AT150995B - Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesiumhaltigen Leichtmetallegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesiumhaltigen Leichtmetallegierungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Wärmebehandlung von   magnesiumhalttgen     Leichtmetallegiernngen.   



   Gegenstand des Patentes Nr. 144009 bildet ein Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesium- haltigen Leichtmetallegierungen und zur gleichzeitigen Erzeugung einer korrosionsverhindernden Deck- schicht auf diesen Legierungen durch Behandlung derselben bei Temperaturen oberhalb etwa   275  C   mit geschmolzenem wasserfreien Natrium-oder Kaliumbiehromat oder einer Mischung beider, wobei    vorzugsweise l Gew.-Teil Kaliumbichromat   auf 3   Gew.-Teile Natriumbichromat   verwendet wird. 



   Bei Behandlung von Werkstücken aus Legierungen, die bei Temperaturen oberhalb   400  C   vergütet werden, wie sie beispielsweise bei Aluminiumlegierungen mit einem niedrigen Gehalt an
Magnesium vorliegen, zeigt es sich nun, dass besonders bei längerer Verwendung der Bäder Zersetzungs- erscheinungen auftreten, welche zur Abscheidung sehlammartiger Produkte führen, die überwiegend aus Chromoxyd bestehen, während das Salzbad allmählich in eine zähflüssige Masse übergeführt wird. 



   Das Auftreten dieser Abscheidungen ist, wie nunmehr gefunden wurde, darauf   zurückzuführen,   dass ein Teil des Bichromates bei Temperaturen oberhalb von 350 bis 400  C unter Sauerstoffabgabe in Monochromat und Chromoxyd umgewandelt wird. Dieser Vorgang setzt sich fort, bis ein-von der Temperatur   abhängiges-Gleichgewicht zwischen   dem Salzpaar Bichromat-Monoehromat erreicht ist. Diese Annahme des Reaktionsverlaufes der Zersetzung wurde durch die Tatsache bestätigt, dass der Oxydationswert einer aus Natriumbichromat und (oder)   Kaliumbichromat   bestehenden Schmelze, die bei einer konstanten Temperatur oberhalb von 400  C längere Zeit belassen wird, bis zu einem
Grenzwert abnimmt. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung solcher   Bichromatsalzschmelzbäder   für die Wärmebehandlung von Leichtmetallegierungen, die durch einen Gehalt an Monochromat gekenn- zeichnet sind, der mindestens dem bei der Verwendungstemperatur des Bades sich ergebenden Gleich- gewichtsverhältnis zwischen   Bichromat   und Monochromat entspricht und für Temperaturen zwischen   400 C   und500 C sich auf mindestens etwa5% beläuft, aber zweckmässig etwas höher, z. B. auf   7-10%,   gehalten wird. Dieser Gehalt der   Bichromatsalzschmelzbäder   an Monochromat bewirkt, dass auch bei über 400  C liegenden Temperaturen keine Zersetzungserscheinungen unter Abscheidung schlamm- artiger Rückstände eintreten.

   Erfindungsgemäss kann man dem   Bichromatbad   die benötigte Menge
Monochromat als solches zusetzen ; man kann auch das Monochromat in der Schmelze selber erzeugen, indem man der letzteren in entsprechenden Mengen Stoffe zusetzt, die imstande sind, im Schmelzfluss
Bichromat in Monochromat überzuführen, wie beispielsweise Ätzalkalien, Alkalihydroxyde, Alkali- nitrate und auch Alkalikarbonate. 



   Die Salzschmelzbäder gemäss Erfindung zeigen den weiteren Vorteil, dass eine Korrosion der
Gefässbaustoffe, die bei Verwendung reiner   Bichromatbäder   beobachtet wird, insbesondere solcher aus Eisen, nicht mehr eintritt. 



   Die Vorteile der vorstehend beschriebenen   Verfahrens abänderung werden durch   die folgenden
Vergleichsversuche belegt. 



   Ein Gemisch von 750   Gew.-Teilen Natriumbichromat   und 250   Gew.-Teilen Kaliumbiehromat   wird in einem Eisengefäss zum Schmelzen gebracht und dann auf   5000 C erhitzt.   In die Salzschmelze werden Vergütungsproben aus Aluminium-Magnesium-Legierungen eingesetzt. Bereits nach 24stündiger
Betriebsdauer zeigen sich in dem Salzbad schlammartige Abscheidungen, welche sich im Laufe der
Zeit immer mehr verstärken und schliesslich die Schmelze dickflüssig machen, wodurch die Schmelze 

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 betriebstechnisch unbrauchbar wird. Der anfängliche Oxydationswert von   220 en n/10 NaO3   für 1 g Schmelze war nach 10 Tagen auf 208 gefallen. Die analytische Untersuchung des Schlammes ergab ein mit   20%   Fe2O3 verunreinigtes Chromoxyd.

   Das Eisenoxyd entsteht durch den Angriff des entwickelten Sauerstoffes auf die Gefässwandung. 



   Versetzt man dagegen das wie oben'erschmolzene Gemisch von Alkalibiehromaten mit 30 Gew.Teilen 90 % KOH (entsprechend 23   Gew.-Teilen ILO) und   benutzt es in der gleichen Weise, so ist der in der Schmelze vor Beginn der Benutzung festgestellte Oxydationswert von 206.5 nach 3wöchiger Betriebsdauer noch unverändert erhalten. Abscheidungen werden nicht beobachtet. Dieselbe Wirkung kann durch Zusatz von 21   Gew.-Teilen   Ätznatron erreicht werden. 



   Die gleichen Ergebnisse werden erzielt, wenn das wie oben hergestellte Salzgemisch mit 50   Gew.-Teilen Kaliumnitrat   versetzt und dann bei Temperaturen von 500  C verwendet wird. Der Oxydationswert hatte sieh auch nach einer Versuchsdauer von 20 Tagen nicht geändert und es waren auch keine nennenswerten Abscheidungen zu beobachten. 
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 25   Gew.-Teilen ILCrO)   zugesetzt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesiumhaitigen Leichtmetallegierungen und zur gleichzeitigen Erzeugung einer korrosionsverhindernden Deckschicht auf diesen Legierungen in geschmolzenem, wasserfreiem Kalium-oder Natriumbiehromat oder in einem Gemisch beider, vorzugsweise im Verhältnis 1 : 3 nach dem Patent Nr. 144009, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Bade bei Verwendung desselben oberhalb 350  C 5 bis 10% Alkalimonoehromat zusetzt.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Monochromat durch Zusatz von Ätzalkalien, Superoxyden, Nitraten oder Karbonaten in einer Menge von 5 bis 10% im Bade gebildet wird.
AT150995D 1933-12-23 1936-07-17 Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesiumhaltigen Leichtmetallegierungen. AT150995B (de)

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