen die Anode gelegt wird oder dass der Durchgriff der Hilfsplatten durch das Anodenloch so gewählt wird, dass die Hilfsplatten direkt mit einer der in der Röhre vorkommenden Vorspannungen, z. B. mit der Anode direkt zwecks Beseitigung einer besonderen Durchführung nach aussen verbunden werden können.
    4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch je eine auf den Rand der Ablenkplatten aufgesetzte Hilfselektrode und alternierende Polarität von Platte und Hilfselektrode und Betrieb der Platten bzw. der Hilfselektrode im Gegentakt gegenüber dem Anodenpotential eine Aufhebung der Randfeldwirkungen erzeugt wird.
    5. Fernsehröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Abbildungslinse eine Anoden- seheibe vor einer Zylinderelektrode niedrigerer Spannung verwendet und das Verhältnis des gegenseitigen Abstandes zur Tubusöffnung gleich oder grösser als 1 gemacht wird.
    6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blende von mindestens Strahl- querschnittsöffnung in den Niederspannungszylinder derart eingeschoben wird, dass der Abstand BlendeAnode gleich oder grösser ist als die Blendenöffnung.
    7. Anordnung nach Anspruch 6, bei welchem eine Blende in eine Niederspannungsröhre gegenüber einer Hochspannungsebene eingeschoben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintauchtiefe höchstens gleich dem Röhrenradius oder kleiner ist.
    8. Fernsehröhre mit einer elektrostatischen Abbildungslinse nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf Anodenpotential vorgespannte Lochelektrode vor einem die Glühkathode <Desc/Clms Page number 6> enthaltenden Steuerzylinder in dem durch die Ansprüche 4 bis 6 angegebenen Abstandsverhältnis angeordnet ist.
    9. Fernsehröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein geschlossener geerdeter Eisenpanzer über den Röhrenhals geschoben ist.
    10. Röhre nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Hochvakuumoder Restgasröhre (Gasfüllung von weniger als 5. 10-5mm Druck) ausgebildet ist.
    11. Schaltung zum Betrieb von Hochvakuumfernsehröhren mit elektrischer Linse und elektrischer Ablenkung, nach einem der vorhergegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die paarweise im Gegentakt betriebenen Ablenkkondensatoren gegenüber dem Potential ihrer Umgebung (Anode und Leuchtschirm) eine konstante Vorspannung erhalten.
    12. Fernsehröhre mit elektrischer Linse und mit Ablenkkondensatoren, welche paarweise im Gegentakt betrieben werden, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem der beiden Ablenkkondensatoren eine gemeinschaftliche veränderliche Vorspannung erteilt wird, welche die gleiche oder doppelte Frequenz wie die zugehörige Ablenkspannung hat.
    13. Fernsehröhre nach einem der vorhergegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Ablenkkondensator eine konstante und eine zusätzliche veränderliche Vorspannung erhält.
    14. Fernsehröhre nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablenkkondensatoren innerhalb eines einerseits von der Anode, anderseits von einem EMI6.1 auf einem derartigen Potential, vorzugsweise dem Anodenpotential, liegt, dass infolge der Vorspannung der Ablenkplatten auftretende Geschwindigkeitsänderungen der Elektronen aufgehoben werden. EMI6.2
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