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Zündkerze mit umwechselbaren Elektrodenpaaren.
Die Erfindung betrifft eine vervollkommnete Zündkerze mit umwechselbaren Elektrodenpaaren an den beiden Enden, welche bei etwa gleichem Herstellungspreis eine grössere Betriebsdauer als die bisher gebräuchlichen Zündkerzen aufweist.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Zündkerzen herzustellen, die an jedem Ende Elektroden enthalten, welche ausgewechselt und nacheinander in Betrieb genommen werden können ; der Körper dieser Kerzen wird dabei von zwei metallischen Halbsockeln gebildet, die untereinander durch ein Isolierstück derart verbunden sind, dass derjenige Halbsoekel, welcher die nicht in Betrieb genommene seitliche Elektrode trägt, nicht mit der Masse verbunden ist. Auf das Kerzenende, dessen Elektroden ausser Betrieb sind, wird eine Isolierkappe gesetzt, die mit einer Anschlussklemme versehen ist, welche mit der Mittelelektrode in Berührung kommt, wodurch die Strom/. ufiihrung zu der in Betrieb genommenen Mittelelektrode ermöglicht wird.
Bei dieser Anordnung kann die Funkenbildung zwischen den ausser Betrieb befindlichen Elek- troden vermieden werden ; aber bei der Ausführung dieser bekannten Bauart treten sehr grosse bchwicng-
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herzustellen, dass es eine genügende mechanische Festigkeit besitzt.
Diese bekannte Anordnung bietet ferner den Nachteil, dass dieses Isolierstüek eine ziemlich grosse Länge besitzen muss, um die Funkenbildung zwischen dem Teil des Sockels, der die ausser Betrieb befindlichen Elektroden trägt und elektrisch mit der Mittelelektrode verbunden ist und dem andern Sockelteil oder der Masse des Motors zu verhüten ; dies hat zur Folge, dass solche Kerzen übermässig lang werden.
Erfindungsgemäss weist die Isolierkappe, welche die ausser B ? < rieb befindlichen Elektroden bedeckt, einen rohrförmigen Ansatz auf, der die ausser Betrieb befindliche Mittelelektrode abdeckt und auf diese Weise von dem Kerzensockel und der von der Mittelelektrode abgebogenen seitlichen Elektrode isoliert.
Praktisch sind vor Inbetriebnahme der Kerze die auf dem Sockel sitzenden Elektroden von den auf dem Isolierkörper sitzenden Elektroden abgebogen. Zur Indienststellung der Kerze muss die Elektrode des einen Sockelendes umgebogen und in den üblichen Abstand (z. B. 0'4-0'5 nun) von der entsprechenden Elektrode des Isolierkörpers gebracht werden ; dann wird die Kerze auf den Zylinderkopf des Motors mit diesem Sockelende geschraubt. Die Isolierkappe wird am andern Ende des Sockels befestigt und schliesst die an diesem Ende sitzende Elektrode isolierend gegen die entsprechende Elektrode des Isolierkörpers ab, welch letztere mit der Anschlussklemme jener Isolierkappe Kontakt hat.
Wenn die in Betrieb befindlichen Elektroden abgenutzt sind, so braucht man nur die Zündkerze abzuschrauben und das Elektrodenpaar des entgegengesetzten Kerzenendes zu benutzen, nachdem man die an diesem Sockelende sitzende Elektrode ordentlich umgebogen hat, um sie in den üblichen Abstand von der entsprechenden Elektrode des Isolierkörpers zu bringen. Die Isolierkappe wird dann auf demjenigen Ende der Kerze befestigt, welches die abgenutzten Elektroden enthält, nachdem die seitliche Elektrode dieses Endes gerade gebogen oder entfernt worden ist.
Nachstehend soll an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Zündkerze beschrieben werden.
Fig. 1 ist ein axialer Längsschnitt durch eine Zündkerze. Fig. 2 ist eine entsprechende Aussenansicht. Fig. 3 ist ein Schnitt durch die Ebene 1-. A der Fig. 1.
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enthält in seiner Längsachse, in die Masse des Körpers versenkt, eine Metallspindel 2, die aus den
Enden des Körpers 1 herausragt, um zwei Elektroden Ja und 3b zu bilden. In seiner Mitte weist der
Körper 1 eine kreisförmige Einschnürung 4 auf, die seine Kühlung erleichtern soll.
Der Isolierkörper 1 ist in einem Metallsockel untergebracht, der von einem Teil 5a gebildet wird, welcher in einem Teil 5b eingesehraubt ist. Diese beiden Teile 5a und 5b klemmen den Körper 1 fest ein, indem sie mittels plastischer Dichtungen 7 aus Metall od. dgl. auf kegelförmige Flächen 6a und 6b dieses Körpers drücken. Der Teil Jb enthält aussen einen Teil 8 von sechseckigem Querschnitt, dessen Seitenwandungen von Löchern 9 durchbohrt sind, die eine Lüftung des freien Innenraums 10 der Kerze und folglich eine gute Kühlung derselben ermöglichen.
Die beiden Teile 5a und 5b besitzen jeder ein Gewinde 11a bzw. llb, welches die Befestigung der Zündkerze auf dem Zylinderkopf des Motors, für den die Kerze bestimmt ist, gestattet. Ausserdem sitzt an jedem Ende lla, llb eine Elektrode 12a, 12b, die von einem kleinen, mit seinem einen Ende angelöteten Metallstift gebildet wird.
Nachdem die beiden Teile 5a und 5b ineinander geschraubt sind, können sie noch an einigen
Punkten durch Löten fest miteinander verbunden werden, um jegliches Lockern durch Aufschrauben unmöglich zu machen.
Die vorstehend beschriebene Zündkerze weist also, wie Fig. 1 und 2 zeigen, zwei im wesentlichen symmetrische Enden auf, die je mit einer zentralen Elektrode 3a, 3b und einer seitlichen Elektrode 12a, 12b versehen sind, wobei jedes Elektrodenpaar 12a-3a, 12b-3b abwechselnd benutzt werden kann, je nachdem, ob die Kerze mit ihrem Gewinde lla oder mit ihrem Gewinde llb auf den Zylinderkopf geschraubt ist. Bevor eines der beiden Elektrodenpaare in Betrieb genommen wird, muss die seitliehe Elektrode 12a bzw. 12b umgebogen werden, damit ihr Ende in einen geringen Abstand (zirka 0'4 bis 0'5 mm) von der Mittelelektrode 3a bzw. 3b gebracht wird.
Die Zündkerze enthält ferner eine Kappe 13 aus Isolierstoff, die an ihrem einen Ende beispielsweise durch Aufschrauben auf eines der Gewinde Ha, 11b befestigt werden kann. Diese Kappe 1. 3 ist mit einer kreisrunden Aushöhlung 13a versehen, die dem Gewinde lla oder 11b entspricht, auf welches die Kappe 13 aufgeschraubt ist. Diese Kappe 13 enthält weiterhin einen Zündkabelansehluss M, dessen Spindel 15 innerhalb der Kappe 13 eine gespaltene Hülse 16 bildet, welche die Mittelelektrode 3a oder 3b bedeckt. Beim Aufsetzen der Kappe 13 auf den Kerzensockel legt sich ein rohrförmiger Ansatz 17 jener Kappe zwischen die Hülse 16, welche die Mittelelektrode bedeckt, und den Gewindeteil lla, llb des Sockels.
Dieser rohrförmige Ansatz 17 isoliert dabei elektrisch die Mittelelektrode gegen die von der Mittelelektrode abgebogene seitliche Elektrode und den Zündkerzenkörper.
Die Anschlussklemme 14 wird in üblicher Weise mit einer der Klemmen der elektrischen Energiequelle verbunden, deren andere Klemme geerdet ist.
Wenn ein Elektrodenpaar 3a-12a oder 3b-12b infolge seiner Abnutzung keine ordentliche Zündung mehr gewährleistet, so braucht man nur das andere Elektrodenpaar in Betrieb zu setzen, nachdem man die entsprechende seitliche Elektrode in angemessener Weise umgebogen hat. Die Befestigung der Isolierkappe 13 auf dem andern Kerzenende erfordert lediglich die Geradrichtung oder Entfernung der andern seitlichen Elektrode.