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Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Fernsehbildern.
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Ein hochevakuiertes Gefäss 1 hat einen das gebräuchliche zum Erzeugen eines engen beweglichen Kathodenstrahlenbündels dienende Elektrodensystem umschliessenden Hals 2. In dem erweiterten Teil des Gefässes ist die Netzhautelektrode 3 aufgestellt, u. zw. derart, dass Licht von einem Objekt 4 durch das Fenster 5 der Röhrenwand auf die Platte 3 geworfen werden kann. Für die Fokussierung des Lichtbildes dient ein optisches Linsensystem 6, dessen Achse senkrecht zu der Netzhautelektrode 3 steht. Das Elektrodensystem in dem Röhrenhals 2 besteht aus einer Glühkathode 7, einer mit der gebräuchlichen Vorspannungsquelle verbundenen Steuerelektrode 8 und einer Sauganode 9, die durch die Stromquelle 10 auf einem positiven Potential mit Bezug auf die Glühkathode 7 gehalten wird.
Ferner ist eine Beschleunigungselektrode 11 in Form eines leitenden Überzuges auf der Glaswand vorgesehen. Diese besteht aus zwei Teilen, von denen der eine Teil mit der Erde und dadurch mit dem positiven Pol der Stromquelle direkt verbunden ist, während der andere Teil mit dem Gitter der Verstärkerröhre ? und über die Impedanz 13 mit der Erde verbunden ist.
Ablenkmittel in Form von Spulen 14 und 15 sind vorgesehen, um das von der Glühkathode 7 emittierte Kathodenstrahlenbündel über die Netzhautelektrode 3 hin und her bzw. auf-und abwärts zu bewegen. Die magnetischen Ablenkmittel können selbstverständlich durch elektrostatische ersetzt werden, falls letzgenannte aus irgendeinem Grunde bevorzugt werden sollten.
Die Netzhautelektrode 3 besteht aus einer dünnen Scheibe 16 aus durchsichtigem, isolierendem Material wie z. B. Glimmer. Die der Kathode 7 zugewandte, als die Vorderseite zu bezeichnende Seite der Scheibe 16 ist mit zahlreichen kleinen Silberteilchen 17 überdeckt. Diese Teilchen sind voneinander isoliert und haben eine Silberoxydoberfläche, die mittels Caesium lichtempfindlich gemacht ist, so dass aus den Teilchen durch Lichtstrahlen Photoelektronen freigemacht werden können.
Zwischen der Netzhautelektrode 3 und dem Fenster 5 befinden sieh in der Röhre, jedoch ausserhalb des vom Objekt 4 herrührenden Lichtstrahlenbündels Elektrodensysteme, welche die Bildung einer Elektronenwolke an der Rückseite der Scheibe 16 herbeiführen und auf diese Weise die virtuelle Signalplatte schaffen. Sie enthalten eine Glühkathode 18 bzw. 18a und eine zugehörige Anode 19 bzw. 19a. Die durch eine Kathode und die ihr zugehörige Anode gehende Achse trifft die Netzhautelektrode ungefähr in ihrer Mitte. Die Anoden können aus Drahtnetzen bestehen mit einer genügend grossen Oberfläche, um die ganze Bildfl che der Scheibe 16 gleichmässig mit Elektronen zu belegen.
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begrenzendes Diaphragma bilden und der mit Elektronen belegten Bildfläehe eine durch die Form der Öffnung bestimmte Ausgestaltung geben.
Die Öffnung in der Anode 19 ist z. B. als schlüsselloch- förmig und die Öffnung in der Anode 1Ba als sternförmig angegeben. Sie können jede gewünschte andere Form haben.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 hat die Hülle 20 zwei weitere Ansätze 22 und 22a, in welchen sieh die Elektrodensysteme 21 und 21a befinden, deren Achsen die Netzhautelektrode 3 ungefähr in ihrer Mitte treffen. Die Elektrodensysteme 21 und 21a sind gleich gebaut wie das in dem Halse 2 befindliche System. Sie besitzen eine Kathode 23 bzw. 23a, eine Steuerelektrode 24 bzw. 24a, eine Sauganode 25 bzw. 25a und eine Beschleunigungselektrode 26 bzw. 26a. Es sind ferner Ablenkspulen gleich wie die Spulen 14 und 15 vorgesehen, um die von den Systemen 21 und 21a erzeugten engen Strahlenbündel über die Rückseite der Scheibe 16 wandern zu lassen.
Die Steuerelektrode 24 ist durch eine Stromquelle 27 mit schwankender Spannung mit der gebräuchlichen Vorspannungsquelle verbunden, und auf entsprechende Weise ist die Steuerelektrode 24a des Systemes 21a geschaltet.
Der Strom durch die Ablenkspulen auf den Ansätzen 22 und 22a wird so geregelt, dass die von den Systemen 21 und 21a erzeugten Kathodenstrahlenbündel synchron mit dem Bildabtastbündel laufen und die Netzhautelektrode in einem genau gegenüber dem Treffpunkte des Bildabtastbündels liegenden Punkte treffen. Die der Stromquelle 28 bzw. 28a abgenommenen an die positiven Elektroden gelegten Potentiale werden so gewählt, dass der Bündelquerschnitt an der Scheibe 16 ein wenig grösser als der Querschnitt des Abtastbündels ist. Dies ist erwünscht, weil die Systeme 21 und 21a unter einem Winkel mit der Achse des im Halse 2 angeordneten Systems liegen, so dass die von ihnen auf der Oberfläche der Scheibe 16 beschriebenen Figuren etwas trapezförmig sind.
Die Steuerspannung an den Elektroden 24 und 24a kann entsprechend der örtlichen Helligkeit eines mit dem Bild des Objektes 4 zu kombinierenden Bildes geregelt werden. Auf diese Weise können dem Bild des Objektes eine oder mehrere Darstellungen überlagert werden. Das ist von Bedeutung für die Aussendung von zusammengesetzten Bildern, wie z. B. Studioszenen mit überlagertem Hintergrunde.
Die auf die Rückseite der Scheibe 16 geworfenen Elektronen erzeugen dort wahrscheinlich Sekundärelektronen, und demzufolge nimmt die Oberfläche der Scheibe ein von dem primären Elektronenstrom abhängiges Potential an, wie wenn ihr durch eine Metallplatte ein bestimmtes Potential aufgedrückt würde. Dieses Potential hängt von der Fähigkeit der Oberfläche, Sekundärelektronen auszusenden, ab. Wird das Potential der Oberfläche geändert, z. B. dadurch, dass Photoelektronen von der Vorderfläche ausgesandt werden, so findet ein Elektronenstrom statt, welcher die Potential- änderung auf der Rückseite wieder wettmacht.
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